Okt 172021
 

Wir klicken uns jetzt (mit viel Kaffee und reichlich Müdigkeit) seit über einer Stunde von FCSP-Euphorie zu FCSP-Euphorie.

Einiges wurde in losen Tweets verarbeitet, nun der Versuch der Zusammenfassung

Die Tabelle

22 Punkte aus 10 Spielen. 2.2 Punkte pro Spiel. Mit 74.8 Punkten biste ja nun wirklich noch nie nicht aufgestiegen.(Und wehe hier kommt jetzt jemand und sagt, dass das an den .8 liegt!)

Die beste Halbserie dieses Jahrtausends (und vermutlich sogar der Vereinsgeschichte) war 16/17 unter Ewald Lienen. Damals gab es 34 Punkte, dazu fehlen uns jetzt noch 12 Punkte aus 7 Spielen. Bei 13 Punkten (bzw. natürlich sowieso den anvisierten 21 Punkten [“ansonsten kann Bornemann gleich seine Koffer packen”]) wäre es die beste FCSP Halbserie des Jahrtausends, vermutlich sogar aller Zeiten.

22 Punkte gab es letzte Saison nach 20 Spielen. Doppelt so häufig gespielt für die gleiche Punktausbeute. Diese Saison in den 10 Spielen 21 Tore, die hatten wir letzte Saison nach 16 Spielen.

Spiel gedreht!

Das war das erste Spiel, das wir unter Timo Schultz nach Rückstand noch drehen konnten.

Bisher lagen wir diese Saison sowieso erst 3 mal zurück, gegen Hannover haben wir das 0:1 bekommen und dann auch ohne eigenes Tor verloren. In Paderborn waren wir zu zehnt 1:0 in Führung gegangen, um uns dann kurz vor der Halbzeit den Ausgleich selbst reinzumurmeln und dann noch zu verlieren.

Gegen Heidenheim liegen wir jetzt zurück und drehen das Spiel dann noch. Die Mühe, zu gucken, wann das vorher zuletzt geklappt hatte, hat sich der Millernton schon gemacht.

Und Bielefeld war das “famose” Spiel mit dem Polizeieinsatz, wo der Ausgleich vor relativ leeren Rängen gelang, weil große Teile der aktiven Fanszene demonstrativ das Stadion verlassen hatten. Letzte Spiel vorher war dann auch 18/19 am 1. Spieltag gegen Magdeburg.

Lazarett? K(aum )ein Problem!

Ohlsson, der letzte Saison unfassbar wichtiger Stabilisator war, seit Monaten verletzt – aber wieder voll im Training. Smith verletzt nicht dabei. Wieckhoff mit neuer Knieverletzung und unbekannter Ausfallzeit. Matanović wieder im Training aber auch noch nicht kaderfit. Avevor ebenfalls seit langem verletzt. Daschner verletzt. Knoll verletzt. Amenyido verletzt.

8 Spieler, die auf jeden Fall Kaderpotential, häufig sogar Startelfpotential haben nicht dabei. 8 Spieler von denen einige wirkliche Unterschiedsspieler sein können.

Merkt man davon auf dem Platz irgendwas? Nein! Schulle stellt da ne Elf hin und es wirkt so als würden die genau richtigen Spieler zusammenspielen. Was natürlich nicht heißen soll, dass die obigen 8 nicht auch ganz schnell wieder ganz fit werden sollen und wir euch diese Saison hoffentlich auch alle noch auf dem Feld sehen können.

Spieler, deren Stärke wir mit wenigen Worten beschreiben können

Das ist jetzt sicher von der Euphorie geprägt,aber wann, wenn nicht jetzt?

Vasilj? Strafraumbeherrschung!
Zander? Offensiv immer eine Gefahr!
Ziereis? Zweikampfstark!
Medić? Abgekocht ohne Ende!
EDIT, weil wir keinen Chief Editor mehr haben: Paçarada? Defensiv stabil UND geile Flanken
Aremu? Steht fast immer da, wo er defensiv stehen muss!
Irvine? Was für eine Übersicht!
Hartel? Umschaltspiel!
Buchtmann? Giftig!
Kyereh? Ballkontrolle, Dribblings, Zuckerpässe!
Burgstaller? Eiskalt!

Dittgen? Was für ein Antritt!
Benatelli? Kannste in der Not immer den Ball geben!
Makienok? Schwer zu verteidigen!
Lawrence? Stabilisator!
Becker? Lösungen auf engstem Raum!

