Sep 232012
 

Liebe Leser, wir neigen ja dazu nicht nur Fußballplätze unsicher zu machen, sondern uns auch auf diversen Laufveranstaltungen rumzutreiben. Und so wie die Beurteilung eines Fußballspieles ja sehr subjektiv ist, ist auch die Beurteilung der eigenen Laufleistung sehr subjektiv. Und auch, ob einem ein Lauf gefällt oder nicht.

Der „Volkslauf durch das schöne Alstertal“ wirbt damit, dass er der schönste Volkslauf Hamburgs sei und das Alstertal zwischen Volksdorf und Wellingsbüttel ist ja auch in vielen Wanderführern als sehr hübscher Wanderweg vermerkt. Nur ein Lauf hier hat immer den Nachteil, dass man Hin- und Zurück zu 90 % die gleiche Strecke benutzen muss, denn sehr breit ist das Alstertal auch nicht.

Die Lust auf das Laufen kommt ja meistens erst, wenn man unterwegs ist. Vorher herrscht oft eher Unsicherheit und auch mal Lustlosigkeit. Auch gerade weil Laufwettkämpfe immer bedeuten, dass man Sonntags früh aufstehen muss. Wenn man Freitag den FCSP in der Ferne unterstützt hat, ist das nicht uneingeschränkte Freude. Aber die Mitsportler waren auch schon wach und unsere Blogkollegin auch schon fit, wie ein Turnschuh, da kann es ja nur abgehen.

Vor Ort die Startnummern und die Gruppe eingesammelt. Da kam auch schon der Abteilungsvorsitzende aus dem Erzgebirge und zeigte mal kurz, warum Leute nur wegen der Klamotten Mitglied in der Triathlonabteilung sind. Das sind schon nette Funktionssachen. Während er sich auf den Halbmarathon begeben wollte, blieben wir bei lockeren 10 Kilometern, man muss es ja nicht übertreiben so eine Woche vor einem Marathon.

Der Lauf an sich ist sehr gut organisiert, viele sehr freundliche Helfer, die Klosituation (jaja, das ist ein wichtiger Bewertungspunkt) ist okay, wenn auch nur gedixiet. Die Schlange erinnerte an IPhone, aber man musste keine 600+ Euro löhnen und es ging auch alles ganz schnell.

Mit dem Abteilungsvorsitzenden war abgemacht, dass er so eine 1:15 über die HM Distanz hinlegt und unserer langsamerer Part so eine 1:05 über 10 sodass man dann gemeinsam über die Ziellinie gehen würde. Ihn noch mal kurz auf die Verabredung hingewiesen und dann auf die Strecke geschickt. Beim Warmmachen war dann aber doch zu merken: Hier geht heute mehr, als man wahr haben will.

Also ab in die Startaufstellung. Ein kleines Minus dieses Laufs: Es wird nur brutto gemessen und da man den schnellen nicht im Weg stehen will, verliert man sehr schnell auf dem engen Weg zu Beginn Tempo und Zeit. Aber egal. Musik in die Ohren, Bad Religion bzw. Deichkind ist gut für einen Tempolauf und dann langsam die Leute überholt, die zwar vor einem am Start standen, aber nicht vor einem ankommen sollten.

Genauso subjektiv wie das Gefühl und die Musikauswahl ist es auch, ob man mit einer Uhr laufen mag oder nicht. Auch bei uns gibt es da zwei vollkommen gegensätzliche Ansichten. Den einen macht die Uhr nur nervös und läuft deshalb komplett ohne, der andere braucht sie zur ständigen Selbstkontrolle.

Wir liefen noch in Sichtweite voneinander, unsere geschätzte Mitbloggerin war schon weg gedüst. 6:18 den ersten Kilometer, 5:50 den Zweiten. Das Bein ganz locker, die Musik gut mit Schwung und irgendwie stark im Tunnel. Für den langsameren unter uns eher ungewöhnlich, lässt er sich doch sonst sehr gerne mal ablenken, aber heute war die Wahrnehmung auf Ohren und Schritte beschränkt. Teilweise wohlbekannte Stellen gar nicht mitbekommen, obwohl im Training schon 1.000 mal gelaufen. 6:03 der nächste Kilometer und dann leider eine kleine Unterbrechung, denn die Blase drückte. So wurde die Sichtweite nicht mehr gehalten und der nächste Kilometer nur in 6:23 absolviert. Am Wellingsbütteler Torhaus gab es Getränke, die aber schnell und ohne großen Halt eingenommen wurden, dann die Treppen runter und Endspurt.

Nun hatte man eine Gruppe gefunden, an der man sich orientieren kann und sah auch immer wieder Läufer, die man langsam einholte. Das motiviert dann doch sehr. Kurze Fragezeichen, als der ca. 10 jährige Junge bei Kilometer 7 an einem vorbei zog. Aber da der kleine in neuem FCSP Trikot und passender Hose lief, wich das Fragezeichen einem Lächeln und einem innerlich gebrüllten „Hau sie weg, St. Pauli.“ (Später konnte man dann in den Ergebnislisten von vielen kleinen FCSP Jungs lesen, die uns das Laufen noch beibringen werden!)

Kilometer 6 der letzte über 6 Minuten. Kilometer dann in 5:49 und danach alle Kilometer so um die 5:45. Endspurt und endlich mal das Tempo gehalten. Auf der Uhr blieb eine 59:35 stehen und als 122ster von insgesamt 160 Teilnehmern war der Langsamere sehr zufrieden.

Und da war sie wieder die Subjektivität. Denn unsere Schnellere war mit ihren 58:13 subjektiv unzufrieden. Laufen ginge nicht an der Alster, da ginge man nur spazieren. Gut, im vorderen Drittel des Frauenfeldes kann man auch mal spazieren gehen. Von unserer geschätzten Kollegin wollen wir jetzt lieber gar nicht reden, die befand sich selbst unter den ersten Zehn des Frauenfeldes.

Im Ziel gibt es keine Medaille für die 10er, dafür ein „Erinnerungsstück“. Man könnte es auch einen formschönen Becher nennen und die Dame, die das übergab guckte einen schon etwas verwundert an, wenn man „Da ist das Ding“ sagt und es in die Höhe reckt, als wäre es ein Siegerpokal.

Sowieso schnitt der FCSP wirklich gut ab. Ein langjähriger Dauerkartenbesitzer gewann das Männerfeld und die gestarteten Trias zeigten auf der Halbmarathondistanz auch wo der Hammer hängt. Auch wenn der Abteilungsvorsitzende ein bisschen mit subjektiver Kälte und Magenproblemen zu kämpfen hatte.

Aber seien wir ehrlich: Eine objektiv gelungene Veranstaltung.

Hier noch die Strecke bei gpsies

Aug 282012
 

oder

Wenn diese Treppen nicht wären / Heldenlauf 2012

Vorwort

Liebe Leser, wenn man so googelt, wie man sich auf einen Lauf vorbereiten soll, dann findet man garantiert irgendwo den Rat, dass man doch zu einem Konzert am Vorabend gehen , viel stehen und ganz viel Bier trinken sollte. Und wenig Schlafen sollte man auch. Okay, außer mit dem Bier trinken haben wir das ganz gut hinbekommen. Haben wir doch vor dem Heldenlauf einen kleinen Ausflug zum Großmarkt gemacht. Nun sind wir nicht so die guten Musikblogger, trotzdem fangen wir damit einfach mal an.

Kein Gott, kein Staat, lieber was zu laufen

Liebe Leser, das Portland Open Air wurde zum Ersten mal veranstaltet und zwar auf der Fläche des Großmarktes. Nur die Älteren unter uns werden sich an das letzte Musikfestival auf dieser Fläche erinnern, als irgendwann in den 90ern Bands wie Faith No More dort spielten. Das Portland mit eher elektronischen Bands, war da einige Nummern kleiner angelegt und vielleicht 3000 bis 5000 Zuschauer (Abendblatt behauptet 5.000) wollten Deichkind plus einige Vorbands sehen. Vorbands? Ja, die haben wir bis auf die letzte komplett ignoriert und uns mit der Umgebung vertraut gemacht. Eigentlich ist das Gelände aufgrund von fehlenden Anwohnern perfekt für ein Festival geeignet. Warum der Veranstalter aber bei einem Headliner, der ja doch für eine Bierstimmung sorgen kann meinte, dass er mit drei Bierständen auskommen würde verstehen wir so gar nicht. Immerhin führte es dazu, dass ihm viele Einnahmen flöten gingen, da die Leute kein Bock hatten sich für ein Bier ne halbe Stunde anzustellen. Und das eigentlich bei einem Preis von 2,50€ pro Bier, was ja eigentlich ganz okay ist.

Etwas anders als die meisten Leute sehen wir da aber die Klosituation. Ja, vor dem Damenklo war eine permanente Schlange, aber das ging trotzdem – außer direkt nach den Bands – immer ganz gut voran. Ob das ganze auch bei einer entsprechenden Bierversorgung gereicht hätte, sei mal dahin gestellt. Aber da ist man von Rock im Park oder Wacken schlimmeres gewöhnt. Insbesondere, da man hier auch noch für Wasserklos gesorgt hatte und nicht nur Dixies vorhanden waren.

Kommen wir zu den Bands, die wir wahrgenommen haben. Genau zwei. 🙂 Peaches ist nicht wirklich eine Band, sondern eine Dame, die von Tänzern unterstützt wird und die „Elektroclash“ (Wikipedia) macht. Man könnte es auch elektronischen Lärm mit Gesangs- und Shot-Einlagen nennen. Ging aber gut ab. Dazu ein Kostüm, welches zum größten Teil aus Brüsten bestand und Tänzer (auch das Vagina-Kostüm kann man mal machen), die kleine Szenen spielten. Sehr unterhaltsam, sehr freakig.

