Jan 062012
 

oder

Fickt euch doch alle

Nachtrag

Ich habe die Kommentarfunktion für diesen Bericht deaktiviert. Ich denke es ist alles gesagt, nur nicht vielleicht von jedem und ich denke, dass für jeden ein für ihn passender Kommentar dabei ist. Leider überfordert eine weitere Moderation von Kommentaren und einer eventuell auch entstehenden Diskussion meinen zeitlichen Rahmen und hier Kommentare für Tage unmoderiert zu lassen, empfinde ich gegenüber den Kommentatoren, die sich ja auch Zeit nehmen, als unfair. Ich verweise deswegen für die – garantiert auch notwendige Diskussion – auf die einschlägigen Foren. Ich bitte um Verständnis für diese Entscheidung.

Nachtrag Nr. 2

Ich empfehle dringend auch den nachfolgenden Artikel auf diesem Blog zu lesen.

Vorwort

Liebe Leser, eigentlich wollte ich jetzt ein schönes Turnier gesehen haben, euch mit einigen Bildern erfreut haben und dann mit der SPM irgendwo mir einen hinter die Binde zu kippen. Stattdessen sitze ich hier, bin irgendwo den Tränen nah und kann es nur auf eine Boulevard Formel bringen:

„Diese Idioten machen unseren Sport kaputt“

Das ganze wird jetzt etwas wirr und garantiert nicht vollständig, aber es musste raus.

Dieses Turnier verdient St. Pauli nicht.

Und nun habt ihr gedacht, dass ich jetzt was über böse Fans schreibe und über Gewalttäter, die ausgeschlossen werden müssen. Oh ja, kann ich, denn auch ich habe heute Typen in braun-weiß gesehen, die einfach nur dämlich waren, die in der U-Bahn noch mit ihren Heldentaten „Digga, hab ich dem aber voll eine gegeben, du Digga, mit der Flasche, boa…“ geprahlt haben. Und ja, das nervt, das ist unsinnige Gewalt, das nervt nur. Nur das ganze wäre alles nicht passiert, wenn diese Hooligans in Uniform endlich mal zur Rechenschaft für ihr Versagen, für ihre Unfähigkeit und für ihre Dämlichkeit gezogen werden würden.

Und auch der Veranstalter hat Schuld! Da wird von Seiten der aktiven St. Paulifans, ja namentlich USP vorgeschlagen, dass man doch Babelsberg und Chemie einlädt. Gegner zum singen, nicht zum boxen. Stellt euch mal die Halle vor. Wir mit 2000 Leuten, Babelsberg und Chemie mit jeweils 100. Die Halle hätte den ganzen Abend gekocht. Und es wären mehr Zuschauer gekommen, als so. Stattdessen lädt man sich den VfB Lübeck ein, der mit mit vielleicht 4 bis 6 „normalen“ Fans kommt und 80 Leuten, die auf der Lohmühle wahrscheinlich von ihren eigenen Ultras fangen würden, da aber höchstwahrscheinlich Stadionverbot haben. Typen, die mit „Deutsche wehrt euch, geht nicht zu St. Pauli“ bereits nach 2 Minuten des ersten Turnierspieles (!!!) klar machen, welches Geistes Kind sie sind, die nicht ein Banner mit haben und selbst beim Stand von 3-0 für ihr Team, zaghafte „VfB“ Rufe nicht mitsingen und stattdessen „Wir sind nur zum saufen hier“ brüllen.

Später im Laufe des Abends dann auch noch „ZickZack Zigeunerpack“ und „SchwuleSchwule“. Reaktion des Hallensprechers nebenbei Null. Das nur mal so als Einschub.

Okay, diese Typen kommen in die Halle, alle einheitliche Shirts, brechen sofort durch und werden nur von einer eher zufällig da rumstehenden Polizeieinheit daran gehindert, gleich rüber zu kommen. So ihr liebe Leser, habt nun den Taktikhut auf: Ihr habt 200 Kräfte vor Ort, ihr habt 80 Leute, deren erste Aktion ist einen Sturmversuch zu starten, ihr habt 1.000 Leute, die ziemlich derbe reagieren. Nun kommt die Meisterfrage, was macht ihr?

Denkt mal in Ruhe drüber nach. Wie wäre es mit folgender Lösung: Den 80 Leuten stellt ihr 10 Beamte an die Seite, ohne Helm und locker formiert. Die 1.000 Leute kesselt ihr mit behelmten Kräften komplett ein. Wärt ihr jetzt nicht drauf gekommen? Die Hamburger Polizei schon.

Nachdem das Spiel St. Pauli 2 VfB Lübeck also 3-3 geendet war, was macht ihr dann? Die Hamburger Polizei hatte folgende Lösung: Die 1.000 lasse ich weiterhin eingekesselt, die 80 lasse ich nun vollkommen unbeaufsichtigt. Dies durfte dann als erstes ein Fan auf der falschen Seite fressen, der erstmal ein fairen 15 gegen Einen angeboten bekommen hat und obwohl er dieses Angebot nicht angenommen hatte, erstmal ordentlich einen abbekam. Gerettet wurde er nicht etwa von der Polizei, sondern von einem mutigen Journalisten, der dazwischen ging. So ist dann nicht viel passiert, aber das hatte nur etwas mit Glück zu tun.

