Nov 032019
 

Vor dem Spiel begegnen uns ein paar Fans des KSC, die mit ein paar Tourist*innen die Erfolglosigkeit ihres Vereins diskutieren und dann auf die “Warum?” Frage antworten, dass man so wenigstens etwas zu tun hat am Wochenende. Und wie schon der wundervolle Effectively Wild Podcast feststellte, ist dies eigentlich die Quintessenz von Sport.
Sport schafft eine Illusion, die uns vorgaukelt, dass in 500 Jahren der Ausgang des Spieles FCSP – KSC eine Bedeutung hat. So lange wir diese Illusion haben, so lange lenkt uns Sport perfekt von unserer eigenen Endlichkeit und Sterblichkeit ab.

Wir werden alle sterben. Und uns auf unserem Sterbebett wahrscheinlich fragen, warum wir soviel Zeit, Herzblut und Nerven an ein Ereignis verwendet haben, welches in 500 Jahren niemanden mehr interessiert. 

Die Antwort auf die Frage wird aber lauten, dass es dies alles wert war. Denn bekanntlich ist der FCSP die einzige Möglichkeit. 

FCK? Karlsruhe? Hauptsache Württemberg! 

Ihr kennt unsere These von den braunen M&Ms? Dazu gehört auch das Lied für den Gastverein noch mal Probezuhören. Wir hören euch jetzt “Feuert alle, die verantwortlich sind“ rufen, aber dies ist nicht die Lösung des Problems. Es ist ein grundsätzlicher Fehler der Organisation. Und damit sind wir auch beim leidigen Thema Ecken verteidigen. Natürlich kann man sagen, dass es an Mentalität, Pech oder Unvermögen liegt. Man könnte aber auch sagen, dass halt niemand in dieser Organisation auf braune M & Ms achtet. Außer natürlich der Trainer. Fitness? Ist immer noch erschreckend. Spiele nach 75 Minuten abpfeifen! Wir machen da eine Online Petition. Fitness ist nicht alles im Fußball. Aber es sind schon braune M & Ms.

Mehr Schatten als Licht.

Was willst du denn sonst dazu schreiben? 

Da hast du einen sicheren Elfmeterschützen, hast bis zur 85. Minute ALLES im Griff, führst 2-0 und dann rutscht ein Ball durch zum 1-2. Und plötzlich steht der Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix seinem Namen entsprechend aus der Asche wieder auf und gleicht aus. Die Auferstehung durch Ecke wird in 500 Jahren vielleicht dann doch ein Mythos an den sich Menschen erinnern. 

Stimmung! 

Das war eigentlich nicht schlecht auf den Rängen. Das Echo “Scheiss St. Pauli” auf Gesänge der Gästefans kann man aus diversen Gründen schwierig finden. Wir kennen aber ja auch Menschen, die in solchen Situationen mal vor dem Gästeblock stehen und von sehr verwirrten Blicken und Desorientierung berichteten. Hat also seinen Zweck erfüllt. 

Und dann? 

Fanden wir Wein und Essen um unseres eigenes Ableben noch ein bisschen zu verdrängen. 

Unser Tag wird kommen. 

  2 Responses to “Rigor Mortis”

  1. […] magischerfcblog war ebenfalls nicht untätig und hat sich zum Pokalaus und dem enttäuschendem Unentschieden geäußert. Zusätzlich gibt es dort noch ein sehr schönes Tutorial zum Schreiben von Anträgen in […]

  2. […] Stefan Groenveld – Hätte, hätte, FehlerketteZaphod Beebleblox – Zu doof für drei Punktemagischerfcblog – Rigor Mortis […]

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