Feb 232020
 

Vorwort

Liebe braun-weiße Menschen da draußen, unser Verein gewinnt das Derby mal so alle Jubeljahre und wir machen dann Aufkleber von diesen Heldentaten und verschwinden dann wieder in der sportlichen Bedeutungslosigkeit.
So oder so ähnlich werden wohl viele Einwohner*innen dieser Stadt gedacht haben, als sie das Rückspiel zum glorreichen 2-0-Hinspielsieg im Kalender gesehen haben, egal welche Vereinsfarbe sie auf ihrem Schal tragen. Es kam anders. Der Tag schrieb wahrscheinlich Millionen von unterschiedlichen Geschichten, die wir noch im Altersheim erzählen werden. Hier sind die von uns.

Freitagabend

Das Ganze beginnt am Freitagabend, wo wirklich mal alle vier Menschen dieses Blogs nebeneinander an einem Ort sind. Das passiert nicht sehr häufig und so feiern wir dies im Dschungel und später im Knust. Sehr nett von den Ultras und dem Knust, dass sie uns extra deswegen eine Party schmeißen.

Spaß beiseite. Der Derbyauftakt der Ultras – trotz miesem Wetter gut besucht – ist eine Mischung aus planlosem Rumstehen und großem Hallo. Irgendwann gibt es noch einen netten Spaziergang durchs Viertel, mit lauten Gesängen (sehr schön) sowie Vogelschreck und Silvesterfeuerwerk in engen Straßen (nicht ganz so optimal). Echt doof sind die Leute, die so einen Marsch dann echt noch mit dem Handy filmen wollen. Denkt doch wenigstens mal ein bisschen nach!

Es soll laut Hamburger Lokalpresse in der Neustadt geknallt haben. Wir sind nun echt keine Expert*innen auf diesem Gebiet, aber in unseren Ohren klingt das nicht nach einem zufälligen Treffen. Denn wir haben die Sätze von FCSP-Menschen im Ohr, wie weit es doch in die Neustadt sei. Dazu nur so viel: Wenn so etwas ein verabredetes Ding ist, dann sind wir die Letzten, die Menschen ihr komisches Hobby absprechen wollen. Passt nur bitte darauf auf, dass Unbeteiligte nicht zu Schaden kommen. Und das ist bei einer Verlagerung der Auseinandersetzung in eine „neutrale“ Kneipe nahezu nicht zu vermeiden. Das ist dann echt doof.

Zurück zum Marsch. Die Polizei lässt diesen erstaunlich weit laufen, hat aber irgendwann auch eine klare Grenze, was die Bewegung in Richtung Reeperbahn angeht. In den Verlautbarungen der Staatsmacht war von „Durchbruchversuch“ (oder so ähnlich) die Rede. Den haben wir aus dem Marsch nicht mitbekommen. Der war ziemlich friedlich unterwegs.

Spannend auch, was für ein Kauderwelsch aus unterschiedlichsten Sprachen an so einem Derbywochenende zu hören ist. Klar, dieses Großereignis zieht noch mal mehr Gäste aus fernen Ländern in die Stadt. Uns gefällt dieses internationale Flair.

Für uns ist dann „Pennen für den Derbysieg“ angesagt, naja ehrlicherweise war noch ein Bier drin. Nach Hause gefahren worden (danke!). ”Gute Nacht! Wir schlafen heute als Derbysieger*innen ein. Und morgen dann auch wieder.“ ”Haha, ja klar.“

Spieltag

Wir stehen für ein Spiel in der gleichen Stadt um 08:30 wieder auf der Matte. Es ist erschreckend zu sehen, dass die Hamburger Verantwortlichen zwar drölfmillionen Polizisten und unzählige Wasserwerfer auf die Straße bekommen, aber keinen Plan haben, wie man Gästefans in den Volkspark bekommt.