Sowohl Peaches, als auch Deichkind ließen es sich nicht nehmen, dass Thema Pussy Riot anzusprechen und die Freilassung zu fordern. Was man da mal wieder sehen kann, ist die Macht der Symbole. Natürlich hat es Menschenrechtsverletzungen in Russland schon vor und nach Pussy Riot gegeben, aber Menschen lieben Bilder, lieben die Personifizierung und Russland wird wahrscheinlich in nächster Zeit sehr viele musikalische Gäste haben, welche dieses Thema ansprechen werden und so auch einen Fokus auf die Menschenrechtslage in Russland lenken werden. Diktatoren neigen dazu, die Kraft dieser Symbole zu unterschätzen.

Es macht ja schon etwas aus, wenn man als Band in Verkleidung auf die Bühne geht. So kann man vollkommen unbeachtet als Künstler in Alltagsklamotten durch das Publikum schlendern. Und dann war es soweit. Typen in Müllsäcken entern die Bühne und das ganze hat weniger etwas mit einem Konzert zu tun, als mit einer abgedrehten Performance mit ziemlich geiler musikalischer Untermalung. So wurde das volle Programm gespielt, alle wesentlichen Hits waren dabei. Von der Ballade (s. Überschrift) über „Bück dich hoch“ bis zum obligatorischen „Remmi Demmi“. Auch einen Ausflug in alte Hip-Hop Zeiten hat es gegeben. Was dabei bemerkenswert ist. Zeit für Pausen, Ansagen oder Spielereien mit dem Publikum wurde sich nicht genommen. Die ersten 45 Minuten knallhart durchgezogen, kurze Pause und weiter gings. Wir haben wahrscheinlich genauso viele Lieder sehen können, wie die Gäste der alternativen Großveranstaltung an diesem Abend, aber in der Hälfte der Zeit, oder so.

Wir hatten also gut was zu tanzen und dies für die ganzen 105 Minuten, die das Konzert letztendlich dauerte. Nach dem Konzert erstmal festgestellt, dass man ganz schön dicke Füsse und ganz schön feste Oberschenkel hat. Perfekte Halbmarathonvorbereitung also.

Zum Glück klappte ÖPNV technisch alles perfekt und so war man noch rechtzeitig im Bett, nur um kurze Zeit später wieder wach zu sein und mit einem Ohrwurm aufzuwecken. Wir fahren mit der Luftbahn…

Der Heldenlauf bietet 6km, 11km und einen Halbmarathon an und ist definitiv einer der schönsten Läufe in Hamburg. Aber auch einer der anspruchsvollsten. Die Strecke ist doch ziemlich wellig und insbesondere auf der Halbmarathonstrecke mit einigen Höchstschwierigkeiten gepflastert. Wir haben uns dann einmal für die 11km entschieden, einmal für den Halbmarathon.

Da der 11er zuerst ab ging, darf der auch anfangen zu schreiben:

Mein erster offizieller Volkslauf und erst mein dritter Lauf über 10km überhaupt. Feste Oberschenkel vom Tanzen und weiche Knie vor Aufregung, die besten Vorraussetzungen also. Mit einer kleinen Aufwärmübung ging es dann auch schon in die Startzone und die letzten acht Minuten wartete ich in einem Wespennest aufgeregter Läufer. Als der Bürgermeister höchstpersönlich (der nebenbei insgesamt vielleicht fünf Sätze sagte bei der ganzen Veranstaltung) das Startsignal (hier noch ein Schuss, das war beim HM dann anders) gab, lief ich los. Mein Plan: locker mein Tempo bis Kilometer sieben (wo meine Streckenposten warten sollten) laufen und wenn bis dahin alles gut geht, Gas geben.

Relativ schnell kristallisierte sich heraus, dass ein U20 m und ein Ü50 m ziemlich genau mein Tempo liefen, und auch wenn wir einander anschwiegen, so schleppten wir uns bis Kilometer sieben gemeinsam („Nur noch vier, nur noch vier“).

Die Strecke ist super schön und vor den Anstiegen wurde ich gar nicht gewarnt, sodass ich einfach ins kalte Wasser gesprungen bin. Kilometer sieben dann meinen Streckenposten allen einen Kuss aufgedrückt, festgestellt, dass heute alles geht, und Tempo richtig angezogen. Als ich am Witthüs lang kam, erfreute doch eine Truppe Küchenpersonal mein Herz, die mit allerlei Küchenklapperei die Läufer anfeuerten. Und auch das Ehepaar, das Früchtetee für die Läufer ausschenkte (stillecht Blankenese-Style vom Personal (?!?) nach vorne gebracht) und der Polizist, der fleißig Wasser verteilte, gaben mir Schwung durchzuhalten.

Bei Kilometer neun habe ich dann die Mitläufer angebrüllt „Los jetzt, die letzten zwei Kilometer auf Blut, nun is doch eh alles Wurscht“ und habe das Tempo erneut angezogen. Dass auf dem letzten Kilometer dann aber doch noch ein Hügelchen auf mich wartete, kam unvorbereitet, aber auch diese „challenge accepted“, durchgebissen und in einem ordentlichen Schlusssprint ins Ziel gerannt. Danach einen kräftigen Adrenalinausstoß gehabt und zwei Stunden vor Stolz fast geplatzt. Man muss schon sagen, dass sich die Blankeneser echt viel Mühe geben. Ich habe dann im Ziel eine tolle Versorgung vorgefunden (Croissants, Äpfel, Bananen, unterschiedlichste Biere alkoholfrei, Massagen, usw.; einziger Minuspunkt: Die Duschen waren eiskalt, sodass ich schon Kopfschmerzen bekam aber immernoch Schaum im Haar hatte.) und konnte gleich meine Zeit auf der Tafel nach lesen. Wow, verdammte Scheiße, 15(!!) Minuten schneller als ich erwartete. 1:05:02, Puddingbeine und Fertigpizza waren dann die Belohnung.

So liefen sie also davon und wir Halbmarathonis warteten zwischenzeitlich noch auf unseren Start. Immerhin perfekte Bedingungen, wenn man mal von dem typischen Hamburger Wind absieht. Zitat eines Mitläufers: „Ich habe das Gefühl, der kommt immer von vorne.“

1.700 Halbe liefen mit, so dass der Start doch etwas kuschelig war. Das Startsignal nun kein Schuss mehr, sondern das Horn der Cap San Diego. Ehrlich: Muss diese Show nicht haben, auch wenn die CSD natürlich ein sehr hübsches Schiff ist. Gut fünf Minuten dauerte es, bis man die Startlinie überquert hatte und los ging die wilde Hatz. Ich lief die ersten Kilometer mit der Frau ohne Kassettenrekorder (die hier ihr Rennen schildert) und dem besten Ehemann der Welt (TM), die wurden mir dann aber beide ehrlich gesagt zu schnell und deswegen habe ich sie laufen lassen.

Eigentlich begannen Kilometer 1 und 2 gut, die Uhr zeigte Zeiten zwischen 6:15 und 6:20 an. Also eine gute Pace zu Beginn eines Halbmarathons. Fakt ist, dass die beiden ersten Kilometer aber brettflach sind, so dass man sich für die späteren Aufgaben doch Körner übrig lassen sollte.

Kurz nach Kilometer 3 beginnen die wellligen Stellen des Marathons und ich bekam Fußprobleme. Mein Fuß wollte (wahrscheinlich aufgrund des Stehens am Abend vorher) so gar nicht und verkrampfte komplett. 7:29 und 7:32 auf den beiden nächsten Kilometern waren die Folge. Eine Pause zum Dehnen und lockern inklusive. Danach ging es wieder und der Lauf konnte zum Glück fortgesetzt werden.

Eine klitzekleine Kritik muss man am Heldenlauf aber haben. Der Lauf an sich ist nur ganz knapp ein Halbmarathon (meine Uhr zeigte am Ende 20,87 gelaufene Kilometer an) und die aufgestellten Kilometerschilder sind doch sehr ungenau. Teilweise bis zu 700 Meter Abweichungen zu den real gelaufenen Kilometern. 6:44, 6:25, 6:45 und so weiter. Bis Kilometer 10 blieb ich regelmäßig unter den 7 Minuten, die ich mir vorgenommen hatte. Kilometer 10 war dann langsamer wegen einer ausgiebigen und ruhigen Verpflegung, aber ich fühlte mich gut und alles lief.

Das Feld, wie immer etwas ausgedünnt in meinem Zeitbereich. Insgesamt ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass die Leistungsdichte im Halbmarathonbereich immer besser wird. 6:37 und 6:18 folgten auf den Kilometern, dann wieder eine 7:11. Es wurde immer welliger.

Wenn man so meine Geschwindigkeit verfolgte, dann war ich immer noch in der Lage flach eine Pace von gut 6:15 zu laufen, was für mich echt super ist. Nur bergauf hatte ich doch Probleme ein Tempo zu halten.

Tja und lief alles hier noch auf eine Zeit irgendwo zwischen 2:20 und 2:25 raus, kamen dann die berühmten Treppen und die zerrissen mich dann doch sehr fröhlich. Man muss den Falkentaler Weg direkt neben dem Waseberg hoch und das Treppensteigen ging dann doch derbst in die Beine. Ein gepflegter zehn Minuten Kilometer war die Folge. Landschaftlich ist das dort besonders toll, läuft man doch durch den wunderschönen Polterberg. Aber der Läufer neben mir ahnte es schon: Man muss eben noch einmal runter an die Elbe. 6:30 folgen, aber dann zweimal Kilometer, die von den Steigungen und Treppen beeinflusst waren und nicht unter acht Minuten lagen.

