Dez 222020
 

Liebe Spieler;
lieber Dennis, lieber Robin, lieber Svend; lieber Sebastian, lieber James, lieber Philipp, lieber Jackson, lieber Daniel, lieber Luca, lieber Leart, lieber Adam, lieber Marvin, lieber Jannes; lieber Marvin, lieber Kevin, lieber Rodrigo, lieber Christopher, lieber Maximilian, lieber Ryō, lieber Lukas, lieber Afeez, lieber Finn Ole, lieber Rico, lieber Christian, lieber Luis; lieber Guido, lieber Simon, lieber Daniel-Kofi, lieber Boris, lieber Igor;

viele von Euch sind neu hier. Viele von Euch haben noch nie ein ausverkauftes Millerntor als Spieler des FCSP erlebt. Viele von Euch kennen uns Fans leider noch gar nicht oder kaum. Wir Fans sind auch bei weitem keine homogene Gruppe, da gibt es genug Unterschiede zwischen uns. Manche*r würde sagen „zu viele“, manche*r würde sagen, dass das so genau passt. Was wir aber wissen: Wir sind verdammt viele. Und würden Euch gerne kennenlernen, um Euch so einiges vom FCSP zu erzählen. Weil dieser Verein uns wirklich was bedeutet. Und während wir und Ihr uns corona-bedingt auch weiterhin erst mal nicht zusammensetzen können, tun wir das, was wir einigermaßen gut können, um Euch den FCSP näher zu bringen: Wir schreiben darüber. 

„Denn es ist mehr als Fußball, mehr als der Sport und die 90 Minuten, die viel zu schnell vergehn“

L.A.K. | Mehr als Fußball

In Krisensituationen – die kennen wir aus den letzten Jahren leider ein bisschen zu gut – gibt es immer wieder Menschen, die sagen, es wäre zu viel „mehr als“ und zu wenig „der Sport“.  Wir sehen das anders, Sankt Pauli war und wird immer viel mehr als nur das reine Fußballspiel sein. Der Glaube, dass Haltung noch den Unterschied macht, der Glaube, dass Sport die Welt ein bisschen besser machen kann. Sankt Pauli ist der Glaube an eine bessere Welt, der Glaube an einen besseren Sport. 

Auf Sankt Pauli ging es noch nie darum, wer der feinste Techniker ist. Versteht uns nicht falsch, wir haben nichts dagegen, wenn Ihr Fußballspielen könnt und uns das auch zeigt. Zuckerpässe, Zaubtertore, Fallrückzieher, direkte Freistoßtore, saubere Grätschen. Das Millerntor steht Kopf. Wirklich. Aber es gibt eine Sache, die uns noch viel wichtiger ist: Bedingungsloser Einsatz. Laufen, wenn Ihr nicht mehr könnt. Bälle zurückholen. Schon verlorengeglaubte Spiele noch drehen. Dem Gegenspieler gleich zu Beginn mal ’ne Ansage machen. Und wenn nötig, auch zwei oder drei Ansagen machen. Gewinnen wollen, mit allem, was geht. Jedes Gegentor ist eins zu viel. Und das wollen wir von Euch sehen. Und wenn wir das sehen, dann verzeihen wir Euch auch Fehler. Wir sind froh, ein junges Team zu haben, das auch mal mutig Sachen ausprobiert, das Spiel bestimmen will. Offensiv angreift, nicht nur das gegnerische Spiel zerstört. Klar klappt da nicht immer alles perfekt. Aber darum geht es nicht. Sondern darum, den Ball nach der nicht perfekten Aktion doch schnell wiederzubekommen. Nach dem doofen Gegentor dann eben eins mehr als der Gegner zu machen. 

Und das heißt nicht, dass wir in den letzten Wochen nicht auch mal das Bedürfnis hatten, Euch anzuschreien. Euch aufrütteln zu wollen. Aber wisst Ihr, was am allerschlimmsten ist? Dass wir Euch in dieser schwierigen Phase nicht unterstützen können. Eins versprechen wir Euch: Gerade und erst Recht in schwierigen Zeiten stehen wir zusammen. Wenn wir könnten, würde das Millerntor gerade jedes Spiel brennen. 

Auch Euch Spieler lernen wir leider gerade kaum kennen, wenn wir Euch nicht mal im Viertel über den Weg laufen, nicht zum Training können. Euch nach Spielen nicht vorm Stadion über den Weg laufen. Deswegen erleben wir viele von Euch aktuell nur durch die Filterblase der sozialen Medien. Aber das was wir sehen zeigt uns, dass ganz viele von Euch wissen, wo sie sind. Es aber eben noch nicht richtig erleben konnte. Das sollen diese Worte hier etwas ausgleichen. Da draußen gibt es noch viel mehr Menschen, die Euch von ihrem Sankt Pauli erzählen können. Fragt die, nutzt die Gelegenheit, uns besser kennenzulernen. Zu verstehen, was Fußball auf Sankt Pauli ausmacht. 

Das ist mein Leben Baby, und egal was auch passiert. Ich hab Sankt Pauli in meinem Herzen tätowiert.“ (L.A.K.) Das ist es, was wir hier mit Liebe meinen. Wir gehen den ganzen Weg mit Euch zusammen. Egal, was auch passiert. Wir stehen hinter Euch. Zeigt uns, dass Ihr es draufhabt. Entspannt jetzt ein paar Tage über Weihnachten, sammelt im Kreis Eurer Lieben Kraft fürs neue Jahr. Und verdammt noch mal, dann geht da raus und gewinnt die Spiele.

Wir glauben an Euch!

MagischerFC-Kollektiv

  5 Responses to “Glaube, Liebe Hoffnung.”

  1. […] hattet ihr beim Lesen unserer Worte an die Spieler ja selbst ein paar Gedanken gehabt, die ihr den Spielern gerne mitgeben […]

  2. Liebes Kollektiv,
    auch wenn ich nicht immer eurer Meinung bin im Blog, habt ihr mir so wunderbar aus dem Herzen geschrieben, daß es weg tut und ich Heimweh habe

    Vielen Dank dafür und besinnliche Weihnachten.

  3. Moin,
    Ihr habt mir sosehr aus dem Herzen gesprochen. Ich unterschreibe jedes Wort.
    Schöne Festtage und bleibt gesund
    Stefan

  4. Vielen Dank MagischerFC-Kollektiv und Grüsse an die Mannschaft!

    Was immer auch kommt, Liebe kennt keine Liga; wir halten zusammen!

    Unser Tag wir kommen!

  5. Mit Pipi in den Augen 😪

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