Ihr kennt die Alsterdorfer Sporthalle? Wie würdet ihr als Polizei verfahren? Würdet ihr beide Seiten auf das (nicht trennbare und verdeckt liegende) Klo gehen lassen? Würdet ihr da vier Ordner zur Absperrung stehen haben? Würdet ihr Kleingruppen unbeaufsichtigt da hin gehen lassen? Würdet ihr nicht? Sorry, ihr seid für den Hamburger Polizeidienst nicht geeignet. Und nun das kleine Einmal Eins der Fußballrandale. Lenk die Polizei ab und gehe dann deinem eigentlichen Ziel nach. Perfekt und elegant vorgeführt von Lübeck. Es rappelt ein bisschen im Klo, alles guckt dahin und da ja kein Polizist mehr auf meiner Tribüne ist, spazier ich in aller Seelenruhe um die Halle, gehe über die Tribüne, bis ich bei den Bannern bin und fang an die in aller Seelenruhe zu klauen.

Und hier kotzt mich einfach auch die Darstellung der Presse an, die den Sport genau so kaputt macht. Es ist eben keine Auseinandersetzung rivalisierender Fans, es ist kein gleich verschuldetes Ding, sondern es gibt hier GANZ KLAR Aktion und Reaktion. Und die Reaktion ist aus juristischer Sicht dumm, aber sie ist verständlich, man greift zur Selbsthilfe und ballert auf die Lübecker ein, weil man sich nicht einfach so das Banner klauen lassen will.

Um es mal ganz klar zu sagen: Ab jetzt versucht die Hamburger Polizei nur noch mit massiver Gewalt gegen alles, was da rum stand ihre super dämlichen Fehler zu korrigieren. Denn anstatt den Bannerklau zu verhindern. Eine Sache, die ständig gemacht wird, wo szenekundige Beamte SOFORT das Problem hätten sehen MÜSSEN, wenn sie denn auch nur einen Cent wert sein wollen. Sprich: Das muss doch klar sein.

Und nun kommt es, wie es kommen muss. Die 1.000 drehen durch, die Polizei knüppelt in alles rein und sprüht wahllos Pfeffer in die Leute. Berichte von Kindern, die ohnmächtig zu Sanis getragen werden, gibt es später. Ich kann es nicht nachprüfen, aber 10 Verletzte scheint im Hinblick auf die Menge von Krankenwagen vor der Halle deutlich zu wenig.

Es scheppert und nun wird es auch bei uns problematisch. Zu wenig Leute bewahren einen kühlen Kopf, zu wenig haben das Sagen, Basisdemokratie versagt in solchen Momenten (oh man, ich klinge wie Ben). Es bricht Chaos aus und in Kleingruppen und in wilden Zusammenschlüssen wird sich an der Polizei abgearbeitet. Ein Kampf, den man nicht gewinnen kann. Ein Plan, ein sinnvolles Handeln, ein kühler Kopf wäre hier viel besser und auch folgenloser. So kommt es in der Halle und außerhalb der Halle noch zu ganz vielem unübersichtlichem gerenne und pfeffergespräye. Und viele Leute werden kontrolliert oder in Gewahrsam genommen. Nur die Lübecker, die feixen sich einen und fahren mit dem Bus davon. Ich bezweifele ganz stark, dass auch nur einer von denen mit Pfeffer und/oder Ingewahrsamsnahme Bekanntschaft gemacht hat.

Nochmal: auch bei uns genügend Leute, die Bock hatten, die sich prügeln wollten, die nur darauf gewartet haben, aber es bleibt dabei: Der Angriff, die Aktion ging nicht von St. Pauli aus. Und schon gar nicht von USP oder so. Und diese hätte simpelst von der Polizei verhindert werden können. Und ohne diesen Auslöser behaupte ich jetzt einfach mal, dass die vernünftigen Leute die unvernünftigen bei uns im Griff gehabt hätten.

Im Rahmen des Hin- und Her leidet noch der VIP Raum, die Alsterdorfer Halle leidet auch noch ordentlich. Draußen dann großes sammeln, Ratlosigkeit und entsetzen.

Die Polizei kesselt noch, will dann den Bramkamp (Straße, an dem die Alsterdorfer Sporthalle liegt) räumen, sperrt dafür den Ring 2, beim rangieren ballern dann noch zwei Fahrzeuge gegeneinander, es fahren unzählige Rettungswagen, Leute werden mit Wasser behandelt gegen Pfeffer. Chaos.

Danach geht es in einem Wanderkessel nach Lattenkamp (stand mal Langenhorn, das ist natürlich falsch). Als jemand der Polizei nicht schnell genug geht und noch sagt, dass er wegen Knieproblemen nicht schneller kann (und der hinkte wirklich), da wird er auch schon geschubst und an ein Auto gedrückt. Es kommt wieder zu Gerangel. Auch hier wieder unfassbar, wie die Polizei agiert.

Lattenkamp (in einer früheren Version stand hier Langenhorn, Lattenkamp ist natürlich richtig, danke an den Kommentator) dann alle mit Polizeibegleitung in die Bahn Richtung Innenstadt. Ich bin bedient und nehme die andere Richtung, aus dieser steigen 6 oder 8 Prolls, die laut „Scheiß St. Pauli“ rufen. Die Polizei steht daneben und guckt Löcher in die Luft, die Typen gehen in Richtung Treppe, brüllen weiter. Gehen an Polizisten vorbei, die machen nix. Und natürlich knallt es nochmal. Man muss sich echt fragen: Warum werden solche Leute nicht sofort eingekesselt? Warum können die da eine gefühlte Ewigkeit sich produzieren?

Das Turnier wird abgebrochen und nein, es sind nicht Chaoten schuld, es sind Veranstalter Schuld, die Vereine wie die Rauten und Lübeck einladen, anstatt wirklich mal ein Turnier mit befreundeten Mannschaften auf die Beine zu stellen. Mensch, wir hätten nun mit Babelsberg, Chemie, ein zwei guten Dänen und dem Hamburger Hallenmeister eine fette Party feiern können.