Hier habe ich nun alle Zeit Ideen fliegen lassen und bin einfach nur gelaufen, wie ich gerade konnte. Immer wenn es mal flacher wurde, dann gingen auch wieder Kilometer, die unter 7:00 waren, aber der letzte Anstieg in einem Park zerriss mich noch mal vollkommen und zwang zu einer großen Gehpause.

Neben der wirklich guten Organisation des Laufes ist auch das Publikum echt Klasse in Blankenese. Überall standen Leute und zwischen Kilometer 18 und 19 betrieben Leute echt auf eigene Rechnung noch einen Wasserstand. Das ist so toll und ich hoffe, dass die Leute wissen, wie sehr sie den Läufern auch moralisch helfen.

Nun ja, knapp vor dem Ziel war dann endlich die Luft raus und so schleppte ich mich ins Ziel, wo ich nach 2:32:22 ankam. Seien wir deutlich: Ich war auf dieser Strecke auch schon einmal gepflegte 16 Minuten schneller und zwar vor zwei Jahren. Das spricht nicht gerade für eine tolle Form. Keine Ahnung, warum das vor zwei Jahren so flutschte und diesmal nicht. Gefühlt habe ich mich eigentlich nicht schlecht.

Mal sehen, was dies für Berlin bedeutet. Insgesamt ist es ja immer nur ein Trainingslauf für mich, so dass ich nicht weiß ob und wie ich 2010 in dieses Rennen gegangen bin.

Kleine negative Anmerkung noch zum Schluss: Alkoholfreies Bier gab es für langsame Läufer leider nicht mehr. Immerhin aber noch alle möglichen Getränke.

Aug 062012
 

oder

die kürzeste Medaille

Vorwort

Liebe Leser, bereits Anfang dieses Jahres lud der BluecherHRO zum Staffellauf in seine Heimatstadt, die – wie sein Twittername schon sagt – Rostock heißt. Leider musste auch ich ihm erstmal absagen, stand doch so etwas wie ein Spielplan noch in weiter ferne. Nun ist das für einen braun–weißen ja nicht immer ein angenehmes Pflaster, aber dies gilt anscheinend wirklich nur für Fußball. Zum zweiten Mal waren wir zum laufen in der Stadt und zum zweiten Mal war es ein unvergessliches und schönes Erlebnis.

Nur Bestzeiten

Meiner einer war aufgrund von Aue (gesonderter Bericht folgt) nicht wirklich in der Lage einen halben oder ganzen Marathon zu laufen. Ich war aber als Unterstützer der Heldenwalkerin vor Ort, die ihren ersten Halbmarathon erwalken wollte. Und so schrieb ich dem Bluecher kurzfristig, dass ich gerne für einen Ausfall in eine Staffel nachrücken würde. Wenn es aber nicht klappen sollte, wäre es auch nicht schlimm, ich sei sowieso vor Ort. Prompte Antwort war, dass man sowieso noch einen Läufer brauche und ich gerne mitlaufen könne.

Als Volldistanzler mag man Marathonstaffeln im Lauf nicht wirklich, da sie ständig überholen und einen aus dem Takt bringen. Wenn man aber selber ein Staffelläufer ist, dann ist das natürlich Ansporn soviele Läufer vor einem zu überholen, wie es irgendwie geht.

Die Staffel in Rostock ist in acht Teile aufgeteilt, was aus zwei Gründen zu kritisieren ist. Zum einen bleibt am Ende ein mehr oder minder unsinniger 1,6 Kilometer Abschnitt. Zum anderen ist die Zahl Sieben nun mal die Stadtzahl der Stadt Rostock, so dass es wirklich angebrachter wäre die Staffel auch in sieben Abschnitte zu teilen. Diese Symbolik schien dem Hamburger Veranstalter nicht wirklich bewusst. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Diesen ungeliebten Schlussabschnitt übernahm ich also freiwillig, wollte ich doch mal wissen, wie es denn so ist, wenn man eine kurze Strecke auf komplett Vollgas läuft. Habe ich noch nie gemacht, aber immer mal was neues.

Um 16 Uhr war Treffen angesagt und der ärmste Bluecher musste merken, was es heißt, wenn man den Hut auf hat. Insgesamt hatte er auch noch drei Staffeln organisiert, was das ganze noch potentiert. Einige Leute kommen später, andere früher, jeder fragt ihn. Zwei Teilnehmer ließen sich bis auf die letzte Sekunde Zeit und so war der Bluecher doch ziemlich angespannt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schnell da der Puls auf 180 ist. Gerade, wenn man nicht nur Shirts für alle (rechtzeitig angemeldeten) Teilnehmer organisiert hat, man auch noch Starterlisten mit ganz vielen Infos hat, einen Kapitän für jede Mannschaft benannt hat und alles perfekt durchorganisiert hat. Vielen Dank dafür, das war wirklich komplett fehlerfrei.

Das Ganze löste sich aber in Wohlgefallen auf und so konnten die Halbmarathon-Teilnehmer zum Schiff gebracht und dann an Wechselpunkt 2 die eigenen Staffeln unterstützt werden.

Das ist ja das Schöne bei einer solchen Staffel. Da kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen, lernen sich kennen, können schnacken, können gemeinsam etwas erreichen und Spaß haben. Das geht dann vom modebewussten, leistungsorientierten Läufer bis zum übergewichtigen Spaßläufer (ich). Hat alleine deswegen viel Spaß gemacht, auch wenn der soziale Teil bei mir etwas ausfallen musste, wegen Unterstützung der Heldenwalkerin.

Nochmal: Super vielen Dank an Bluecher für die Organisation.

Nun hieß es aber erstmal warten, denn so richtig konnte niemand die Leistungsdichte unserer Staffel einschätzen, waren wir doch noch nie zusammen gelaufen und kannten uns – wenn überhaupt – auch nur flüchtig. Wir hatten so geschätzt, dass wir irgendwas zwischen 3:30 und 4:00 für die ganze Strecke brauchen würden, sodass ich beschloss sicherheitshalber um 21:00 (und damit drei Stunden nach dem Start) an meinem Wechselpunkt zu sein.

Etwas schwierig dabei ist, dass man bei einem geplanten Vollsprint ja schon warm sein sollte. Und zwar so richtig warm. Ich lief also mit kleinen Umwegen zwei Kilometer zu meinem Wechselplatz, machte immer wieder etwas schnellere Antritte und genoß dabei die wahrscheinlich schönste Laufstrecke Rostocks, die am Stadthafen. Bei einem Sonnenuntergang der Marke „wunderschön“ eine wirklich sehr zu genießende Laufstrecke, die einen hohen Gänsehautfaktor hat. Muss ich unbedingt irgendwann mal für einen langen Trainingslauf nutzen.

So stand ich also mit den anderen beiden Schlussläufern ab 21 Uhr bereit und wartete auf „meine“ Staffel. Nun hieß es sich weiterhin warm halten, sodass ich immer wieder kurze Sprints machte und versuchte die Muskulatur locker zu lassen. Das Warten kommt einem wie Stunden vor und man hat immer Sorge, dass die Staffel irgendwo abgebrochen wurde und man umsonst wartet. Die beiden anderen von Andre organisierten Staffeln waren schon da gewesen und ich wartete immer noch. Aber dann kam mein Vorläufer, kurzes Abklatschen und die wilde Hatz konnte beginnen.

Bad Religion „New Maps of Hell“ ist ungefähr das Album mit der schnellsten Musik, welches ich auf meinem IPod habe. Also rein damit in die Ohren und ran an den Anschlag. Nun sind diese 1,6 Kilometer nicht ganz ohne, geht es doch in Rostock die Gruben- und Krämerstraße hoch, ein nicht zu vernachlässigender Anstieg. Mein erster Blick auf meine Uhr zeigte, dass ich eine Pace von unter vier Minuten angeschlagen hatte, das war definitiv zu schnell. Also ein bisschen Luft holen und dann den Berg rauf. Trotzdem wurde der erste Kilometer in einer 4:48 erledigt. Das war so grob der Plan und ich war komplett am Anschlag. Nun also noch 600 Meter und von Läufer zu Läufer hangelte ich mich schnell in Richtung Ziel. Das Tempo konnte ich trotzdem nicht ganz halten und so waren die zweiten 600 Meter nur noch in einer 5:08 Pace möglich. Trotzdem: Ich bin ein so langes Stück noch nie so schnell gelaufen, denn nach 7:50 blieb die Uhr stehen und ich hatte über die 1,6 Kilometer eine Pace von 4:56 hingelegt.

Es ist bemerkenswert, wie fertig man nach einer solchen Aufgabe ist. Ich bin die Ausdauerleistungen gewöhnt und da kommt man ja hoffentlich nie komplett außer Atem. Heute aber bei diesem Ding war ich am Ende komplett auf, atmete sehr schnell und hatte zum Glück meinen Pulsgurt vergessen.

Es machte aber mal derbe Spaß sich einer so anderen Aufgabe zu stellen und mal ganz anders zu laufen. Im Ziel dann Freude bei allen Staffelläufern und auch ein warmer Empfang für mich, obwohl „meine“ Staffel von drei Staffeln die langsamste war. Das war aber alles nebensächlich, ging es doch insbesondere um den Spaß an der Freude.

