Jul 292011
 

oder

Doof rechnen kann ich auch

Ein Kollege reichte mir gerade ein Ausriss aus den Lübecker Nachrichten rein, in dem es u.a. um die Kosten der beiden Spiele St. Pauli – Ingolstadt und Anker Wismar – Hannover 96 in Lübeck ging. Darin wird behauptet, dass es dem Steuerzahler teuer zu stehen kommt, dass diese beiden Spiele an der Lohmühle stattfinden würden, weil eine Polizeieinsatzstunde pro Nase 43 Euro kostet und alleine diese beiden Spiele 6.000 Einsatzstunden erfordern. Geile Milchmädchenrechnung, oder?

Der Bund der Steuerzahler brüllt dann auch gleich wieder nach finanzieller Beteiligung der Vereine.

Nur diese Rechnung hinterfragen oder mal die Gegenrechnung aufzumachen, das macht niemand.

 

Hinterfragen wir doch mal

6.000 Einsatzstunden? Wenn ich jetzt mal einen zeitlichen Aufwand von 10.00 bis 18.00 rechne (und das finde bei einem Spiel um 13:00 Uhr schon relativ viel), dann hieße dies, dass alleine bei unserem Spiel 375 Polizisten im Einsatz waren. Bei handgezählten 50 Gästefans und einem (angeblichen) Gewaltpotential von 500 Leuten bei uns, könnte man diese Zahl sehr gut hinterfragen, oder?

Man könnte auch hinterfragen, wo denn die Zahl von 43 Euro her kommt. Der normale Polizist ist so irgendwas zwischen A7 und A10 (zumindest in den Knüppeltruppen). Das ist selbst in der höchsten Besoldung in der höchsten Alterstufe bummelig irgendwas um die 3.200. Und ich bezweifele, dass diese Summe die meisten Polizisten verdienen. Wenn man von 41 Stunden pro Woche ausgeht und 4 Arbeitswochen pro Monat, dann wäre der reine Stundenlohn 19,50 (gerundet) brutto, wohlgemerkt. Ich bezweifele doch mal ganz stark ohne einen Beweis, dass gut 23 Euro auf Lohnnebenkosten, Sachkosten etc. entfallen. Ich habe mal irgendwas von doppeltem Stundenlohn als Faustformel (!) gehört und dann komme ich schon mal niedriger raus.

So etwas mal kritisch zu hinterfragen, so etwas würde ich mir mal von Journalisten wünschen. Klar, 43 Euro können richtig sein, aber wenn ich schon nach 5 Minuten nachprüfen Zweifel habe, dann muss ich die Polizeigewerkschaft mal fragen, woher sie ihre Zahlen eigentlich zieht?

Oder machen wir die Gegenrechnung auf

(Wir vernachlässigen jetzt mal, dass es so etwas wie einen Länderfinanzausgleich gibt und tun so, als ob die öffentliche Hand aus einem Topf wirtschaften würde. Denn seien wir ehrlich: Das das Geld so aufgeteilt wird, wie es aufgeteilt wird, ist nicht unsere Schuld.)

Der FC St. Pauli macht irgendwas zwischen 20 und 25 Millionen Umsatz pro Jahr. Davon wird das meiste Umsatzsteuerpflichtig sein. Viel Gewinnsteuern werden wir nicht zahlen. Wenn wir jetzt mal von 20 Millionen umsatzsteuerpflichtigen Umsatz ausgehen und mal davon ausgehen, dass dies alles zu 19 % geht, dann zahlt der FC St. Pauli ca. 3,8 Millionen Umsatzsteuer abzüglich Vorsteuern, die er geltend machen kann. Die kann man aber in der hier aufzumachenden Milchmädchenrechnung vernachlässigen, denn die Vorsteuern hat ja jemand anders als Umsatzsteuer gezahlt.

Wenn ich die Zahlen glauben mag, dann kosten wir also 125.000 mal 17 an Polizeieinsätzen. Das macht 2,125 Millionen. Okay für unsere 7 Sicherheitsspiele runden wir auf 2,8 Millionen auf. Und siehe da: Der Staat macht an uns immer noch 1 Million Gewinn.

Und da sind Catererumsätze, Hotelumsätze, Busumsätze, Kneipenumsätze etc. noch gar nicht mit eingerechnet und auch die alle sind Umsatzsteuerpflichtig. Und von Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer etc. habe ich noch gar nicht angefangen.Und die Lohnsteuer der Spieler lasse ich auch mal gepflegt außen vor. Und das ist ein ordentlicher Batzen.

Was diese (Milchmädchen-)Rechnung einfach nur zeigt ist folgendes: So wirklich ein Skandal ist die Nichtbezahlung der Polizeieinsätze nicht. Denn auch Fußballvereine zahlen ordentlich Steuern und sind keine „bösen Schmarotzer“. (Und wenn man so will können dann auch guten Gewissens eine (Gegen-)Leistung verlangen.)

 

 

Jul 262011
 

oder

Womit ich nicht Leben kann, das schreibe ich jetzt nicht

Vorwort

Beloved Readers, es ist 0:28 an einem Dienstag morgen und ich hoffe die meisten von euch liegen mit eurem Kuschelhasen im Bett und schlafen. Ich hingegen beginne genau jetzt im Bus sitzend meinen Blog.

Köpfen in die Mitte? Doof!

Auf zum Randalemeister 2010/2011. Und da jedes Nachspiel ein Vorspiel hat, ein paar Worte vorab:

Ich finde Frankfurt hat eine der coolsten Szenen Deutschlands. Gehabt. Man, was an Kreativität, was an Elan, was an Lärm haben die produziert? Guckt euch doch nur mal deren 10 Jahreschoreo an, die ist einfach der Hammer. Nur irgendwann verlor sich diese Szene in Langeweile… Klar Rebellentum, cool und ich habe auch kein Bock auf „Setzen sie sich hin“ und alles setzt sich hin, weil ist ja von oben angeordnet. Nein Leute, das darf es nicht geben. Und so soll eine Kurve nicht aussehen.

Aber Rebellentum ist nicht zielloses gelangweiltes Rumgehoole. Wer dies verwechselt, der ist eben auf dem falschen Dampfer. Und so verliert Frankfurt seine Energie an der falschen Stelle und reibt sich auf. Nur selten flackert noch mal die feine Ironie auf und so feiere jetzt hemmungslos dieses „Randalemeister 2010/2011 Plakat ab, denn das ganze auf kopierten Strafbefehlen und Betretungsverboten zu machen, das trifft schon mein Humorzentrum.

Aber ein kleiner Haken bleibt halt: Man holt sich diese Schreiben der Sicherheits- und Ordnungsfanatiker im falschen Moment.

Und hier darf man einige Sachen nicht verwechseln. Eine Kurve hat ihre eigenen Gesetze und man darf diese weder mit den Gesetzen der Gesellschaft, noch mit den Gesetzen des Faustrechtes verwechseln. Für eine Kurve außer Kontrolle? Jeden Tag und jedes mal wieder. Und noch mal: Dies ist ungleich Faustrecht. Dies ist mein humanistischer Anspruch und dies sollte der Anspruch jeder Kurve sein die sich selbst als „links“ definiert. Und trotzdem: Ins Gesetzesblatt zu gucken, dort zu lesen „es ist verboten“ und dann eben es als ins Stein gemeißeltes „verboten“ zu leben, nein dies kann nicht der Anspruch einer Kurve sein. Und deswegen ist das Argument gegen Pyro definitiv nicht, dass diese verboten sind und irgendwelche verknöcherten Herren aus Frankfurt dafür irgendwelche mehr oder minder willkürlich aus dem Hut gezauberten Strafen präsentieren.

Und deswegen ist Randale auch ungleich Randale. Und auch bei dem Frankfurter Platzsturm muss man mal wieder eine Frage stellen: Was ist wirklich passiert? Ist jemand ernsthaft zu schaden gekommen? Gab es bürgerkriegsähnliche Zustände? Ich sage: Eher nein. Es ist so eine superteure Zeitlupenkamera zu Bruch gegangen, was ärgerlich ist, was auch nicht schön ist, aber ganz ehrlich: Vermisst die jemand in den Übertragungen? Und versichert ist sie auch.