Schuld ist die Polizei, die es nicht schafft 80 Lübecker davon abzuhalten „unser“ Turnier zu stürmen, wilde Sau zu spielen und die Gewaltspirale in Gang zu setzen. Weniger Pfefferspray und mehr denken und Taktik. Das würde ich mir von der Polizei wünschen. Seitdem es dieses unsägliche Pfefferspray gibt, wird echt nicht mehr nachgedacht, sondern einfach nur gesprüht. Folge ist nie eine Beruhigung der Situation, sondern immer nur eine Eskalation. Weg mit dem Zeug und hin mit wirklich denkenden Einsatzleitern.

Nächstes Jahr bitte ein Turnier in der Budapester Straßen Halle mit Babelsberg, Chemie, St. Pauli II, Hansa 10/11 und Bayern III. Das macht mehr Spaß. Hermann Klauck, bitte übernehmen sie.

Ich schreibe die ganze Zeit von „Lübeckern“, das ist logischerweise klar verkürzt, da von vielen Leuten u.a. auch Lokalrivalen Hools erkannt wurden, ich habe das jetzt mal verkürzt, damit das lesbarer ist.

  67 Responses to “Feierabend”

  1. Ob man was für eine Scheiße. Mehr und geistreicheres fällt mir leider auch nicht ein. Erhol dich…

  2. DANKE! Das spricht mir aus der Seele! Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht …
    Es kann und DARF nicht sein, dass 80 Gewaltbereite ,,Fans´´ es schaffen ein Turnier das für Familien und FANS geschaffen wurde durch eine simple Provokation zu töten !
    Ich kann nur allen Verletzten alles erdenklich Gute auf dem Weg zur Besserung wünschen und mir beschämend die Hände an den Kopf halten, was dort heute Abend von Seiten der St.Pauli-Fans, der Lübecker UND der Polizei für hirnverbrannte Aktionen gestartet werden und hoffen dass das nicht das entgültige aus dieses Geilen Turniers war.

  3. danke. sehr guter text. möge er gelesen werden.

  4. ähmm, was ich nicht verstehe (snorres posts im st-pauliforum):

    „Ich unterstelle das der Veranstalter es darauf angelegt hat. Vielleicht etwas gewagt, aber bei der Zusammensetzung der Teilnehmer muß ich davon ausgehen. Man kann doch nicht ernsthaft glauben, dass es nicht knallen würde. Jetzt dürfte das Turnier wohl auch der Geschichte angehören.“

    Warum sollte der Veranstalter dies provoziert haben?
    Um das Turnier abzuschaffen?
    Verdient er damit kein Geld?
    Ist der Schweinske-Cup ein riesen Minusgeschäft?

  5. Vielen Dank für den Bericht, hört sich ja wirklich übel an… Schade, hatte eigentlich immer eine Menge Spaß in der Sporthalle.

    Kleine Anmerkung: Du meinst sicherlich Lattenkamp und nicht Langenhorn.

  6. Heki: Kann ich dir ehrlich gesagt nicht beantworten.

  7. @Heki: Der Veranstalter dürfte das nicht trotz sondern wegen des Geldes gemacht haben. Er wird das für lukrativer gehalten haben. Nordderbies in der Halle versprechen eben interessanter zu sein, als Kicks gegen unterklassige Ostvereine.

    Das Sicherheitsrisiko wurde unterschätzt, banalisiert, wenn nicht gar fahrlässig in kauf genommen.

  8. […] sehr persönlichen, aber ungemein lesenswerten Bericht gibt es auf dem Blog magischerfc, einen kurzen Kommentar bei Supra und auch die Mopo und der NDR haben schon was am Start. Da wird […]

  9. ohgottohgottohgott,
    das ist ja der größte Quatsch, den ich je gelesen habe.

  10. ich hoffe dieser text findet mehr augen als die texte von springer und co.
    walk on

  11. Nur zur Info: Kommentare die beleidigen, Gewaltaktionen abfeiern und/oder diskrimierenden Inhalt haben, werden kommentarlos gelöscht. Ich behalte mir sowieso vor jeden Kommentar ohne Angaben von Gründen zu löschen. Für geprolle und ähnliches gibt es einschlägig bekannte Seiten.

  12. Danke für den Bericht. Unfassbar! …Dein Bericht ist übrigens noch nicht ganz ‚entlangenhornt‘, im Absatz vorher wandert ihr auch schon in den Stadteil im Norden.

  13. Ja schon gesehen. Ich hänge anscheinend an Langenhorn.

  14. Ich war nicht da.
    (Nicht nur) daher danke für diesen guten Bericht.
    Aber leider werden die verallgemeinernde Springer- und Mopo-Scheiße viel mehr Leute lesen… 🙁

  15. Danke für diesen Bericht. Ich bin entsetzt. Und mal wieder die Schuld nur bei Pauli-Fans suchen und diese – ach ja immer so gewaltbereiten Fans – die sich mit Aussehen und Bannern als richtige Fans outen, im Auge behalten, weil ja kein anderer „normaler“ Zuschauer oder Fan in Frage kommen würde. Das Verhalten der Polizei ist ebenso naiv wie unverständlich genauso wie das der Presse. Scheiß Pressefreiheit. Ich denke auch, der Veranstalter hat eine Ausschreitung in Kauf genommen hat, ob aus Unkenntnis, Dummheit oder bewußt. Vor allem, wenn Alkohol im Spiel ist und die Hemmschwelle deutlich sinkt. Wo Kinder und Familien beim Sport dabei sind, sollte Alkohol tabu sein.