Danach kurz noch mit allen geschnackt, Andre gedankt und mit der Medaille um den Hals der Heldenwalkerin entgegen gegangen. Das gemeine dabei: Staffeln und Volldistanzläufer bekamen die gleiche Medaille, nur Halbmarathonis bekamen eine andere, sodass ich wie ein Volldistanzler aussah und doch nur ein Sprinter war. Die Heldenwalkerin dann ins Ziel begleitet, aber das ist ein selbst zu schreibender Bericht. Bestzeit für sie, Bestzeit für mich über 1,6 Kilometer. Erwähnenswert nur, dass die Veranstalter ganz entspannt sechs Minuten für sie überzogen und ein sehr netter Schlussfahrradfahrer sie ins Ziel begleitete.

Fazit: Ein sehr gelungener Ausflug nach Rostock. Auf eine GPS Datei verzichten wir diesmal großzügig.

Jun 242012
 

oder

über Wasser laufen

Vorwort

Liebe Leser,

Erstmal gibt es hier so gar keinen Lauftext und nun geht das ab wie Schmitz Katze. Und der Hella Halbmarathon, der sich dieses Jahr das 18. Mal durch die Hansestadt schlängelte, zog auch uns alle an. Dem FC widmen wir uns erst wieder morgen, heute also mal ein schöner Laufbericht.

Hamburger Sommer

Dieser Lauf ist sowohl für Läufer als auch für Skater gedacht, sodass sich rund 6000 Sportler (davon ca. 350 Skater) an diesem furchtbar verregneten Sonntag am Start einfanden. Es gibt nicht viele solche Tage in Hamburg, aber an diesem Sonntag regnete es wirklich Bindfäden. Und zwar wirklich beinah ohne Pause. Wie meinte einer unserer tapferen Streckenposten so schön? „Einmal kurz habe ich mein Buch rausgeholt, da hat es gleich wieder stärker geregnet.“

Nun ja, es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung, aber heute war mal sehr viel Kleidung im Grunde falsch. Etwas unglücklich an diesem Wetter war, dass eigentlich noch ein kleiner Geburtstagsempfang an der Alster geplant war, so mit sitzen an der Alster, chillen, sonnen, Bier trinken und dann in die Alster springen. Nun ja, wir kommen später drauf zurück.

Nicht alle aus unserem Kreis hatten sich für die Laufschuhe entschieden, sondern auch eine tapfere Rollerin hatte sich eingefunden. Regenrollen waren nicht vorhanden, so mahnten die Fußgänger ständig zur Vorsicht und erkundigten sich auch beim Streckenposten nach Wohlbefinden, aber hey, wenn jemand von uns rollt, dann ohne Probleme.

Aber erstmal war am Start sammeln angesagt und wie üblich waren wir viel zu früh. Auto am Ziel geparkt, dann mit dem Shuttle Bus zum Start. Insgesamt ist der Lauf gut organisiert, kleine Details, wie z.B. das der Shuttlebus für Roller echt doof hielt, seien jetzt mal verziehen. Was gut war, ist dass es eine Startverpflegung in Form von Wasser gab. Und der Mangel an Bechern wurde von den Helfern cool mit Nachschenken direkt aus der Flasche gelöst. Obligatorische Dixies und Kleiderbeutelabgabe müssen ja nicht erwähnt werden.

Neben uns machte sich die Rollgemeinschaft aus Kirchboitzen fertig und wir fanden raus, dass der lustig klingende Ort ein Ortsteil von Walsrode ist.

Danach war es auch Zeit unsere Rollerin in die Startaufstellung zu verabschieden. Und da wurde man doch ein bisschen neidisch. Die 350 Roller hatten doch sehr viel Platz und die Läufer standen dicht gedrängt.

Die Rollerin war bis zur Startlinie extrem nervös und angespannt, doch als sie sich langsam einrollte, fiel die Anspannung ab und Vorfreude stellte sich ein. Sollte es ja ihr erster sportlicher Wettkampf überhaupt werden. Etwas unsicher, wie sich der nasse Beton berollen ließ, ging es um 9.30Uhr los. Überhaupt nicht von den Profis beeindruckt, versuchte sie ihr Tempo auf den nassen Wegen zu finden. Erstaunlich dabei, wie unterschiedlich rutschig der Untergrund sein kann. (Eine Sache, die man als Läufer nicht so deutlich merkt, aber wenn man mal drauf achtet selbst als Läufer spürbar ist.) Vor einer scharfen Doppelkurve wurde schon im Vorwege gewarnt und zunächst befürchtete der Wettkampfjüngling im Zweifel diese auf dem Po runter rutschen zu müssen. Jedoch an dieser Kurve angekommen, Tempo schon ordentlich auf Zack, hat man sich dann doch kurzfristig entschieden das volle Kante durchzuziehen. Der Weg war frei genug, also ab gings. Statt durchs Bremsen noch mehr ins Eiern zu geraten war nun tief in die Hocke gehen, Beine und Po anspannen und Luft anhalten angesagt. Herrlich. Die Aussicht, das Ganze gleich nochmal machen zu dürfen pushte einen voran, denn eigentlich eine Strecke ein zweites Mal zu laufen, findet sie nicht so attraktiv. Und hoppla lagen die ersten neun Kilometer mit zwei totalen Kicks hinter ihr.

Wir Läufer staunten da noch am Start, wie schnell die Roller sind und teilweise auch wie mutig. Sei es nun, dass
sie mit einer Prothese liefen (Hammerrespekt!) oder einfach als sagen wir mal nicht Austrainierte auf die Strecke gingen. Megarespekt für jeden, der dasmacht. Der Start erfolgte und erstmal war sortieren angesagt. Unser Blogläufer ging in entspannten 5:55 an, was so schnell nicht geplant war, aber es lief einfach. Kleine Pinkelpause und danach die Kilometer so zwischen 6:11 und 6:00. Sehr gut die Zuschauerin, die bei Kilometer 8 einem ein „Ihr seht noch gut aus“ zu warf. Antwort einfach nur „das noch bitte doppelt unterstreichen“

So langsam traf sich die ganze Laufgruppe zwischendurch, einige wollten schneller, andere langsamer. Auch die Triathlonabteilung war in diesem Feld gut vertreten, aber 2:08, die dort geplant waren, war uns definitiv zu schnell.

Helgoländer Allee ist und bleibt eine miese Steigung, aber es bringt auch als Läufer richtig Spaß. Und bei Kilometer 9 stand schon einmal der erste Verpflegungsposten und auch bei Halbmarathonen ist die Einteilung in einzelne Abschnitte immer sehr angenehm.

Bemerkenswert und immer wieder süß: Die Schnellsten überholen immer wieder die 2 Stunden Läufer und alle klatschen begeisternd. Und es ist ja auch wirklich bemerkenswert in welchem Tempo die an einem vorbei ziehen.

Ab Kilometer neun ging es dann vorbei am Fischmarkt, dem Portugiesenviertel bis hin zum Wallringtunnel. Trotz des Wetters waren erstaunlich viele Leute an der Strecke, jedoch kam der Rollerin dieser Teil der Strecke sehr langweilig und öde vor. Der Wallringtunnel war dann schon wieder ein Highlight, trocken, glatt und gefühlt leicht abschüssig, sodass man den richtig entspannt durchbrettern konnte. Ab Kilometer 12 dann beschlossen das Tempo zu beschleunigen, irgendwie würde man das schon schaffen. (Anmerkung zur Rollerin: Sie ist erst drei Monate in leichtem, aber relativ inkonsequentem Training und kann sich noch nicht gut einschätzen) Dann zur Kennedybrücke, die einmal rauf und wieder runter gefahren werden musste. Die Spuren wurden durch ein Absperrband getrennt, was aber an einer Stelle kaputt war, sodass doch der eine oder andere „Hey Leute, hier abkürzen bitte!“ Spruch fiel. Die Fahrfreude und die Vorfreude auf den Streckenposten, der mit Cola, Wasser und Jolly Rouge Fahne bewaffnet ca. Kilometer 16 warten sollte, erhöhten das Tempo nochmals wie von selbst. Schnell einen Becher Cola geschnappt, dabei natürlich klebrige Hände bekommen und schon ging es quasi in den Endspurt.

Tja, da mussten wir Läufer erst hin und nach dem Publikumshighlight Landungsbrücken wird es wirklich öde. Wenig Zuschauer, wenig zu gucken und dann auch noch wellig. Es begann die Zeit zu rechnen. Geplant war irgendwas zwischen 2:15 und 2:20. Bisher sah es aber schneller aus. Schlichtweg zu schnell angegangen und nun war halt die Frage, ob man das durchsteht oder einbricht. Weiter, immer weiter. Und so waren es 6:10 bis 6:30 Kilometer je nach Welligkeit der Strecke.

An der Alster wurde es wieder spannender. In der Wende fand sich unsere kleine Gruppe wieder und ab diesem Zeitpunkt liefen wir bis beinah zum Ziel zusammen. Unsere geschätzte Dame ohne Taperekorder fröhnte dabei ihrer Sozialphobie mittels Kopfhörer, aber dafür ist ja der weltbeste Ehemann (ihre Aussage) unterhaltsam genug ;-). Und so ging es die Außenalster längs und wir kamen dem 16 Kilometer Streckenposten näher. Und erleichterten ihm um alle seine Colas.

Fünf Kilometer noch, aber die haben es theoretisch auch in sich. Daher begann nun das große Zittern. Halten wir unsere Pace durch? Wir werden es sehen, aber nun schalten wir wieder an die Rollstrecke.

