Aug 312015
 

Was für ein Unterschied. Letzte Woche noch WM-Stadion, Bundesliga-Ambiente und ein hochklassiges Spiel zweier Aufstiegskandidaten. Diese Woche Bezirksportanlagen-Feeling, Zweitliga-Tristess und Mittelmaß.

Damit könnte man jetzt den Spielbericht eigentlich schon beenden, aber das wäre ja irgendwie auch albern.

Fangen wir also in einem kalten dunklen Hamburg an, wo sich mehrere Gestalten auf unterschiedlichsten Wegen nach Frankfurt machen. Niedersachen begrüßt uns mit nebligen Feldern, einem schönen Sonnenaufgang und Regen. Die angekündigten 35 Grad will da noch niemand so wirklich wahrhaben.

Bis man kurz vor Frankfurt Pause macht und aus dem klimatisierten Gefährt steigt. Okay. Sommerfußball.

Schnell ein Parkplatz an der Eissporthalle gefunden (Warum genau sind wir jetzt eigentlich nicht Eishockeyfans?) und zum Eingang der Gästefans geschleppt. USP hat zu „alle in Rot“ aufgerufen, was definitiv zu kurzfristig war, denn selbst im informierten Teil der Fanszene ist die Rotquote doch eher bei 70 Prozent. Die Idee ist gut, der Anlass auch, aber das nächste mal ein bisschen früher.

Ansonsten finden sich ganz viele Umlandfans im Gästeblock ein. Und das ist leider in einer solchen Geballtheit nicht unproblematisch. Ja, es kommen sehr viele sehr tolle Menschen aus aller Dialekte Länder zu Spielen des FCSP. Wir trafen wieder ganz Tolle vor Ort. Aber leider finden sich auch Leute ein, die Anmerkungen über „ausländisch klingende“ Namen machen müssen oder die Aufstellung des FSV Frankfurt mit einem „Arschloch“ begleiten müssen, aber ansonsten teilweise 90 Minuten nicht das Maul aufbekommen.

Das ist schade. Für mehr coole Menschen aus allen Himmelsrichtungen, für weniger „Ich gehe ja sonst zur Eintracht und denke, ich kann mich hier so benehmen wie da,“ (Verkürzung eines mitgehörten Dialogs).

Wir trollen uns in die Ecke des Blocks, was angesichts des Wetters die richtige Entscheidung ist, da schattig. Für das Erlebnis Fußball ist es echt abträglich; denn Support, Emotion oder Begleitung des Geschehen des Rasens finden außerhalb unserer Gruppe eher nicht statt.

Der Mittelblock zeigt zu rotem Shirt, rote Plakate und ein bisschen Pyro. Die Diskussion darüber kann man garantiert im Forum nachlesen. Da werden die seit zehn Jahren bekannten Argumente ausgetauscht. Verhindern wird man es auch mit noch mehr Sicherheit, noch mehr Gefummel am Einlass und noch längeren Schlangen garantiert nicht. Positiv: Der Wind sorgt für einen guten Abzug, sodass selbst der Schiedsrichter anpfeifft, obwohl es noch qualmt. Wir hörten, dass dies sein erstes Spiel in Liga 2 war und das hat er gut gemacht. Klar, längere Nachspielzeit wäre okay. Aber sich beim ersten Mal vielleicht auch so ein bisschen an die normalen drei Minuten halten, das ist schon okay. Wahrscheinlich wird er jedoch für den Anpfiff, während es noch raucht, beim DFB eine schlechte Note bekommen.

FSV Frankfurt St. Pauli 2015

Smoky Business

Bleiben wir in der Beurteilung des Spieles realistisch: Wir sind noch kein Spitzenteam, welches konstant jede Woche einen Gegner an die Wand spielen kann. Wir haben ein Problem, uns von WM-Stadion (voll) auf Bezirkssportanlage (gut gefüllt) umzustellen. Ist auch nur menschlich. Jeder, der schon mal selber Sport gemacht hat, weiß, dass Publikum einem einen Kick geben kann.

Trotz dieser Faktoren sind wir nah dran an etwas zählbarem, was für uns spricht. Frankfurt mit wirklich nur einem gefährlichen Schuß auf das Tor, der ist dann halt drin. Und wir sind in der Chancenverwertung auch einfach nicht kalt genug.

Lienen sprach vorher davon, dass wir immer volle Pulle geben müssen, um zu gewinnen. Und daran hapert es halt heute. Ist nicht schlimm, passiert, die Jungs werden daraus lernen und irgendwann auch so weit sein, dass sie nicht nur im WM-Stadion das Maximum abrufen können, sondern auch auf kleinen ruhigen Plätzen. Das ist eine Entwicklung.