Gut, während antisemitische Plakate halt nur ein „DuDuDu“ bekommen, wirft die Ordnungsmacht für diese Vergehen halt einen Teilausschluß und eine Kurvensperre aus. Wann man so etwas erhält und wann nicht? Bitte fragt den DFB, ich könnte es euch im Voraus nicht sagen. Und wenn man im Voraus nicht einmal annähernd sagen kann, ob ein Bierbecherwurf einen 6.000 Euro Strafe beschert oder eine nette Reise nach Lübeck, dann spricht der Jurist von Willkür. Und dies ist schlichtweg einer Gerichtsbarkeit verboten.

Hinzu kommt, dass in der Verbandsgerichtsbarkeit etwas gemacht wird, was man Sippenhaft nennt und was eigentlich sonst ÜBERALL in Jura verboten ist. Man bestraft nämlich nur bedingt den Verein (ja beim schnöden Mammon, wie lächerlich), nein man bestraft Fans, die schlichtweg auch gegen Köln nur ihr Bier gesüffelt haben und sich in ihrem ganzen Leben außer einer Geschwindigkeitsüberschreitung noch nie etwas zu schulden kommen haben. Denn sie stehen nun vor dem Tor und können ihre SGE nicht sehen.

Findet ihr das gerecht? Findet ihr es dann richtig, von „den Frankfurter Randalemachern“ ganz pauschal zu sprechen? Ich nicht und daher finde ich diese Art der Bestrafung scheiße.

Und daher verstehe ich, dass USP einen Aufruf veröffentlicht, der mitnichten einen Stimmungsboykott beinhaltete, der einfach aus Protest und vielleicht auch aus Respekt (nennt es Solidarität, aber dieses Wort ist so extrem abgegriffen) auf „organisierten Support“ verzichtet. Und das heißt eben nicht: „auf jeglichen Support“ und so wurde es von USP auch praktiziert. Wer Bock hatte in diesem Moment zu supporten, der supportete, wer es nicht hatte, der eben nicht. Ganz ehrlich: Irgendwo in der Mitte zwischen dem eher spontanen, dadurch auch sehr spielbezogenen Support mit mir etwas zu wenig Druck und dem dauerlalala eines schlechten Ultratages, irgendwo da im Nichts, da liegt für mich das Ideal.

Und da ich jetzt nicht hinter dem Mantel des Passwortes verschwinden will, will ich gar nicht viel über den erlebten Tag schreiben. Es war sowieso eine Auswärtsfahrt wie so viele vor ihr und so viele nach ihr. Um 1:00 Uhr auf einer Raststätte guckte ich Frank und Bernd nur an und fragte sie den entscheidenden Satz:

„Sagt mal Jungs, auf wievielen Raststätten habe ich mit euch eigentlich schon Nachts gestanden?“

Bernds Antwort, traf den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf: „Es waren schon so ein bis zwei.“

Vielleicht sehe ich häufiger darin den Sinn, heute kam er mir wieder nur auf der Autobahn entgegen. Nennt es verrückt, nennt es die Flucht aus dem Erwachsenenleben, nennt es Fanatismus, nennt es bekloppt, nennt es zweites Gesicht bei einem Juristen ( das bedenke man mal bei dem oben gesagten) ich mag es Nachts in engen Bussen zu sitzen und von Heike Getränke gereicht zu bekommen und Moritz neben mir schlafen zu haben. Und auch wenn ich jetzt nicht Passwortblogge: Danke, Danke für all diese Jahre.

Aber zurück zu Frankfurt. Ich hoffe für diese Szene, dass sie aus ihrem Irrweg zurück kommt, dass sie sich ihres Feuers, ihrer Einzigartigkeit und ihrer Kraft wieder bewusst wird und sich nicht in Langeweilerandale zergeht. Packt es an Frankfurter. Gerne ein bisschen assozial, das gehört bei euch dazu, aber eben nicht so.

Und so mussten wir auf eine immer noch sehr laute und kraftvolle Kurve verzichten und guckten nur auf leere Sitze. Und ganz ehrlich: Das schockt nicht. Dieser Kampf der Kurven um die Lärmhoheit, dieses gegenseitige Anstacheln, ja auch diese leichte Aggression gegeneinander, die macht für mich Fußball aus. Fußball ist nicht „the beautiful game“, nein es ist das „dirty, fucked up game“.

Fantrennung im Fußball ist schon etwas sinnvolles. Fußball lebt von den Emotionen und diese werden ja auch verkauft. Und diese Emotionen können bei einem engen Spiel auch mal ganz schön angestachelt werden. Wer bei einem Spiel nicht einen erhöhten Puls hat und auch mal etwas ausfällig gegen den Schiri wird, der ist – glaube ich und so arrogant bin ich nun jetzt einfach mal so – besser beim Tennis oder Handball aufgehoben. Umso bekloppter ist es, die 14.000 Karten, die man verkaufen darf zum größten Teil in der Kurve des Gästeblocks zu verkaufen. Auf die Idee muss man erstmal kommen. Nur ein kleiner Pufferblock und doch einige heftige Prollereien über den Zaun waren die Folge. Und wenn sich dann noch irgendwelche Frankfurter Nasen in den Oberrang schleichen, dort Halligalli spielen und dann nicht etwa in den – ja ziemlich leeren – Heimbereich geführt werden, dann wundert einen nix mehr.

Es ist nur einem zwar engen, aber ohne wirklich umstritttene Szenen auskommenden Spiel zu verdanken, dass da nicht mehr passiert ist.

Aber was willst du auch von einem Verein erwarten, der unsere Fanbetreuung anruft, dieser eine 10minütige Blocksperre ankündigt, um dann noch sinngemäß zu fragen, ob die Fanbetreuung von uns es durchsetzen kann, als Antwort zu bekommen „Ne, das müsst ihr schon machen“, dann aufzulegen und dann die Blocksperre als „mit der Fanbetreuung von St. Pauli abgesprochen“ zu verkaufen. Klar, im wahrsten Wortsinn beinhaltet ein „abgesprochen“ kein „zustimmen“, aber so feingeistig sind Fußballfans nicht.

Puh Matze Lehmann, wo hast du denn ALLES verloren? So schlecht habe ich ihn in seinen schlechtesten Auftritten in braun-weiß nicht empfunden. Kessler kann immer noch nix mit dem Fuß und das Alex Meier nicht die ganze letzte Saison im Vollbesitz seiner Kräfte war, ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe für Frankfurts Absturz. Nur ansonsten waren die so schwach oder wir so gut? Ich weiß es nicht, dafür ist die Saison noch zu jung. Aber einen vollkommen verdienten Punkt beim großen Favoriten zu holen und dabei den Sieg beinah auf der Schaufel zu haben, das spricht für unsere Jungs. Und es spricht für Sobiech, dass der irgendeine seiner langen Gräten immer am Ball hat. Und er dabei nicht zu dem Leichtsinn eines Zambrano neigt, sondern abgeklärt wie ein Großer, äh also ein Alter spielt.

Und dann geht Boller uneinholbar in unserer Scorerstatistik in Führung nur um dann sein eigenes Denkmal kurz anzupinkeln, in dem er einen Ball ohne Not in die Mitte und weich abwehrt und so Alex Meier zum punkteteilenden Ausgleichstreffer einläd.

Und abschließend kann man nur bemerken, dass der Frankfurter Stadtwald sehr viel Ähnlichkeit mit dem Altonaer Volkspark hat. Flugzeuge, dunkle Wege und ganz viel Wald und ein Stadion im Nichts. Da kamen beinah Heimatgefühle 😉 auf. Tja, vom Volkspark sind es aber nur 6 km in meine Kneipe, hier sind es 600. Oder um es mit dem Dude zu sagen „600 verkackte Kilometer“. In diesem Sinne. Live long and prosper. Und wenn es nicht die Weiten des Universiums sind, dann immerhin deutsche Autobahnen und Stadien.

Geendet um 03:55, ich bitte Rechtschreibfehler und Wirrheiten zu entschuldigen.

