Mai 072012
 

oder

Peinlichkeiten

Bild von Patrick Gensing. Alle Rechte vorbehalten. Benutzt mit freundlicher Genehmigung.

Vorwort

Liebe Leser, eine ereignisreiche Saison liegt hinter uns. Sollte man einen Jahresrückblick schreiben, dann wäre der wahrscheinlich 100 Seiten dick und er würde niemandem Freude machen. Oder vielleicht doch?

Dazu passend ein Gespräch mit einem hochgeschätztem Kollegen, der meinte, dass es bei Texten nur zwei Kategorien gäbe witzig und nicht witzig. Und als wir ihm entgegneten, dass wir dann wohl nicht witzig seien, da gab er folgende Antwort (mit freundlicher Genehmigung):

„stimmt ihr seid in der regel trocken und stilistisch stets zwischen lehrer und kneipengespräch … aber das machts irgendwie aus … und alles andere wäre nicht witzig … im umkehrschluss seid ihr das gegenteil von nicht witzig …. witzig“

Aber vielleicht sollten wir doch einen Jahresrückblick schreiben. Vielleicht weil dann endlich mal Leute aufwachen, Leute, die uns aktiver Fanszene vorwerfen, wir würden doch nur nörgeln, die meinten, dass sportlicher Erfolg doch da sei und man damit alles entschuldigen könne. Kann man eben nicht. Und das Spiel gegen Paderborn lieferte dafür mal wieder mehr als genügend Beispiele.

Und um es vorweg zu nehmen, auch wenn es im Fließtext noch lange Thema bleiben wird: Bei Spielern wie Deniz Naki geht es nicht um Leistung, es geht um Herz. Wir können nicht entscheiden, ob und wie Deniz eine weitere Chance verdient hätte, wir können seine angeblichen Disziplinlosigkeiten nicht werten. Wir wissen nur, dass sein Herz hier war, dass er kein kühler Karriereberechner zu sein scheint und das wir ihm die Tränen abnehmen. Er ist authentisch, etwas, was im Fußball und in der Politik fehlt. Und er wird uns fehlen. Ein Mensch mit Ecken, mit Kanten und mit Hintergrund. Danke Deniz, für Wahnsinn und für Genialität, die bei dir, wie bei so vielen anderen Menschen, nah zusammen liegen. Möge dir ein Verein und ein Trainer beschieden sein, die dies alles in die richtige Richtung lenken können. Walk on!

Wir werden diesen Bericht in Abschnitte teilen, damit man sich so ein bisschen orientieren kann.

Trauer um Stein und Metall

Das Spiel und der Trainer

Beginnen wir mal mit dem Sportlichen. Man hat an diesem Spiel gesehen, wozu diese Mannschaft im Stande ist. Was sie eigentlich drauf hätte und was möglich gewesen wäre. Ein Gegner, dem ein eigener Sieg für Platz 3 gereicht hätte (!!!) wird nach einer etwas stolpernden Anfangsphase nach Strich und Faden auseinander genommen. Gegen das zweitbeste Auswärtsteam und die viertbeste Rückrundenmannschaft gelingt ein nie gefährdeter 5-0 Sieg.

Man kann nur rätseln, warum nun plötzlich so vieles gelang, was in den Spielen vorher nicht gelang. An der grundsätzlichen Qualität kann es nicht liegen, die war und ist in diesem Kader vorhanden, dies hat nicht nur dieses Spiel gezeigt. Warum die Mannschaft nicht in der Lage war ihr Leistungsvermögen auch gegen Gegner wie Aue oder Aachen zu zeigen wird das Rätsel und die Enttäuschung dieser Saison blieben.

Wir, als Außenstehende können das nie komplett beurteilen. Wir sehen das Training nicht, wir erkennen die Mechanismen nicht. Daher wäre es vermessen von uns, wenn wir dazu eine abschließende Beurteilung abgeben würden.

Man kann nur seine subjektiven Beobachtungen, seine subjektiven Urteile abgeben und dies tun wir eher zurückhaltend in diesem Blog, heute auch.

Das öffentlich ausgegebene Saisonziel hat man definitiv erreicht. Platz 4 mit der Chance am letzten Spieltag noch auf Platz 3 zu springen, ist ein „oben mitspielen“. Auch in den berühmten Top 25 in Deutschland steht man damit sicher.

Damit müsste man ja eigentlich zufrieden sein, man ist es aber nicht, wie die Trainerposse zeigt. Denn wäre dies der gewünschte Erfolg gewesen, dann könnte Andre Schubert jeden Tag auf den Tisch des Präsidiums und des Sportchefs kacken, er wäre trotzdem ohne Diskussion geblieben. „Der Erfolg gibt ihm Recht“ ist im Sport ein sehr beliebtes Argument.