Ist das nun der Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt? Oder das Ende des Höhenfluges? Das wird die Zeit zeigen. In die Pause geht es mit einem guten Gefühl, Platz 1 oder 2 zu übernehmen wäre natürlich sehr lecker gewesen. Aber so ist es Platz 4 und nach einem Drittel der Hinrunde (ja nix mit „zählt doch alles noch nix“) haben wir nach unten schon mal ein gutes Polster und nach oben die Nase ausgestreckt. Man gucke nebenbei mal auf die Tabelle nach dem fünften Spieltag der letzten Saison. Da findet man schon Mannschaften oben, die am Ende oben standen, und Mannschaften unten, die am Ende unten standen. Ein Trendwechsel ist eher die Ausnahme. Das sollte uns ein gutes Gefühl für die weiteren 29 Spiele geben.

Schnell weg da, ab nach Hamburg. Nix mehr passiert. Alles entspannt.

Unseren Weg nicht mehr mitgehen will Halstenberg. Ganz ehrlich: Spielerbeschimpfung sollte nicht unser Style sein und irgendwelche „Söldner“-Sprüche sind aber so etwas von 80er, dass sie sich selber verbieten. Man kann eine Meinung über Leipzig haben, man kann eine Meinung darüber haben, ob das wirklich gut für den Spieler ist, aber wenn er will, dann soll er.

Und für uns ist das bei einer behaupteten Ablöse von drei Millionen und einem grob geschätzten Etat von 15 Millionen ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. Wenn ein Spieler ein Fünftel des Gesamtetat finanziert und nur noch diese Saison Vertrag hat, dann wird es schwer, nein zu sagen.

Insofern: Danke Halste für zwei Jahre guten Fußball, danke für die Traumtore, danke für das Verteidigen und dir alles Gute. Und Leipzig danke für die Kohle. Euer Logo drucken wir trotzdem nicht ab. So Bätsch.

Aug 232015
 

Guten Abend!

Leipzig also. Die Mannschaft, welche nach dem Bekunden ihres Trainers eine andere Sportart betreibt als die anderen Zweitligisten.

Man muss in der Kritik an diesem Werbemittel für klebrige Brause vorsichtig sein und viel Kritik wirkt einfach auch ein bisschen albern, hängen doch auch andere Vereine sehr an der Werbestrategie eines Konzerns. Aber das soll nicht unser Thema sein. Das Logo nicht auf unserer Seite zu zeigen ist genau so richtig wie Werbestadionnamen nicht zu nennen. Und sei es nur aus einem ganz einfachen Grund, nämlich dass man sich als klammer Zweitligist für Werbung bezahlen lassen sollte.

Der Tag beginnt mit einem früh kommenden Bus 1, ein bisschen Fantetris und der Autobahn. Der Busfahrer wieder aus der Kategorie „oh mein Gott“, schwankt er doch sehr hin und her. Und beinah ginge es auch nach Berlin statt Leipzig. Wenn dies aber schon die „besonderen Vorkommnisse“ der Fahrt sind, dann ist es eine entspannte Fahrt.

Vor Ort dann großes Hallo mit Berlin und Leipzig. Auch ein wirklich toller Gast aus Altenburg ist anwesend und kann uns mit Geschichten von „früher“ unterhalten.

RB Leipzig St. Pauli 2015
Das Stadion ist der wahrgewordene feuchte Traum eines gewissen Felix M. So viele Treppen. Und so etwas gilt dann aktivsportlich als Ruhetag. Persönliche Meinung: Das Stadion ist schick gelöst und gut in das „Stadion der 100.000“ eingebaut. Hätte es hinter beiden Toren Stehblöcke, wäre es wirklich schön.

Das Absurde dieses Werbemittels: Dadurch, dass andere Werbung nicht notwendig ist, läuft vor dem Spiel nur Musik und es ist überall Platz für Zaunfahnen. Wenn sie denn an dem eher fragwürdigen Ordnungsdienst vorbei gekommen sind. Alles Jungs, mit denen wir kein Bier trinken möchten.
Der Block ist richtig gut gefüllt und Reporter würden wohl von „Erstligakulisse“ sprechen. Ausverkauft, wie von Heimseite behauptet, ist es angesichts der vielen leeren Plätze dann doch nicht.

Auf dem Platz performt unsere Mannschaft derbe ab, um mal einen anderen Blogger aus dem Zusammenhang gerissen zu zitieren.
Vor dem Spiel sagten wir: „Die ersten 20 Minuten ohne Gegentor und dann werden die nervös.“ Riesen Chance Leipzig, aber nur Pfosten und plötzlich ist die Herrlichkeit des Gastgebers vorbei. Da wirkt die Behauptung der „anderen Sportart“ nämlich ganz schnell als Hemmschuh. Erwartungshaltung ist da immer Mist.