Jul 242011
 

Der Marschbahnweg in den Vier- und Marschlanden ab Tatenberger Schleuse

Vorwort

Liebe Laufleser, heute die vierte Laufstrecke und noch ein paar Worte so nebenbei, damit ihr auch was zu lesen habt. Ich habe aus irgendwelchen Gründen mehr lange Sachen für den Winter, als ich kurze Sachen für den Sommer habe. Aber im Juli in langer Thermohose und Mütze? Ne, das geht irgendwie auch nicht.

Ich bin ja voll in der Vorbereitung auf den Herbst und insbesondere auf Köln und Frankfurt. Mein Ziel ist wie immer die 5 Stunden Marke und ich hoffe, dass ich mich in einem von beiden Läufen verbessern kann. Meine Bestzeit ist ja bisher eine 5:16:12 in Frankfurt, was mich immerhin den Platz 81164 unter allen Marathonläufern und Platz 9199 in der Altersklasse M35 (alles gerechnet auf das Jahr 2010). Was es alles für Seiten gibt.

Die Vorbereitung ist ein bisschen geändert worden von mir. Ich will einmal ein bisschen mehr laufen, als ich es bisher getan habe und ich will die einzelnen Strecken etwas länger machen. Also lieber 12 als 10 oder 22 anstatt 20. Ob dies mir was hilft, werde ich sehen. Ein Mensch für einen strengen Trainingsplan werde ich nicht mehr. Letztes Wochenende habe ich 22 KM gelaufen und dieses Wochenende sollten es wieder 20+ werden. Aber wie es so läuft, das Trainingsprogramm unter der Woche, welches ich mir vorgenommen hatte, klappte schon einmal nicht.

Kommen wir nun zu der Laufstrecke und dann noch zu einigen Intervallen, so nenne ich ab jetzt die „Kurzmeldungen“ am Ende des Berichtes, wenn ich denn einige habe. Vergleichbar mit dem „Was sonst noch war…“ bei den Fußballberichten.

Der Marschbahnweg 23 km

Mit meiner Schwester suche ich in Hamburg neue Laufstrecken. Sie kannte den Marschbahndamm aus Radtouren, so dass wir den mal laufend testen wollen. Der Marschbahndamm ist das, was von der Marschbahn übrig geblieben ist, die zwischen ersten und zweitem Weltkrieg erbaut wurde und traurige Berühmtheit dadurch erlangte, dass sie das KZ Neuengamme „versorgte“.

Die Daten

Ich bin heute 23,33 km in einer Zeit von 2:42:27 gelaufen. Man kann die Strecke noch deutlich weiter ausdehnen, das Ganze ist ziemlich unendlich verlängerbar. Hier die Strecke bei gpsies.com

Der Damm ist eigentlich durchgängig mit einer Betondecke ausgestattet, die aber in der Mitte offen ist, so dass dort Gras wächst. Das ganze ist noch relativ frisch und daher sehr eben und für Radtouren und andere Dinge sehr gut geeignet. Eben auch zum Laufen. Sie wäre auch bei Regen und Schnee laufbar, ist aber komplett unbeleuchtet und weit weg von jeglicher Zivilisation.

Unsere Strecke beginnt nun an der Straße Tatenberger Deich, direkt nachdem dieser vom Hofschläger Weg abgebogen ist. Da ist vor einem Haus ein kleiner Parkplatz, aber auch sonst kann man da überall relativ gut parken. Neben dem Häuschen ist ein kleiner Weg, auf diesem geht unsere wilde Hatz los. Im Endeffekt geht es ab jetzt nur noch gerade aus. Insofern erübrigt sich relativ viel Beschreibung. Man folgt die ganze Zeit der Beschilderung in Richtung Altengamme. Zu Beginn ist das ganze aber noch nicht der beschriebene Wirtschaftsweg, sondern ein Wanderweg durch Kleingärten.

Der kleine Schwenker gleich am Anfang der gelaufenen Strecke bitte ich zu ignorieren, da sind wir in unserer Planlosigkeit falsch gelaufen. Nach dem Kleingartenbereich kommen wir auf den Wirtschaftsweg und nun ändert sich für die restliche Strecke das Landschaftsbild nur noch wenig. Eine Marschlandschaft mit vielen Tieren und viel Wassergräben. Der Bahndamm an sich ist beinah durchgängig durch Knickgehölzer bewachsen, so dass man Himbeeren, Wildrosen, Schlehen und ganz viele Bäume und Sträuche bewundern kann. Bei einem Wetter wie heute, wenn nicht viel los ist, ist einem der Kontakt zu Tieren gewiss. So trafen wir einen echten Feldhasen und einen Fasan.

Ebenso sicher ist der Kontakt zu Radwanderern. Durch das extrem miese Wetter trafen wir nur vereinzelte Gruppen, aber man muss dann schon mal ein bisschen Platz machen, damit das alles gut klappt. Aber meine Schwester als geübte Radsportlerin und Adlerauge ist das kein Problem, die sieht, wer einem entgegen kommt.

Ansonsten trifft man nicht viele Menschen, ein paar Hundebesitzer, ein paar Beerensammler und das ist es. Viel Zivilisation trifft man auch nicht, so dass auf dem gesamten Weg gerade mal zwei Restaurants sind. Bei Sommerwetter soll auf der Strecke mehr los sein, dass glaube ich gerne, aber so war nix los.

Man muss auf der Strecke sechs Straßen queren, aber außer dem Durchdeich in Fünfhusen und der letzten Straße dem Kirchwerder Landweg haben die nicht sehr viel Verkehr. Zumindest nicht an diesem Tag.

Was so ein bisschen schwierig ist, ist dass es beinah keine Verpflegungsmöglichkeiten auf der Strecke gibt. Imbisse oder Tankstellen sind nicht vorhanden. Es gibt direkt an der Laufstrecke nur die Bahnhofsgaststätte Fünfhusen, 7 Kilometer nach dem Start. Auf dem Rückweg also bei ca. KM 16 fragten wir dort freundlich, ob wir ein bisschen Wasser und ein Klo haben können und die Bedienung war sehr nett und lies uns auf Klo und entriss mir sofort die Flasche zum auffüllen. 😉 Ein Trinkgeld und eine Empfehlung hier, wurde damit erreicht. Also wenn ihr da mal in der Gegend seid: Das Essen roch auch ziemlich lecker.

Das Feeling

Die Strecke wurde bei Wind und Nieselregen gelaufen.23,33 km gingen bis KM 16 eigentlich ganz gut, danach wurde es hart. Ich bin noch nicht in Marathonform, das ist halt so. Das Wetter war erträglich, die Knickbewüchse nehmen sehr viel Wind weg.

Intervalle

Garmin kaputt

Meine Garmin 305 gibt ihren Geist auf. Ich finde diese Uhr ansonsten echt toll, sie ist zuverlässig, kann in gewissen Grenzen Regen ab (das ist bei Ipods z.B. nicht der Fall) und sie trägt sich gut. Nur leider wird der Akku nun nach zwei Jahren (und nach Ende der Garantiefrist) deutlich schwächer und will nicht viel mehr als 90 Minuten halten. Das ist für Marathontraining nicht wirklich gut. Okay, dann wechselt man den halt den Akku. Nur im Internet muss man dann doch erstaunliches lesen, denn nicht nur, dass der Akku fest eingebaut ist, nein Austausch über Garmin ist wohl nicht unter 80 Euro zu bekommen. Es gibt dann immerhin eine (!!!) Anleitung, wie man selber das austauscht, aber das scheitert an einer anderen Sache: Der Akku ist eine solche Sonderform, dass man den in ganz Hamburg nicht bekommt. Man bekommt bei Conrad nun wirklich JEDEN Akku, aber so einen nicht. Gut, dann wurde es mir irgendwie zu doof, den Originalbeleg habe ich natürlich auch nicht mehr und den verlangt Garmin. Okay, da bin ich dann zu faul und so wird die nun eine Walking-Uhr und ich kaufe mir eine Neue. Ich bin nun also stolzer Besitzer einer Garmin 210. Schöne, sehr bequem zu tragende Uhr. Und diesmal bin ich auch ganz brav und mach Akkupflege.

Manifest für Walker!