Dies ist aber nicht der Fall. Wir können wieder nicht sehen, was Wahrheit ist und was nicht. Aber Schubert muss nach Artikeln in diversen Zeitungen eine Pressekonferenz alleine machen, wo er zu diesen Vorwürfen Stellung bezieht. Niemand aus dem Verein, weder das Präsidium, noch der Sportchef Schulte steht ihm bei. Nicht mal die branchenübliche Floskeln sind zu lesen. Dann pfeiffen es alle Spatzen vom Dach „Schubert wird entlassen“. Und nein, wir meinen hier nicht irgendwelche dubiosen Zeitungen, wie Sportbild, das wurde vor dem Paderbornspiel rund um das Stadion von jedem Spatz gesungen.

Man kündigt also Montag morgen eine Pressekonferenz mit Sportchef Schulte und Orth (und anderen) an. Alle Medien schreiben „Schubert wird gefeuert“ und dann folgt eine Pressekonferenz, bei der Schubert anwesend ist, Schulte aber nicht, und man verkündet, dass Schubert doch bleibt.

Begründet wird das Fehlen von Schulte auf Nachfrage der Presse damit, dass er zu der Personalie Schubert nichts sagen könne und man eigentlich auch nicht wisse, wo er stecke. Man muss sich fragen, welche Aufgabe dieser SportCHEF eigentlich hat, wenn er als direkter Vorgesetzter nichts dazu sagen kann. Klarer kann man Schulte nicht bis 9 anzählen. Man behaupte, man habe ein Fazitgespräch auch noch mit Schulte und Schubert habe überzeugt und bei Schulte stehe das noch aus. Man macht also bewusst alle Tore für Spekulationen auf. Und hat dies vorher schon beim Trainer gemacht (siehe kein Beistand) und damit auch diesen bis 9 angezählt.

Die gegebene Ausrede die Ankündigung mit Schulte, sei ein Fehler von Bönig gewesen, ist ungefähr so glaubhaft, wie die Behauptung von Billy Boy kein Sex mit der Frau gehabt zu haben und niemals inhaliert zu haben. Wer so etwas glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Denn seien wir ehrlich: Wäre dies die Wahrheit, müsste man sich direkt fragen, wie Bönig seinen Job behalten darf.

Um es mal deutlich zu machen: Wenn ein Trainer sich alleine verteidigen muss, wenn man immer wieder Gerüchte streut, dass dieser kurz vor dem Ende steht, dann gibt man ihm dem Abschuss frei und dann greift eine reine Medienkritik zu kurz. In dieser Situation stehen alle als Verlierer dar. Und diese sowieso schon doofe Situation verschlimmbessern wir noch durch die Ankündigung einer Pressekonferenz mit dem Sportchef bei der am Ende der Sportchef fehlt.

Was aber nun kann man an unserer sportlichen Leitung eventuell kritisieren?

Man sieht keine Entwicklung in der Mannschaft und gerade bei den jungen Spielern. Wenn man ein Ausbildungsverein sein will, dann kann man nicht nur kurzfristiger Durchlauferhitzer für ausgeliehene Spieler sein, sondern muss auch eigene Talente irgendwie entwickeln. Exemplarisch sei hier nur Jan-Philipp Kalla genannt. Er spielt, regelmäßig, sein Vertrag wird langfristig verlängert und danach spielt er keine Rolle mehr in den Überlegungen, steht nach der Winterpause nur noch einmal überhaupt im Kader. Da ist irgendwas falsch und fehlender Trainingseifer kann es bei einem Musterprofi wie Kalla irgendwie nicht sein.

Entweder er hat nicht das entsprechende Talent, dann darf ich ihn nicht verlängern oder er muss auch weiter eine Chance erhalten. Und ihn als Ergänzungsspieler Nr. 200 zu halten, erschient uns unsinnig. Und da der alte Stamm abgeht, muss man sich langsam überlegen, wo denn die ungefähr fünf Spieler her kommen sollen, die mit ganzem Herzen beim Verein sind und die aus einer durchschnittlichen Mannschaft eine Meistermannschaft machen. Der aktuelle Deutsche Meister macht dies vor, Bayern macht es beinah durchgängig vor. Wenn man diese nicht selber entwickelt, dann ist man a. als Ausbildungsverein ein Stück weit gescheitert und muss sie b. kaufen. Und das meint nicht leihen. Im Fußball gewinnen nun mal nicht die besten 28 Spieler eine Meisterschaft, sondern die beste 28er Gemeinschaft.