Das mit dem „kein Stürmertor“ beendet Thy und das zum richtigen Zeitpunkt. In der zweiten Halbzeit eine Abwehrschlacht. Und wenn man noch was meckern will, dann dass wir nicht einen tödlichen Konter gefahren bekommen. Das ist aber nun Jammern auf hohem Niveau.

Einzellob? Verbietet sich eigentlich, aber was Ratsche da weg läuft ist schon unfassbar. Und was unsere Türme Lasse und Philipp weg köpfen, ist Wahnsinn. Ach aber auch die anderen 8. Es ist einfach „hach“. Kompakt, als Kollektiv (das über die Einzelspieler gewinnt), super!

Der Gästeblock geht auch gut ab. Selbst während der Schweigeminute. Respektlos? Ganz sicher! Nur hat sich MV unseren Respekt verdient? Wir wagen es zu bezweifeln.
Trotz lauten Heimfans war man die ganze Zeit gut zu hören, wie die Sofafraktion bestätigen kann. Über die Choreo der Heimfans hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Denn wir wissen, dass St. Pauli die einzige Möglichkeit ist.

RB Leipzig St. Pauli 2015 2
Noch ein bisschen Glück, noch Fünf Minuten genießen und dann ist es geschafft. Tabellenzweiter. Momentaufnahme, ja. Aber in einer Liga, in der ganz viel über Lauf und mannschaftliche Geschlossenheit geht, ist es eine nette Momentaufnahme.

So, und nun befinden wir uns auf der Rückfahrt. Aber die interessiert euch sowieso nicht.

Am Ende noch ganz viel Liebe an JP Kalla, der im „Antifascist Action“-Shirt im Gästeblock stand.

Aug 192015
 

Liebe Freundinnen und Freunde des Fußballsports!

Was war das denn für ein Spiel? Es hätte nach 14 Sekunden verloren sein können, es hätte zeitweise beinahe 2:2 gestanden, aber nur wenige Sekunden später führt der FCSP 3:1 und landet nach 90 Minuten tatsächlich auf Platz 3 der Tabelle. So ist das mit Hättehättefahrradkette. Sieben Punkte aus drei Spielen! Unglaublich. Wie aus der Feder eines Theaterregisseurs. Wir sind ja ohnehin für mehr Entscheidungen aus dramaturgischen Gründen.

Aber beginnen wir am Anfang des Tages. Während ein Teil von uns noch das Elbriot verdaut, begibt sich ein anderer um 10 Uhr zur Michelwiese unweit des beliebten Brandherdes. Offensichtlich für viele deutlich zu früh. Denn so stehen am Sonntagmorgen lediglich einige müde Gestalten zwischen gut aufgelegten Touristen und übellaunigen Polizisten. Die Tatsache, dass das Bier schnell ausverkauft ist, hebt beim Marsch danach die Stimmung auch nicht gerade. Trotz viel pyrotechnischem Feuer und buntem Rauch wirkt die ganze Prozession alles andere als hoch motiviert. Immerhin ein schönes Foto mit Verweis auf den 12.09. ist – arrangiert wie einst die Klassenfotos in der Grundschule – entstanden.

Apropos 12.09.: Die diversen Demoaufrufe und Positionierungen dürfte aufgrund ihrer Omnipräsenz wohl niemand übersehen haben. Es ist auf jeden Fall positiv hervorzuheben, dass es diese sogar auf die Leinwand und in den Gästeblock geschafft haben. Vielen Dank dafür. Also auch erneut hier: Am 12.09. gegen rechte Hooligans und Patrioten auf die Straße! Dazu gibt es viele gute Gründe (, die ihr natürlich alle kennt, liebe Leserschaft).

FC St. Pauli Greuther Fürth 2015 Bacon-Choreografie

Bacon zum Frühstück

Zum Sportlichen (wirklich ohne Hooligans jetzt):

Es sind die Leistungen dreier Spieler besonders hervorzuheben. Zunächst einmal mehr Robin Himmelmann, der trotz der zwei Gegentore als Keeper einen soliden Eindruck macht und den ein oder anderen schweren Ball festhält.
Zweitens Marc Rzatkowski, der nicht nur zwei Tore erzielt, sondern auch für seinen Einsatz und Überblick gelobt werden muss. Wer es noch nicht getan habe, möge sich bitte einmal Rzatkowskis Laufweg beim 3:1 ab dem Fürther Freistoß ansehen. Er ist es, der nach der Anzeige des Abseits sowohl den Ball zurück zu Himmelmann spielt, nach vorne sprintet, ihn von Sobota dort bekommt und letztlich auch versenkt. Einfach nur großartig gemacht, trotz oder vielleicht gerade wegen der Slapstick-Einlage. Benny-Hill-Musik hätte während des Spiels öfter mal eingespielt werden dürfen.