Soll ich mal sagen, dass ich Walker und insbesondere Nordic Walker gar nicht so schlimm finde? Klar viele von denen können keinen Platz machen und man kann sich immer fragen, ob diese Stöcke wirklich Sinn machen. Aber ich finde es albern, wenn man sich über Leute lustig macht, nur weil sie Walking betreiben. Gerade Walking bringt doch viele Leute, die eher sportfremd sind zu Ausdauersportarten und das ist doch richtig cool. Ich freue mich immer wieder über irgendwelche Damen mittleren Alters, die sich einen abwalken.

Und noch schlimmer wird es, wenn sich dann Leute noch über Klamotten oder so lustig machen. Klar sehen beleibte Menschen in engen Sportklamotten nicht gerade sexy aus, aber das sehen die meisten Läufer ehrlich gesagt auch nicht. Außer den 3 Stunden Läufern tragen da auch die meisten irgendwas vor sich her, was sie von der Modelfigur bzw. unserem mehr als albernen Schönheitsideal trennt. Also: I’m walker friendly! Und wenn nun noch alle Nordic Walker merken würden, dass man nicht mehr an ihnen vorbei kommt, wenn sie zu zweit nebeneinander walken, dann wäre alles easy.

Jul 212011
 

oder

Querbeet

Vorwort

Liebe Leser, rein fiktiv ist diese Geschichte, sie hat nix mit der Wirklichkeit zu tun.

Natürlich könnte man sich jetzt ganz einfach in Blogschauen schreiben und sich ganz viele „mag ich“ und Zustimmungen holen, indem man in wohlgewählten Worten schreibt, wie albern es ist, Spielern Verhaltensregeln aufzuerlegen. Nur bin ich hier das Boulevard, was die Stammtische mit einfachen Wahrheiten gewinnen will? Bin ich die Mehrheitsmeinung, die nur noch mal sich gegenseitig auf die Schulter klopfen will, wie toll und richtig sie sind und wie spinnernd Ultras sind? Nein, dann müsste ich nicht schreiben, sondern könnte die Wahrheit der Bildzeitung, die Wahrheit der Morgenpost, die Wahrheit der Polizei als absolute Wahrheit akzeptieren.

Mal angenommen…

Mal angenommen, ein Spieler arbeitet sich aus der Jugend von Hansa Rostock hoch. Mal angenommen, er stand seit dem er denken kann in der Kurve von Hansa. Mal angenommen, er ist als Jugendlicher Teil von deren Ultrakultur geworden. Mal angenommen, er ist Mitglied in einer derer Ultragruppen. Mal angenommen, diese Ultragruppe hat mehrere körperliche Auseinandersetzungen mit Fans des FC St. Pauli durchlebt (ich will hier mal die Schuldfrage offen lassen). Mal angenommen, dieser Spieler wird Star und Identifikationsfigur von Hansa und insbesondere deren Ultras und Hooligans. Mal angenommen vor einem Jahr hätte sich dieser Spieler nach einem Sieg bei uns noch offen zu seiner Gruppe bekannt und mit denen auf unserem Rasen gefeiert. Mal angenommen, diesem Spieler steht dann doch der Sinn nach einer sportlichen Luftveränderung und er kommt zu uns, weil Hansa leider mal wieder in die 3. Liga abgestiegen ist und wir aufgestiegen sind. Mal angenommen, dies alles wäre so passiert, was würdet ihr sagen? Wie würdet ihr diesen Spieler beurteilen?

Würdet ihr es gut finden, wenn er nach seinem Tor jubelnd und mit Küssen auf das Vereinswappen in die Kurve laufen würde? (Ganz ehrlich, ich finde diese Geste sowieso albern, sie bereitet eigentlich IMMER den Wechsel zu einem anderen Verein vor. Aber das soll hier nicht das Thema sein.)

Würdet ihr es cool finden, wenn dieser Spieler nach dem ersten Spiel auf den Zaun steigen würde und das „magische St. Pauli, siege heute hier für uns.“ als Bandleader zu zelebrieren? (Auch hier: Ich finde Humbas etc. eigentlich lächerlich, aber das ist hier nicht das Thema, denn es ist bei vielen Vereinen ein absolut eingeschworenes Ritual und wenn es für diese Vereine passt, dann soll es mich nicht stören.)

Würdet ihr es cool finden, wenn er nach diesem Spiel sein Trikot in die begeisterte Masse werfen würde? (Könnten bei uns Spieler überhaupt mal wieder machen, nicht nur Herr Schachten.)

Würdet ihr es richtig finden, wenn Unmutsäußerungen einzelner Fans durch den Verein verboten werden würden? Urheber mit Stadionverbot etc. belegt werden würden?

Beantwortet irgendwer diese Fragen alle mit Ja?

Ganz ehrlich: Von einem Fußballprofi verlange ich die gute Erfüllung seines Jobs. Nicht, dass sein Herz für meinen Verein schlägt. Viele Profis werden ihre ganze Karriere nicht für ihren Herzensverein spielen, andere ihre ganze Karriere. Mir ist das egal. Daher wäre der fiktive Spieler als Spieler mir willkommen.

Nur – und dies wird auch dieser fiktive Spieler begreifen – und zwar nicht, weil es lächerlich ist, sondern weil „er authentisch bleiben will, er seine Herkunft, seine Sozialisation bei den Ultras nicht verleugnen wird und weil er weiß, was Ultras bewegt.“

Fußballfans wie Ultras haben ihre eigenen Rituale, die nicht immer sich in der Norm bewegen und viele auch lächerlich wirken. Das fängt beim singen an und hört eben bei ganz anderen Dingen auf. Wer da einfach nur mit der Pauschalkeule „lächerlich“ oder „Unsinn“ draufhaut, der lebt einfach nicht in dieser Welt. Und wer es nicht fühlt, der muss es auch nicht verstehen. Ich jedenfalls lebe lieber in der absurden Welt des Fußballfans, teilweise selbst in der absurden Welt eines Ultras als in der angeblich (haha) rationalen Welt des normalen, des nicht Ultras, des Nichtfans.

Und ich habe damit nix zu Manuel Neuer oder der Schickeria gesagt.

La Familia

Man kann ja viel negatives über Beckenbauer und Hoeness sagen, aber vergessen tun die nicht. Und wer loyal zu ihnen ist, den werden sie auch immer loyal behandeln und in jeder Situation helfen. Oder um mal etwas von Beckenbauer zu zitieren, was ich wirklich gut finde (leider zitiert nach dem Abendblatt, wo auch der Link hinführt!):

„Vielleicht wären wir ohne Gerd Müller und seine Tore noch immer in
unserer alten Holzhütte an der Säbener Straße“

Alles erdenklich Gute, Gerd Müller, dieses Talent aus einem Torschuss ein Tor zu machen (seine Statistik im Finale 1974), ist und wird wohl nie erreicht werden. Umso trauriger, wenn es so einem Jahrtausendtalent nicht gut geht.

Und sonst so?

… haben wir schon wieder viel zu viele Verletzte. Gerade Muskelfaserrisse sollten nicht sein und müssen vermieden werden. Bisher zum Glück nicht wirklich viele wichtige Spieler, aber auch Filipovic wäre für Harakiri Nummern und insbesondere für die 2. Mannschaft wichtig gewesen. Und ähnlich wie Deniz Herber hat er ein Transferjahr vor sich, wo er jede Minute braucht und nutzen muss um eventuell den Sprung nach oben zu schaffen. In der Hoffnung auf eine schnelle Genesung.

… morgen ist wieder Einzelkartenverkauf. 2.000 Tickets stehen für Mitglieder ohne Dauer- und Saisonkarte zur Verfügung und mein Gefühl sagt mir, dass es nicht so einen Andrang geben wird, wie letzte Saison. Ich könnte mir insbesondere vorstellen, dass die Sitzplätze nicht für jedes Spiel vollständig weggehen, insbesondere weil die eben doch sehr teuer sind. Warten wir es mal ab.

