Feb 112020
 

Zähne, Krankheiten, der perfekte Mord, Pony & Ride. 
Dies ist eine Zusammenfassung der Gesprächsthemen der Hinfahrt.

Zu früh da, zu kalt. Rumlungern vorm Block. Zwischenzeitlich Info, dass USP und bahnreisender Mob von Zugausfällen (Danke Sabine!) betroffen ist. Kommen dann immerhin noch, aber verspätet.

Eigentlich geplanter Fanmarsch dann zeitlich nicht mehr drin, deswegen Shuttlebusvariante. Und die Cops versuchen sich an billiger Provokation, lassen nur so viele Menschen in jeden Bus wie er Sitze hat. Es ist kurz vor Anpfiff, die Menschen wollen zum Spiel und euch fällt echt nichts besseres ein, als sinnlose Vorgaben zu machen? Die Busse vom Park (Ähh, sorry, Pony) & Ride durften doch auch voller fahren. BFE natürlich auch sofort am Start. Naja, Eutin muss ja auch mal in praktischer Anwendung üben. 

„Kiel ist die DDR Norddeutschlands“

Wir waren zuletzt im April des vergangenen Jahres in Kiel. Und ganz ehrlich, wir könnten jetzt aufs Neue ranten. Wir sind aber faul, müde und schlechtgelaunt und zitieren uns selbst:

Erstmal seid ihr kein Derby, auch wenn ihr das noch so häufig verkündet. Wir messen uns mit Gegnern und nicht mit irgendwelchen daher gelaufenen Landeshauptdörfern.
Dann kann Euer Hosentaschen-Lotto sich noch so häufig auf den Rasen stellen mit seiner Gitarre, der Song tut nur weh. Verein gereimt auf Holstein? Da dreht sich ja Goethe im Grab um!
Dieser Gästeblock ist der letzte Rotz, viel zu klein für die verkauften Karten, Ordner im Eingangsbereich mit Nazisymbolen und ein Netz vor dem Block, das sofort Migräne macht. Geil. Nicht.

[Ok, Netz war dieses Mal weg aus dem direkten Gesichtsfeld, bei Ordner*innen ist uns dieses Mal auch nichts aufgefallen. Aber der/die Architekt*in dieses Blocks in dem die Hälfte der Menschen nichts sehen kann, kommt nach der Revolution zeitig in den Gulag. Wobei, die Ordner*innen ließen die Lesebrille eines Mitreisenden nicht mit ins Stadion. „Wurfgeschoss“. Ähhh, ja. Tja, nun.]

Und dann kriegt der weibliche Teil dieses Kollektivs in Kiel regelmäßig eine sehr große Krise, wenn da leicht bekleidete Mädchen vor Fussballottos tanzen. Cheerleading ist ein toller Sport. Wir haben Respekt vor den Menschen, die ihn ausüben. Wer aber auf die Idee gekommen ist, dass es toll wäre, ebenjene Cheerleader*innen vor durchschnittlich zweieinhalb Mal so alten Männern (mehrheitlich) im Kontext eines Fussballspiels tanzen zu lassen, der/ die sollte sich vielleicht mal hinterfragen. Und dass die Cheerleader*innen dann auch noch jedes Mal aufs Neue vorm Gästeblock auftreten, ist echt unfassbar. Wir haben jetzt 5 Minuten überlegt, was wir mit der verantwortlichen Person gerne machen würden. Und naja, keine Idee, alles nicht angemessen. Der Gästeblock bleibt ruhig, vereinzeltes „Das hat mit Fußball nichts zu tun“, ansonsten Stille. Wie das bei den sexistischen Held*innen aus Dresden, Aue und Stuttgart klingt, wollen wir uns echt nicht vorstellen. 

Wobei, wir haben gerade doch noch eine Idee für eine Strafe: Lebenslang mit all diesen Fritzis, Störchen (der/ die hat noch nicht mal nen Namen, oder?) und weiteren Maskottchen schlechte Montagskicke auf irgendwelchen Ackern angucken. Dabei in Vorbereitung auf die rituelle Opfergabe aller Maskottchen eine passende Cheer-Choreo einüben.
(Machen wir dann nach dem Champions League Gewinn des FCSP.)

Hendrik Andreas Jacobus

So lautet der volle Vorname unseres Stürmers. Einer der wenigen Lichtblicke dieses Spiels. Zumindest zeitweise.

Insgesamt eher lahmer Einstieg ins Spiel. Dann bettelst du 5 Minuten lang ums Gegentor, verlierst die defensive Stabilität und kriegst dann halt auch das Tor. Alles wie immer. Jedes scheiss Spiel. Das musst du abgestellt bekommen haben zu diesem Saisonzeitpunkt. Vor allem wenn du in der Winterpause so auf deinen Kader vertraust, dass du keine neuen Spieler holst.

Wir kommen besser als sonst aus der Kabine nach der Halbzeit, Gyökeres tankt dann schön durch und Henk schiebt nach Dreher wieder ein – quasi analog zum Stuttgart-Tor.

Apropos Henk. Wie sich jedes Spiel aufs neue Gegner komplett an ihn ranhängen können und es nie, nie, nie Foul gibt. Ja, der ist 201 groß. Aber auch solche Spieler können gefoult werden. Wir überlegen noch, ob man ihn mal ein paar Monate zum American Football Training schickt, um ihm beizubringen, wie man auch mit 3 Gegnern, die an einem dranhängen, weiterläuft. Und nein, das ist natürlich nicht die Lösung. Wäre aber auch echt viel von Schiedsrichtern verlangt, da mal zu pfeifen. Ein einziges Mal.