Drittens aber auch ein Kompliment an Yannick Deichmann, der sein erstes Spiel für die Profis macht. So kurzfristig – und das ohne kapitale Fehler – Gonther zu ersetzen ist eine Leistung, die nicht kleingeredet werden sollte. Gute Besserung an den Kapitän an dieser Stelle!

Seien wir doch einfach mal wieder zufrieden. Vielleicht funktioniert es ja diese Saison ausnahmsweise mal. Personell, strukturell, auf dem Platz, sowie auch daneben. Das wird sich im Laufe der Saison zeigen. Die ersten drei Spiele sind aber bereits ein gutes Indiz für eine Serie ohne akute Abstiegspanik. Damit wären wir schon ganz glücklich.

Aug 112015
 

Das war also unser Pokalabenteuer für diese Saison. Leider ohne eine Tour aufs Dorf, sondern zu Hause im Viertel gegen die grün-schwarze Borussia. Nächstes Jahr scheiden wir dann wieder auf dem Dorf aus.

Fassen wir es kurz zusammen.

Vor dem Spiel:

Viele gemischte Gruppen, Gladbacher, die entspannt im Jolly Bier trinken, eine friedliche Stimmung. Aber auch leider Leute vom FCSP, die meinen, dass es cool sei, ganz normale Gladbacher Auswärtsfans anzureißen. Diese aktive Suche nach Stress ist irgendwie eine Erscheinung, die über ein „wir haben alle in jungen Jahren Mist gebaut“ hinausgeht, und einige Leute sollten sich echt überlegen, ob das nun wirklich zum Millerntor passt. (Rein rhetorische Anmerkung) Wir tun uns da auch mit einer Grundsolidarität etwas schwer.

Millerntor Abendhimmel

Geht gleich los hier.

Das Millerntor unterm schönen Abendhimmel, es ist nicht wirklich ausverkauft. Viele freie Business Seats, aber auch viele freie „normale“ Sitzplätze, insbesondere auf der Nord. Daneben ganz viele Heimkarten, die an Gladbacher gegangen waren. Kein Wunder, wenn man als Verein auch nicht wirklich versucht, aktiv mal Karten zu verkaufen. Letzte Woche gab es immer noch Karten online zu kaufen. Und während jeder quersitzende Pups über die sozialen Medien rausgepupst wird, wird der Hinweis „es gibt noch Karten“ unterschlagen. Das bitte ändern, lieber FCSP.

Die Zentralvermarktung verbietet auch akustische Werbeeinblendungen. Erstaunlich, wie schön das sein kann. Die Halbzeit wird brillant mit „Antifa Hooligans“ von Los Fastidios gefüllt. Sowieso: Großes Herz immer wieder an die Stadionbeschallung. Nach Abpfiff einfach alles auszuschalten und die Fans das Programm machen zu lassen, ist leider viel zu selten geworden.


Kalla verletzt? Oh man, nicht noch einer … Fängt das schon wieder an? Zu viele Spieler verletzt. Und den von Ewald vor dem Spiel proklamierten „breiten Kader“ konnte man auf der Ersatzbank bewundern.

Während des Spiels:

Großartige Stimmung, viele heisere Kehlen nach dem Spiel. Choreo auf Süd und GG wieder gelungen. Ja und die Pyroshow im Gästeblock ist auch eher so „hach“.

Unsere Jungs befinden sich 70 Minuten auf Augenhöhe mit einem Champions-League-Teilnehmer. Taktisch variabel, meistens tief stehend, aber auch immer wieder schnell umschaltend. Leider aber auch mit 20 elegant verschlafenen Minuten nach der Halbzeit. Und da sieht man dann doch den Unterschied zwischen Liga 1 und Liga 2. Solche etwas schwächeren Momente werden sofort genutzt. Ewald sprach in der Pressekonferenz von „individuellen Fehlern auf der Außenbahn“. So weit würden wir nicht gehen wollen, da regierte einfach allgemein zu doll der Respekt und die Angst vor der körperlichen Auseinandersetzung. Nicht weiter schlimm. Die Jungs werden daraus lernen. Auch wenn es ärgerlich ist, denn heute war definitiv mehr drin. Mund abwischen und diese 70 Minuten in die Liga übertragen. Dann werden sehr viele Mannschaften Probleme mit uns bekommen.

Ziereis dafür ein echter Kopf. Der Junge ist definitiv mehr als „nur“ ein Back-up. Und immerhin konnten wir kurz an der Überraschung schnuppern, nachdem Ratsche das Ding in die Maschen gelötet hatte.