Es treffen sich gut 2000 Menschen an der Südkurve. Diese stehen da gut eine Stunde rum, singen sich ein und latschen dann langsam los. Das alleine bringt staatlichen Organisator*innen schon genügend Zeit, um S-Bahn-Kapazitäten zu ordern und bereitzustellen. Auch gerade weil der Zugang zu den Landungsbrücken noch gut 30 Minuten per Polizeikette verweigert wird. Und was machen die dann? Stellen nicht annähernd genug S-Bahnen bereit, um schnell die Leute nach Othmarschen zu transportieren. Lieber wird der Citytunnel mal so gut eine Stunde für jegliche andere S-Bahn gesperrt und man lässt die letzten FCSPler*innen lange auf dem Gleis warten, bis man dann endlich eine S-Bahn organisiert hat. Wenn wir nicht alle so entspannt wären, wäre das hier schon eskaliert.

Noch kurz zum Einsingen in der Südkurve: Sehr stimmungsvoll, mit ein bisschen Pyroeinsatz und wie schon erwähnt gut besucht. Wir bleiben aber bei einem wiederkehrenden Thema das Tages – lasst den Scheiß mit dem Vogelschreck. Die Dinger sind unfassbar laut und wenn das in der Nähe von Menschen gezündet wird, dann ist das echt gefährlich. Hier warf das irgendwer gerade mal so eben auf den Platz und die beiden sich auf dem Zaun befindlichen Vorsänger hielten sich danach ordentlich die Ohren. „Übermotiviert“ war die freundliche Beurteilung von einem der Beiden.

Um 11 Uhr (wir sind um 9:30 Uhr am Stadion losgegangen) sind dann endlich alle in Othmarschen. Pendelbusse? Vergesst es! Selbst wenn man nicht laufen will, es gibt keine andere Chance. Und so geht es auf den großen Spaziergang, wie letztes Jahr sehr entspannt und ruhig. Immerhin ist es die ganze Zeit trocken, nachdem es am Morgen noch geregnet.
[Ergänzung 23.02. 18:42: Mittlerweile haben sich Menschen gemeldet, die die Busse genutzt haben. Es waren wohl 12 im Einsatz – was halt nicht mal ansatzweise ausreicht bei der Menge an Menschen, bei Ankunft mit der letzten S-Bahn in Othmarschen auf dem Hinweg unübersichtlich war und auf dem Rückweg nur für sehr wenige Menschen funktioniert hat. Und die Option die Rautenshuttles zu nehmen sind halt keine Option, vor allem wenn du Fantrennung sonst großmäulig propagierst.]

Sowieso: „Die Fantrennung hat perfekt funktioniert“, schreibt die Polizei? Das sind komplette Fake News, denn sowohl auf dem Hinweg, als auch auf den Rückweg stehen da unfassbar viele Rauten. Gerade an diesem komischen Imbiss direkt an der Gästekurve. Das es da nicht zu Stress kommt, liegt einfach nur daran, dass alle Menschen entspannt sind.

Kurz vor zwölf ist der Volkspark erreicht. In diesem Zusammenhang: Vielen Dank an die Restaurants am Wegesrand, die es tolerieren, dass Menschen ihre Klos nutzen. Auch das ist einfach eine beschissene Planung, denn es gibt genügend Menschen, die nicht einfach mal so Bäume bewässern wollen oder können.

Zum Einlass: Wir müssen reden, lieber Nachbar. Ja, es kommen alle gleichzeitig. Ja, wir können aus eurer Sicht verstehen, dass man ein bisschen genauer durchsuchen möchte. Aber dann vielleicht 20 Abtastmenschen zu beschäftigen und von fünf möglichen Zauneingängen gerade mal zwei zu öffnen, das ist einfach schlechte Organisation. Ein dritter Eingang war für „Materialkontrolle“ geöffnet und wurde dann später zum Abtasten umgebaut. Vor dem Eingang dementsprechend ziemliches Gedrängel und irgendwann auch Unmut. Das ist nicht ungefährlich und deswegen echt Mist. Die meisten Menschen aber noch entspannt. Danke für NIX an die paar Trottel, die meinten da schieben zu müssen.