Ebenso gelang es nicht schwierige Profis, wie Naki oder Taky,i trotz Vorschusslorbeeren vor der Saison richtig einzubauen. Auch andere gerade junge Spieler zeigten keine Fortentwicklung.

Und um es deutlich zu sagen: Das „oben mitspielen“ war nicht mehr als eine abschwächende Floskel nach außen. Wenn man hört, dass wir in die nächste Saison mit einem deutlich niedrigeren Etat gehen müssen, dann war das auch ein Versuch mehrere Jahre zweite Liga abzuwenden. Und das Ziel „Wiederaufstieg“ hat man halt verfehlt.

Wie es nun weiter geht, wissen wir nicht. Es macht uns Sorgen, dass unser sportlich verantwortliches Personal angezählt ist und eine Krise in der Vorbereitung diese sofort sturmreif schiessen könnte. Das ist im Sinne einer Kontinuität und im Sinne eines mittelfristigen Umbaus nicht gut. Es bleibt zu hoffen, dass wir es schaffen Spieler zu entwickeln, Talente zu entwickeln und Spieler wie Naki, wie Kalla, wie Daube endlich mal vom Talent zum vollwertigen Profi zu entwickeln und sie damit halten können.

Die Verabschiedungen

Während Naki, Takyi, Filipovic, Rothenbach und Co einen vernünftigen Abschied bekamen, hat man das für Morena nicht hinbekommen. Oder glaubt hier irgendwer an eine weitere Verpflichtung? Ganz ehrlich: wir nicht. Wahrscheinlich kommt dann spätestens Mittwoch ein ähnlich herzloser Abschied, wie damals bei Egi und Lelle und das hätte er nicht verdient. Gut, dass USP wenigstens auch für ihn eine Tapete vorbereitet hatte.

Der Abschied von Naki war verdammt emotional. Seine wirklich ehrlichen Tränen, seine stolpernden aber genauso ehrlichen Worte berührten uns, sehr. Da steht ein junger Spieler auf dem Platz, der wirklich jedes Klischee eines „Fußball-Profis“ erfüllt und heult Rotz und Wasser vor und nach dem Spiel vor 25.000 Zuschauern, weil ihm seine sportliche Heimat genommen wird. Da wird man Zeuge, wie der Kapitän der Mannschaft diesen Spieler eine gefühlte Ewigkeit im Arm festhält, man wird Zeuge, wie ein Großteil des Stadions mitfühlt bzw. mitweint. Und irgendwie folgt daraus Wut, Wut auf den Verein, auf die Führung des Vereins, solche Spieler, die Charakter haben, die trotz allem das Herz am rechten Fleck haben, nicht halten können, halten wollen und sie nicht weiterentwickeln zu können. Vielleicht sind wir zu idealistisch, aber es kann doch nicht unmöglich sein einen Naki in die richtige Bahn zu lenken, ihm beizubringen seine Emotionen an der richtigen Stelle zu kanalisieren. Gerade ein Verein aus einem Viertel, in das Naki mit seinem Hintergrund als Rapper und „Gossenkind“ passt, muss doch zu so etwas fähig sein. Idealistisch gedacht, wie wir bei aller Liebe zum Profigeschäft sind. Ja, wir wissen, kein richtiges Leben im falschen. Mach es gut, Nr. 23. Und danke für DIE Fahne und DIE Geste.

Der Stuhlkreis

Fangen wir erstmal mit einer Schilderung der Fakten an. Der Verein hatte angekündigt Geld für die Stühle zu verlangen (man lese die verlinkte Stellungnahme bitte sehr genau durch) und bereits im Vorfeld ist dies nicht nur an dieser Stelle kritisiert worden. Umso erfreuter nahm man die Anarchie auf den Sitzplätzen zu Kenntnis, wo man eben nicht auf Abmontierer wartete, sondern selber Hand anlag. Man könnte in diesem Zusammenhang nebenbei mal fragen, wie es sein kann, dass ein Bolzenschneider seinen Weg ins Stadion findet, aber egal. Das unsere Ordnerschaft in dieser Posse eine Hauptrolle spielen wird, wird später noch klar.

