Okt 212011
 

oder

Lesestoff am Freitag:

Hooligans: Auch die Sicherheitskräfte… WOZ


“ «Wir zeigen den Querulanten, wozu wir fähig sind», schreibt einer. Er freue sich auf «viele, schöne Schlachten», ein anderer. Mit einem an die SS angelehnten «GruSS» unterschreibt ein weiterer, und wieder ein anderer widmet der Polizei ein «A.?C.?A.?B.» (All cops are bastards). Zur Aufheiterung wird ein rassistischer Witz gegen FC-Basel-Fans eingestreut. Dies sind Auszüge aus dem internen Mailverkehr der Weinfelder Sicherheitsfirma Delta Security AG. “

„Vielversprechender wäre es womöglich, die Gunst der Stunde zu nutzen und statt über Fussfesseln und Eingreiftruppen über Männlichkeit und Macht in Subkulturen zu debattieren. Die Kraft einer Kurve liegt ja gerade in der Vielfalt ihrer Ausdrucksmittel. Wie stark dabei die Gewalt gewichtet werden soll, entscheiden letztlich die Fans. Zusammen mit den Sicherheitsdiensten, die man ihnen gegenüberstellt.“

Schade, dass solche Artikel nie in Deutschland geschrieben werden.

Pfalz 1

Eine Erklärung zu der Häufung von mehr als grauenhaften Transparenten bei Eintracht Trier:

Das Stadion ist kein verantwortungsfreier Raum.

Man kann nur hoffen, dass sich auch Trierfans finden, die nun eine Selbstkritik beginnen und nicht wieder dieses unsägliche „Fußball ist Fußball und Politik ist Politik“ kommt. Aber meine Hoffnung ist nicht sehr groß.

Pfalz 2

Das nennt man dann wohl „Konsequent“. (Achtung Link geht auf Generation Luzifers Internetpräsenz):

Wenn sich Unternehmen sozial engagieren, ist das zunächst ein positives Signal. Schließlich gibt es leider immer noch viel zu viele Menschen, die Hilfe benötigen. Große Unternehmen nutzen solche Spenden, deren Beträge für solche Unternehmen nicht mehr als Peanuts sind, jedoch häufig dazu, sich einen sozialen Anstrich zu verleihen und positive Presse zu erhalten. Spenden werden somit für Marketingstrategien zweckentfremdet. In diesem Fall treibt es der Sponsor easyCredit/TeamBank jedoch noch mehr auf die Spitze: Er unterstützt eine Einrichtung, deren Sinn und Zweck er durch eine andere Sponsoringaktivität konterkariert. Eine Tatsache, die grundlegenden Werten der Generation Luzifer widerspricht.

Das ganze nur mal als ganz interessante Story gepostet ohne nun irgendwie Sympathien für Kaiserslautern zu entwickeln.

Polizei mal wieder außer Rand und Band

Leider noch nicht online verfügbar, daher hier im Volltext gepostet, was bei einer Pressemitteilung – denke ich – ja Sinn der Sache ist:

„Polizeilicher Übergriff auf Babelsberger Fanprojektmitarbeiterin in Jena

Im Anschluss an das Drittliga-Spiel FC Carl Zeiss Jena gegen SV Babelsberg 03 kam es am Bahnhof Jena-Paradies zu Auseinandersetzungen zwischen Thüringer Polizeibeamten und Babelsberger Fußballfans. Aus den uns vorliegenden Augenzeugenberichten und Gedächtnisprotokollen von Fans und Mitarbeitern des Babelsberger Fanprojekts geht dabei hervor, dass die hier eingesetzten Polizeibeamten mit ihrem Verhalten einen wesentlichen Anteil an der Eskalation der Situation hatten. Die in einem noch frühen Stadium der Eskalation hinzukommende Kollegin, die Streetworkerin Barbara
Paech, die an diesem Tag zur Unterstützung des Fanprojekts eingesetzt war, versuchte die Babelsberger Fans zu beruhigen und gab sich gegenüber den Polizeibeamten als Sozialarbeiterin zu erkennen, die den Wunsch hätte, die polizeilichen Maßnahmen gegen einen von den Beamten festgesetzten Fan zu begleiten. Ihr wurde von Seiten eines Beamten mitgeteilt, sie habe keine Rechte.

Unmittelbar danach erhielt sie von diesem Beamten einen Schlag gegen den Oberkörper, infolgedessen sie zu Boden ging. Am Boden liegend empfing sie weitere Tritte. Im Zusammenhang mit dem Sturz erlitt sie leichte Verletzungen, u.a. eine Prellung des Steißes sowie mehrere Hämatome. Unabhängig von der etwaigen Erfüllung von Straftatbeständen durch den eingesetzten Beamten (in Frage käme hier eine Körperverletzung im Amt) empfinden wir es als ungeheuerlichen Angriff gegen unseren Arbeitsstand, wenn Fanbetreuer_innen wohl wissentlich ob ihrer Funktion von Polizeibeamten körperlich angegriffen werden.

Mittlerweile werden die Mitarbeiter_innen der sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekte in vielen Fällen von Polizeibeamten als wichtige Vermittlungsinstanz wahrgenommen. Dass dies nicht immer der Fall ist, ist zu kritisieren.

Angriffe gegen die körperliche Integrität haben jedoch eine ganz eigene Qualität und können nicht ohne Konsequenzen bleiben. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) erwartet, dass dieser Vorfall im Bereich der Polizeiinspektion Jena sowie in der BFE der Thüringischen Landespolizei ausgewertet wird, und eine Stellungnahme sowie eine Entschuldigung bei der betroffenen Babelsberger Kollegin erfolgen.“

Man fragt sich langsam, ob der Polizei eigentlich nix mehr heilig ist. Tja, das kommt davon, wenn man von der Politik ständig einen Freibrief erhält.

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