In der Schlange dann die Aufstellungsanalyse mit einem jungen Mann: „Penney? Verstehe ich nicht so ganz“ „Ja, ich auch nicht“ „Pass mal auf, der macht heute drei Buden“ „Wenn das passiert, dann kaufst du die ganze restliche Saison keine Getränke mehr, die zahl ich dir“ „Deal“

In Hamburg steht ne Schüssel …

Wir bekommen das Gerenne nicht zu 100 % mit. Für uns ist der Versuch, in den Heimblock zu kommen, und das Abschießen irgendwelcher Leuchtkörper relativ gleichzeitig, sodass wir nicht sagen können, was auf wen reagiert. Müssen wir auch nicht.

Das solche Auseinandersetzungen in engen Stadien immer suboptimal sind, wollen wir nicht unerwähnt lassen. Das trifft immer auch Menschen, die nicht so mobil sind oder einfach am falschen Ort zur falschen Zeit sind. Da wäre weniger Testosteron und mehr Nachdenken ganz angebracht.

Es wurden auch die Sitzplatzblöcke gestürmt, dies fällt wohl unter „nicht zu vermeiden“, ist aber auch nicht ohne Probleme. Letztendlich müssen sich da aber auch alle Vereine ein bisschen an die eigene Nase fassen. Wenn man Fans in Ecken quetscht, wo nie alle nebeneinander stehen können, die dies wollen, dann muss man sich irgendwie auch nicht wundern, dass die Menschen Ausweichbewegungen starten. Ebenso, wenn man Schweinepreise für Plätze nimmt. Und am Ende ist eine direkte Folge davon, dass sich „verfeindete“ (bewusste Anführungszeichen) Fans auf schlechter gesicherten Sitzplätzen gegenüber stehen. Es ist so ein bisschen so wie mit dem Pyro; je mehr ich versuche, dies draußen zu lassen, je mehr werden Menschen versuchen, dem System ein Schnippchen zu schlagen. (Und Dresden, schmiert euch eure Stellungnahme sowas von sonstwohin. Alle kritisierten Punkte treffen auch auf die Schüssel voller Scheiße (landläufig auch Volksparkstadion) zu. Kurz vergessen oder was?)

Hymne ins Klo

Wir sind spät drinnen, was angesichts der wirklich miesen Stadionshow der Rauten echt nicht schlimm ist. Mal ehrlich: Können wir Lotto wieder haben? Wir hätten nicht gedacht, dass es noch nerviger geht, aber es geht.

Wir wollen aber nicht alles schlecht machen. Auf den Sitzplätzen im Gästebereich finden sich Postkarten der Rauten, die wirklich gelungen sind.

Das ist wirklich mal eine nette Idee.

Auch die Ansage des Stadionssprechers zur Schweigeminute war deutlich und gut. Lob dafür. Und der Heimblock hat schon selbst die richtige Antwort auf die paar Arschlöcher gefunden, die meinen, eine Schweigeminute mit “Scheiß St. Pauli” unterbrechen zu müssen. Danke dafür. Und für das Plakat zur Halbzeit.

Kein Lob für die “neue” Stadionhymne. Da wird einem ja ganz anders. Reimschema? Das kann ja unser Senior besser! Und der kann echt nicht reimen. Und der Text?

„Ich hab nen harten Tag gehabt
Und musste noch mal raus.
Mit der S-Bahn in die Innenstadt,
Am Hafen steig ich aus.
Ich hab noch ein paar Bier dabei
Und setz mich an die Pier.
Die Schiffe und der Lichterglanz,
Ich denke so bei mir.“

Das ist ungefähr alles auf St. Pauli, ihr Pappnasen! Da kann eine Hymne des FC Köln auch damit beginnen, dass man einen geilen Blick aufs Bayer-Kreuz hat.

Und es wird noch schlimmer (ja, wirklich!):

„In den Straßen die mein zuhause sind!
Vom Volkspark übern Alsterlauf
Bis zum Öjendorfer See.
Von Norderstedt bis Rönneburg.
Das ist mein Revier.
Mein Wohnzimmer das ist der Kiez,
die Neustadt mein Büro
die Elbterasse mein Balkon
die Veddel is mein Klo.“

Norderstedt? Hamburger Stadtgrenzen üben wir noch mal. „die Veddel ist mein Klo“ ist dann entweder Verrat an der im Hinspiel noch gefeierten Arbeiterklasse oder der alltägliche Taschenrassismus des gut bürgerlichen Menschen. Und ”hier wo ich geboren bin“ – was für ein beschissenes Konzept von Heimat und Vereinszugehörigkeit.

