Aug 192015
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Fußballsports!

Was war das denn für ein Spiel? Es hätte nach 14 Sekunden verloren sein können, es hätte zeitweise beinahe 2:2 gestanden, aber nur wenige Sekunden später führt der FCSP 3:1 und landet nach 90 Minuten tatsächlich auf Platz 3 der Tabelle. So ist das mit Hättehättefahrradkette. Sieben Punkte aus drei Spielen! Unglaublich. Wie aus der Feder eines Theaterregisseurs. Wir sind ja ohnehin für mehr Entscheidungen aus dramaturgischen Gründen.

Aber beginnen wir am Anfang des Tages. Während ein Teil von uns noch das Elbriot verdaut, begibt sich ein anderer um 10 Uhr zur Michelwiese unweit des beliebten Brandherdes. Offensichtlich für viele deutlich zu früh. Denn so stehen am Sonntagmorgen lediglich einige müde Gestalten zwischen gut aufgelegten Touristen und übellaunigen Polizisten. Die Tatsache, dass das Bier schnell ausverkauft ist, hebt beim Marsch danach die Stimmung auch nicht gerade. Trotz viel pyrotechnischem Feuer und buntem Rauch wirkt die ganze Prozession alles andere als hoch motiviert. Immerhin ein schönes Foto mit Verweis auf den 12.09. ist – arrangiert wie einst die Klassenfotos in der Grundschule – entstanden.

Apropos 12.09.: Die diversen Demoaufrufe und Positionierungen dürfte aufgrund ihrer Omnipräsenz wohl niemand übersehen haben. Es ist auf jeden Fall positiv hervorzuheben, dass es diese sogar auf die Leinwand und in den Gästeblock geschafft haben. Vielen Dank dafür. Also auch erneut hier: Am 12.09. gegen rechte Hooligans und Patrioten auf die Straße! Dazu gibt es viele gute Gründe (, die ihr natürlich alle kennt, liebe Leserschaft).

FC St. Pauli Greuther Fürth 2015 Bacon-Choreografie

Bacon zum Frühstück

Zum Sportlichen (wirklich ohne Hooligans jetzt):

Es sind die Leistungen dreier Spieler besonders hervorzuheben. Zunächst einmal mehr Robin Himmelmann, der trotz der zwei Gegentore als Keeper einen soliden Eindruck macht und den ein oder anderen schweren Ball festhält.
Zweitens Marc Rzatkowski, der nicht nur zwei Tore erzielt, sondern auch für seinen Einsatz und Überblick gelobt werden muss. Wer es noch nicht getan habe, möge sich bitte einmal Rzatkowskis Laufweg beim 3:1 ab dem Fürther Freistoß ansehen. Er ist es, der nach der Anzeige des Abseits sowohl den Ball zurück zu Himmelmann spielt, nach vorne sprintet, ihn von Sobota dort bekommt und letztlich auch versenkt. Einfach nur großartig gemacht, trotz oder vielleicht gerade wegen der Slapstick-Einlage. Benny-Hill-Musik hätte während des Spiels öfter mal eingespielt werden dürfen.

Drittens aber auch ein Kompliment an Yannick Deichmann, der sein erstes Spiel für die Profis macht. So kurzfristig – und das ohne kapitale Fehler – Gonther zu ersetzen ist eine Leistung, die nicht kleingeredet werden sollte. Gute Besserung an den Kapitän an dieser Stelle!

Seien wir doch einfach mal wieder zufrieden. Vielleicht funktioniert es ja diese Saison ausnahmsweise mal. Personell, strukturell, auf dem Platz, sowie auch daneben. Das wird sich im Laufe der Saison zeigen. Die ersten drei Spiele sind aber bereits ein gutes Indiz für eine Serie ohne akute Abstiegspanik. Damit wären wir schon ganz glücklich.

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