  16. […] Der anschließende Polizeieinsatz scheint die Lage nicht deeskaliert, sondern zugespitzt zu haben (Bericht MagischerFCBlog). Ob der Cup heute fortgesetzt wird, ist unklar. + + + GEPLANT: Das Programm zum […]

  17. es ist einfach unfassbar was dort in der Halle passiert ist. Ich kann so etwas immer nicht so wirklich verstehen. Man kann von Glück sagen das es nur 18 Verletzte gab.

  18. Gestern saß man zuhause und dachte sich : Lübeck , was seid ihr für ein Abschaum .
    Das Lübeck mit dem Hsv dort auftaucht , war doch klar , immerhin kriegt Lübeck nichts mehr alleine hin .

    Ich kann nur Fragen , was los gewesen wäre , wenn Holstein Kiel noch die Einladung angenommen hätte .

  19. Ich kann nur Zustimmen, bei der Zusammensetzung solcher Tuniere sollte man immer im Auge behalten welche Teams man einlädt und welche Fans zu erwarten sind! Ähnliches ist ja in Frankfurt/Oder mit TeBe-Fans passiert und auch dort hat die Polizei nicht richtig reagiert!

    Hört sich jetzt evtl. komisch an, aber ich würde in solchen Fällen mal darüber nachdenken den Einsatzleiter der Polizei anzuzeigen. Polizeiliches Handeln kann der Bürger ja nur über die Gerichte prüfen lassen und sollte er auch! Evtl. lernt die Polizei auf diesem Wege, dass sie auch Fehler macht!

  20. dass du immer die richtigen worte findest!
    entsetzlich 😉 aber genau so war es.

  21. Warum stellt ihr euch immer in die Opferrolle? Habt ihr nicht zum Anfang versucht die Halle zustürmen um an HSV/HL zukommen??? Warum in einem Text über die Polizei jammern und immer sagen das sie sowieso nur dumm sind etc und den. Laut nach ihnen rufen?
    Vielleicht will der Veranstalter keine Vereine wie bbg oder Chemie um zu verhindern das die Veranstaltung in einer politisch motivierten Katastrophe endet worauf normale Familien Kinder überhaupt keine Lust drauf haben weil sie Fußball sehen wollen?

  22. Ben Summer: Ich weiß zwar nicht wer ihr sein soll, denn hier schreibt genau eine Person und die hatte nicht mal auf dem Schirm, dass Lübeck mitspielt, als sie die Halle betrat und es ist ihr auch ziemlich wumpe und Auseinandersetzungen wegen Fußball sind mir zuwider, aber egal. Also verallgemeinere bitte nicht.

    Ansonsten hat jeder seine eigene Wahrheit.

    Ich kenne sehr viele Familien, die lieber politisch Fröhlich feiern, als unpolitischen Rassismus etc. Und unpolitische Gewalt zu erleben.

    Kommentar auch mal exemplarisch genehmigt, da dieser ohne Beleidigungen etc. Ich Verweise trotzdem darauf, dass ich weiterhin ohne Gründe lösche.

  23. Ich lese hier etwas von „…man greift zur Selbsthilfe und ballert auf die Lübecker ein, weil man sich nicht einfach so das Banner klauen lassen will.“ Hallo! Merkt Ihr noch etwas? Ihr haut Euch die Köpfe wegen eines Banners, einer Fahne ein? Wie hirnlos ist das denn? Das ist ja genauso bescheuert wie sich gegenseitig aus religiösen Gründen in die Luft zu sprengen.

    Man ballert also auf die Lübeker ein, tut genau das, was man den anderen vorwirft und ist damit keinen Deut besser. Und dann wundert man sich und jammert rum wenn von den Bullen nicht zwischen „Guten“ (=FCSP) und „Bösen“ (Lübek, HSV) Schwachmaten unterschieden wird?

    Kopfschüttel

    Tobi,
    war schon FC-Anhänger bevor der Totenkopf „in“ wurde

  24. Ich bin enttäuscht und Traurig darüber was passiert ist. Die Polizei nicht in Der lage zu merken was da für Fans aufeinander Treffen einfach weg sehen was passieren es nicht für nötig gehalten haben direkt nach dem Ersten Vorfall kräfte nachzuordern.
    Geht ja bei andern dingen bei den auch recht schnell siehe Hausbesetzung ect. Nicht mal in der lage war die Störer der Halle zuverweißen. Sonst bekommt Mensch auch immer ganz schnell ein verweiß wenn man zuviele fragen stellt. Ein Armutszeugnix an die Polizei. Anzeigen den Einsatzleiter würde nix bringen die Lügen sich alle in die Tasche. Gut das Einige Leute selbstschutz gemacht haben was natürlich nix bringt dann sich mit der Polizei zu kloppen. Naja was soll ich groß dazu noch sagen es ist einfach traurig was da passiert ist. Allen verletzten und traumatiesierten Gute besserung

  25. norbert, wie immer ein guter text!…vor 10 Jahren fand dieses Turnier noch statt mit hsv und St.Pauli – beide mit jeweils mindestens 500 Fans in der Halle! Und jetz wird das Turnier wegen 80 Lübecker Hools abgebrochen??? Hamburger Polizei: IHR SEID SO LÄCHERLICH! Der einzige Grund warum das Turnier abgebrochen wird, seid ihr selbst!