Spiel schläft dann wieder ein, wir geben Kiel zu viel Platz und der Ball geht nach ner Ecke rein. Wohlgemerkt, das 2. Tor für Kiel nach Ecke diese Saison. Einziges Wunder ist, dass das andere Tor nach Ecke nicht auch gegen uns gefallen ist.

Henk kann dann auch nach der 80. noch Sprints anziehen, und das im Gegensatz zu den Spielern, die die Sommervorbereitung mitgemacht haben. Kann man auch mal hinterfragen.

Genauso wie den Transfer und den erneuten Einsatz von Tashchy. Wie schlecht hat Diamantakos diese Woche denn bitte trainiert? Tashchy springt an mehreren Bällen eiskalt vorbei. So wie wir vorbeispringen würden. Und wir haben den letzten Kopfball gefühlt vor 20 Jahren gemacht. Naja, ehrlicherweise nicht nur gefühlt.
Und hatte der überhaupt schon eine einzige gute Aktion in braun-weiß? Wir haben schlechte Laune (wir erwähnten das evtl. schon) und wollen jetzt auch nicht nachgucken. Aber dass uns auf Anhieb keine Aktion einfällt, spricht ja auch für sich.

In der Nachspielzeit kriegen wir dann noch einen Elfmeter zugesprochen. Der Schiedsrichter beweist ein weiteres Mal, dass er heute wirklich nicht auf der Höhe ist und der VAR muss sich nicht nur einschalten, sondern er schaut dann wirklich auch noch die Bilder an. Wenn das kein klares Handspiel ist, was denn dann?

Henk schießt den Ball schwach, die Kieler waren zu früh reingelaufen und kommen somit schneller an den Abpraller.
Also wenn du hier schon die VAR Nummer abziehst, dann halt bitte auch konsequent auch in der Situation. Frühes Einlaufen heißt nämlich Wiederholung. Genauso übrigens wie das zu frühe Verlassen der Linie durch den Torwart. Beides passiert. 
Stattdessen gibt es dann einen indirekten Freistoss. Der auch wieder fragwürdig ist. Weil wenn du mal das zu frühe Einlaufen ausblendest, dann ist das halt auch nicht unbedingt ein kontrolliertes Rückspiel, ergo kein indirekter Freistoß.

Und wenn du den dann ausführen lässt, wie du ihn ausführen lässt (die komplette Kieler Verteidigung bewegt sich viel zu früh), dann hast Du hoffentlich noch berufliche Alternativen. 
Wie gesagt, irrlichterndere Schiedsrichter olé.

Die letzte Ecke des Spiels landet dann zielsicher in den Armen des Kieler Torwarts. Mehr musste zu dem Spiel echt nicht mehr wissen.

Und Kiel ey, bemitleidenswert wer den eigenen Sieg mit „Scheiss St. Pauli“ feiert. You only sing when you’re winning.

Robocop

Robocop zweifelt nicht, Robocop marschiert (ey)
Robocop macht das, was man ihm sagt (ey)
Robocop fragt nich‘, Robocop akzeptiert (ey, ey)
Robocop wird nicht fürs Denken bezahlt (ey)“

(Disarstar, Robocop. Und ja, H$V, ja roter Aufbau. Beides nicht geil.)

War ja bis dahin ruhig geblieben. Also muss Robocop dann noch mal bei der Abreise rumnerven & komplett anlasslos in den Shuttlebussen behelmt mitfahren. Das ist noch so ein billiger Provokationsversuch. Jaja Eutin, diesdas.

Ansonsten zügige Rückreise, um 23:31 wieder die Hamburger Landesgrenze überquert, um kurz nach Mitternacht zu Hause.

Der Senior beendet diese Beiträge in letzter Zeit immer mit „Unser Tag wird kommen“. Und ganz ehrlich, das darf dann jetzt auch gerne bald mal der Fall sein. Seit 31 Spieltagen auswärts keine drei Punkte mehr mitgenommen, seit der Winterpause ein grandioser Punkteschnitt von 0.33.

Freitag gehts dann bereits weiter gegen Dresden. Seid ihr auch schon so gespannt auf den tollen Offensivfussball von Markus Kauczinsksi? Freut ihr euch auch schon so auf kreative sexistische oder transfeindliche Banner? Auf die fehlende defensive Zuordnung & Stabilität?

Wie auch immer, steckt ein paar Euro extra ein: Die braun-weiße Hilfe sammelt für die Betroffenen des Bielefelder Kessels, und der AK Awareness schmeißt den Tresen in den Fanräumen. Gibt schlechtere Sachen, die Mensch mit seinem/ ihrem Geld machen kann.

Unser Tag wird kommen.

  2 Responses to “Tell me why I hate Mondays”

  1. […] +++ Update 09.50 +++Berichte aus KielDie ersten Aufarbeitungen zu gestern sind da:Tim schrieb sich den Frust mit Edelmetall-Fäkal-Stakkato von der Seele, beim Magischen FC werden die Boomtown Rats zitiert. […]

  2. Ob wir das mit unseren eigenen Ecken wohl jemals in den Griff kriegen? Ich habe langsam das Gefühl, wir könnten unsere Ecken direkt für einen gegnerischen Abstoss spendieren

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