[Was für ein Luxus, diese Spieler von der Bank bringen zu können. Und dann noch Beifus, Dźwigała und Ritzka auf selber sitzen lassen zu können. Und obiges Lazarett zu haben.]

Das Team macht den Unterschied und hat noch viel vor

Wir haben uns in der Kabine eingeschworen und besprochen, was wir verändern wollten. In der zweiten Hälfte hatten wir mehr Aktivität im Spiel.” Maximilian Dittgen nach Heidenheim. 

“Wir haben die erste Hälfte in der Kabine knallhart analysiert und uns viel für die zweite Halbzeit vorgenommen.” Philipp Ziereis nach Heidenheim

“Ich kann die Tabelle auch lesen und sehe, dass wir Spitzenreiter sind. Das fühlt sich sehr gut an. Es fühlt sich für mich aber auch immer sehr gut an, zur Kollau zu kommen und zu wissen, dass wir noch viel zu tun haben und wir in Phasen von einzelnen Spielen oder ganzen Spielen nicht so gut waren, wie einige uns sehen.” Timo Schultz nach Dresden

„Wir hatten ein paar schwierige Momente, wir haben es als Team aber gut gelöst. Es war eine heiße Atmosphäre, wir hatten aber die Erfahrung in unserer Mannschaft, um ruhig zu bleiben.“ Jackson Irvine nach Karlsruhe.

Und die Liste der Zitate könnten wir jetzt lange so fortsetzen.

Was wir daraus lesen? Die Jungs haben wirklich Bock, die wissen, was sie können, die wissen aber auch, dass es in jedem Spiel noch kleine und große Sachen gibt, die verbessert werden können. Die sie aber vor allem verbessern wollen und die klarmachen, dass das hier nicht das Ende der Reise ist, sondern dass wir gerade erst anfangen.

Die – subjektiver Eindruck – auf dem Platz viel miteinander kommunizieren. Die keine Brandreden vom Trainer brauchen, um “aufgeweckt” zu werden, die das einfach selbst machen. Spieler (Simon) die Fans bei der eigenen Einwechslung auffordern, noch mal für den Spieler, den sie ersetzen (Burgstaller) zu jubeln. Spieler, die wissen, wann sie ablegen müssen (Kyereh auf Dittgen) statt es unbedingt selbst machen zu wollen. Spieler, die keinen unzufriedenen Mucks von sich geben, wenn sie mal nicht in der Startelf sind. 

(Und ja, vergleicht das noch mal mit vorherigen Teams, die hier auch schon auf dem Platz standen.)

Die Leichtigkeit des Seins

“Was kann mir schon gescheh’n?” singt Vicky Leandros.

Und ganz ehrlich? Wer soll uns so stoppen? Außer wir selbst? Und warum sollten wir uns unter diesen Voraussetzungen stoppen wollen?

Klar, es wird auch schwierige Phasen geben. 

Aber wir haben gegen Heidenheim gezeigt, dass wir eine nicht so gute Halbzeit einfach ausbügeln und dann innerhalb von 5 Minuten Spiele komplett drehen können, wenn wir richtig Druck aufbauen. Wir haben gegen Regensburg gezeigt, dass wir geduldig warten können, bis wir das Tor machen und nicht kopflos anfangen anzurennen. Wir haben gegen Paderborn gezeigt, dass das Kollektiv auch im Rückstand kämpft und sich nie aufgibt (und dass man da dann trotzdem mal verliert, gehört zum Fußball). Wir haben gegen Dresden gezeigt, dass wir einfach ganz schnell in Führung gehen können und dann nie auch nur ein Fünkchen Zweifel am Sieg aufkommen lassen.

Tonight we’re gonna have a real good time
We feel alive
And the world we’ll turn it inside out, yeah
We’re floating around in ecstasy
So, (don’t stop us now)
(Don’t stop us)
‚Cause we’re having a good time, having a good time

(Frei nach Queen)

Immer weiter vor, keinen Schritt zurück.

  4 Responses to “Sonne aus dem Arsch”

  1. Ähem… hüstel, na da habt ihr aus unserer Viererkette mal flux ne Dreierkette draus gemacht und Paqarada vergessen…

  2. Du hast Recht 🙈. Wie unangenehm-peinlich. Ist natürlich ergänzt!

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