Noch fix durch Winterhude, also dem Kiez der Rollerin (ihr Viertel, ihre Regeln! ;-)) gedüst und schon fand sie sich auf der anderen Alsterseite wieder. Nun dominierte der Ehrgeiz und immer noch ein neuer Mitroller musste überholt werden. Als sie dann plötzlich nur noch 700m vor sich hatte, was neben der Namensnennung durch den Lautsprecher erklang, nochmal richtig Vollgas und völlig erschrocken, begeistert, ungläubig, was da oben auf der Zieluhr stand. Aus den „hoffentlich klappt 1:40:00“ waren tatsächlich 1:12:07!!! geworden. Das wurde dann mit Medaille um Hals bei Banane und Hella-Zeugs erstmal realisiert und verarbeitet. Rucksack abgeholt, in die Dusche eingecheckt (alles so wahnsinnig gut organisiert) und mit einer etwas erfahreneren Rollerin aus Hessen ausgetauscht. Dann gemütlich zum 700m-bis-zum-Ziel-Point geschlendert, weiter verarbeitet, angefeuert und auf Streckenposten sowie Blogläufer gewartet. Hatte sie ihm doch versprochen ihn einzusammeln und bis zum Ziel zu begleiten. Und so kam es auch, aber dazu wieder der Läufer:

Ja die letzten fünf Kilometer beim Hella Halb, die haben uns mal wieder gepflegt gefickt. Um es mal deutlich zu sagen. Man muss halt zweimal zur Alster hin und wieder weg und das ist wellig. Und von der Krugkoppelbrücke am Ende hoch, das geht noch mal richtig in die Beine. Aber wenn in den Vorjahren immer eine richtig riesige Gehpause von Nöten war, so war es diesmal nur eine klitzekleine. Und nur ein Kilometer über sieben Minuten. Das ist schon für den Trainingsstand eine super Leistung und so blieb die Uhr bei 2:15:34 (netto) stehen, was erstmal eine riesig gute Zeit ist und ungefähr der fünftschnellste der vielen Halbmarathone, die schon von ihm bestritten wurden. Wir kamen auch ziemlich zusammen ins Ziel, nur unser bester Ehemann der Welt drehte noch mal richtig frei und düste uns davon. Woher die Nase immer noch die Kraft nimmt, ist nicht so richtig klar, aber man merkt, dass Bier Kraft bringt.

Wir hatten kein Bier, aber dafür die Rollerin, die anscheinend Bier und damit Kraft hatte, denn sie joggte uns noch mal entspannt ins Ziel. Danke dafür, danke auch für die Sänger kurz vor dem Ziel, die dann den Schlussspurt abrundeten.

Schnell den Kleiderbeutel geholt, wobei hier die Verteilung der Schlangen sehr unterschiedlich war. Bei den Lastern, welche die hohen Startnummern hatten, war eine riesige Schlange und in den niedrigeren Nummern war gar nix los.

Die Umkleiden waren dann sehr voll und an duschen nur zu denken, wenn man bereit war länger in einer Schlange zu stehen, aber auch hier galt: Perfekt organisiert und mal im Trockenen zu sein, war man gar nicht mehr gewöhnt.

Abgekämpft, aber glücklich ging es nun zur Geburtstagsparty, die eigentlich als Open Air Party geplant war und dann auch gegen alle Nassheit duchgezogen wurde. So war das Ganze ein bisschen kürzer als geplant, man musste also schneller trinken. Viel leckeres Essen, viele liebe Menschen, als dies rundete den Tag ab. Kommen wir also zum Fazit:

Die Rollerin ist wahnsinnig überrascht und stolz über ihre eigene sportlichen Fähigkeiten. Denn berüchsichtig man die Tatsache, dass die Profis entsprechend große Rollen fahren und anders trainieren, ist sie auf einem guten Weg. So konnte sie, wie oben erwähnt, feststellen, dass die nächsten Male die Energie noch viel länger reichen wird, als sie erwartet hätte. Keine Blasen, keine Scheuerstellen, den Regen hingenommen, perfekter erster Lauf. Mehr davon, viel mehr.

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Nächstes Jahr gerne wieder, lieber Karsten, liebe Laufgesellschaft.

Und zuletzt wie immer, der Lauf auf gpsies

Jun 182012
 

oder

inklusive einer Frühjahrszusammenfassung

Vorwort

Liebe Leser, wir hatten lange keinen Laufcontent mehr in unserem Blog und die Bestreitung von Wettkämpfen und längeren Läufen ist auch nur 50 % unseres Teams gegeben. Daher erlebt ihr in diesen Berichten ein Wort, was beinah ausgestorben war in diesem Blog. Das Wort „ich“. Aber trotzdem wollen wir euch weiterhin mit Laufberichten verwöhnen. Heute also der Rendsburg Marathon.

Mit Vorgeschichte und doch eine Premiere

Liebe Leser, es wäre Unsinn, wenn ich nun mit dem Rendsburg Marathon beginnen würde. Seit dem 10.02. ruht die Laufkolumne, so dass es doch ein bisschen etwas nachzuholen gibt. Ziel dieses Jahr war eigentlich, dass der New York Marathon meine Nummer 10 wird. Dazu hätten es aber insgesamt fünf Finishes werden müssen. Das ist ziemlich ambitioniert, um es mal freundlich zu sagen.

Der Erste war an dem Wochenende des Düsseldorfspieles in Freiburg. Die Anreise voll bonzig mit dem ICE, aber so
ein bisschen unkoordiniert mit Mättz, der zwar ständig im gleichen Zug saß, aber wir eigentlich nie nebeneinander. Startnummernabholung und Nudelparty waren schnell erreicht und insgesamt kann man die Organisation beim Freiburg Marathon nur loben. Einziges Minus: Am Ende der Runden wird es doch sehr einsam und dementsprechend hat man in er Innenstadt keinen freien Laufweg mehr.

Für mich lief es insgesamt sehr gut und bis Kilometer 20 war ich in der geplanten 6:45 bis 6:40. Der Kurs wird einem zwar als flach verkauft, aber insgesamt 204 Höhenmeter auf den zwei Halbmarathonrunden sind schon ganz ordentlich. Und es war mit 24°C auch ordentlich warm. So ging ich die zweite Runde langsamer an. Denn eine Gemeinheit dieses Laufes war es, dass es ab Kilometer 1 bis Kilometer 7 (und damit auch von Kilometer 21 bis 28) ständig bergan ging. Zwar nur leicht, aber eben irgendwie doch.

Der Einsamkeit entgegen wirkten vier Damen vom Lauftreff Kaltenkirchen, mit denen ich die nächsten 10 Kilometer verschnackte. Dann wurden mir die Damen, die im Besten Rentenalter waren, zu schnell. Bemerkenswert dabei: Die Wortführerin der vier Damen war W 70 und immer noch in der Lage Marathon in vier Stunden zu laufen. Krass.

Dann traf ich den Mann mit dem Hammer. Und der traf voll in den Magen, so dass mir mal wieder schlecht wurde. Da hilft nur Cola und so wurde eine kurze Pause in einem Dönerladen eingelegt. Na super, Cola natürlich eiskalt, so dass sie erstmal ein bisschen weiter getragen und dann getrunken wurde. So konnte ich bis Kilometer 33 noch irgendwie eine Pace von um die 7:40 halten, danach war dann endlich komplett Ende und die Kondition vollkommen weg. Nun ja, die letzten neun Kilometer wurden dann mehr oder minder gegangen, so dass meine Bestzeit leider nicht mehr drin war. Aber eigentlich war das nur Timing, denn bei 5:18:50 lief gerade „I’m walking on sunshine“ über die Lautsprecher. Was will man eigentlich mehr?

Erkenntnis dieses Laufes: Man kann zwischen mittellanger Hose und Kompressionssocken noch einen kleinen Streifen Sonnenbrand haben.

Dann Helgoland

SechsWochen später dann der zweite Versuch auf Helgoland. Und der Lauf ist toll organisiert, es ist die beste Orga ever. Nett, kompetent, lustig und alles perfekt. Nur mein Lauf wird das so gar nicht mehr. Dieses Jahr mit viel besserem Wetter als vor zwei Jahren, aber trotzdem immer noch sehr stürmisch. Und genau dieser Sturm verhinderte die ganze Zeit, dass ich so etwas wie einen Rhythmus fand. So wurden die Kilometer sehr unrund gelaufen und pendelten irgendwo zwischen 6:30 und 7:45, je nachdem, woher der Wind kam. Das ganze sehr kraftraubend und nach 18,6 Kilometern erwischte mich eine Böe volle Elle von vorne und nahm mich so aus dem Tritt, dass der Kopf und Körper sich schlichtweg einig waren. Wir wollten nicht mehr. Derbe enttäuscht ging es ins Hotel. Das war irgendwie gar nichts.

Und nun halt Rendsburg

Nach Helgoland war ich in einem Trainings- und Motivationsloch. Wochenlang wurde eine leichte Erkältung mitgeschleppt und auch der Kopf wollte einfach nicht. Zwar zog ich irgendwo ein Training durch, aber die Leichtigkeit und Motivation des Winters, die war verloren gegangen. Nur langsam erholte sich die Form und nur langsam stellte sich die Lauffreude wieder ein. So war klar, dass es für die Volldistanz in Rendsburg doch ziemlich eng werden würde.

Immerhin kam die Lauffreude so langsam wieder und wenn der Kopf will, dann wollen auch die Beine viel mehr. Etwas Sorgen machte, dass sich in Rendsburg unter 100 Teilnehmer für die Volldistanz gemeldet hatten, so dass man von einem sehr einsamen Rennen ausgehen musste. Und das ist nicht gerade mein Favorit.