Das ganze wird gefeiert und auch auf der offiziellen Homepage findet (fand sich?) sich in den Bildern ein Foto, wie die Sachen hochgehalten werden. Nur unser Hausmeister Thorsten Vierkant war wohl nicht so froh und lief mit Hassfresse auf die Gegengerade zu. Das wurde eher mit Belustigung wahr genommen, denn, wenn sich dieser Fanhasser ärgert, dann kann man das nur gut finden. Eher nicht belustigend ist, wenn er dann mit Kamerateams diskutiert, damit diese Leute abfilmen, die gerade Stühle hochrecken. Als schönes Erinnerungsbild wollte er dies garantiert nicht haben.

Was nun passierte kann man nur mit Humor begreifen. Es ist auf der Gegengerade immer eng gewesen, es war (wenn man Sven im Forum gelesen hat) jedem vernünftigen Menschen klar, dass man die Leute nur durch Zwang zum Geld zahlen bekommt. Und seien wir ehrlich: Es ist nicht verständlich, wie man bei dem Gedrängel, bei den Emotionen, bei der Hektik eines Spieltages auf die Idee kommen kann nun den Zahlzwang durchsetzen zu wollen. Bei einem gesonderten Abbautag sind die Preise immer noch unverschämt, aber man hat wenigstens Ruhe und kann wenigstens das klitzekleine Argument des Aufwandes für die Geldeinsammlung geltend machen.

So wurden ältere Herren von Ordnern zurückgeschubst, die selbst zahlen wollten, von der Masse aber nach vorne gedrückt wurden. Es wurden Leute über das halbe Heiligengeistfeld von Ordnern verfolgt und zu Boden geworfen, es wurde die Polizei gerufen von Ordnern, weil ja ein Diebstahl vorläge (soviel nebenbei zum „auf St. Pauli regeln wir das unter uns“) und viele ähnliche Geschichten passierten. Einige Ordner – das sei fairerweise auch erwähnt – machten ihr Unverständniss über Preis und Maßnahme deutlich und versuchten das ganze freundlich zu regeln. Nebenbei: Für alle hier genannten Sachen liegen uns glaubwürdige Zeugenaussagen vor.

Am Zahlstand wurde dann behauptet, das Geld ginge an Fanräume und auch heute darf Herr Vierkant sich entsprechend in der Morgenpost zitieren lassen. Und dies obwohl der Verein in seiner Stellungnahme das schon anders geschrieben hatte.

Nun ja. Um es mal deutlich zu sagen: Wenn wir non established sein wollen, dann ist der Versuch den Diebstahl von Müll (ja juristisch ist das trotzdem Diebstahl, ist nun mal so) mit Ordnern, mit körperlicher Gewalt die zu teilweise krassen Verletzungen (Bild siehe Link; mit freundlicher Genehmigung, der junge Mann ist eine Woche krank geschrieben) führen einfach nur peinlich. Auch gerade wenn man bedenkt, dass hier nichts von Wert gestohlen wurde.

Und nein, das sind keine Verfehlungen einzelner Ordner, der Fisch stinkt vom Kopf, wer auch immer auf die Idee gekommen ist, so etwas an einem Spieltag durchzuführen und dafür Fluchtwege nach dem Spiel mit Ordnern zu blockieren, der sollte sich mal überlegen, was noch alles hätte passieren können. Diese Antwort hat nebenbei auch Sven bekommen, als er er nachfragte, welche Nummern die Ordner denn gehabt hätten. Nicht, dass wir glauben, Sven hätte das angeordnet, aber Leute wie Vierkant etc. müssen echt mal überlegen, was sie da ausgelöst haben.

Und anstatt nun sich mal vorbehaltlos zu entschuldigen, haut der Verein eine Stellungnahme raus, in der er null Schuld auf sich nehmen will, bedauert, dass in der Hektik (wer hat diese denn bitte verursacht, lieber Verein? Ihr doch mit euren Ordnern!) Leute zu Schaden gekommen sind. Genauso albern ist es, wenn man behauptet in der „hitzigen Stimmung“ sei das von Vereinsmitarbeitern ausversehen umgedeutet worden. Immerhin hatte man Donnerstag in der Vorankündigung noch kein Wort darüber verloren, dass das Geld für Faninteressen ausgegeben wird. Man muss sich auch mal wieder wundern. Der FC St. Pauli ist wahrscheinlich eines der wenigen Wirtschaftsunternehmen, welches am liebsten seine zahlende (!!!) Kundschaft (!!!) dafür haftbar machen will, dass sie Verbesserungen für alle (!!!) zukünftigen zahlenden Kunden anregt. Jedes andere Wirtschaftsunternehmen würde sich für solche mitdenkenden und vorausdenkenden Kunden bedanken. Aber noch mal: Niemand wollte das Geld für Faninteressen oder Sonderwünsche ausgeben. Lächerliche 40.000 Euro hätten auch nicht wirklich etwas gebracht bei einem Baupreis von über 10 Millionen.