… Ein AGB Nachtrag: Wunderkerzen: Das Verbot ist nebenbei nicht neu, es galt offiziell schon zu Zeiten, als ich noch bei den Passanten war. Und das ist 2002 gewesen. Was man dazu sagen muss ist, dass Wunderkerzen richtig angewandt hübsch anzusehen und vollkommen harmlos sind. Das Problem liegt mal wieder in der Unvernunft von Menschen. In ALLEN Fällen, in denen bei uns auf der Höhe Wunderkerzen verteilt wurden, kam IMMER irgendeine Blitzbirne auf die Idee ganz viele zusammen in der Hand zu halten und anzuzünden. Und dann sind die leider nicht mehr harmlos, sondern tropfen und funken wie verrückt. So sehr ich den Wunsch nach einer Erlaubnis von Wunderkerzen befürworte, so sehr sehe ich leider wieder, dass das Fehlverhalten Einzelner das Vergnügen Vieler trübt.

… Unser nächster Gegner, der einen Fankodex herausgegeben hat und ihn „Katalog der Selbstverständlichkeiten“ genannt hat. Ganz ehrlich: Blödsinniger Quatsch, weil a. sind es Selbstverständlichkeiten und b. ist die Formulierung „organisierte Verstöße“ ziemlich albern. Warum? Weil sie entweder eine pauschale Kollektivhaftung ohne Verschulden eröffnet, eine Sache, die immer zu falscher Solidarisierung, Opfer/Tätertausch und ähnlichem führt oder einfach an einem Beweisproblem scheitert. Und auch Punkt 5 mit dem Gewaltverherrlichen finde ich einfach viel zu unbestimmt. „Schiri, wir wissen wo dein Auto stand, hat gut gebrannt.“ ist z.B. absolut gewaltverherrlichend. Klar, ist nun auch kein Höhepunkt des Einfallsreichtums, aber ich kann mich mit einem klinisch reinem, sprachlich 1.000 % korrekt agierendem Fußball nicht anfreunden und ich will es auch nicht. Ich weiß, dass klingt wie ein Mantra, aber ändern tut man Fanverhalten nur, in dem man Fans ernst nimmt, in dem man immer wieder mit ihnen redet, in dem man sich der Problematik von Männerbünden bewusst wird und in dem man die Ochsentour geht.

… ein Linktip: Einige Worte, die ich hier mal aus dem Zusammenhang gerissen zitiere, weil ich sie so passend zu der verlinkten Diskussion finde. Diese Diskussion ist unter der Verlinkung mitzuverfolgen, die aber – Achtung – nicht einfach zu verfolgen ist. Aus diesen Kommentaren ist auch folgendes Zitat:

„und bei dieser multipel kontaminierten Diskussionslage passiert es ja leicht, dass man sich auch mal auf die Falschen beruft.“

Jul 192011
 

oder

Einige Gedanken zu AGB und ihrer Nutzung durch den FC St. Pauli

Vorwort

Liebe Leser, es kommt selten vor, dass ich mich in einer juristischen Materie wirklich auskenne, weil ich einfach lange keine „klassische“ Jura mehr betreibe und daher auch keinen Mietprozess mehr führen kann. Bevor ich mich jedoch in die Welt der Steuern verabschiedete waren Allgemeine Geschäftsbedingungen und Formelverträge mein juristischer Lebensinhalt und so viel hat sich in den letzten 10 Jahren da nicht geändert. Ich suche nur immer noch das AGB-Gesetz. Da war das nämlich bis vor 10 Jahren geregelt, bevor man das im Rahmen der unsäglichen Schuldrechtsreform ins BGB integriert hat. Aus meiner Sicht nicht sehr gelungen das ganze, aber das ist eine juristisch philosophische Frage.

Ich werde mal versuchen alle Fragen zu beantworten, die per Forum, per Mail, per Persönlicher Nachricht aufgeworfen wurden. Sollten einige unbeantwortet bleiben, dann bitte ich diese noch in die Kommentare zu stellen. (Für die Juristen unter euch: Ich verkürze teilweise, weil das sonst unverständlich wird, also nicht wundern)

Was sind eigentlich AGB? Und warum gibt es dafür eigene Regeln?

Das BGB in seiner klassischen Form ging von zwei gleichberechtigten Partnern aus, die ihren Vertrag in einem Kräftegleichgewicht verhandeln und daher zwingend faire Regeln erarbeiten. Daher ging das BGB von einer nahezu absoluten Gültigkeit von Verträgen aus (pacta sunt servanda) und setze dem ganzen nur durch einen Sittenwidrigkeitsparagraphen und einige andere Regelungen weite Grenzen. Das war wahrscheinlich damals schon zu doll in einer idealen Welt gedacht, aber spätestens mit dem Massengeschäft überholte sich das einfach. Denn wenn ich ein Konto bei einer Bank eröffne, dann kann ich die Bedingungen nicht aushandeln, geschweige denn bei Telefongesellschaften oder Fußballvereinen. Bei allen diesen Möglichkeiten werde ich – selbst bei Konkurrenten – immer ähnliche Vertragsregelungen haben, die für alle Verträge vorformuliert sind. Aufgrund dieser einseitigen Vorformulierung musste eine Inhaltskontrolle her. Die Rechtsprechung entwickelte diese aus dem oben benannten Sittenwidrigkeitsparagraphen (§242 BGB) und Ende der 70er Jahre goss der Gesetzgeber dies dann auch in ein Gesetz. Und irgendwann kam dann auch mal eine EU-Richtlinie, die sich aber weitestgehend an der deutschen Idee orientiert. (Das ist nebenbei nix ungewöhnliches bei EU Richtlinien, so basiert das Umsatzsteuerrecht auch stark auf der vorher geltenden französischen Regelungen.)

Als AGB gelten alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei der anderen bei Vertragsschluss stellt (§305 Abs. 1 S. 1 BGB) Schöne juristische Definition, was? Kurzum: Es ist egal, ob da AGB drüber steht, ob es auf der Rückseite steht oder ein vorgedruckter Vertrag ist. Vielzahl meint erstmal eine unbestimmte Zahl, es ist streitig, wo das Minimum liegt, aber bei uns vollkommen egal, denn der FCSP möchte diese AGB in grob 15.000 Dauerkartenverträge, 1.000 Saisonpaketverträgen und ca. 100.000 Einzelkartenverträgen benutzen. Da ist das Merkmal „Vielzahl“ locker erfüllt. Kurz: Wir haben hier AGB und damit gelten die Sonderregeln des BGB.

Wie werden AGB in den Vertrag einbezogen?

Das regelt § 305 Abs. 2 und dies ist eine meiner liebsten Formulierungen im ganzen Zivilrecht, weil sie so herrlich viele Fragen offen lässt. Leicht verkürzt steht da „AGB werden Bestandteil des Vertrages, wenn der Verwender den anderen auf die AGB ausdrücklich hinweist, dieser in zumutbarer Weise sie zur Kenntnis nehmen kann und die andere Vertragspartei mit ihrer Geltung einverstanden ist.

Das „einverstanden ist“ könnt ihr gleich wieder vergessen. Denn ein „ich will aber nicht“ führt zu einem „dann bekommst du halt keine Dauerkarte“ und ist daher vollkommen überflüssig. Viel spannender ist eigentlich der restliche Teil. Was genau heißt das eigentlich? Erstmal ist keine wirkliche Kenntnisnahme verlangt! „Zur Kenntnis nehmen kann“ heißt nur, dass man die Möglichkeit haben muss. Es reicht dabei nach ständiger Rechtsprechung (sprich in der Praxis) aus, wenn ausdrücklich und für den durchschnittlichen Kunden erkennbar auf die AGB hingewiesen wird. Das ist bei den Dauerkartenbesitzern kein Problem, denen sind die zugeschickt worden. Aber auch für alle anderen (Saisonkarten z.B.) muss man wohl konstatieren, dass der Verein hinreichend auf seine AGB hinweist. An den Verkaufsschaltern kleben Zettel, die man zwar übersehen kann (was viele auch tun), die aber doch relativ deutlich sind, auf der Homepage sind sie zu finden, bei Onlineverträgen wird auf sie hingewiesen. Und das reicht. Das wirkt komisch, ist aber in vielen Gerichtsurteilen ausgesungen. (Das der Verein hier gerne mal alte Versionen der AGB nutzt, ist eher eine Frage dessen, was letztendlich Vertragsinhalt wird, nicht eine Frage ob AGB an sich Bestandteil des Vertrages geworden sind.)