Rendsburg an sich ist eine wunderschöne Stadt, die aber mehr oder minder am sterben ist. Viele Fachwerkhäuser, eine eigentlich sehr hübsche Innenstadt und mit der Schwebefähre an der Kanalbrücke auch wirklich ein Highlight. Aber ungefähr jedes dritte Geschäft in der Innenstadt steht leer und das Ganze wirkt teilweise sehr trist.

Samstag also die Startnummer abgeholt und die örtliche Wirtschaft durch Hotel und Restaurant angekurbelt. Ich neige dazu einen doch relativ nervösen Magen zu haben und ob ich es will oder nicht, ich muss wohl eher Mittags als Abends am Vortag meine Nudeln zu mir nehmen. Sonst bekomme ich Probleme, auch dieses mal.

Am Start versammelte sich die kleine Meute, die immerhin auch eine Teilnehmerin aus den USA umfasste. Insgesamt waren aber nur acht Frauen am Start über die Volldistanz, was schon zeigt, wie schmal das Teilnehmerfeld war.

Vorweg: Die Organisation war vorbildlich. Viele Streckenposten und die Strecke mit zwei kleinen Ausnahmen sehr gut ausgeschildert. Getränkestellen waren alle drei Kilometer angebracht und mit Iso und Wasser auch gut ausgestattet. Die Strecke an sich war landschaftlich sehr schön mit langen Passagen an Eider und Kanal, aber auch anspruchsvoll, da sie natürlich gewisse Höhenunterschiede hatte. 79 m hatte die Uhr nach 20,89 Kilometern gespeichert.

Nach dem Start zog das Feld los wie die Feuerwehr und so wurde es doch sehr einsam. Ein Blick zurück auf die Startnummern zeigte, dass hinter mir ausschließlich Halbmarathon Nummern waren. Und das bei einer Pace von 6:18 auf dem ersten Kilometer. Die Beine fühlten sich okay an und so begann das Denken: Soll ich die Volldistanz versuchen oder soll ich einfach nach einem Halbmarathon aufhören und um Ummeldung bitten? Immer wieder habe ich mich umgeguckt, ob da eventuell ein Laufpartner sich findet, aber es fand sich keiner. So entschied ich nach sieben Kilometern, dass heute auch ein Halbmarathon reicht und steigerte mein Tempo. Bis Kilometer 17 viele Kilometer in 6:15 und schneller, einige auch langsamer, da die Strecke doch sehr wellig war und einige kleine und giftige Anstiege hatte. Bei Kilometer 17 fraß ich dann aber das Tempo, so dass die letzten vier Kilometer doch langsam ins Ziel rollte. Naja, außer dem letzten Kilometer, der in einer Art Sprint noch mal locker die 5:58 als Pace brachte.

Insgesamt stand da eine 2:19:58, was auf einer anspruchsvollen Halbmarathonstrecke eine ordentliche Zeit ist. Zehn Minuten nach mir durchquerte die letzte Marathonteilnehmerin die Passage, ich wäre Vorletzter gewesen. Schade, dass man sich nicht fand, dann wäre vielleicht auch die Volldistanz gemeinsam drinnen gewesen.

Die Organisation, die liebe Art und auch der Zielempfang, wo jeder Teilnehmer einzeln mit einem Schnack begrüsst wurde, all dies hat sehr viel mehr Teilnehmer und sehr viel mehr Zuschauer verdient. Leute, kommt nach Rendsburg und nehmt an dieser Veranstaltung teil. Auch wenn es nicht der Marathon sein muss, ihr findet in SH wenig schönere Halbmarathone.

Der Rendsburg Lauf war gleichzeitig für mich eine Premiere. Bin ich doch zum ersten Mal mit „FC St. Pauli Triathlon“ gemeldet gewesen. Dieser Abteilung gehöre ich nämlich seit neustem zu 50 % an. Ich befürchte, ich werde niemals in meinem Leben einen Triathlon bestreiten, aber hier gehöre ich sportlich hin und ich denke, es wird nicht
lange dauern, da werde ich auch mal die Trainingsmöglichkeiten dieser Abteilung in Anspruch nehmen.

Und wie immer am Ende die ganzen Strecken als gpsies. Freiburg, Helgoland und Rendsburg

Ausblick

Nach dem Hella Halbmarathon beginnt die Vorbereitung auf Berlin und New York. Die Umfänge werden wieder in den Winterbereich gehoben und dann wird geballert ohne Ende. Der Traum bleibt: Berlin in Bestzeit und New York unter fünf Stunden.

Feb 102012
 

Liebe Leser, der geneigte Marathonläufer schielt schon wieder auf die Frühjahrs Saison und ist voll im Training. Der Nicht-Läufer hingegen guckt den Marathoni nur an und sagt „Bei dieser Kälte? Wie machst du das?“

Wie andere es machen kann ich nicht sagen, aber meine ultimativen, subjektiven und nicht verallgemeinerbaren Tipps sind Folgende (teilweise geschrieben in der Badewanne voller warmen Wasser, was sozusagen auch schon ein Tipp ist):

1. Laufband ist doof. Ja so ein Fitness-Studio ist warm, trocken und was zu gucken (im Fernseher, ihr Sexisten) gibt es da auch immer. Aber ich empfinde ein Laufband als zu monoton, das ganze als zu klinisch und auf einen kalten Fruhlingsmarathon bereitet es auch nicht vor. Mal ganz davon ab, dass ich die Belastung und die Bewegungsart als nicht vergleichbar mit normalem Laufen empfinde.

2. Klamotten: Warme Funktionssachen sind Ehrensache und die gibt es selbst bei Tschibo in guter und relativ (!) billiger Qualität. Nun würde ich aber aus so etwas nie ein Dogma machen. Wenn jemand lieber Baumwolle trägt, dann sollte er das machen. Auch Kombinationen aus beidem sind häufig anzutreffen. Mein Rat: Ausprobieren und falls es nicht passt, schnell wieder nach Hause.

3. Sowieso ein guter Rat: Nicht den Helden spielen. Wenn es nicht geht, weil Klamotten nicht passen, weil der eisige Wind heute einfach zu eisig ist, dann ab ins Warme und lieber mal eine Trainingseinheit ins Wasser fallen lassen. Ich persönlich verzichte auch auf zu harte Tempoläufe bei Kälte. Ganz ehrlich: Was nützt mir der harte Tempolauf, die auf Gedeih und Verderb durchgezogene Trainingseinheit, wenn ich sie mit Muskelaua oder mit einer Erkältung bezahle.

4. Warmmachen. Der normale Jogger tritt vor die Tür und läuft los. Ich auch. (Jaja, eigentlich schon falsch, aber seien wir doch ehrlich).Trotzdem bei extremen Minusgraden versuche ich mich wenigstens ein bisschen in der Wohnung anzuwärmen. Ein wirkliches Warmmachen wird das für einen Marathoni, der so bei ca. Kilometer 5 warm wird natürlich nicht, aber während des Umziehens mal durch die Wohnung zu tanzen macht zumindest mich etwas warm und erleichtert den Start.

5. Trinkflasche. Ich trage meine Trinkflasche ja immer spazieren, da sonst mein Kopf sagt, dass ich Durst habe (und zwar ab Kilometer 0,2). Und ich trage sie in der Hand. Bei Minusgraden nehme ich warmes Wasser, was den Vorteil hat, dass man zu Beginn eine warme Hand bekommt und später -wenn man das Wasser wirklich braucht- dieses noch nicht gefroren ist. Zugegeben: Das hilft einem wenig, wenn man Trinkgürtel etc. benutzt. Ach ja: Nur warmes Leitungswasser. Noch stärkere Erwärmung hat zumindest meine Trinkflasche nicht überlebt. 😉

Zumindest ich komme so gut durch den Winter. Und in drei Trainingswintern lässt sich die Anzahl der ausgefallenen Trainingsrunden an einer Hand abzählen. Und davon waren die meisten noch wegen extremer Glätte beendet oder nicht begonnen worden.

Abschließend möchte ich der Wade meines Lieblingsrostockers @BluecherHRO viele gute Wünsche und eine schnelle Heilung mit auf den Weg geben. Werde schnell wieder lauffit.

Feb 012012
 

oder

Winterlauf in Oldendorf

Vorwort

Liebe Leser, zumindest kurz will auch ich meine Erfahrungen aus Oldendorf zu Papier bringen. Insgesamt liegt ein sehr trainingsreicher Monat hinter mir, denn insgesamt 180,5 Kilometer hat meine GPS Uhr aufgezeichnet. Läufe von unterschiedlicher Länge und Intensität. Da mein Jahresziel irgendwo bei knapp 2.000 Kilometern liegt, sage ich mal: Alles im Plan. Und das ohne einen Plan zu haben. Nun aber Oldendorf.

Kirschstein gefunden

Oldendorf ist ungefähr das westliche Ende des Kreises Stade und wer diese Berichte schon sehr lange verfolgt, der weiß, dass ich durch eine kurzfristige Arbeitsstelle in Cuxhaven eine lang anhaltende Liebe mit der B 73 habe. Man könnte auch sagen: Jeder Meter auf dieser Bundesstraße ist mit schlechten Erinnerungen verbunden. Da hilft auch nicht die neue Autobahn, die einen um Stade bringt.

Früh aufgestanden, früh losgefahren, zu früh dagewesen. Dieser Dreiklang ist normal und war auch hier so. Kurz nachgemeldet und dann das auch hier sehr angenehme Kuchenbuffet geplündert. In dem Kirschkuchen war dann ein Stein in meinem Stück, das kann man entweder als gutes oder schlechtes Omen nehmen.

