Sep 252013
 

Guten Tag tolle Mitmenschen.

Wenn Ihr keine wärt, oder wir nicht genau das denken würden, dann würdet Ihr das jetzt nicht lesen müssen.

Ihr bekommt vermutlich dreimal am Tag eine Unterschriftenliste unter die Nase gehalten, die die Welt, die wirkliche Welt, oder aber den jeweils eigenen Arsch retten soll. Und jede ist natürlich die, die Dich, Dich und Dich genau jetzt und heute braucht und auch irgendwie was zurückgibt.

Können wir alles nicht, wollen wir auch nicht, die Geschichte geht so: Ungefähr 300 Menschen gehören hier in Hamburg zu der sogenannten Lampedusagruppe, die zum überwiegenden Teil hierbleiben wollen und die alle nicht so gerne ihre Identität preisgeben möchten, weil das die Hardliner in dieser Stadt in die komfortable Lage versetzen würde, die Gruppe zu zerschlagen und einzeln nach Italien zu reexportieren.

Diesen zynischen Schritt wollen wir helfen zu verhindern, aber gleichzeitig darauf hinweisen, das dies nur ein Beispiel ist. Dass es die von den Medien gerne schnell und publikumswirksam beschworene Ablehnung von fremden Menschen in diesem Land, keine notwendige Folge von Aufnahmebereitschaft sein muss.

Wir suchen 500 Erstunterzeichner unter den Menschen die hier leben oder die Gegend hier mögen, aber auch ein paar Hände voll „Schlepper“, die es manch Schwankenden leichter machen sein Herz zu öffnen.

Das brauchen wir nicht erst zu Weihnachten, sondern jetzt und deshalb brauchen wir Dich!

Bitte lies die St.Pauli-Einladung und unterzeichne sie mit! Die Einladung findet sich hier: Wir sind mehr!

Danke Du bist ein toller Mitmensch

Die Macher der St.Pauli-Einladung aus der St.Pauli-Kirche und drumherum Ps. Schickt Eure Angaben bitte an fcsphilftlampedusa@gmx.de

Sep 252013
 

Liebe Leser,

haben wir mittlerweile ein Händchen für kuriose furiose späte Tore? So könnte man die Auftritte gegen 1860, gegen Dynamo und – nicht zu vergessen – unser Kopfballungetschauner im April gegen Paderborn begreifen. Nun schlug der FCSP schon wieder zu später Minute mit einem sehenswerten Wums zu, der drauf und dran ist, zum Tor des Spieltags bei einer hässlichen überregionalen Boulevardzeitung gewählt zu werden. Doch der Reihe nach.

Montag… ach, lassen wir das. Was soll man dazu noch sagen? Resigniert stellen wir fest, wie spät sich die Südkurve füllt, auf der wir heute wieder mit den Lampedusa-Jungs stehen. Schließlich füllt sich die Hütte aber doch bis auf den letzten Platz – offiziell zumindest. Hier und da erblickt man auf der Haupt doch noch einen leeren Sitz, aber das wird sich in absehbarer Zukunft auch nicht mehr ändern.

Nundenn, wir sind durchaus heiß aufs Spiel. Mit einer für einen Montag ungewöhnlich großen Menge Gerstensaft kühlt sich der Verfasser dieser Zeilen herunter, worunter zweifellos die Spielanalyse etwas leidet. Die Sangesfreude hingegen ist groß bei uns allen. Über die Support-Laune braucht man sich unserer Beobachtung nach dieser Tage wenig Sorgen zu machen, die Kehlen sind gut geölt und laut.

