Dez 032016
 

Ach meeh. Ein Punkt sind zwei zu wenig.
Ey. Stabiler Auftritt gegen zwölf Mann und zu null!

Ihr seht, wir sind uns selbst nicht ganz einig, was man aus diesem Spiel gegen die Region mitnehmen soll.

Advent Advent, die rote Laterne brennt. Angesichts des Rückstands in der Tabelle eh unmöglich, daran was zu ändern. Die Anspannung ist groß, der frühe Freitagabendtermin sorgt einmal mehr für unnötigen Stress. Für gepflegtes Vorglühen bleibt keine Zeit, aber immerhin schafft man’s noch rechtzeitig in den Block. Während offenbar draußen auf dem Dom herumgeböllert wird, schallt es „Hooligans, Hooligans“-Rufe durch die Gegengerade. Apropos zündeln: Die Landwirte Lauterer haben ein paar Blinklichter kurz vor Anpfiff am Start, was eigentlich ganz ansehnlich wäre … wenn deren sonstige Block-Dekoration nicht so ein fürchterlicher Plastikkram wäre, der aussieht, als hätten sie das Zeug von einem überdimensionalen Weihnachtsbaum im Baumarkt-Foyer heruntergezuppelt.

Schweigeminute am Millerntor

Immer wieder ein gewaltiger Gänsehaut-Moment, wenn 30.000 Leute kollektiv still in sich gehen (mit Ausnahme weniger respektloser Spackos, die die fünfzehn Sekunden nicht die Fresse halten können). Wir gedenken des Flugzeugabsturzes in Bolivien Anfang der Woche, bei dem unter anderem der Großteil der Mannschaft von AF Chapecoense aus Brasilien ums Leben kam. Auch wenn wohl nur Verfolger des südamerikanischen Fußballs vorher mit dem Verein was anfangen konnten: ein aufrichtes „You’ll never walk alone“ von uns an die Hinterbliebenen!

Dann aber Fußball

Wenig überraschend bieten wir im 15. Spiel die 15. Startformation auf. Oh mann. Verlieren will heute keiner, nicht zuletzt, weil Ewalds Stuhl wackeliger wird. Auf Gedei und Verderb an einem Trainer festzuhalten, nur weil er cool ist, kann nicht Sinn der Sache sein. Dennoch möchten wir den Kerl echt gern behalten.
Mit dem Rücken zur Wand spielt es sich in den vergangenen Partien leider nicht so befreit, wie die Situation geböte. Heute aber sieht’s echt anders aus. Von Beginn an lassen die Boys in Brown keinen Zweifel aufkommen, wer hier das Sagen hat. Der FCSP macht das Spiel schnell und auch wenn nicht jeder Pass ankommt, wo er soll, und mal ein Ball verstolpert wird: Im Großen und Ganzen wirkt das. Schon nach einer Viertelstunde stehen (Statistiker mögen nachzählen) gefühlt mehr Chancen auf der Haben-Seite als in den vergangenen drei Spielen zusammen.

Allein, es wird nix draus

Lasse köpft an die Latte, ein Abseitstreffer von Bouhaddouz – Kicker schreibt „deutlich“, wir konnten das so nicht sehen – , das langt leider beides nicht. Stattdessen auf der anderen Seite der Schock: robuster Einsatz im Strafraum von Gonther (müsste man auch noch mal als Fernsehbild sehen, dem Eindruck nach muss man den aber nicht geben), Elfmeter für die Falschen. Himmelmann humpelt vor der Ausführung aus dem Strafraum. Geil, ist das jetzt psychologische Kriegsführung, um die Lauterer zu verwirren? Nee, der muss wirklich raus. Oh je oh je. Heerwagen darf, noch völlig kalt, rein … das in so einer Situation.

magischerfc-st-pauli-1-fc-kaiserslautern-dezember-2016

Es ist übrigens kalt.

Zum Glück haut Stieber die Pille neben das Tor und alles bleibt offen. Und das bleibt es bis zum Schluss. Trotz Chancenplus für Braunweiß gelingt einfach kein Treffer in diesem Spiel. Zwischenzeitlich pennt der Support auf Gegengerade und sogar auf der Süd ganz schön ein. Apropros Süd: Dürfen wir das Spruchband „Avanti Dilletanti“ als erbauliche Aufforderung an die Spieler verstehen?
Für richtig Feuer auf den Rängen sorgt vor allem das Schiedsrichtergespann. Ob das jetzt faktisch richtige Entscheidungen waren oder nicht, man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass die Leute in Gelb uns wenig Sympathie entgegenbringen.

Gegen Ende der Partie, es wird entsprechend der vielen Unterbrechungen einiges nachgespielt, stehen dann wie gehabt null Tore und damit je ein Punkt auf der Tafel. Immerhin, es steht die Null und das trotz Torwartwechsel. Kein beschissenes Eigentor, kein in der letzten Minute dumm kassierter Gegentreffer … darauf kann man ja aufbauen, haha. Nee, das ist eigentlich zu wenig. Wir kommen uns vor wie Gollum und Smeagol, die in einem Körper sitzen, aber ziemlich zwiegespalten sind. Scheiße, das hätte heute ein Sieg sein müssen! Hey, das motiviert und mit dem Schwung gewinnst du zwei der nächsten drei Spiele. Ja was denn nun? Wissen wir auch nicht. Befürchten wir das Schlimmste und hoffen wir das Beste.

  One Response to “Jammern auf niedrigem Niveau”

  1. […] Magischer FC – Jammern auf niedrigem Niveau […]

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(required)

(required)

Blue Captcha Image
Refresh

*