Dez 092019
 

Regensburg. Die Domstadt, welche die bedeutendste gotische Kathedrale in Deutschland aufweist, wurde an Maria Empfängnis besucht. Wir vernachlässigen hier natürlich das Gebäude in der Nähe des Rheins, welches laut eines am Niederrhein beliebtem Liedes sieben Tage brennt. Aber aus diesem linksrheinischen Gebäude wollte ja bereits Heine eine Pferdescheune machen.

Womit wir dann schon fast in Regensburg sind, liegt in der Nähe der Stadt die bayrische Ruhmeshalle Walhalla, über die Heine folgendes dichtete
„Bei Regensburg läßt er erbaun/ Eine marmorne Schädelstätte/ Und er hat höchstselbst für jeden Kopf/ Verfertigt die Etikette“

Dass man 2010 Heine wirklich auch mit einer Büste in dieser Schädelstätte aufnahm, sagt viel über Bayern und auch über Regensburg aus.

Kommen wir zurück zum Datum. Maria Empfängnis? Ja, wir alten Agnostike*innen haben auch ein bisschen gerätselt, aber dieses katholische Hochfest bezieht sich auf die Empfängnis, die zu Marias Geburt führte. „Was interessiert es mich, wann ihre Eltern geschnackselt haben?“ ist eine berechtigte Frage.

Gute & Schlechte Ideen

Idee! Wir schreiben nur noch über solche Themen, bis unsere Truppe wieder gewinnt.

Okay niemand sagt, dass dies eine gute Idee sei.

Die Bahn ist grundsätzlich auch keine gute Idee, aber heute brachte sie uns problemlos nach Regensburg (und danach auch wieder zurück).

War an diesem Tag irgendwas fit für die Champions League? Ja! Das Frühstücksbüffet. Hier Sonderzugtresenorga: wir wollen ein Waffelpartywaggon auf dem Weg nach Wiesbaden.

(Not sponsored, keine Werbung. :))

In Nürnberg begleitete uns das USK beim Umstieg, in Regensburg empfing es uns dann abermals. Und konnte mit massiven Kräften gerade noch die Trockenlegung des örtlichen Brauhauses durch Absperrung verhindern. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung wäre auch in konkreter, akuter Gefahr gewesen, hätte man Hamburger Fußballfans erlaubt, ein Bier käuflich zu erwerben. Der Dom hätte gebrannt. Oh wait.

Und dann darfst du dir auch keine gut schmeckende Zigarette drehen. Dann kommen die auch oberwichtig an. Boa, seid ihr nervig. (Jegliche weitere passende Worte verbot der Hausjurist aus Haftungsgründe)

Loide, wenn ihr weiblich gelesene Menschen mit dem F. Wort bezeichnen wollt, dann bitte bitte bitte geht einfach ganz weit weg. Aber kreuzt bitte nie unsere Wege und lebt am besten nicht weiter auf diesem Planeten. (Gilt übrigens sowohl für Menschen in FCSP-Merch als auch für Heimfans, die meinen am Zaun mal rumprollen zu müssen). Nehmt die Typen, die sich mehrfach ungefragt und dabei ignoriert in Gespräche von Frauen einmischen bitte gleich mit.

Dürfen wir über die Stadionshow in Regensburg lästern? Ach, was fragen wir? Es ist unser Blog, wir dürfen alles!
Jahni das Maskottchen der Regensburger*innen (Warum muss man sein Maskottchen, oh halt, seinen Verein nach irgendeinem antisemitischen Trottel benennen?) führt die Show an. Laut Internetseite kann man Jahni für Geburtstagsfeiern, Firmenfeiern oder als absolutes Highlight am Spieltag mieten. Ähm, gilt dies auch für Auswärtsfans? Der macht sich garantiert gut umgedreht am Zaun.

Vor dem Spiel standen wir sogar kurz in der Sonne.

Dazu kommt der typische hyperventilierende Stadionsprecher, die Präsentation jedes Furzes durch einen Sponsor und Werbebanden, die mehr blinken als die berühmte Lightshow in Mainz. Und wir übertreiben dabei nur ganz wenig.

Argh. Da willst du die reichlich an diesem Stadion verbauten Zäune alle eintreten. Warum zum Teufel leuchtet von diesem komischen Flutlicht ein Scheinwerfer voll in den Gästeblock?

Kommen wir zum Spiel

Ach vergesst es. Das will echt keine*r lesen. Die lauten „Aufwachen“ Rufe nach dem Spiel sind wohl Kommentar genug. Guckt euch das fcsp Hashtag auf Twitter an. Da war Laune angesagt:

Oder seht was Ian Joy schrieb:

Ganz ehrlich: Spätestens nach der Gelb-Roten Karte muss da inklusive Zeugwart jede*r im Innenraum komplett brennen. Bei uns ist eher Business as usual, sich pro forma beschweren und wieder hinsetzten angesagt. Ne Leute, so funktioniert zweite Liga nicht.

Da ist eine gewisse Giftigkeit notwendig. Guckt euch einfach Mats vs. Diekmeier zweimal pro Tag an, anstatt zu trainieren. Wir übertreiben wieder, aber nur knapp.

Wir haben wenig Bock schon wieder Durchhalteartikel zu schreiben. Versteht das alle als Drohung. Ebenso versteht es als Drohung, dass wir Katzenbabies, Geißziegen aus Köln oder Jahnis nicht mehr verschonen werden. Googelt rituelle Opfergaben. Feuer machen wir aus den Eintrittskarten verlorener Auswärtsspiele. Davon gibt es mehr als genug.

Das ist gerade alles so eine Gülle, dass man sich fast nicht mehr über den „Noch ein Jahr zweite Liga“ Kurs des Volksparks freuen kann.

Nach dem Spiel wieder zurück zum Bahnhof. Hier ein Tipp für entspanntes Bahnfahren mit Fußballfans: Labern Sie nie – wir wiederholen nie – Fußballfans von der Seite an, wenn sie sich nicht 100 % sicher sind, dass diese überzeugend gewonnen haben.

PS: Die Überschrift entstand aus der Frage „wem gönnen wir eigentlich die Meisterschaft in der Bundesliga?“