  26. Das hat nichts mehr mit Fussball zu tun. Und ich kann dem Schreiber nur zustimmen: die Veranstalter haben versagt. Wie oft, wie laut, wie dirket muss man noch sagen, dass Lübecker, Rauten und Pauli zusammen nicht gehen. Bei aller Liebe, bei aller Hoffnung, das wird nie funktionieren. Die richtigen Fans bleiben solchen Veranstaltungen fern – weil sie bereits im Vorfelde wissen, dass es dort zu solchen Zenarien kommen wird. Es sind immer nur ein paar Idioten – aber diese Idioten dürfen weiterhin tun und machen was sie wollen. Und es werden wie immer die darunter leiden, die einfach nur Fussi gucken wollen – und sich dann ihrer Haut wehren müssen – weil sie von solchen Vollidioten angegriffen werden. Ja, auf sicher gibt es mittlerweile genug Pauli-Fans die ebenfalls auf Randale aus sind – diese werden jedoch zumeist von denen, die drumherum sind auch gebremst – so gut es geht. Ich war auch vor Ort – und konnte meinen Augen nicht trauen. Traurig ist nicht das passende Wort für das was da abging. Armselig und zwar von allen Beteiligten.
    Ich kann nur hoffen das es genug Fotomaterial gibt – und jeder zur Rechenschaft gezogen wird. Jeder. Auch die Verantwortlichen Offiziellen.

  27. […] ein. Wärt ihr jetzt nicht drauf gekommen? Die Hamburger Polizei schon.”Weiterlesen beim magischerfcblogReaktionen:Aber Danke an alle Idioten, Schwachmaten und Hohlköpfe die das zu verantworten haben. […]

  28. Man Leute, ihr habt echt ein Problem, also als Pauli Supporter. Warum gibt es bei oder wegen euch immer öfter Stress?
    In der Hoffnung das ich ernstgemeinte Antworten bekomme. DANKE
    Weil ihr so geil seit? Weil ihr polarisiert? Oder sind Nordturtels einfach nur hohl?
    Hier wird von einer Zusammenstellung der Turniermannschaften etc. pp. gefaselt.
    Wenn das ein Punkt sein sollte der zu diesem Szenario, was an den nahen Osten erinnert, führt, möchte ich an den Harder Cup (von Diddi) erinnern.
    Das Teilnehmerfeld dort war, für SüdWest Verhältnisse, kaum zu „toppen“!
    Frankfurt, Kaiserlautern, Karlsruhe, Mannheim…(+2 Plastikclubs), wer etwas Ahnung hat weiß was das heißt….
    Sonst ist der Bericht ganz nett geschrieben, aber auch nicht überzeugend, sorry..liebe Grüße aus Frankfurt am Main.

  29. Ja und am Ende war es immer die böse, böse Polizei.

    Einseitig geschrieben d.h. klar die Abneigung gg. die Ordnungshüter zu erkennen!

    Objektivität, auch hier wieder einmal, nicht vorhanden!!!

  30. Gut geschriebener Bericht und klasse Stellungnahme zu der Sache.

    Mein Fazit … Gott sei Dank war ich mit meinem Sohn nicht da !

  31. ja…ja
    so kann es laufen!
    ich mein wie kann man sich auch so eine turnierkonstellation ausdenken???
    das provoziert ja schon zusätzlich!
    natürlich muss der veranstalter das entscheiden….und klar kann man nicht immer rücksicht nehmen das nur klubs eingeladen werden die anderen wohlgesonen sind.
    ich bin aber der meinung, wenn man ein tunier ausrichtet und man so etwas verhindern kann, dann muss der veranstalter das auch tun!
    hier geht es nicht um einen extern geregelten ligabetrieb etc. ,sondern um ein hallentunier auf einladung. dort kann man die manschaften außen vor lassen, die für unruhe sorgen könnten. aber das ist meine meinung!
    ich selber komme aus rostock…aber keine angst mit dem scheiß koggenklub hab ich nischt am hut!!!….mein herz schlägt für den FCSP!
    ich kenne diese ganzen vollidioten die parolen rufen und scheiße labbern, aber nicht wissen was abseits ist, zu gut!
    schade das man solche sachen als veranstalter nicht berücksichtigt.
    aber manchmal denke ich auch das da auch eine gewisse absicht mit reinspielt?

  32. Der Sohn von Freunden war auch mit einer Gruppe von Fans da, u. a. einem im Rollstuhl, das Durchschnittsalter der Freunde war höchstens 17. Die haben Dinge erzählt, die kann man gar nicht glauben. Da wird ein Junge fünfmal ins Gesicht geboxt von einem Polizisten, weil er sich vor seine am Boden liegende Freundin stellt, da wird ein Junge, der den Rollstuhlfahrer schiebt, daran gehindert, diesen aus der Halle zu bringen, da wird in einer geschlossenen Halle wie wahnsinnig mit diesen verfluchten Pfefferspray auf alles gesprüht, was sich bewegt, auch auf KINDER (geschätzte Körpergrösse 1,20 m), da werden draussen dann Leute eingekesselt und als ein Junge (wohl noch nicht mal volljährig) versucht, zu fliehen, jagt die Polizei einen Schäferhund hinter ihm her, der sich in dessen Oberschenkel verbeisst und ihn so zu Fall bringt. Der Junge schreit laut vor Schmerzen, fünf Polizisten werfen sich auf ihn und als ein anderer nach den daneben stehenden Sanis ruft, sagen die, der lebe ja noch, sie würden sich nicht einmischen, da wird in einen UBahn-Waggon, voll besetzt, auch mit völlig unbeteiligten, Pfefferspray gesprüht, später müssen alle ihre Personalien angeben, und diese Liste liesse sich noch fortsetzen. Es ist einfach unglaublich, wie die Polizei vorgeht, ohne das irgendjemand die Chance hat, sich dagegen zur Wehr zu setzen oder gar diese ‚Freunde und Helfer‘ zur Verantwortung zu ziehen.
    Und es ist ekelhaft, wie die öffentlichen, ach so unabhängigen Medien, diese dauernden Übergriffe der Polizei verschweigen.
    Das musste mal ‚raus.
    Einen Leserbrief an eine der vielen Zeitungen zu schicken, ist sinnlos, sowas wir nie veröffentlicht in diesem unserem Rechtsstaat.