Insgesamt fanden sich vielleicht 200 Leute ein, die selbstgewählte Strecken zwischen 5 und 50 (in 5er Schritten) Kilometern laufen wollten. An einem arschkalten Wintertag war eigentlich noch gutes Laufwetter, aber leider gab es doch einige versteckte glatte Strecken, so dass doch einige Leute hinfielen. U.a. hörte ich von einem Läufer, der eigentlich 50 Kilometer machen wollte und dann bereits nach 6 so stürzte, dass es irgendwo im Bewegungsapparat knackte und er lieber aufhörte.

So etwas ist natürlich ärgerlich. Nun kann man dem Veranstalter wenig Vorwürfe machen, das ist leider bei Winterläufen immer die Gefahr. Die Strecke ist ansonsten eine reine Asphaltrunde, die sehr gut ausgeschildert war und über eine kleine Stichstrecke immer wieder zum Ziel führte, so dass man nach jeder Runde aussteigen kann, wenn man will.

Mein Plan war es 25 Kilometer auf die Uhr zu bekommen und dies in einem kontinuierlichem Tempo von 6:45. Die Strecke ist nahezu eben, so dass auch dies kein Hinderungsgrund sein sollte. Und mein Plan begann auch sehr gut. Die erste Runde mit 6:43 bis 6:48 abgeschlossen.

Im Ziel findet sich dann eine umfangreiche Verpflegungsstation mit Keksen, Riegeln, Schokolade, Cola, Tee, Malzbier und Wasser. Ich lies die auf der ersten Runde noch aus und lief weiter. Auf den ersten 1,5 Kilometern hatte man den sehr kalten Wind im Gesicht, das war das einzig störende. Erneut pendelte ich zwischen 6:38 und 6:50.

Getränke und ich stehe ja auf Cola und komme eigentlich auch mit dem gereichten warmen Zuckertee sehr gut zu Recht. Wenn die Cola aber gefroren und der Tee bullig heiß ist, dann ist das eine doofe Mischung, die ich leider auch zu spät realisierte. Das sollte ich dann doch etwas später merken.

Die dritte und vierte Runde blieb aber alles im Lot. Ich pendelte irgendwo zwischen 6:31 und 6:51 pro Kilometer, wobei das schon die beiden Ausreißer sind und der Rest sehr nah der angestrebten Pace lag. Ich fühlte mich gut und alles lief. Auch meine Nase, weil es halt Arschkalt war.

Nach 20 Kilometern holte mich dann aber (wahrscheinlich) die oben genannte heiß/kalt Mischung ein und mein Magen nörgelte etwas. So waren zwei Gehpausen und ein achten auf den Magen leider unvermeidbar. Die Pace die letzten 3 Kilometer also eher vernachlässigbar, ich lief aber immerhin kontinuierlich und so standen am Ende handgestoppte 2:52:49 zu Buche.

Handgestoppt ist ein gutes Stichwort. Zu der wirklich angenehmen, familiären Stimmung des Laufes passt es, dass die Runden per Hand gezählt werden und auch die Zeit per Hand genommen wird. Respekt an alle Helfer, die da gut 6 Stunden in der Kälte sitzen und stehen um den Läufern ihren Wettkampf zu ermöglichen.

Umgezogen, noch kurz ein alkoholfreies Bier und einen Kuchen genossen und dabei die Siegerehrung über 20 Km mitbekommen. Ab 20 Km hatte der Veranstalter für jeden Altersklassensieger einen Pokal bereit gestellt. Nun träume ich in meinen kühnsten Träumen nicht davon Altersklassen zu gewinnen, so dass nach dem Beifall für die Geehrten ich meine Sachen packte und aufgrund des einsetzenden Schneefalles die Heimreise angetreten wurde.

Zu Hause dann ein Blick auf die Siegerliste und siehe da: Ich hatte meine Altersklasse über 25 Kilometer gewonnen. Aber auch nur aus einem einzigen Grund: Es war kein anderer Teilnehmer meiner Altersklasse 25 Kilometer gelaufen. So verpasste ich meinen ersten (und wahrscheinlich einzigen) Pokal, bin trotzdem zufrieden und danke dem Veranstalter für eine wirklich gelungene Veranstaltung. Nächstes Jahr hoffentlich wieder.

Und wie immer: Die Strecke bei gpsies

Jan 172012
 

Liebe Leser,

immer wenn die DFL sich mal erbarmt zu terminieren, dann guck ich auch mal wieder, wo ich so mitlaufen könnte. Und das will ich euch nicht vorenthalten:

Nächste Woche und am 19.02. werde ich die Hamburger Winterlaufserie unsicher machen. Angemeldet bin ich und geplant sind zweimal 20 Kilometer.

Am 29.01. ist dann der Winterlauf in Oldendorf dran. Angemeldet bin ich nicht, da dies auch Wetterabhängig ist, geplant sind 25 Kilometer.

Am 25.02. geht es dann nach Kiel zum (Halb-) Marathon. Angemeldet bin ich und geplant ist ein Halbmarathon.

Alles natürlich als Trainingsläufe gedacht für die großen Ziele in 2012. Helgoland, Berlin und New York . Ob da noch Marathone hinzu kommen, muss sich zeigen. Zur Zeit wird gerade mit dem Fehmarn Marathon geliebäugelt.

Klar, der Hella Halbmarathon ist auch so gut wie gebucht, auch wenn der natürlich doof mit Fehmarn wäre. Mal sehen.

Ich liebäugel auch damit mal bei den Öjendorfveranstaltungen des 100 MC mitzulaufen und zwar am 11.02., dann aber logischerweise einen halben Marathon.

Jan 162012
 

oder

Lümmellauf 2012

Vorwort

Liebe Leser, es nützt ja alles nix, wenn man Marathone im Frühjahr bestreiten will, dann muss man auch im Winter raus. Nun ist das eigentlich gar nicht so schlimm im Winter zu laufen. Immer wieder höre ich „Was bei diesem Wetter willst du laufen?“. Ja will ich. Denn so stark stört Regen oder Kälte nicht. Dafür gibt es heutzutage ganz tolle Kleidung. Das einzige was nervt ist, dass es dunkel ist. Denn da tritt man immer unsicherer auf und das strengt doch mehr an. Trotzdem ist man immer über eine Abwechselung in den dunklen Runden begeistert. Und so sind Winterläufe eigentlich immer sehr nachgefragt. So auch der Lümmellauf, der mehr oder minder der Start der Hamburger Wettkämpfe ist.

Kuchen ist besser als Bockwurst

Sehr früh ging es in den Stadtteil „Am Hagen“, da die Walker bereits um 9 Uhr starteten und aus unserer Gruppe auch Leute walken. Nun ja, Startnummernausgabe ab 8:30 und als wir um 8:25 eintrafen, wollten wir nicht drängeln und guckten also auf die Startlisten. Sofort kam eine freundliche Dame und wollte uns helfen. Als wir sagten, dass wir eigentlich nur darauf warten, dass es 8:30 wird und wir nicht drängeln wollten, meinte sie, ach sie seien schon lange fertig. Die ersten hätten um 7:30 ihre Startnummer haben wollen. Und ich dachte immer, wir seien zu früh.

Der Hagener Lümmellauf ist zwar nach der gleichnamigen Bockwurst benannt, aber eigentlich sollte er sich der Hagener Kuchenbüffetlauf nennen, denn die Kuchenauswahl dort ist einfach unschlagbar. Da fahren die Damen des Schulvereines (?) echt ihre gesamten Künste auf. Sowieso ist der Lümmellauf einer dieser Läufe, der zum 34. mal ausgetragen wurde und wahrscheinlich zum 32. mal von genau den gleichen Leuten organisiert wird. Das führt zu einer gewissen Routine und wenn die Organisatoren zum örtlichen Bäcker kommen, dann fragt der nicht mehr, was die wollen, sondern nur ob die gleiche Menge wie letztes Jahr. Sprich: Die Organisation ist perfekt und locker.

Harald der Mann, der laut Moderator „jedes Jahr den gleichen Parka an hat“ hatte heute den Job jeweils den Startschuss zu geben. Auch das ist bei 5 oder 6 verschiedenen Laufstrecken ein Job.

Der Lümmellauf ist mein erster Lauf, den ich zum dritten Mal absolviert habe. Im ersten Jahr im dichten Schneegestöber und mit Schnee auf der Strecke, letztes Jahr dann im Nieselregen. Dieses Jahr also bei strahlendem Sonnenschein. Dafür kalt, aber trotzdem ist dies natürlich das beste Winterlaufwetter.

Der Lümmellauf ist doch ein bisschen gemein, denn man beginnt auf Asphalt und relativ festem Waldboden, erst später geht es dann bergauf und bergab und dann auch auf sehr weichem Boden. Wenn man dies weiß, dann sollte man Kraft für diese letzten 3 km jeder Runde behalten. Nur viele Leute wissen dies einfach nicht und so lief auch dieses Jahr das Starterfeld wieder los wie die Irren. Ich hatte mir eine 6:30er Pace vorgenommen, der erste Kilometer wurde aber auch bei mir 6:18. Danach bremste ich mich bewusst ein und lief die Kilometer knapp unter 6:30. Das ganze lief am Anfang etwas holprig, aber dann ging es ganz locker vom Hocker, auch wenn eine leichte Erkältung mich etwas einbremste.

