Nov 092015
 

Die Macher dieses Geschreibsels hier haben ja komische Hobbys. Aber Groundhopping gehört nicht dazu. Das überlassen wir anderen echt coolen Freaks. Ein Freak davon ist Mitglied bei unseren Veteranen. Und guckte sich am Sonntag nachmittag das Spiel in der Landesliga Hansa Dersimspor Harburg gegen den FC Bergedorf 85.

Bergedorf 85 hat eine ziemliche Tradition in Hamburg und die Älteren unter uns werden Spiele gegen den FC Bayern genauso erinnern, wie der Versuch eines durchgeknallten Versicherungsfuzzis mit der Marke Auxilia (oder so ähnlich) Bergedorf im Profifußball zu verankern. Hat alles nicht geklappt und so verließen die Fußballer 2009 den Hauptverein und heißen nun nicht mehr ASV, sondern FC. Und mit den „Elstern“, wie man sie früher kannte, hatte die heutige Trikotfarbe wenig gemein. Spielte da doch der FC Barcelona. Zumindest von den Trikots her. Dersimspor in Argentinienoutfit machte die Illusion von Spitzenfußball perfekt.

Auf einer netten, neugestalteten Anlage mit Kunstrasenplatz waren vielleicht 100 Zuschauer anwesend, um diesen Kick zu bewundern. Der ein erstaunliches Tempo für Liga 5 hatte.

Schönes Schild. Und leider immer noch notwendig.

Schönes Schild. Und leider immer noch notwendig.

Wenn man so die Internetseite des Vereines Dersimspor bewundert, scheinen die ein ziemlich cooles Konzept zu haben.

Und ihren Leitspruch mit „Fairplay und Respekt“ setzten sie auch auf dem Platz absolut in die Tat um. Trotz einer sehr harten roten Karte (Ball aus Frust weggekickt und dabei Gegenspieler am Bein getroffen), trotz zweier Verweise von der Bank (da konnte ich nicht mitbekommen, was da gesagt wurde), blieben die Spieler und Offiziellen extrem ruhig und höflich. Häufig wurden Mitspieler zurückgepfiffen, wenn sie am Meckern waren. Da ist man auf Profi- und Amateurplätzen bei viel weniger Hektik viel größeres Gemeckere und Gepöbel gewohnt.

Das Spiel an sich schnell und unterhaltsam. In der 1. Halbzeit reichten zwei Konter für ein 0-2 und direkt nach Wiederanpfiff folgte das 0-3. Dann die erwähnte rote Karte und durch ein Elfmeter das 1-3. Nun warfen die Gastgeber alles nach Vorne, hatten noch Chancen, aber dann der berühmte tödliche Konter zum 1-4.

Der Veteran versprach schon Freibier wenn es noch 4-4 ausging und kam nach einem 2-4 und einigen richtig guten Chancen noch mal ins Schwitzen, aber letztendlich blieb es bei einem 2-4. Angesichts der eiskalten Konter der Gäste kein unverdienter Sieg.

Und so endete ein sonniger Ausflug nach Harburg.

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