Okt 282021
 

Dresden im Pokal. Wurden wir bei der Auslosung noch beschuldigt, daran Schuld zu sein, hat sich das dann ja doch heute insgesamt gelohnt.

Aber von vorne. Spiele unter der Woche sind Mist, insbesondere für Leute, die ihre Arbeit nicht so flexibel schieben können wie unsere kleine aber feine Reisegruppe.

So schwankte die Zahl der Mitfahrenden auch von 3 zu 4 zu 3 zu 4 zu 3 zu 2. Doofe Lohnarbeit, doofe Selbstständigkeit, doofe Krankheit. Gute Besserung an dieser Stelle, komm wieder auf die Beine, Samstag wartet Werder.

Entspannte Abfahrt in Hamburg. Nach Spieltagsfrühstück und letzten Einkäufen machten wir uns dann auf den Weg ins Dynamoland. Ausfahrt aus Hamburg nervig-lang, danach gut durchgekommen. Einige kurze Pausen, versuchte Treffen mit anderen 9ern, letztendlich fuhren wir dann aber alleine durch. In der 2er Kombo hatten wir dann die Vorbereitung der Playlist nicht so richtig auf dem Schirm, waren aber nun ja schon ein paar mal in Dresden und holten einfach eine alte raus. Beliebtes Spiel: Wer das Lied wohl damals draufgesetzt hat? Wir freuen uns, wenn ihr auch bald mal wieder mitkommt.

Westhools und Elbkaida

Die Einfahrt ins Dynamoland ja schon jedes Mal eindrucksvoll. Als Sprayer*in, der*die nicht fußballaffin ist, haste es hier ja schon schwer einen Platz zu finden. Ganz zu schweigen von eventuellen anderen (Fußball-)Vereinen. Die „Westhools“ gaben uns einige Rätsel auf – gemeint ist Dresden West – sowas wie Elbkaida vergisst man dann in Saisons ohne Spiele gegen Düh-na-mo auch mal schnell wieder. Am Parkplatz, diesmal ein anderer, altbekannte Gesichter getroffen und den 1. Shuttlebus zum Stadion genommen. Rumgestanden, intensiv aber ok abgetastet worden, rumgestanden. Ins Stadion rein.

Ist euch mal aufgefallen, dass das Aufwärmen des Teams seit dieser Saison jedes Mal sehr viel intensiver aussieht als das Aufwärmen des gegnerischen Teams? Es sind natürlich immer 1910 Puzzleteile aber dieses Aufwärmen ist sicherlich eins von denen, die erklären, was hier seit Wochen passiert. 

Wusstet ihr, dass es Dynamo „Snacksalami“ gibt? Wir auch erst seit kurzem, genauer seit heute, aber kommt doch gerne mal wieder mit Modelabel um die Ecke. Kontern wir dann mit Metzgerei.

Laserpointer auf St. Pauli 

Spiele unter Coronabedingungen ja gerade auswärts nicht unbedingt unser Favorit, der organisierte Support und das Regulativ aktiver Gruppen fehlt. Aber wir wollen ja nicht alles schlecht reden und so bietet das dann andererseits auch die Möglichkeit, neben und zwischen Leuten das Spiel zu verbringen, zwischen denen wir normalerweise nicht stünden. Regelkunde für Vorsänger inklusive. Das mit der Rum-Cola-Tour haben wir noch nicht vergessen.

Diese Saison noch 1x herkommen, und dann erst mal lange nicht mehr? Wir könnten damit leben.

Düh-na-mo beginnt mit Schalparade, viel Gesang außer „Scheiss St. Pauli“ verstehen wir nicht und die altbekannten Typen, die man mit dem sichtbar zu hohen Blutdruck bei „Nie wieder Deutschland“ am liebsten zu ihrer Hausärztin schicken möchte, sind auch wieder da.

Sowieso, Dynamo. Grüßt am Gästeeingang mit Deutschlandflagge. Kreativ, kreativ. Aus Dynamo-Kreisen hört man auch nur ein müdes „Ach, schon wieder?“

In die Schublade „Unkreativ und scheisse“ sortieren wir dann eher den Laserpointer, mit dem in der ersten Halbzeit zweimal aus dem K-Block in den Gästeblock gezeigt wird. Das „Laserpointer auf St. Pauli statt Bomben auf Dynamo“ liegt da ja wirklich brach auf der Tastatur. So lange Dynamoland sich im Opferschmodder suhlt, so lange kommen diese Anspielungen von uns.

