Okt 182016
 

Was willst du nach so einem Spiel schreiben?

Einem Spiel, was die Wende bringen sollte, ja musste. Freitagabend, Flutlicht, volles Haus. Eigentlich die perfekten Voraussetzungen für ein Kampfspiel, einen späten Sieg und damit einen Neustart in die Saison.

Die Lektüre der Basch vor dem Spiel ist ganz interessant und daher mal erwähnenswert. Vorab: Ja, dort äußern sich Einzelpersonen und es wird nicht die Gruppenmeinung dargestellt, aber trotzdem bedarf es hier mal eines Einwurfs. Warum zur Hölle wird die Solidaritätsbekundung der Schickeria beim Spiel gegen Hertha positiv hervorgehoben? Da engagieren sich dieselben Leute, die ihr zusammen mit Babelsberg aus Potsdam gejagt habt und die jetzt Respekt bezeugen, weil sie sich gegen „der Tradition widersprechenden Trikots“ wehren? Nur weil Hertha auswärts in pink aufläuft, muss man sich nicht solidarisieren und schon gar nicht in einer solchen Rhetorik, die viel eher in den Volkspark passt.

Wenden wir uns widerwillig dem Spiel zu

Es geht ja gut los, denn bereits nach drei Minuten bekommen wir einen Elfmeter, den Ducksch sicher verwandelte. Genau, Ducksch, der anstatt von Aziz vorne drin spielt. Etwas verwunderlich auf den ersten Blick, auf den zweiten Blick haben wohl Nationalmannschaftsreisen diese Entscheidung herbeigeführt.

Nun ist der Weg doch geebnet. Frühe Führung, Millerntor, ein Gegner, der nun eigentlich aufmachen muss und mehr Sicherheit bei den Jungs durch die Führung.

Es kommt anders

Gefühlt ist nur Aue am Ball und unsere Jungs erstarrten wie vor einer Schlange. So fällt irgendwann der Ausgleich, auch wenn Aue über weiter Strecken genau so inkompetent wirkt wie die Crew in Braunweiß.

Halbzeit. Positiv hier: Die zahlreichen und gut sichtbaren Spruchbänder und Tapeten für Deniz Naki, der sich gerade in der Türkei für die Vebreitung von Propaganda im Zusammenhang mit der PKK verantworten muss. Auch wir wünschen dir viel Kraft, Deniz!

Zweite Hälfte

Neu gruppieren und nun auf „unsere Kurve“ den Gegner unter Druck setzen.

Es bleibt bei der Hoffnung. Wirklicher Druck kommt eigentlich nie auf. Klar, man könnte, sollte, müsste noch einen zweiten Elfmeter bekommen, aber so läuft der Tag einfach nicht. Die drei Verletzungen von Spielern dezimierten schnell das Wechselkontingent und lassen uns am Ende mehr oder minder mit zehn Leuten spielen.

Und so netzt Aue in letzter Sekunde ein und das Millerntor fällt in eine Art Schock.

Wir wissen gerade nicht, was wir aus diesem Abend Positives nehmen sollen. Dass wir jemanden haben, der Elfmeter schießen kann? Dass es gegen Aue Vollbier gibt? Dass Millerntor immer noch Heimat ist? Ach, irgendwie ist gerade alles scheiße. Tiefpunkt erreicht. Analyse? Alles Kagge! Uns fehlt ein zentraler Spieler. Einer, der ein Spiel lenkt und im Mittelfeld bestimmt. Zwar wurden verbale Bewerbungen abgegeben, aber auf dem Platz zeigt kein Spieler auch nur annähernd Fähigkeiten, die in diese Richtung gehen.

Stimmung?

Die war deutlich ausbaufähig. Liebe Gegengerade, wenn ihr mal loslegt, versteht man in Mittelblock der Südkurve fast sein eigenes Wort nicht mehr. Nutzt dieses Potenzial! Aber irgendwie, wenn dann mal kleine Fünkchen entstehen, so springen die nie zwischen Platz und Rängen hinterher. Und seien wir ehrlich: Stimmung ensteht nicht im luftleeren Raum.

Gut, dass es an den Fanräumen viel Bier gibt.

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