Peinlichst wird es aber beim Abschieben von Verantwortung auf Fanräume. Der Verein selber muss nun die Suppe auslöffeln und sehen, was er mit diesem schmutzigen Geld macht. In der Stadionbau-AG war angeregt worden, eventuell eingesammeltes Geld doch für Fanräume zu nutzen, was der Verein ausdrücklich abgelehnt hat (auch hier: glaubwürdige Zeugenaussagen liegen uns vor). Warum sollte nun Fanräume die Suppe auslöffeln, die der Verein sich eingebrockt hat? Und wer sorgt in der Morgenpost dafür, dass es eine Gegendarstellung gibt? All diese Fragen zu stellen, heißt wahrscheinlich sie schon zu beantworten. Wir wollen nun Fanräume e.V. nicht vorkauen, was sie machen sollen, denn wir schätzen – im Gegensatz zum Verein, wenn man das sieht – die Arbeit der Aktivisten sehr. Sie werden schon wissen, was zu tun ist. Unsere Solidarität haben sie.

Hier passend: Vielen Dank liebste Fanräumler für die ganzen tollen Knustabende. Und danke ans Knust.

Und immerhin sind wir so mal Haiopei der Woche geworden. Ein Titel, den man nicht wirklich bekommen muss.

Der Sangeswettstreit

Was war das eigentlich liebe, sehr geschätze Gegengerade? Hahnen- bzw. Machtkämpfe mit USP? Ein plötzlicher Anflug mal wieder tonangebend sein zu wollen? Schade, dass so etwas nicht öfter von euch kommt. Schade, dass ihr nicht verstanden habt/wolltet, warum USP nicht, wie ritualisiert, zunächst mit Aux Armes anfing sondern euer Aux Armes ingorierte. Schade, dass ihr nicht gemeinsam, sondern dagegen wart. Und schade, dass anscheinend mal wieder niemand kapiert hat, dass USP nicht irgendwelche Entertainmentkasper sind, sondern Menschen, denen die Solidarität mit ihren Verbannten erstmal wichtiger ist, als ein gelungenes Aux Armes. Und am schadesten (ja kann man nicht steigern), dass wahrscheinlich die wenigstens von euch wussten, dass es mal wieder beschissene Stadionverbote gibt. Wir wissen, dass dies ein besonderer Tag für euch war, wir wissen, dass ihr oft viele Argumente gegen USP findet, aber manchmal fänden wir es auch schön ihr würdet mal mitdenken, warum, etwas geschieht und nicht immer so stur euer Ding durchziehen.

Was noch gesagt werden muss

Letztens meckerte doch jemand, man solle nicht mit Ebbelix verlängern, weil der bringe ja nix mehr auf dem Feld. Okay, wer uns einen bezahlbaren Stürmer nennt, der selbst an einem Tag an dem es nicht läuft an drei von fünf Toren beteiligt ist, den würden wir sofort zum Sportchef machen. Gut, dass Ebbelix uns erhalten bleibt. In der Sommerpause bitte so pflegen, dass er nächste Saison fit für 34 Spiele ist. Vielleicht mal Zaubertrank versuchen.

Und Volzy du geile Sau, warum schießt du bitte so wenig Tore? Das Teil war ja wohl der Hammer. Und dann noch die Windmühle. Und warum, Herr Sportchef, ist der immer noch nicht für fünf Jahre gebunden? Und auch bitte in Watte packen, damit der fit ist für 34 Spiele nächste Saison. Gerne dann mal auf der Sechs.

Mai 072012
 

Liebe Leser,

wir bereiten gerade einen ungefähr 100 seitigen Text vor, der sich mit den Geschehnissen von gestern beschäftigt. Den gibt es aber erst heute Abend. Wir wollen aber auch die positiv-traurigen Emotionen ihren Platz geben und daher gibt es schon mal ein Panoramabild der letzten Choreo auf der Gegengerade zum Download. Vielen Dank an die Helfer und Ideengeber, die diesen würdigen Abschied möglich gemacht haben. Als Hommage und Dank an euch (und all die Menschen, die aus der GG mehr als ein Haufen Stein und Metal gemacht haben) dieses Foto.

Jeder Leser darf dieses Foto privat für alles nutzen, nur eine kommerzielle Nutzung ist ohne unsere ausdrückliche (!!!) Zustimmung verboten:

Hier bitte downloaden