In die gleiche Schublade packen wir auch ein „lasst ihn liegen“ gefolgt von „Scheisse tritt sich fest“ wenn dein eigener Spieler den Gegner mit Ellenbogen im Gesicht trifft und selbiger Gegner behandelt werden muss. Ach: Seien wir ehrlich: Richtig scheiße ist das.

Wir sind ein klein bisschen verliebt in dieses Team

Ja gut, okay, vielleicht ein bisschen mehr als ein klein bisschen.

Was für ein Quantensprung spielerisch. Da versuchst du alles hinten flach rauszuspielen, und das klappt auch in den allermeisten Fällen.

Wir haben keine Statistik gesehen, aber Irvine muss unendlich viele Kilometer abgespult haben. Dittgen mit geilster Kampfschweinattitüde treibt das Team auch nach den beiden unnötigen Gegentoren wieder an. 

Smarsch macht ein gutes Spiel, aber wir zittern dann ehrlicherweise doch 1-2 mal sehr. Wie viel Sicherheit Vasilj dahinten reingebracht hat, gerade bei hohen Bällen. Und das soll bitte explizit nicht als Kritik an Smarsch gelesen werden, sondern als Lob für Vasilj.

Gehst dann 2x in Vorsprung und legst dir das Tor dann 2x innerhalb von weniger als 3 Minuten selber rein. Unnötig.

Aber: Wir können uns an FCSP-Teams erinnern, die es nach sowas komplett zerreißt. Oder an 3:0 Halbzeitführungen in Dresden, die dann noch mit 3:3 enden. Davon sind wir dieses Mal weit entfernt. Es gibt auf jeden Fall Raum nach oben, dann nach diesen Toren die Stabilität gleich zu halten. Aber genau den Entwicklungsschritt schaffen wir dann auch gleich selbst. Auch wenn wir nach dem 3:2 sicherlich erst von der Behandlung des Dresdner und denn der Halbzeit profitieren. Aber wichtig ist, dass Spiel dann nicht mehr aus der Hand zu geben.

Thema sich fangen: Ziereis wackelt nach dem 2:2 Eigentor, fängt sich dann und schüttelt das ab. Genau diese Sachen sind  auf der weiteren Reise noch unendlich wichtig. 

Wir sind hier ja im kleinen Kreis unter uns und können ehrlich sein: Buchtmann hatten wir im Sommer eher abgeschrieben. Umso schöner, dass er uns jetzt in Serie Lügen straft. Erst giftig von der Bank kommen und Dresden richtig nerven, dann den spielentscheidenden Treffer setzen. Schön, dass du wieder da bist. 

Achtelfinale, Diggis.

Wir sind zu alt für den Scheiß. 157er „Ruhe“Puls ist normal während so ner Verlängerung, oder? Die letzten Minuten sind nervenaufreibend, Dynamo hat noch 1 gute Chance, aber eben auch nur die eine. Und das geht nicht nur uns so. Ein paar Parkplätze hinter Dresden treffen wir andere Auswärtsfahrende „Langsam fällt die Anspannung ab“. Das war sicher 90 Minuten nach Spielende.

Und dann? Jubel, Trubel, Heiterkeit.

Da deutet sich früh was an

Nach 15 Jahren mal wieder im Achtelfinale. Vielleicht ist Rainer Koch ja schon weg vom Fenster, wenn wir den #RainerKochRausPokal gewinnen? 

Statt wie sonst immer die Pokalkalenderblocker im August aus dem Kalender zu löschen, tragen wir Ende Oktober noch weitere Blöcke in unsere Kalender ein.

Moment des Spiels? Als Paçarada und Dittgen die Bierbecherwerfer erst auslachen und dann noch mehr fordern. Genau so.

Samstag Werder. Als einziges 2.-Liga-Team neben Hannover spielen wir Sonntag-Mittwoch-Samstag. Und Hannover hat 2 Heimspiele, wir reisen 2mal. „Typische CL-Woche“ wird uns gesagt.

Auf jeden Fall: Samstag Werder. Nicht nachlassen, keinen Schritt zurück. Weiter, immer weiter. 

Unser Tag wird kommen.

PS: Jakov? Wir sind Fans!

PPS: Unser Tag wird kommen? Ein anderer Tag ist gestern gekommen. ❤️🧡💛💚💙💜 Und passenderweise sind unsere Auswärtstrikots die Pride-Trikots.

PPPS: DRITTE RUNDE! 

PPPPS: Bericht noch im Osten fertiggeschrieben. Uns kann wirklich nichts mehr aufhalten. 

  2 Responses to “„Mein perfekter Tag? Oberrangsupport und Hauerei auf dem Busparkplatz“”

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