Feb 102012
 

Liebe Leser, der geneigte Marathonläufer schielt schon wieder auf die Frühjahrs Saison und ist voll im Training. Der Nicht-Läufer hingegen guckt den Marathoni nur an und sagt „Bei dieser Kälte? Wie machst du das?“

Wie andere es machen kann ich nicht sagen, aber meine ultimativen, subjektiven und nicht verallgemeinerbaren Tipps sind Folgende (teilweise geschrieben in der Badewanne voller warmen Wasser, was sozusagen auch schon ein Tipp ist):

1. Laufband ist doof. Ja so ein Fitness-Studio ist warm, trocken und was zu gucken (im Fernseher, ihr Sexisten) gibt es da auch immer. Aber ich empfinde ein Laufband als zu monoton, das ganze als zu klinisch und auf einen kalten Fruhlingsmarathon bereitet es auch nicht vor. Mal ganz davon ab, dass ich die Belastung und die Bewegungsart als nicht vergleichbar mit normalem Laufen empfinde.

2. Klamotten: Warme Funktionssachen sind Ehrensache und die gibt es selbst bei Tschibo in guter und relativ (!) billiger Qualität. Nun würde ich aber aus so etwas nie ein Dogma machen. Wenn jemand lieber Baumwolle trägt, dann sollte er das machen. Auch Kombinationen aus beidem sind häufig anzutreffen. Mein Rat: Ausprobieren und falls es nicht passt, schnell wieder nach Hause.

3. Sowieso ein guter Rat: Nicht den Helden spielen. Wenn es nicht geht, weil Klamotten nicht passen, weil der eisige Wind heute einfach zu eisig ist, dann ab ins Warme und lieber mal eine Trainingseinheit ins Wasser fallen lassen. Ich persönlich verzichte auch auf zu harte Tempoläufe bei Kälte. Ganz ehrlich: Was nützt mir der harte Tempolauf, die auf Gedeih und Verderb durchgezogene Trainingseinheit, wenn ich sie mit Muskelaua oder mit einer Erkältung bezahle.

4. Warmmachen. Der normale Jogger tritt vor die Tür und läuft los. Ich auch. (Jaja, eigentlich schon falsch, aber seien wir doch ehrlich).Trotzdem bei extremen Minusgraden versuche ich mich wenigstens ein bisschen in der Wohnung anzuwärmen. Ein wirkliches Warmmachen wird das für einen Marathoni, der so bei ca. Kilometer 5 warm wird natürlich nicht, aber während des Umziehens mal durch die Wohnung zu tanzen macht zumindest mich etwas warm und erleichtert den Start.

5. Trinkflasche. Ich trage meine Trinkflasche ja immer spazieren, da sonst mein Kopf sagt, dass ich Durst habe (und zwar ab Kilometer 0,2). Und ich trage sie in der Hand. Bei Minusgraden nehme ich warmes Wasser, was den Vorteil hat, dass man zu Beginn eine warme Hand bekommt und später -wenn man das Wasser wirklich braucht- dieses noch nicht gefroren ist. Zugegeben: Das hilft einem wenig, wenn man Trinkgürtel etc. benutzt. Ach ja: Nur warmes Leitungswasser. Noch stärkere Erwärmung hat zumindest meine Trinkflasche nicht überlebt. 😉

Zumindest ich komme so gut durch den Winter. Und in drei Trainingswintern lässt sich die Anzahl der ausgefallenen Trainingsrunden an einer Hand abzählen. Und davon waren die meisten noch wegen extremer Glätte beendet oder nicht begonnen worden.

Abschließend möchte ich der Wade meines Lieblingsrostockers @BluecherHRO viele gute Wünsche und eine schnelle Heilung mit auf den Weg geben. Werde schnell wieder lauffit.

  2 Responses to “Im kalten Wetter laufen”

  1. Hallo nach Hamburg!

    Danke für die guten Wünsche. Der Wade geht es schon besser. Ich glaube, wir können im Sommer wieder zusammen laufen?! hehe
    Ihr kommt doch wieder zur Rostocker Marathon Nacht?

    Gruß von deinem „Lieblingsrostocker“ André … komm‘ gut durch den Winter, bleibe fit und mache dir nicht die Knochen kaputt!

  2. Servus,

    der post ist ob der Jahrezeit völlig durch, aber dennoch: Flasche-in-der-Hand-Läufer bin ich auch und stimme vollends zu. Auch was die Studios angeht, da mach ich Krafttraining (kein Bodybuilding), aber der Kardiokram bringts an der Maschine nicht.

    Auch den Rest kann ich unterschreiben, aber Verweise auf Tchibo kannst du dir wirklich sparen! Ja, hab ich auch schon gekauft und fühlte mich nicht gut dabei. Das Zeug stammt aber nicht nur aus noch dubioserer Herkunft, als andere Klamotten, sondern taugt auch so wirklich gar nix. Weder funktional, noch was die Haltbarkeit betrifft. Ein paar Euro mehr investieren für hochwertige Klamotten bringt wesentlich länger wesentlich mehr Spaß. Ja, mir ist bewusst, dass auch da die Produktionsbedingungen schwer zu durchschauen sind. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. 😉

    Wir sehen uns: Auf der Strecke, am/im Stadion oder im Viertel.

    Cheerio
    Robert

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