  33. Ich war schon total enttäuscht, dass mein Verein, der HSV, dieses Turnier im Vorfeld abgesagt hat. Offenbar hat die HH Polizei davon abgeraten aus Bedenken um die Sicherheit der Veranstaltung. Es war dem Veranstalter also schon Wochen vorher klar, dass es kräftig krachen kann in der Sporthalle. Viel schlimmer: die Polizei hätte ein vernünftiges Konzept und Briefing ihrer Schergen vorbereiten können. Ich bin wirklich entsetzt, dass die Marzipan-Chaoten unbeschadet von der Polizei-Willkür davon gekommen sind. Entsetzt bin ich auch von der miesen Berichterstattung der Presse, denn ist zu einfach, jeden der brüllt, der seine Faust erhebt oder ein Bengalo in der Hand hält als Fußball-Chaoten abzutun.
    Fazit: Polizei, Presse und Veranstalter – setzten, Sechs!

  34. Guten Tag !
    Zu den gestrigen Geschehnissen möchte ich mich gar nicht zu wertend äußern, doch einmal den Anstoß geben auch das generelle eigene (auf die gesamte Fanszene bezogen) Verhalten zu reflektieren. Als Neutraler in der Sache, d.h. grundsätzlich interessiert jedoch nicht St. Pauli-Fan oder -Hasser, habe auch ich den Eindruck, dass St. Pauli im Hinblick auf Konflikte seit einiger Zeit vermehrt in den Fokus rückt. Meines Erachtens nach hat sich die Fanszene als solche dabei gewandelt und durch einige Aktionen weniger (wie eigentlich immer, wenn im Fussball was „schief geht“) es sich a) bei einigen anderen aktiven Szenen verscherzt und b) auch die Sicherheitskräfte auf sich sensibilisiert. Beispiele gefällig ? War letzte Saison beim Auswärtsspiel in Dortmund, guter Blick auf den Gästeblock. Ohne ersichtliche körperliche Aktion seitens der Ordner (d.h. maximal Pöbeleien als Auslöser denkbar) wurden diese plötzlich massiv aus, sagen wir mal vorsichtig dem Umfeld einer Gruppe, attackiert. Dies geschah in deutlicher Überzahl, z.B. haben fünf auf einen Ordner, der festgehalten wurde, eingeschlagen. Auch wurde ein Ordner, der deutlich sichtbar nur weg wollte immer wieder zurück in die Gruppe gezogen. Reaktionen der anderen St. Pauli Fans ? Reaktionen im Forum ? Null. Bzw. im letzteren ein, zwei Stimmen, die dies sogar wohlwollend hingenommen haben. Solche Vorkommnisse, wie auch Aufrufe, die Gewaltanwendung nahe legen („Nazis wegscheppern“) machen auch bei der Polizei sicherlich die Runde, die fortan St. Pauli Fans auch als gesteigertes Sicherheitsrisiko wahrnehmen müssen. Hierfür ließen sich im übrigen noch weitere Beispiele anfügen. Gleichfalls wirkten in der Vergangenheit diverse Publikationen über andere Fanszenen bei diesen für Unmut, während man selber bei einer Kurvenschließung aus Protest die selbige gnadenlos durchsetzte. Eine solche Diskrepanz im Gesamtauftreten wirkt insgesamt provozierend.
    Insofern sollte man bei allem verständlichen Ärger und Entsetzen über solche Vorkommnisse wie gestern auch die Augen in die eigene Wohnung schweifen lassen. Deshalb ein paar Fragen zur gestrigen Veranstaltung.
    – Ist es nicht durchaus im Sinne eines Veranstalters ein lokal besetztes Turnier zu organisieren ?
    – Hätte eine Teilnahme von Mannschaft wie etwa Babelsberg oder Chemie dem Turnier nicht eventuell eine nicht gewollte politische Färbung gegeben ?
    – Hätte der Veranstalter nicht vor den Krawallmachern kapituliert in dem er dieser Forderung nachgegangen wäre ? Wird dies nicht von gewaltablehnenden Fans stets negiert ?
    – Muss der Autor in seinen Formulierungen bezgl. des Vorgehens nach dem Fahnenklau Worte wie „natürlich“ benutzen ? Zeigt sich hier nicht die relative Areflexion der Szene ?
    – Muss man überhaupt so dagegen vorgehen ?
    – Muss man den VIP-Raum stürmen ?
    – Muss man aus einer Menge hinaus mit Steinen werfen ?
    – Muss man sechs pöbelnden Figuren in der U-Bahn „natürlich“ so antworten ?
    – Sollte man nicht vielleicht berücksichtigen, dass ein schlüssigeres Polizeikonzept zwar wahrscheinlich verhindernt gewirkt hätte, in der Unübersichtlichkeit der Situation „Krawall“ und der relativ engen Lokalität es mit einer astreinen, d.h. nur Radaubrüder treffenden Reaktion sehr schwer ist ? (und ich hab selber schon Polizeigewalt bei Fussballspielen erlebt, schreib also nicht nur aus purer Sesselsitzerrolle)
    Der Hauptaggressor war wohl HH-HL, doch sollte man sich innerhalb eurer Szene wohl auch mal Gedanken machen, in welche Richtung die eigene Prägung geht. Danke für’s Lesen.