Anstoß. Zunächst haben die Boys in Brown den besseren Zug zum Tor, Fortuna wird aber auch immer mal gefährlich. Über weite Strecken bleibt das Spiel, soweit wir sehen, eine mittelmäßige Zweitligapartie ohne große Höhepunkte. Das ändert sich in der zweiten Hälfte, zunächst nicht in unserem Sinne. Fahrlässig lässt die braunweiße Hintermannschaft Bancé ziehen, der versenkt. Es gibt Tage, da hält Tschauni so ein Ding, aber einen Vorwurf werden wir ihm nicht machen. (Ne war auch zu gut platziert. Da muss er schon einen Wundertag haben um den zu halten. Anmerkung des Sofas)

Mühsam plätschert das Spiel weiter, die Hoffnung auf eine Kehrtwende schwindet. Und nun passiert etwas, was wir gar nicht richtig mitbekommen – ein lächerlicher Platzverweis für Thorandt. Eine unbedeutende Kabbelei zwischen ihm und Bancé lässt Schiri Dankert (ein Rostocker, so so…) gleich die hässliche Farbe zücken. Und unsere Wenigkeit auf der Süd sieht das nicht einmal, hören nur ein Raunen und Pfiffe. Im Nachhinein erfahren wir erst, was da los war. (Er hat auch nach ihm getreten, wohl eher als „Reflex“ nach dem – unabsichtlichen aber ordentlichem – Fußtritt. Die Sperre wurde aber mit dem Schubser begründet. Wenn das nun eine rote Karte ist, gibt es bei jedem Eckball mindestens eine rote Karte. Anmerkung des Sofas)

Wie es aber so oft ist, wird das Team in Unterzahl gestärkt – zumindest, was das Zählbare anbelangt. Kringe, gerade erst eingewechselt, kriegt plötzlich 20 Meter vor dem Düsseldorfer Kasten den Ball halbhoch vor die Latschen. Dass er Direktabnahmen drauf hat, zeigte er auch schon gegen Dynamo. Ein Schuss wie am Schnürchen, der dort landet, wo er hinsoll. Geiles Ding – führt noch immer beim Online-Voting zum Tor des Spieltags knapp vor Schmelzers Freistoß (Stand Dienstagabend).

Das Spiel ist insgesamt keine Glanztat, letztlich aber ein Punkt, der in Ordnung geht. Eigentlich hätte mehr gegen Fortuna drin sein müssen, aber den besten Tag haben wir nicht erwischt. Schön, dass wir uns nicht mehr so oft in letzter Minute die Butter vom Brot nehmen lassen. Weniger schön mit Thorre, der „zum Glück“ nur kommende Woche fehlen wird. Entsprechendes Pfeifkonzert gellt beim Abmarsch der Schiedsrichter. Wir machen uns auch bald vom Acker und genießen den kurzen Heimweg.

Noch ein zwei Anmerkungen vom Sofa: Laut Zeugen soll es wieder massiv Becherwürfe gegeben haben. Ist das denn nicht aus dem Hirn zu bekommen? Wenn die treffen, sitzen wir richtig in der Scheiße. Leute, nehmt euch mal zurück!

Auffällig waren die unglaublich vielen Fehlpässe unserer Jungs im Spielaufbau. Konzentration fehlte sehr häufig bei den einfachen ersten Pässen. Das was z.B. gegen Frankfurt noch wirklich sicher funktionierte, ging diesmal schief. Die Jungs können es also grundsätzlich. Hier muss an der Konstanz und Konzentration gearbeitet werden. Aber das sollte doch möglich sein und dann wäre Düsseldorf auch zu schlagen.

Es schrieben sonst bisher noch:

Gröni stellt fest, dass man nicht immer Montags gewinnen kann…

Beim Ostblock wird man mit Küsschen verabschiedet.

Momo sieht Liebe als Ziel. Nebenbei: Keine Ahnung, warum Fr. Leandros im Stadion war, wenn man aber bedenkt, dass Herr Prahl es gerade mal zu einem Pokalhalbfinale ins Stadion geschafft hat, obwohl seine größte Einnahmequelle Verbindungen zu diesem Verein hat, dann ist das schon irgendwie bemerkenswert im positiven Sinne.

StPauliNu singt und tanzt

Scheint es bisher zu sein, wir ergänzen im Notfall. Sonst guckt in die tägliche Blog und Presseschau und zwar hier.