In der Rechtsprechung nicht wirklich geklärt ist, wie das eigentlich bei telefonischen Verträgen funktioniert. Ich bin nun Neukunde des FCSP und ich habe die Telefonnummer nicht etwa auf der Internetseite bekommen, sondern von einem Kumpel erhalten. Dann kennt er die AGB nicht und hat aufgrund der Technik des Vertragsabschlusses auch keine Möglichkeit diese zur Kenntnis zu nehmen. Von dem fiktiven Fall, dass sie ihm vorgelesen werden mal abgesehen.

Unsere AGB bestimmen in 2.2., dass er sie akzeptiert ohne sie zugesandt zu bekommen. Das ist natürlich eine Aushebelung der Gesetzesnorm und daher eher nicht gültig. Aber so richtig geklärt, wie man die einbezieht, ist es anscheinend nicht. Die Rechtsprechung behilft sich mit der Konstruktion von einvernehmlichen Vertragsänderungen, die beratende Praxis rät zu der nachträglichen Zusendung und einer Zustimmungsklausel. Alles nicht ausgesungen, juristisch spannend, aber für uns eher uninteressant. Praktisch wäre nur spannend, ob man bei Anrufen der Hotline wirklich auf die AGB hingewiesen wird.

Lustigerweise wird in der ganzen Norm der Zeitpunkt der Möglichkeit der Kenntnisnahme nicht definiert. Man ist sich aber einig, dass dies VOR bzw. BEI dem Vertragsschluss der Fall sein muss. Die immer wieder gern verwendete Praxis AGB ausschließlich auf die Rechnung aufzudrucken ist mehr als fragwürdig, denn da ist der Vertrag schlichtweg schon abgeschlossen. Dies reicht wohl nur dann, wenn man schon vorher auf die AGB hinweist und sie auch gesondert zur Kenntnis bereit hält und dies sozusagen nur als bequeme Informationsmöglichkeit hinterhergeschoben wird.

Inhaltskontrolle von AGB

Wie oben schon beschrieben, gibt es eine besondere Inhaltskontrolle bei AGB. Diese ist in den §§ 307,308, 309 BGB geregelt und soll nun unser Thema sein. Die §§ 308 und 309 eher nicht, denn da sind zwar ganz tolle Verbote geregelt, aber die sind bei den hier entscheidenden Fragen nicht wirklich entscheidend. Und dann kommt man in die Gummiklausel des §307. Wenn man die durchliest, dann stellt man fest, dass da vieles und doch gar nix gesagt ist und man im Endeffekt sich darauf verlassen muss, was die Rechtsprechung draus macht. Und daher ist das AGB Recht sehr stark Rechtsprechungsrecht mit all seinen Einzelfallentscheidungen, was immer zu einer gewissen Ungewissheit führt. Ich möchte trotzdem versuchen kurz die aufgeworfenen Fragen zu beantworten:

Überlagerung des Risikos bei Versenden von Tickets

In unseren AGB heißt es in Nr. 2.4. folgendes:

„Die Versendung von Tickets erfolgt auf Gefahr des Bestellers. Die Auswahl des
Transportunternehmens erfolgt durch den FC St. Pauli. Erfolgt die Auftragserteilung weniger als fünf Arbeitstage vor der jeweiligen Veranstaltung, so werden die Tickets dem Besteller nicht zugestellt, sondern am Veranstaltungsort hinterlegt.“

Sprich: Die Gefahr eines Verlustes auf dem Transportwege trägt der Käufer, obwohl der Verkäufer das Unternehmen auswählt.

Im Forum wurde nun behauptet, dass dies ganz klar nicht rechtens sei. Ich tue mir da ehrlich gesagt schwer, denn ganz klar ist, dass man sich die Karten auch hinterlegen lassen kann oder vor Ort abholen kann. Sprich der Käufer hat eine Wahlmöglichkeit. Und dann ist man in § 447 BGB und was steht da? Ziemlich genau das gleiche.

Stellt sich nur die Frage, ob dies wieder durch § 477ff BGB, dem sogenannten Verbrauchsgüterkauf eingeschränkt wird, der diese Norm ausdrücklich aushebelt und auch ausdrücklich eine Abweichung nicht zulässt. Dafür müsste es sich bei einer Eintrittskarte jedoch um eine bewegliche Sache im Sinne dieser Vorschrift handeln und dies scheint in der Rechtsprechung bisher ungeklärt zu sein. Man kann dies sehr gut annehmen, weil eine Eintrittskarte natürlich eine bewegliche Sache ist, man kann es aber auch nicht annehmen, weil es bei einer Eintrittskarte insbesondere um das verbriefte Recht geht, sprich um den Kauf eines Rechtes. KLAR im Sinne von mehrfach entschieden ist dies allemal nicht. Und so verwenden eigentlich alle Ticketunternehmen eine ähnliche Klausel in ihren AGB. Ein Musterprozess wäre wirklich spannend.

Ich hoffe, meine Meinung, was das ist, kommt da raus. Ich bin aber nicht der Jurist, der etwas für klar erklärt, wenn es dies nicht ist. Ich möchte hier noch mal an die Abhandlungen über die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Tätern für DFB Strafen erinnern. Das OLG Rostock selber hat das nicht wirklich 100 % bejaht, trotzdem lassen sich nun Juristen ständig mit dem „Das ist so.“ zitieren. Das ist einfach falsch und Blödsinn und das sollte ein Jurist auch deutlich machen.

(Off Topic: Daher wäre hier auch keine Abmahnung zu befürchten, diese wäre nur dann zu befürchten, wenn es sich um einen klaren Rechtsverstoß handeln würde und den sehe ich hier nicht.)

Filmen von Publikum

In der Nr. 7.4. heißt es:

““Der Veranstalter ist berechtigt, im Rahmen der Veranstaltung Bildaufnahmen des Stadionbesuchers sowie seiner Begleiter, die über die Wiedergabe einer Veranstaltung des Zeitgeschehens hinausgehen (Recht am eigenen Bild) ohne Vergütung zu erstellen,zu vervielfältigen, zu senden oder erstellen zu lassen, vervielfältigen zu lassen odersenden zu lassen, sowie in audiovisuellen Medien zu nutzen oder nutzen zu lassen.“

Dazu erstmal ein paar Ausführungen zum Recht am eigenen Bild. Ist es denn grundsätzlich erlaubt, Aufnahmen von einer Person zu machen? Nein, ist es nicht, das ist das berühmte Recht auf informelle Selbstbestimmung, welches das Bundesverfassungsgericht mal erschaffen hat. Davon gibt es dann unzählige Ausnahmen und Einschränkungen u.a. wenn man eine Person des Zeitgeschehens ist (grob jetzt mal als Berühmtheit übersetzt), dann können Fotos veröffentlicht werden und dies gilt auch für relative Personen des Zeitgeschehens, die kurzfristig in das Licht der Öffentlichkeit treten. Und daher kann es ganz ins unreine gesprochen auch ohne weiteres ein Recht geben Publikum von Konzerten etc. zu filmen und die Aufnahmen zu veröffentlichen.

Soweit und so unklar. Nur die hier verwendete Klausel geht ja weit über dies hinaus, weil sie eine zeitlich unbefristete, medienunabhängige und offene unentgeltliche Verwendung von Bildern und Aufnahmen vorsieht. Das LG München hat 2001 auf Basis des alten AGB-Gesetzes eine solche Klausel bei Fernsehshows (!!!) für ungültig erklärt (Aktenzeichen: 7 O 14849/00), weil sie zu benachteiligend ist. Nach der Literatur die man zu dem Thema findet, ist eine Einwilligung in die Anfertigung und Verwendung von Bildaufnahmen auch per AGB möglich.