Nach dem Spiel:

Ein verdientes „You will never walk alone“ und viel Beifall auch aus dem Gästeblock. Außer von der Ultrafraktion, die einen auf dicke Arme machte. Nun gut, wenn es denn sein muss. Kann man auch mal mit Beifall klatschen. Keine Angst. Niemand will eine Fanfreundschaft mit euch.

Aug 092015
 

Hier sollte ein Nachruf stehen, doch wir haben uns entschieden, Quote einfach noch ein paar Worte mit auf den Weg zu geben, jeder so wie er mag.
Und das ist dabei herausgekommen …

(Anmerkung des Blog-Kollektivs: Der guten @diepauliane ist diese Sammlung zu verdanken. Wir entschlossen uns zu einer ungefilterten Wiedergabe der letzten Worte an Quote.)

Peter…Peter Schmidt… für mich bist Du Quote, mein Freund und ein Mensch der mich Jahre begleitet hat (nicht nur zum Bahnhof nach jedem Heimspiel ) sondern auch mein Hineinwachsen in diesen St. Pauli Kosmos stark mit geprägt hat.
Du bist straight und nicht mainstream, streitbar und unbequem, fürsorglich und hilfsbereit.
Das alles gepaart mit Deiner Dir eigenen rau-herzlich charmanten Art.
Klare Worte mit Herz und Hirn, ohne Schickschnack (außer bei deinen Wetttweets die ich bis heute nicht verstanden hab)
Das bist Du, Oller Fischkopp!
Wir haben zusammen gelacht, gelitten, gefeiert und gepöbelt (du allerdings am meisten )
Wir haben Lebenszeit miteinander verbracht. Gute Lebenszeit!
Ich bin dankbar, dass ich ein Teil Deines Lebens sein durfte.

Farewell mein Freund, ich trinke und tanze, lache und weine heute nur für Dich.
In meinem Herzen hab ich dich ganz fest
C ya Bro
Gabi

Lieber Quote,
seit Wochen hast Du gekämpft, damit Du beim Elbstrandgrillen mit der Bezugsgruppe dabei sein kannst.
Was den Körper des Quotenmannes angeht hast Du den Kampf verloren aber wir sind heute hier damit Du doch dabei bist. Du bist immer bei der Bezugsgruppe dabei!
Eins muss ich Dir aber noch sagen: Kruse war kein Alibifussballer! Sonst hast Du aber fast immer recht gehabt.
Danke dass ich Dich kennen lernen durfte
Markus

Hallo Quote,
whenever you dream
you`re holding the key
it opens the door
to let you be free!
(Dio Sacred Heart)

Cu on the other side
Bernd

Lieber Quote,
Du warst einer der ersten, die ich von der Twitter-Timeline kennen gelernt habe.
Egal, wann ich Dich traf – egal wie das Spiel gelaufen ist – mit deiner positiven Art hast Du mich immer beeindruckt.
Gerade in den letzten Wochen haben wir uns intensiver unterhalten – auch abseits des Fussballs – und ich durfte noch eine Menge von Dir lernen.
Vielen, vielen Dank dafür!
Jetzt sitze ich hier am Elbstrand, teils mit Tränen in den Augen, teils aber auch mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht…
Ich denke an Dich und trinke auf Dich
Machs gut Quote,
bis irgendwann
Tascha

Moin Quote,
so habe ich die letzte Postkarte an dich angefangen, die Dich nicht mehr erreichen konnte. Nicht zu Lebzeiten jedenfalls. Aber das ging der Postkarte davor ja auch schon so, wie ich erfahren habe. Umso wichtiger war es, dass ich Dir bei unserem letzten Treffen sagen konnte, was Du mir bedeutest, dass ich Dich gern habe … hatte …
Ach, Vergangenheitsform und Du, das kriege ich nach wie vor nicht richtig hin.
Den gestrigen Abend habe ich an der Alster verbracht, ein paar Stunden mit einer Flasche Bushmills, Deinem geliebten Tropfen. In dessen Brennerei ich gerade war, wie ich Dir in der letzten Karte ja auch geschrieben habe. Aber es sind nicht die Worte, die ich jetzt schreiben kann.
Ich trinke auf Dich auch ohne Worte, denn die habe ich Dir schon sagen können.
Auf Dich,
dein Alexej

Mein Quotenmann,
gute Reise und wir sehen uns…irgendwo…irgendwann
Dein Joe

Lieber Quote,
alles Gute für Deine Reise
Alles Liebe
von Miriam

Moinsen Quote,
ich sitze hier am Elbstrand und trinke ein Bier auf dich.
Du fehlst.
Nächste Woche sitze ich in unserem Stadion, dein Platz wird frei sein.
Du fehlst.
Natascha

