Mai 232013
 

Liebe Leser,

bald macht auch das andere Sporttier dieses Blogs wieder mit im Füllen dieses Bereiches des Blogs. Voraussichtlich zum FCSP Lauf gegen Rechts gibt es dann wieder Berichte mit mindestens zwei Verrückten die durch die Weltgeschichte laufen. Oder eben auch Triathlon machen. Darauf bereite ich mich nämlich gerade vor.

Dieser Bereich heißt bei uns zwar „Laufen“, aber irgendwann und aus persönlicher Liebe zu Mättz trat ich (und danach auch der Rest des Blogs) in die Triathlonabteilung des FCSP ein. Und so langsam fühlen wir uns auch in diesem verrückten Haufen heimisch.

Da liegt es nahe, sich auch mal an einem Triathlon zu versuchen und so meldete ich mich im Winter für die Hamburger Sprintstrecke an. 5 Km laufen? Geschenkt! Das mache ich im Notfall auch mit verbundenen Augen und auf einem Bein. Aber die beiden anderen Disziplinen sind doch etwas schwieriger. Und dazu gibt es einmal eine Geschichte und einmal keine:

Schwimmen kann ich einfach nicht, keine weitere Geschichte. Ich kann mich über Wasser halten, aber wirklich Vortrieb erzeuge ich da nicht. Und mit komplexen Bewegungen, wie sie z.B. das Kraueln erfordert, bin ich relativ schnell komplett überfordert. Kurz: 500m sind für mich eine Herausforderung.

Ich denke, dass geht wahrscheinlich vielen Triathlonanfängern so. Irgendwie mögen auch die wenigsten Trias das Schwimmen wirklich. Aber machen tun sie es doch alle. Bis zum Wettkampftag wird das bei mir wahrscheinlich nix mit dem Kraueln. Zwar bekomm ich jetzt langsam drei vier saubere Züge hintereinander hin, aber Luft holen dürfte ich dann nicht. Und 500m die Luft anhalten ist wohl eher unrealistisch.

Immerhin klappt es schon ganz gut 500m per Brustzug zu überwinden. Selbst schneller als in den von mir eigentlich eingeplanten 30 Minuten. Klar, ich habe am nächsten Morgen immer noch Muskelkater für zwei, aber dagegen hilft ja ein Geheimrezept: Training!

Ganz anders verhält es sich mit dem Radfahren. Ich komme ursprünglich vom Radsport, habe als Student unendliche Touren auf meinem Karstadt Rennrad gefahren und bin da eigentlich immer noch ganz fit. Wäre da nicht mal ein uneleganter Abgang gewesen:  Ich habe mich nämlich mal in ein parkendes Auto gelegt (Schuldfrage ist jedem klar, oder? Der stand sonst nie da!). Folge waren ein paar ordentliche Narben, eine neue Nase und eine Woche im Krankenhaus.

Exkurs:

Sollte unter meinen Lesern nebenbei noch Irgendwer sein, der ein Fahrrad ohne einen Helm bewegt: Ich war damals irgendwas zwischen 15 und 20 Stundenkilometer schnell und der Arzt sagte, dass ich ohne Helm erhebliche Probleme gehabt hätte zu überleben. Kurz: Setzt Helme beim Radeln auf! Auch wenn ihr ein Hollandfahrrad fahrt. Cool sein ist das eine, gesund sein das andere.

Exkurs Ende

Folge ist aber, dass ich mit dem Radsport aufhörte und nun natürlich erstmal meine Angst vor dem Radfahren abbauen muss. Die ersten 20 Kilometer sahen entsprechend aus. Ganz vorsichtig, auf irgendwelchen Nebenstraßen und sehr wackelig. Das geht langsam wieder, aber so richtig in den vollen Berufsverkehr traue ich mich noch nicht. Daher wird nur am Wochenende geradelt.

Immerhin 125 Kilometer sind schon wieder zurück gelegt, die Angst ist soweit überwunden und nun kann in das eigentliche Training eingestiegen werden. Denn ich plane irgendwas unter 50 Minuten für die 22 Kilometer ein und die packe ich noch nicht ganz. Das ist zwar „nur“ ein Schnitt von 25 km pro Stunde, aber ich bin da eher konservativ rangegangen.

Das Laufen ist natürlich die Sahnedisziplin, auch wenn es als Marathonläufer irgendwie ungewohnt ist kurze Strecke auf Tempo zu laufen. Das habe ich zum Schwerpunkt meines Programmes gemacht. Denn ich gehe mal davon aus, dass die Grundausdauer aus der Marathonvorbereitung noch vorhanden ist und ansonsten bei längeren Radausfahrten gesammelt wird.

Ziel ist es hier irgendwie unter 30 Minuten zu bleiben. Am besten selbst unter 28 Minuten. Das sollte eigentlich gehen, denn mein erster Versuch eines Koppeltrainings (Wechselzone im Wohnzimmer) sah ganz gut aus, ich konnte eine gute 5:50er Pace laufen ohne vollkommen am Anschlag zu laufen.

9 Wochen Zeit sind noch und nun wird jede Woche weiter an den drei Disziplinen gefeilt. Durch die Abwechselung wirkt das ganze bisher für mich auch lockerer und entspannter als eine Marathonvorbereitung.

Wie es weiter geht? Ich werde berichten.