Wenn man dies so sieht, kann man an der Wirksamkeit dieser Klausel aufgrund ihrer Weite doch zweifeln, aber sicher ist sie nicht. Das Urteil des LG München ist nach meiner Recherche das einzige Urteil in diesem Bereich. Diese AGB Klauseln sind sehr weit verbreitet und finden sich in nahezu jedem Konzert- und oder Fußballzuschauervertrag. Ganz ehrlich: Ich wäre an einem Musterprozess interessiert, wenn mal wieder jemand von Sky in Nahaufnahme beim Popeln gezeigt wird und dies noch Jahre später bei Sport1 im Saisonrückblick 1999/2000 gezeigt wird. Und dies passiert. Ich weiß nicht, wie der Musterprozess ausgeht, aber es ist schon sehr weitgehend, wenn man als Privatperson per AGB in eine zeitlich unbegrenzte kostenlose Nutzung zustimmen soll. Ob dies der allgemeinen Inhaltskontrolle des § 307 BGB standhält, dies wäre die Frage.

Insbesondere weil der Veranstalter dieses Recht dann ja fröhlich an seine Fernsehanstalten etc. weitergibt, ohne dass der Zuschauer überhaupt weiß, wem er da alles gerade die Verwendung seines Bildnis für ewig gestattet.

Die „Bloggerklausel“

Problematisch ist und bleibt die Berichterstattung durch Fans. Aus meiner Sicht lässt sich hier die DFL vor den Karren von Journalisten und insbesondere Fotografenverbänden zerren, die schlichtweg ihre Pfründe sichern wollen und unliebsame Konkurrenz per AGB und Akkreditierungsrichtlinien aus dem Feld schlagen wollen. Aus meiner Sicht sollten sich die Vereine von so einem Blödsinn distanzieren und sinnvolle Regelungen aufstellen und dies auch auf Basis der DFL (die ja nix anderes ist, als die 36 Profivereine) durchsetzen. Klar, ich würde als Journalisten im Stadion auch nur jemand haben wollen, der dort ARBEITET, nicht jemanden, der im Notfall noch auf meine Kosten die Würstchen frisst. Aber ich denke dies kann man auch mit anderen, besseren Regelungen und insbesondere mit einem Verständnis und der Kenntnis vor Ort durchsetzen. Ich finde es einfach falsch und unsinnig z.B. Fanfotografen per se durch irgendwelche AGB auszuschließen. Ich denke die Vereine vor Ort wissen viel eher, wer korrekt ist und wer nicht und man sollte ihnen dort auch einen Handlungsspielraum eröffnen (mal ganz davon ab, dass die meisten Vereine diesen insgeheim nutzen).

Dies alles muss man wissen, wenn man unsere „neue“ Klausel sieht, die versucht in diesem Spannungsfeld noch das Beste draus zu machen.

Im Wortlaut lautet sie jetzt:

Der Aufenthalt im Stadion zum Zwecke der medialen Berichterstattung über die Veranstaltung (Fernsehen, Hörfunk, Internet, Print, Foto) ist nur mit Zustimmung des FC St. Pauli und in den für Medienvertreter besonders ausgewiesenen Bereichen zulässig. Davon ausgenommen ist das Recht, Bilder, Beiträge oder Berichte in Medien ohne kommerziellen Charakter wie Fanclubseiten, Fanblogs oder Fanzines zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung von Bildern, Beiträgen oder Berichten auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Google Plus, Twitpic, Flickr oder ähnlichem ist erlaubt, solange sie nicht zu kommerziellen Zwecken erfolgen.

Dem Stadionbesucher ist es verboten, Fotokameras/ -apparate,
Videokameras oder sonstige Ton- oder Bildaufnahmegeräte zum Zwecke der kommerziellen Nutzung mitzubringen. Es ist grundsätzlich nicht erlaubt, bewegte Bilder vom Spiel aufzunehmen. Eine kommerzielle Verwendung von Aufnahmen oder eine Weitergabe des erstellten Materials über den privaten Bereich hinaus an Dritte oder eine Veröffentlichung mit kommerziellem Hintergrund in den Medien oder im Internet bedarf zu ihrer Zulässigkeit der vorherigen ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung des FC St. Pauli, die schriftlich unter Nachweis der zu verwendenden Aufnahme zu beantragen ist. Bei Zuwiderhandlungen wird unbeschadet weiterer Ansprüche eine Vertragsstrafe fällig, deren Höhe nach billigem Ermessen vom FC St. Pauli festzusetzen ist, höchstens jedoch EUR 3.000,-.

Fangen wir doch mal mit der Vertragsstrafe an. Grundsätzlich verbietet § 309 BGB dies absolut nur für einige ganz bestimmte Hauptleistungspflichten. Darum geht es hier nicht. Daneben kann aber der § 307 BGB angewandt werden und die Klausel müsste sich einer allgemeinen Angemessenheitsüberprüfung stellen. Welche Klauseln nun noch angemessen sind und welche nicht und in welcher Höhe eine Vertragsstrafe per Formelvertrag vereinbart werden darf, dies wird im Arbeitsrecht rauf und runter diskutiert. Wenn man diese Grundsätze mal übertragen mag (dies kann man aufgrund der Eigenart des Arbeitsrechtes nicht zwingend), dann wird eine Vertragsstrafe, die in einem fest bestimmten Bereich bleibt wohl angemessen sein, wenn dieser Bereich nicht zu hoch gewählt ist. Ob 3.000 Euro Maximum diese Anforderungen erfüllt, kann sich nun jeder selber aussuchen. Ich denke, dies ist gerade eben noch angemessen.

So klar die Klausel ist, so bleiben doch Grauzonen. Was ist „kommerziell“? Ganz konkret: Sind Google Ads Kommerziell? Werbung eines Hostinganbieters? Flattr Buttons?

Wenn man mal den Duden als Quelle nimmt, dann ist kommerziell „den Handel betreffend, geschäftlich, Geschäftsinteresse wahrnehmend, auf Gewinn bedacht.“

Werbung eines Hostinganbieters

Ich denke hier sind wir im hellgrauen Bereich und wenn das Posten im sozialen Netzwerk erlaubt ist, dann ist auch eine Werbeeinblendung eines Hostinganbieters erlaubt. Denn ich selber als AGB Annehmender bin ja gerade nicht „auf Gewinn bedacht“.

Flattr Button

Puh, das wird schon eher kommerziell, denn hier will ich damit Geld verdienen und wenn es nur ist, meine Kosten zu verdienen. Und wenn man deren Internetseite sieht, dann steht da sofort „The social way to get paid“. Das ist eine Form der Bezahlung, die vielleicht mal für gemeinnützige Organisationen gedacht war, die aber von Privatpersonen genutzt nichts anderes ist, als eine Bezahlungsform.

Retten kann man das ganze nur damit, dass man hier ja nicht „auf Gewinn bedacht“ ist. Aber hier bleiben wir eben in einer sehr konkreten Grauzone. Insbesondere wenn ich am Ende damit Gewinn mache, dann bin ich auch auf Gewinn bedacht.

Google Ads

Muss man wohl genauso sehen.

Fazit

Gerade wegen der Inhaltsklausel des § 307 sind AGB juristisch häufig streitig und vieles ist Einzelfallrecht der Gerichte. Die Risikoklausel beim Versand ist ebenso wie die sehr weite Verwendungsklausel von Bildern eigentlich eine Steilvorlage für einen Musterprozess. Jedoch mit einem ungewissen Ausgang. Beim bloggen muss ich mich entscheiden. Wenn ich wirklich auf der sicheren Seite sein will, dann sollte ich mein Hobby auf einem werbefreien Hostinganbieter ohne Flattr Button betreiben. Das kostet dann aber auch entsprechend.

Weitere Fragen gerne per Kommentar oder per Mail, Antworten dauern aber eventuell etwas, weil man doch mal suchen muss. Wichtig ist mir auch, dass ich hier natürlich nur eine Meinung vertrete, denn vieles ist in diesem Bereich eben doch sehr unklar.

Geschützt: All Bolls are Heros

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Jul 182011
 

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Jul 142011
 

http://www.fcstpauli.com/pics/medien/1_1310652551/Neue_AGB_Stand_13.07.2011.pdf

(Änderungen insbesondere in Nr. 7.1. und 7.2.

Mehr muss man dazu nicht sagen. Danke Christian, danke Sven, danke FC St. Pauli, dass man dich zwar ab und zumal ganz schön schubsen muss, du dann aber auch unbürokratisch und richtig reagieren kannst. Nicht immer, aber vielleicht ja immer öfter. Bring Back Sankt Pauli!