Lieber Quote,
wir sind uns nur einmal begegnet und da lachtest du über mich, weil ich Sonnencreme im Stadion dabei hatte.
So werde ich dich behalten – lachend.
Machs gut
Mandy

Quote Collage
Moin Quote,
ich habe dich leider nie richtig kennen lernen dürfen. Trotzdem warst du mir sofort richtig sympatisch aufgrund deines Lachens.
Und so will ich dich auch in Erinnerung behalten.
Machs gut
Kante

Lieber Quote,
wann wir beide uns kennen gelernt haben, weiß ich gar nicht mehr so genau. Sehr wohl kann ich mich aber daran erinnern, wie…
Nach einem Spiel der „Unseren“ trafen wir uns an der Domschänke und direkt hast du mir ein Astra in die Hand gedrückt und mit mir angestoßen. Meine Widerworte waren dir egal und so tranken wir gemeinsam.
Für mich war dies ein sehr schöner Moment, warst, bzw. bist einer der ersten Personen der Bezugsgruppe.
Bedanken möchte ich mich bei Dir für Deine Art, Deine Offenheit und deine einmalige Art Dinge zu kommentieren! Danke für alles!
In unseren Herzen wirst du bleiben und so auch immer bei uns sein
YNWA
Markus

Zutiefst Traurig!!
Tja Heute bist du von uns gegangen…
Du warst der allererste St. Pauli Mensch den ich kennen lernen durfte. Damals noch auf Twitter.
Mir gings richtig dreckig damals.
Irgendwie bin ich beim Stöbern im Netz auf ein paar Sachen von Dir gestoßen.
Die Wärme und Liebe die mir diese ganzen Sankt Pauli Bilder und Videos entgegenbrachte ließ mich damals auf der Couch sitzen, mitten in der Nacht und irgendwann fing ich an zu heulen wie ein kleines Kind. Ich fühlte mich irgendwie Zuhause. Du hast auf einen Kommentar von mir geantwortet und wir kamen ins Gespräch.
Am nächsten Tag hast Du mir dann von ein Paar Leuten in Berlin erzählt mit denen ich mal Kontakt aufnehmen könnte. So habe ich Thilo Wetzel , Jana Log, Dana Rößler und auch Atta Lavista kennen gelernt. Woraus dann später die Piratenbrigade 1910 Berlin entstanden ist.
Seit dem schlägt mein Herz für FC ST Pauli!
Durch Dich habe ich Menschen voller Liebe, Freundlichkeit kennen gelernt. Ich habe Momente erleben dürfen die mich wieder an die Menschheit haben glauben lassen.
Selbst bei meinem ersten Besuch im Millerntor warst Du dabei.
Mein Lieber Quotenrocker… Ich Danke Dir aus tiefsten Herzen…
Du hast mir gesagt und gezeigt was die Sankt Pauli Familie ist.
Und Sankt Pauli ist mittlerweile meine wirkliche Familie….
Ich Danke Dir das Du derjenige warst der mich zu meinen Brüdern und Schwestern im Herzen geführt hast!
Ruhe in Frieden mein Freund… Du wirst mir nie vergessen sein!
R.I.P Quotenrocker
Bodo

Dies ist kein Abschiedsbrief!
Mein liebster Quotenmann,
Worte zu finden in diesen Tagen ist wohl das Schwerste überhaupt.
Ich habe Dich als einen Menschen kennen gelernt, der alles Gute in sich trug.
Du warst in Deinem Wesen ein Mensch zu dem ich aufschauen konnte. Deine offene Art den Menschen gegenüber, egal wo sie herkamen, wie sie ihr leben lebten oder welchem Verein angehörig. Du hast immer ein offenes Ohr für die Sorgen anderer gehabt. Deine lebensfrohe Art bewunderte ich.
Mit Dir konnte man streiten, lachen und auch ein gut gekühltes Bier in geselliger Runde, als auch im Vieraugengespräch geniessen. Vieles brauch ich nicht sagen.
Oft habe ich von deiner Lebenserfahrung profitieren können.
Deine Liebe, dein Fanverständnis und dein Sachverstand in Fussballfragen und zu unserem Magischen FC, waren immer ein Quell für schöne Diskussionsrunden.
Deine Anwesenheit im Stadion und zur 3. Halbzeit an der Domschänke, war immer ein Genuss und man konnte Dich nur herzen.
Ich werde mich immer an Deinen Lebenswillen in deinen Schicksalsstunden erinnern und versuchen diesen ein Stück für mich mitzunehmen. Du fehlst. SEHR.
Wenn ich schrieb „Dies ist kein Abschied“ dann ist das für mich so. Ich werde dich immer im herzen tragen und mit dir bei so vielen Spielen wie möglich dabei sein.
Ich weiß, dass du wolltest, dass wir ein Fest abfackeln. Die Tränen fließen trotzdem und das Bier auch!
Auf Dich Quote!
Deine Berliner Schnauze
Franko