  35. […] wie diesem im Abendblatt, diesem in der Mopo, diesem im Spiegel und dem Augenzeugenbericht von magischerfcblog ein gemischtes Bild, kommt man den Tatsachen näher, dass eneut zu Ausschreitungen unter […]

  36. sehr gut geschrieben! danke !!

  37. hier kann man nochmal sehen, wie schön „unpolitisch“ die lübecker sind
    http://www.ndr.de/sport/fussball/schweinskecup173_v-contentgross.jpg

  38. Hmm, schlimm was da passiert ist.

    Bin selbst gebürtiger Lübecker und seit 25 Jahren VfB Fan (meine Frau ist übrigens Pauli Fan…) und bin ziemlich entsetzt über das was da in der Halle passiert ist.
    Solche Probleme gabs vor 20 Jahren noch nicht – da hat zwar auch mal der alte Lübeck Kern den Pauli Container gestürmt, aber es gab nie derartige Auseinandersetzungen. Nicht mal gegen Holzbein Kiel gab es solchen Streß in der Ostseehalle.

    Liegt das an der gesunkenen Hemmschwelle? Werden die Hools / Ultras immer jünger? Sind die Leute dank der neuen Medien „geil“ darauf auf Videos bei youtube zu landen? Wenn das so weitergeht, dauert es wirklich nicht mehr lange, bis auch „normaler“ Support in den Stadien verboten wird und wir alle im Sitzen alkoholfreies Bier aus Amerika trinken müssen…

    Trefft euch im Wald oder auf dem Acker, aber nicht in einer so engen Halle mit Unbeteiligten. Der Polizeieinsatz war natürlich dann die echte Katastrophe, die das Fass zum Überlaufen brachte.

    In diesem Sinne: „Nur der VfB“ und Pauli 😉

  39. Hab jetzt 2-3 mal gelesen, die Einladung von ChemieL oder Babelsberg03 würde es auch nicht besser machen, weil es eine noch politischere Färbung bekommen würde. Das Argument kann ich nicht verstehen. Gewalttätig aufgrund Politik wirds doch immer nur dann, wenn sich zwei polarisiserende Szenen gegenüberstehen. Ich war vor 2 Jahren beim Spiel der StPauli Amateure in babelsberg. So eine entspannte Athmosphäre hab ich noch nie bei einem Pflichtspiel erlebt. Da konnte man vom Gästeblock in den Heimblock und umgekehrt gehen, was auch ausgiebig genutzt wurde. Parallel kam entspannte Musik aus den Boxen (Ska, etc.) und danach wurde sich noch auf ein Bier verabredet. Wüsste nicht wieso sowas nicht auch bei und rund um ein Hallentrunier möglich sein soll, wenn man dafür sorgt, Konflikte von vorneherein zu minimieren. Und natürlich gibts auch bei St.Pauli leider mittlerweile jede Menge Idioten, die auf Gewalt nur warten, wenns gegen vermeintliche Nazis geht. Dennoch sollte man den Bock nicht zum Gärtner machen und bezüglich der Polizei zumindest anmerken dürfen, dass sie nicht deeskalierend war und sie sich durch ihre eigenen Fehler in der Vorbereitung dann nach der Eskalation nur noch durch Pfeffersprayeinsatz zu helfen wusste. Allerdings trägt sie ganz gewiss nicht die Hauptschuld. Auch da sollte man den Bock nicht zum Gärtner machen.

  40. Vorsicht:Standbilder von Armbewegungen können da auch täuschen. Kein Freispruch der Typen, aber bitte vorsichtig sein.

  41. Reflexion: nur kurz das natürlich soll keine Sympathie für solche Handlungen ausdrücken, sondern nur deutlich machen, dass sie -auch im Sinne einer Gefahrenabwägung – sehr Fussballtypisch sind. Und das sollte sog. Szenekundigen Beamten klar sein. Wofür werden die denn sonst bezahlt?

  42. Nochmal an Alle: Kommentare mit beleidigendem Inhalt lösche ich. Und nur kurz zu den Zensurrufen: Das ist ein von mir betriebener Blog für den ich auch haftbar bin, auch bei Kommentaren Dritter, Dies ist kein allgemeines Forum, ich Verweise da auf das stpauli-Forum.de welches auch verlinkt ist.

  43. Ein ziemlich einseitig geschriebener Text – Klar, die Domain spricht schon für sich, entschuldigt aber trotzdem nicht alles – Denn wenn dir die Historie (Link—-> http://www.thepotentialist.de/schweinske-cup-2012/25-jahre-turniergeschichte/) ansiehst, dann waren sowohl Lübeck als auch der HSV nicht das erste Mal beim Hallenturnier in Alsterdorf zugegen. Dann den Veranstaltern indirekt die Schuld zu geben und stattdessen zu fordern, aus dem Hallenturnier, was in Hamburg für die gelungen Mischung aus Hamburger Vereinen, Amateurvereinen und einem Hauch Europa bekannt ist, ein Turnier zu machen, bei dem nur noch FCSP-sympathisierende Vereine erwünscht sind, ist mir als neutraler Fußballzuschauer und Amateurfußballfan zu einfach.
    Bereits die vergangenen Jahre (Auch dieses Jahr…) bei den Hamburger Hallenmeisterschaften, also dem „Vorturnier“ zum Schweinske-Cup lag bei den Partien zwischen Altona ’93 und dem FC Sankt Pauli ein dermaßen aggressive Stimmung anschließend in der Luft, öfters konnten Zusammenstöße auf der „Raucherterasse“ (Richtung Leichtathletikhalle) nur knapp verhindert werden.
    Ohne, dass dort irgendwelche Rostocker, HSVer, Lübecker, Keineahnungwasnoch, zugegen oder beteiligt waren.

