Okt 302012
 

… um es mal deutlich zu sagen: Das Vergnügen eine Urlaubsreise zu unternehmen und einen Marathon zu laufen, ist gegen ein Stromausfall, verlorene Leben und den sonstigen Schaden komplett zu vernachlässigen. Es ist leider so, dass es menschlich ist, dass man seine eigenen Probleme immer als am Wichtigsten ansieht. Und wenn man sich ein Jahr drauf gefreut hat, dann fiebert doch mit, ob es nun klappt.

Ist es denn moralisch vertretbar nach New York zu fahren? Die Frage kann man natürlich jederzeit stellen. Und die Antwort kann man nicht eindeutig geben. Nur wenn die Alternative ist, dass man moralisch richtig zu Hause geblieben ist, aber Flug und Marathon durchgeführt werden, dann hat man nicht wirklich den Lauf der Welt geändert, aber einen guten vierstelligen Betrag ohne Gegenleistung verloren. Mal ganz davon ab, dass diese Stadt auch vom Tourismus lebt und die Dollars auch braucht um den Wiederaufbau zu wuppen. Das ist natürlich eine durch und durch kapitalistische Logik.

Und so sitzt man also den ganzen Tag vor dem Rechner, lässt CNN durchgehend laufen und drückt bei jeder Flughafeninfo ständig auf „aktualisieren“. Laut unserem Reiseunternehmen (in deren Haut ich nicht stecken möchte) soll der Flug (Stand 30.10.12 18:00) gehen, aber so etwas kann sich ohne weiteres sehr kurzfristig ändern. Und ob man Donnerstag oder Freitag einen Platz auf einem Flieger bekommt? Hoffen wir mal, dass wir uns diese Frage nicht stellen müssen.

Und hoffen wir, dass in New York sich vieles schneller zurecht rückt, als man jetzt ein paar Stunden nach dem Sturm hofft.

Ich werde berichten. Falls der Flug doch nicht geht, dann kommt hier noch ein Update.