Lieber Quote,
im Namen aller Nordsupporter alles, ein letztes „Forza Sankt Pauli“
Du wirst immer in unseren herzen weiterleben.
Ein besonderer Gruß von „Pauline“
R.I.P.
Deine Freunde aus der Nordkurve

Lieber Quote,
wir mussten damit rechnen, dass du irgendwann nicht mehr da sein würdest. Irgendwann.
Aber doch nicht jetzt!
Du wolltest doch noch das neue Stadion sehen, und wir wollten das auch. Als wir uns beim letzetn Heimspiel verabschiedet haben, habe ich nicht in Betracht gezogen, dass wir uns nie mehr wieder sehen. Einfach die Realität verdrängt.
Wir kannten uns viel zu wenig und viel zu kurz, aber das macht den Schmerz nicht erträglicher!
Du wirst uns fehlen! Und doch immer da sein!
Vor dem Stadion.
Auf der Gegengerade.
An der Domschänke.
You`ll never walk allone!
Machs gut
Nina

Es gibt Menschen, mit denen man sich ab dem ersten Augenblick, wenn man ihnen begegnet in Grund und Boden quasseln kann. Und es gibt Menschen, zu denen man erst nach einer langen Anlaufzeit einen Zugang findet – wenn überhaupt.
Bei mir kommt noch dazu, dass ich selber oft sehr lange brauche, um aus mir raus zu kommen und das Gespräch mit anderen zu suchen. Und wenn es mir durch meine Depressionen nicht so gut geht, bin ich auch manchmal froh, wenn man mich einfach in Ruhe daneben stehen lässt. Oft wird solch ein Verhalten falsch gedeutet als „Sie will nichts mit uns zu tun haben, mag uns nicht, ist gleichgültig.“
Quote? Das Glatte Gegenteil von mir. Wenn er sich nicht gerade mit jemandem von unserer Gruppe unterhielt, quatschte er munter mit irgendwelchen Fremden.
Wir haben eigentlich nie sonderlich viel am Stück miteinander geredet. Einfach, weil ich nicht wollte oder konnte. Und trotz dieser vermeintlichen Distanz habe ich mich jedes Mal, wenn wir uns trafen in einer herzlichen Umarmung wieder gefunden, die mir das Gefühl gab gemocht, mit meinen Eigenheiten akzeptiert und sogar verstanden zu werden.
Peter hat mir übrigens mein erstes „Scheiß St. Pauli“-Erlebnis verschafft. Wir standen alle an unserem alten Treffpunkt, „unserem“ Kiosk am Anfang der Reeperbahn. Ich weiß nicht mehr, gegen wen wir damals gespielt haben, aber eine ziemlich große Gruppe gegnerischer Fans samt berittener Polizeieskorte lief an uns vorbei und skandierte – wie originell – „Scheiß St. Pauli“. Und Quote? Der brüllte mit. Nach und nach fiel unsere ganze Gruppe ein. Und es war einfach toll für mich zu beobachten, wie die gegnerischen Fans verdutzt verstummten, während sich die Polizisten auf ihren Pferden beömmelten. Spätestens seit diesem Tag ist für mich bewiesen, dass unsere Fankultur eben doch anders ist. Danke für das schöne Erlebnis, Quote.
Leider war ich zu langsam mit meiner Idee für ein Buch mit Fotos von unseren Spielern mit Genesungswünschen. Nun passen die gebastelten Bilder leider nicht mehr, auf denen steht „Gute Besserung, Quote!“ und „Komm bald wieder auf die Beine“ mit dem einen der Motive unserer neuen Dauerkarten, auf dem steht „Aktiver Widerstand gegen Niederlagen jeder Art“. Dafür passt der Anfang einer unserer Wechselgesänge mit einer kleinen Änderung perfekt zu Peter:
You are St. Pauli Fabulous St. Pauli…
Und du wirst es immer sein.
Jessica

Hey Quote,
ein paar krakelige Wörter..
Ich bin vor den Spielen immer so nervös, dass ich zittere.
Wir wollten uns kennen lernen, doch da kam was dazwischen.
Wir holen es nach, versprochen!