Meine eigentliche Laufbegleitung raste los wie die Irren, da wollte ich nicht hinterher, so dass die ordentlich Vorsprung auf mich gewannen. Genügend um einmal kurz im Gebüsch zu verschwinden und trotzdem gut vor mir zu bleiben. Mir egal, ich lief am Ende des Feldes kontrolliert mein Tempo.

Den ersten Aufreger gab es nach 3 Kilometern. Die Organisatoren hatten die Strecke mit ganz vielen Kreidepfeilen auf der Straße gekennzeichnet und hier hatte irgendeine Spaßbremse die Pfeile mit Wasser entfernen wollen. Da dieses Wasser aber gefror, hatte sich auf der Straße eine schöne Eisplatte gebildet. Ich will jetzt niemandem etwas unterstellen, aber die Vermutung eines Nachbarns, der sich nun einmal im Jahr so gestört fühlt, dass er das nicht will, liegt natürlich nah.

Nach 6 Kilometern muss man über Holzstege, die durch ein Moor führen. Da musste ich dann Tempo rausnehmen und auch ein Stück zu Fuß gehen. Nicht weil ich nicht mehr konnte, sondern weil mir der Steg viel zu rutschig war um hier irgendetwas zu riskieren. Okay, daher ein Kilometer über 7 Minuten. Nach den Stegen beginnt der Lümmellauf eigentlich erst, denn nun kommen auf 2,5 Kilometern drei vier giftige Steigungen und viele weiche Waldwege. Landschaftlich wird es richtig schön, aber nun kommt der anstrengende Teil des Laufes.

So gut es ging versuchte ich mein Tempo zu halten und das gelang eigentlich auch ganz gut. 6:30, 6:32, 6:45 bis Kilometer 9. Letzter etwas langsamer wegen trinken und einem Stück Banane. Nun also das ganze nocheinmal. Eigentlich könnte man jetzt Vollgas geben, aber da war die Erkältung und so wollte ich nix riskieren und lief weiter meine kontrollierten 6:30 km. Nur um nach 11 Kilometern wieder meine Laufbegleitung aufzulaufen, die schlichtweg etwas langsamer geworden war. 6:13, 6:29 und 6:35 für 12, 13 und 14. Nun kamen wieder die Stege und obwohl ich sehr vorsichtig war, rutschte ich doch einmal sehr ordentlich. Daher war ich jetzt erstmal raus aus dem Rhythmus und brauchte auch den Kilometer danach zum wieder in Tritt kommen. 7:17 und 7:00 waren die Folge. Nun aber der Endspurt über die letzten 3 Kilometer 6:49, 7:01 und 6:43 waren die Pace. Die 7:01 waren Folge des letzten giftigen Anstieges. Im ersten Durchlauf konnte ich ihn noch laufen, diesmal brauchte ich doch eine Gehpause. 2:02:43 war letztendlich die Zeit, damit war ich etwas langsamer als letztes Jahr, was aber okay ist. Zeit ist zur Zeit eher unbedeutend, wichtiger ist die Kilometer in die Beine zu bekommen.

Die Veranstalter behaupten, man würde 19 Kilometer laufen, aber die GPS Uhr sagt 18,45. Egal, dafür ist es einfach ein sehr schöner Trainingslauf, der wirklich gut in die Beine geht.

Im Ziel dann die Bockwurst genossen, die eher etwas für die Harten ist. Dann doch lieber wieder das Kuchenbüffet.

Und zuletzt wie immer (wenn ich dran denke): Die Strecke bei gpsies.com

Und die Berichte von zwei anderen Läufern:

Schwesterherzchen

Und von der Blogschokolade

Dez 312011
 

oder

28. Silvesterlauf um die Teichwiesen

Vorwort

Liebe Leser, ich wünsche allen Besuchern ein schönes 2012, mögen alle eure Wünsche in Erfüllung gehen. Gute Vorsätze lasst lieber gleich sein, sie werden sich sowieso nicht erfüllen. Ich bin nicht wirklich ein Silvestermensch, auch wenn ich gerne mal Feuerwerk anzünde. Ich mag diese Party auf Befehl nicht. Aber Silvester gibt es auch eine schöne Tradition, die man einfach mitmachen muss. Der Silvesterlauf der LAG Nord, rund um die Teichwiesen in Volksdorf. Und davon soll dieser Bericht handeln.

Die Steuer ist immer und überall

Zum dritten Mal war ich bei dieser Veranstaltung, so dass sich schon eine gewisse Routine einstellt, aber sie ist einfach sehr nett gemacht. So ging es Silvestermorgen in Richtung Schule an den Teichwiesen. Wie immer gab es da keine Parkplätze, wobei ich hier auch die Anwohner nicht verstehe. Jedes mal bricht ein Chaos aus und die Leute stehen da und motzen. Mensch, wenn ich da eine Stichstraße habe, dann stell ich mich vorne hin, sammel eine Spende für einen guten Zweck, verteil heißen Tee und park die Autos selber ein und lass mir die Schlüssel geben. Das hat früher beim Galoppderby auch perfekt geklappt.

In der Schule kann man sich dann die Startkarten holen. Nummern gibt es bei diesem Lauf ebenso wenig wie eine moderne elektronische Zeitmessung. Ich finde das gut. Auf den relativ engen Wegen um die Teichwiesen würde es sowieso zu einem Chaos kommen, wenn alle auf die Zeit achten und die Messung per Startkarte, die am Ende abgestempelt wird, finde ich immer noch sehr charmant.

Man kann, muss sich aber nicht verkleiden. Ich laufe traditionell ohne Verkleidung, weil mir nix einfällt, www.sielaeuft.de hatte aber die Verkleidungsidee schlichtweg, sie lief als Steuererklärung. Der Start ist dann an der einen Ecke der Teichwiesen und es wird mit einer Silvesterrakete gestartet. Schon kann die wilde Hatz beginnen, wobei man auf der ersten Runde sich doch ziemlich auf den Füssen steht. Aber wie sagte die laufende Steuererklärung neben mir: Wer diesen Lauf ernst nimmt, der muss bekloppt sein oder ein Triabolo. Letztgenannter Verein hat seine Vorurteile bei mir nebenbei mal bei diesem Lauf bekommen, wo ein Mitglied dieses Vereines meinte unbedingt Teilnehmer mehr oder minder umzuschubsen, damit er nun möglichst schnell ins Ziel kommt. Wohlgemerkt auf damals eisglatter Strecke und wohlgemerkt bei einem Lauf, der handgestoppt auf Minuten gerundet gestoppt wird.

Egal, dieses Jahr war alles super und selbst der überholende Triabolo war der Worte „Achtung“ und „Danke“ mächtig und dann ist ja alles bestens.

Wir schunkelten uns also gemütlich an den ganzen 2,5 km laufenden Kindern vorbei und sabbelten. Sprüche konnten bei dem Kostüm nicht ausbleiben und so kamen Dinge wie „Oh Gott, muss ich das jetzt die ganze Zeit ansehen und daran erinnert werden?“ (flott gekontert mit einem „musst du schneller laufen“) und eben mit der Aussage, die hier die Überschrift bildet. Gut, dass ich uns angemeldet habe, sonst hätten die wohl auch noch Fragen zur Umsatzsteuer gestellt.

Das man im Job nebenbei noch sehr viel schlimmer dran sein kann, als wir zeigte das Gespräch mit einer Dame, die auch im Amt war und deren Mann bei der Feuerwehr ist. Ab morgen früh um 7 24 Stunden Dienst. Na herzlichen Glückwunsch.

So nun wollten wir aber den Streckenrekord angreifen und in Runde zwei wurden wir deutlich schneller. Nun ging es in einer lockeren 6:30 pro Runde um den Kurs. Streckenrekord klingt jetzt nach wilder Hatz, aber wenn man bedenkt, dass bei den beiden anderen Teilnahmen jeweils Glatteis herrschte, ist das jetzt eher ein Spaß.

Ich hatte in letzter Zeit Muskelprobleme, aber die meldeten sich zum Glück nicht und so ging es locker weiter. Auch wenn die Steuererklärung immer schneller werden wollte und man sie doch ein zwei mal einbremsen musste. Die Runde um die Teichwiesen hat so grob 2,6 Kilometer. In ihr sind aber auch einige giftige Steigungen versteckt, so dass es keine einfache Runde ist. Für die leicht durchgeknallten Freunde: Hier kann man ziemlich regelmäßig (man könnte auch sagen ständig) auch Marathon laufen. Auch so eine Sache, die ich für irgendwann mal auf der Liste habe.

So für uns war dann aber nach 7,6 Kilometern Schluss. Die Uhr hielt bei 51:57 an, die Startkarte wurde bei 54 Minuten abgestempelt. Aber um Zeit ging es nicht. Es geht bei diesem Lauf um sich bewegen vor dem Wettmampf und darum ein bisschen Spaß zu haben. Und besser als eine Trainingsrunde alleine ist das allemal. Kostüme gab es auch viele tolle Ideen zu bewundern. U.a. habe ich ein Kartenspiel gesehen, so richtig mit entsprechenden Hüten, der obligatorische Elch war auch da, die Polizei, zwei Knastis (die weiter liefen als die Polizei) und ganz viele andere tolle Ideen, inklusive dem heiligen Silvester.

In der Schule gab es dann Punsch und Berliner für jeden Teilnehmer, wobei wir Punsch mit Zitronentee gemischt zu uns nahmen. Eine Mischung, die erstaunlicherweise wirklich schmeckt. Danach gab es die handgeschriebene Urkunde (nix Internetausdruck) und schon konnten wir glücklich und zufrieden nach Hause. Schöner Lauf.