Soviel auch zu diesem „Wir sind Hamburg“. Ein Scheißdreck seid ihr.

Arbeiterklasse? Gutes Stichwort. Warum genau mache ich eigentlich ein Poserfoto vor der Agentur für Arbeit?

Choreo und so

Gehen denen im Volkspark eigentlich langsam die „Tradition“-Themen aus? Diesmal gar nicht in der Choreo erwähnt. Und auch die sonst übliche Lesestunde fällt zum größten Teil aus. Und hat zumindest uns mal wieder so gar nicht getroffen.

Auf unserer Seite gibt es Wappen und Fahnen. Und keine Pyro. Die kommt dann später. Das ist ja schon beinah bemerkenswert, weil es aus den üblichen Derbyritualen ausbricht. Wobei Pyro zu Fahnen eigentlich immer so gut passt. Ja, da schlagen mehrere Herzen in unserer Brust.

Kurz zur Supportfrage

Ist gut auf unserer Seite. Natürlich auch schnell dem Spielstand geschuldet. Wie der Block ab der 70.
Minute jeden Befreiungsschlag feiert, ist schon einzigartig. Ball im Aus? Komplette Eskalation!

„Es ist nichts passiert, außer dass wir das Derby gewonnen haben“ / Zum Spiel

Die Überschrift frei nach A. Hunt. Sagen wir es mal so: Die Vorstadt hat an diesem Tag nicht das Glück gepachtet. Und die Latte und der Pfosten haben wohl zwei vernünftige Dellen erlitten. Es ist so ein bisschen wie ein Pokalspiel. Der Favorit versucht Fußball zu spielen und der Underdog kämpft und grätscht wie verrückt. Der Favorit führt am Ende eigentlich in jeder Statistik, außer bei den Karten und Fouls und bei den Toren. So ist der Fußball nun mal. Hatten wir letzte Woche so ähnlich auch. Ist nur ein bisschen unglücklich, wenn es gerade im Derby passiert. Zum Trost der Rauten sei aber erwähnt, dass sowohl Leipzig als auch Paderborn aufgestiegen sind, nachdem sie 0 Punkte gegen uns holten.

Sowieso der Rautenaufstieg. Wir haben da einen Masterplan: Derbysieg, die steigen auf, wir nicht ab. Nächste Saison direkter Wiederabstieg von denen , wir steigen nach 1910 Kopfballtoren von Leo Østigård direkt auf. Der Abstieg ist dann der finanzielle Ruin (außer der Opa hat immer noch nicht genug Geld verballert) und somit kommt es nie wieder zu einem Stadtderby. Wir sind also ewige doppelte Stadmeister*innen.

Okay, das war es nun mit der trockenen Analyse.

WIE GEIL IST DAS DENN BITTE? Diese Waldemar-Kampfmaschine? Dieser „als gegnerischen Spieler würde ich den komplett hassen“-Dimi? Dieser Henk-Ballmagnet? Dieser Penney-Hammer? Dieser Leo-Eskalierer?

Und dann diese einzelnen Szenen! Es seien nur einige genannt:

  1. Ryo als genialer Ballabfänger, Pass auf Henk. Alle brüllen „nun gib doch ab“ aber nein, Henk vernascht stattdessen Rick (einer von uns) und leckt den so lässig rein.
  2. Ball kommt zu Penney und der zieht aus gefühlt 300 Metern ab. So ein Schuss hat wahrscheinlich einen xG-Wert von minus 3, aber heute schlägt er im Eck ein. Und wie du schon beim Abdrücken siehst, dass der Schuss richtig gut ist. Dieser Jubel vor der Kurve. Ohne Witz gehen neben den Gästeblöcken nach diesem 0-2 einige Fans der Rauten den berühmten Hamburger Weg und verlassen das Stadion. Nach dem zurückgenommenen 0-3 wird dies dann eine Massenbewegung.
  3. Buballa als Klärmaschine. Ball weg gebolzt, umgedreht und so etwas von in die Kurve gebrüllt. Wie geil ist das denn? Emotion pur! Das willst du im Derby.
  4. Dimi als Stachel im Fleisch. Nach der frühen gelben Karte notieren wir alle schon „gelb-rot gefährdet“, aber der Typ kann das echt so dosieren, dass er ständig nervig ist und doch nicht in die Gefahr kommt, die zweite Gelbe zu kassieren.
  5. Jede einzelne Grätsche von Miyaichi (ey Ralle, wenn du das hier liest, dann erklär dem Kollegen bei Dazn mal, wie der Name ausgesprochen wird. Das ist ja nicht zum Aushalten). Wie viel Geschwindigkeit der Junge hat. Wie die berühmt-berüchtigte linke Seite des H$V irgendwann gar keinen Bock mehr hat. Und vielleicht auch ein wenig Angst um die eigenen Knöchel.
  6. Küsschen an den Fan des irrelevanten Sportvereins aus Hamburg, der seine Wut über das Spiel in “Hustenbonbon auf den Gästeblock werfen” entlädt. Und viel Liebe für den Ordner, der mitleidig grinsend daneben steht.
  7. Dieser Moment des vermeintlichen 1-2. Stadionregie macht volle Elle Malle-Disse-Tempel, die Pyroshow eskaliert, alle Heimfans feiern und singen laut, haben wieder Hoffnung. Erste schon gegangene Fans drehen wieder um. Und während sie noch singen und tanzen, sagt der VAR still und leise „Nope“. Das ist dann schon eine schöne Schadenfreude. Und dann merkt man auch, wie lange so ein Pyro brennt, wenn man das gerade zum Abfeiern der VAR-Entscheidung in der Hand hält. Upsi.

Und und und und und

Nach dem Spiel / “Ich weiß nicht, ob H. gerade komplett vollgekifft oder einfach nur sehr glücklich ist”

Wir sagen nur Selfie vor der Kurve. Ganz viele Herzchen für Leo. Und mindestens einen Zehnjahresvertrag. Niemand hat gesehen, dass er das Wappen geküsst hätte, er kann also bleiben. Was für ein Abriss. Es fehlen die Worte. Noch lange nach dem Spiel. Kneift uns, wir haben doppelt das Derby gewonnen. Etwas, was uns seit Oberliga-Nord-Zeiten nicht mehr gelungen ist. Und falls es einen Menschen gibt, der beides miterlebt hat: Melde Dich bei uns, wir wollen die Geschichte hören!
Und ey, wie wir uns freuen, dass wir nun wieder komplett problemlos einen Fahnentreter feiern können. Danke dafür, Leo. Danke Mats, dass du dabei geholfen hast, ihn hierherzuholen.

Wieder keine Pendelbusse, daher wieder laufen. Bei strömendem Regen. Scheißorganisation insgesamt. Menschen die nicht so gut zu Fuß sind, stürmen dann irgendwann einen Bus und überladen diesen. Immerhin kommen so alle wieder ohne Zwischenfälle ins Viertel.

Da beginnt dann die komplette Eskalation, die wir mit einem Satz beschreiben wollen:

„Was im Viertel passiert, bleibt im Viertel“.

Nur so viel. Diese verklärten Gesichter, dieses stumme freudige Umarmen, dieses abstruse Lächeln. Wer es nicht fühlt, der*dem können wir es nicht erklären. Und verstanden haben wir das selbst noch lange nicht.

Und heute:

Viel Geld für Schampus, Bier und sonstiges ausgegeben? Kopf ist dick und Nase rot? Hals ist rau und mehr Schlaf wäre auch gut gewesen? Und dann kommt dieser Gedanke. Wir sind Derbysieger*innen.

Und all die Schmerzen, all die Strapazen, all dies ist deswegen.

SCHEISSEGAL! (Es gibt hier eventuelle Sprachnachrichten, die wir Euch liebend gerne vorenthalten).