Der Familie viel Kraft, Ihr schafft das!
Kiezkicker.de

Sitzen is für`n Arsch…
Lieber Quote,
so unwahrscheinlich plötzlich wie du in unser Leben gekommen bist,
bist du auch gegangen.
Ich vermisse Dich!
Tragen werde ich dich immer im Herzen.
Ian

Lieber Quote,
Ich hoffe, auf Wolke 7 kannst du alle Spiele live verfolgen.
YNWA
Oleg

Moin Quote,
Rock on where ever you are!
YNWA
Dirk

Den ersten Moment mit Dir an den ich mich erinnere…
Du, im Stadion, gehst Bier holen und warst nie mehr gesehen… erst nach dem Spiel vor der Schänke..
Weil du Leute getroffen hattest… Wie du immer Leute trafst, für einen Schnack.
Weil du offen und ehrlich, weil du mit jedem ins Gespräch kamst. Weil wir alle dich mochten.
Du wirst ein Lücke Reißen…
Vor dem Spiel, jetzt, fehlst du, nach dem Spiel sowieso. Und auch sonst.
Es war eine Freude dich kennen zu dürfen.
Danke für alles, für KRUSE!, für Gespräche und Lachen
Farewell Quote…
Sebastian

platz4
Quote….
Mit Dir war es immer lustig.
Wir haben uns immer auf die Spieltage gefreut, weil wir dich trafen.
Du warst nie sarkastisch. Du warst nie zynisch.
Du warst einfach ein herzensguter Mensch.
Auch wenn du gut schimpfen konntest. Über St. Pauli. Aber auch über die Welt.
Du hinterlässt eine große Lücke. Bei St. Pauli. Bei den Desorganisierten.
Und vor der Domschänke.
Wir vermissen Dich,,
Peer – Arne und Sigrid

Life`s a piece of shit when you look at it.
Wir seh´n uns wieder, und zwar am Millerntor!
Boris

Moin Quote,
du warst einer der ersten Menschen die ich beim FCSP kennen lernen
und ins Herz schließen durfte.
Vielen Dank dafür
Alerta

Quote – unvergessen!
Rest in Peace
Buca

Schmiddel, wir vermissen dich!
(…)

„Der Tod hat keine Bedeutung – ich bin nur nach nebenan gegangen.
Ich bleibe wer ich bin, auch ihr bleibt dieselben. Was wir einander bedeuten, bleibt bestehen.
Nennt mich bei meinem vertrauten Namen. Sprecht in gewohnter Weise mit mir und ändert euren Tonfall nicht. Hüllt euch nicht in Schweigen und Kummer. Lacht wie immer über die kleinen Scherze,
die wir teilten. Wenn ihr von mir sprecht, tut es ohne jegliche Traurigkeit.
Ihr seht mich nicht, aber in Gedanken bin ich bei Euch.
Ich warte eine zeitlang auf euch – irgendwo, ganz in der Nähe – nur ein paar Straßen weiter“
Henry Scott – Holland
Auf Dich Quote…..
Astrid und Tobias

Schmiddl, du alte Socke
Lange warst du einer meiner besten Freunde, auch natürlich aufgrund unserer St. Pauli-Affinität.
Im Laufe des Lebens ergeben sich für jeden Menschen unterschiedliche Prioritäten, aber du warst mir immer nah, auch wenn wir keinen regelmäßigen Kontakt mehr hatten.
Machs gut mein Freund
Winnie

Hey Schmiddel!
Wo immer du auch grad bist, wir vermissen Dich.
Gruß Claudia
Danke für die CD und DVD .. Gruß und Kuss
Deine Domschänkenschläferin

Hallo Schmiddel,
danke für die schönen Stunden im Billardtreff. Danke für die schöne zeit bei St. Pauli.
Und danke für die schöne Zeit bei Dir und bei mir.
Du bleibst in meinem Herzen immer bei mir
Gruß
Timbo

Hallo mein Lieblingsquote,
wenn ich an dich denke muss ich lachen und weinen. Lachen, weil du unglaublich viel Leben versprüht hast und ich, wenn du ins erzählen kamst, an deinen Lippen hing. Deine Geschichten aus deiner Kindheit, deiner wilden Zeit und von deiner Familie, haben mich für kurze Zeit in dein Leben eintauchen lassen.
Für dein Vertrauen und deine Offenheit danke ich dir von Herzen und ich verspreche dir, dass ich deine Geschichten weitererzählen und am Leben erhalten werde.
In unserem letzten Gespräch hast du mir gesagt, dass du bis auf 2 Dinge alles erlebt hast, was du dir gewünscht hast. Das macht mich glücklich. Genau wie deine Worte, dass du ein tolles Leben gehabt hast.
Du fehlst!
Andrea

Wundgetippte Finger, Tränen in den Augen, Lachen in den Mundwinkeln…
Platz 4 hat Bier und das wird niemals leer…

DaZke …