    Es also auf die „Anderen“ zu schieben, getreu dem Motto „Die Lübecker haben angefangen, die wollten uns die Fahne klauen“ oder „Die Idioten am Bahnhof Lattenkamp haben ja angefangen, Schxxx Sankt Pauli zu brüllen“ und das man sich (legitimerweise) nur zur Wehr setzt, gilt für mich nicht als Argument.

    Wie lernt man es im Kindergarten so schön: Zu einer Provokation gehören immer 2, einer der provoziert und einer der sich provozieren lässt.
    Auch die Ultras bei Sankt Pauli sind keine Kinder von Traurigkeit, ebenso wenig wie die HSV und Lübeck Ultras.

    Ich selbst habe in letzter Zeit so einige schlechte Erfahrungen mit der Polizei bei Großveranstaltungen gemacht, insofern könnte ich mir gut vorstellen, dass das, was hier geschrieben wurde, so auch geschehen ist, allerdings ist der Rest des Berichtes zu sehr durch die Vereinsbrille betrachtet, sodass die kritische Reflexion der Sicherheitskräfte und der Polizei in meinen Augen etwas unglaubwürdig wirkt.

    Es steht dem FC Sankt Pauli oder auch den Fans ja frei, im nächsten Winter ein eigenes Turnier auf die Beine zu stellen, denn die Hamburger Hallenmeisterschaft und der Schweinske-Cup sind nun einmal traditionell in HH verankert, d.h. auch eine gewisse Anzahl an Hamburger Mannschaften sollte eingeladen werden.

    Da ich den Bau der Sporthalle kenne und diese nun einmal nur eine Toilettenanlage aufweist, kann man sich jetzt entweder überlegen, ob man das Turnier verlegt, was den „Spirit“ der von diesem Trunier ausgeht, zerstören würde oder das Teilnehmerfeld abändert, was ähnliche Konsequenzen für diesen Spirit hätte.
    So kann es nicht weitergehen und so wird es nicht weitergehen, jetzt sind die Veranstalter gefragt, eine passable Lösung zu finden, die möglichst alle zufriedenstellt.
    Also diejenigen, die ein friedliches Turnier sehen möchten und auch diejenigen, denen der Lokalkolorit dieses Turniers (immer mind. einer der beiden Hamburger Vereine, plus 2 Hamburger Amateurvereine, dazu dann noch größere Vereine Schleswig-Holstein /Niedersachsen immer sehr gut gefallen hat.

  44. Finde die Fehler:
    – „Die 1.000 drehen durch, die Polizei knüppelt in alles rein und sprüht wahllos Pfeffer in die Leute.“
    – „Und natürlich knallt es nochmal.“
    -„.. aber sie ist verständlich, man greift zur Selbsthilfe und ballert auf die Lübecker ein.“
    -„Im Rahmen des Hin- und Her leidet noch der VIP Raum, die Alsterdorfer Halle leidet auch noch ordentlich.“

    Sorry, aber ich kann diese Leier von von „Bullen die absolut und ohne einen einzigen wahllos gezielt auf Kleinkinder, weibliche Rentner und Rollstuhlfahrer einprügeln und flaschenweise mit Pfeffer einsprühen“ nicht mehr hören. Eigentlich alles wie immer. Es fehlen noch die Klassiker „Gegen willkürliche Stadionverbote“ und „Pyrotechnik ist kein Verbrechen.“.

  45. ich will es echt kurz halten als ein wahrscheinliche alter mann 🙂 mit 37 muss ich eins sagen : lag es an meinem onkel der mich vor 20 Jahren zu nem Fussballspiel eine Vereins in seiner Heimatstadt nahm und war er schuld das ich mein Herz an Pauli
    verlor ? Ja wahrscheinlich und mein Herz schlägt umso stärker weiter auch wenn 400 Kilometer
    von euch entfernt bin
    und trotzdem ist und bleibt es immer mein Verein aber eins versteh ich nicht ,
    für mich ist St.Pauli neben der sportlichen Seite : Toleranz Akzeptanz und Anders sein !!!!!!! dafür hat mein herz neben der Sportlichen Seite immer geschlagen und am leben gehalten und es tut mir weh was passiert ist und wenn man ehrlich ist ist das was gestern passiert ist ja nicht der Anfang sondern seit einigen Monaten läuft einiges daneben ich hoffe das ich nicht der einzige bin der das so sieht und das in den nächsten Monaten von uns ein klares Zeichen gesetzt wird das für die breite masse der Pauli Fans Gewalt nicht an erster Stelle steht …….

  46. Echt guter Bericht.
    @Gerald
    1. Warst Du vor Ort?
    2. War die Halle voll mit Polizei und trotzdem konnten die Typen fast bis in unseren Block gelangen und unsere Banner entwenden. Bei einem Polizeieinsatz, der darauf ausgerichtet war sowas zu verhindern, darf – nein, muss man von versagen sprechen wenn es trotzdem passiert. Schließlich bezahlen wir deren Gehalt. Wenn ich in meinem Job eine vergleichbare Leistung abgeliefert hätte, würde es mind. ein ernsthaftes Gespräch mit meinem Vorgesetzten nach sich ziehen.

  47. Eine Idee.
    Man lade nächstes Jahr die gleichen Vereine ein, tausche den FC St. Pauli gg. den HSV2.
    Fußball 1 : Krawall 0!

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