In diesem Sinne: Weiter kritische Liebe von mir und diesem Blog.

Jul 132011
 

Nachtrag 14.07.2011 / 14:00

Zusammen mit den zuständigen Personen beim Verein ist nun eine Version entstanden, die hoffentlich alle Bedürfnisse abdeckt. Wir arbeiten da in einem Spannungsfeld, wo es immer Problemfragen gibt, so dass nicht alles wirklich zur vollsten Zufriedenheit geklärt werden kann. Ich hoffe nun aber, dass nun ein guter Kompromiss entstanden ist. Die Kuh nähert sich also sehr schnell dem rettenden Ufer und steht schon auf sehr tragfähigem Eis. Ich gehe mal von einer baldigen Veröffentlichung auf der offiziellen HP aus und werde dies dann als eigene Meldung in diesen Blog schreiben.

Von gestern (13.07.11):

Dieser Text stand heute lange anstatt des Blogs auf der Seite. Um 17:51 wurde er dann mit dem oben stehenden Nachtrag versehen. Ich gehe zur Zeit von einer sinnvollen Lösung aus. Sollte dies bis zum ersten „echten“ Heimspiel nicht der Fall sein, ist dieser Blog endgültig Geschichte.

Nachtrag 17:51

Ich könnte jetzt viel über „warum nicht gleich so?“ schreiben, lasse dies aber und sage nur: „Ende gut, alles gut.“ und da ist mir der Weg relativ egal. Zur Zeit sieht es so aus, als ob die AGB nochmals geändert werden und dann auch ein Bloggen ausdrücklich erlaubt ist/wird/sein wird. Auch eine sinnvolle Regelung für Social Media (Twitter, Facebook etc.) soll gefunden werden. Das ist zumindest das Ergebnis eines Telefonates zwischen mir und dem Verein. Neue AGB Bestimmungen sollen gemeinsam entworfen werden. Ich begrüße das sehr und werde daher im Laufe des Abends meinen Blog auch wieder online stellen. Immer unter dem Vorbehalt, dass es dann auch zu einer sinnvollen Regelung kommt, aber ich gebe da jetzt mal einen Vertrauensvorschub.

Bloggen verboten

Vorläufiges Ende dieser Internetseite

In den neuen (Stand 13.07.2011) AGB des FC St. Pauli finden sich folgende Passagen:

„7.1 Der Aufenthalt im Stadion zum Zwecke der medialen Berichterstattung über die
Veranstaltung (Fernsehen, Hörfunk, Internet, Print, Foto) ist nur mit Zustimmung des
FC St. Pauli und in den für Medienvertreter besonders ausgewiesenen Bereichen
zulässig.“

Damit ist das Bloggen über den FC einem normalen Stadionbesucher verboten und damit diese Internetseite ihres Hauptinhaltes beraubt. Es macht daher keinen Sinn, sie weiter zu betreiben.

Man kann sich lange darüber streiten, ob Blogs nun „mediale Berichterstattung“ sind oder nicht, aber wenn man z.B. Definitionen wie hier: http://homepages.uni-paderborn.de/winkler/medidef.html (sorry in Dummdeppen HTML kann ich keinen Link setzen) sich ansieht, dann muss man dies wohl bejahen. Auch das die mediale Berichterstattung Hauptzweck meines Stadionbesuches ist, wird dort nicht verlangt. Vielmehr reicht nach der klaren und deutlichen Formulierung ein Nebenzweck aus.

Ich bin nicht gewillt unter dem Damoklesschwert „Rausschmiss“ oder „Stadionverbot“ (und nichts anderes steht da) weiter diesen Verein kritisch zu begleiten. Ich bin auch nicht gewillt einen eventuellen Musterprozess darüber, ob das nun medial ist oder ob vielleicht doch nur der Hauptzweck einen Rausschmiss (warum eigentlich?) rechtfertigt führen. Ich habe dazu weder die Ressourcen, noch die Lust.

Die kritische Fanöffentlichkeit war immer eine große Stärke des FCSP. Sie war ein Markenzeichen und ein Markenkern (Unwort) des FCSP. Von Seiten des Vereines wird dies nun geopfert und eine Kontrolle, eine Gleichschaltung (sorry für dieses Unwort, mir fällt leider kein besseres ein) anscheinend angestrebt. Der Verein verliert damit endlich seine Einzigartigkeit.

Habe ich denn kein Vertrauen in die handelnden Personen? Oh doch, die habe ich, aber handelnde Personen haben Vorgesetzte, handelnde Personen können schon morgen wechseln. Die Regelungen und die damit verbundenen Möglichkeiten, die bleiben.

Norbert, 13.07.2011

PS: Beschwerden bitte nicht an mich, sondern an den Verein.

Jul 112011
 

oder

Hallo Paulis, Lübeck ist weit, was?

Vorwort

Liebe Leser, ich war nicht beim Testspiel, da ich beim Burning Summer Festival in Ludwigslust war. Wir als Fanräume waren von dem ausrichtenden Jugendkulturnetz Ludwigslust (Facebook Link) eingeladen worden dort mit einem Info- und Verkaufsstand uns zu präsentieren. Wir haben von Upsolut noch Totenkopfware mitgenommen und waren zwei Tage dort präsent. Leider vor relativ wenig Publikum, was insofern schade ist, als dass sich hier junge Leute ehrenamtlich gegen den vorherrschenden rechten Livestyle stemmen und ein klasse Festival auf die Beine stellen. Wir sind echt herzlichst empfangen worden, durften uns Backstage mit verpflegen und wurden echt umsorgt. Da sind viele professionelle Fußballvereine echt schlechter und unprofessioneller organisiert. Also: Grätscht mal bei einer Veranstaltung von denen vorbei und/oder unterstützt die irgendwie anders.

Bisher nur 6.000 Karten für Lübeck verkauft

Trotz Sommerferien und Spiel in Lübeck finde ich die Anzahl nach einem Tag freiem (!!!) Verkauf mehr als erschreckend. Das ist einfach peinlich und mehr als entsetzlich. Es ist schon peinlich, dass nur ca. 3.500 Dauerkartenbesitzer nach Lübeck fahren wollten, aber entsetzlich wird es, wenn auch die reinen Mitglieder UND die alle „freien“ Leute nicht die Karten annähernd abnehmen. Da bewertet man verzweifelte Kartennachfragen für Heimspiele im Internet schon sehr schnell anders, wenn nicht einmal bei einer solchen Chance die Karten weggehen. Und man muss sehr daran zweifeln, dass der Verein seine Einzelkarten für die Heimspiele auch nur annähernd absetzt.

Also: Wer noch eine Karte haben will und wer ein Pflichtspiel (!!!), ein Ligaspiel (!!!) des FCSP zu relativ preiswerten Preisen sehen will, der hat nun die große Chance.

Aber so ganz unschuldig ist der Verein trotzdem nicht und damit haben wir die perfekte Überleitung zum nächsten Punkt der heutigen Betrachtung:

5 erfüllbare Wünsche an das Kartencenter bzw. die Kartenpreisgestalter

1. Mache die Preisgestaltung von Karten nicht immer so, dass die Preise ganz knapp an unverschämt vorbei schrammen. Eine de facto Preiserhöhung von 2010/2011 auf 2011/2012 bei den Dauerkarten ist bei einem Abstieg einfach schwach und führt nicht zu größerem Interesse.

2. Informiere frühzeitig, transparent und vollständig und über alle Kanäle! Es kann nicht sein, dass man Mittwoch Abend dann mal sagt „Ach ja nebenbei morgen können dann auch die Mitglieder kaufen“. Diese Information hätte man sofort und am Anfang geben müssen. Und zwar in folgender Form: „Von Montag bis Mittwoch haben die Dauerkartenbesitzer Vorkaufsrecht, wenn dann noch Karten verfügbar sind, dann haben Donnerstag die Mitglieder Vorkaufsrecht, wenn dann noch Karten verfügbar sind, dann starten wir Freitag einen freien Verkauf.“ Diese Information hätte am 30.06.11 veröffentlicht werden müssen!!! Und dazu hätte ich auch deutlich sagen müssen, dass der Abverkauf durch die Dauerkartenbesitzer nicht zwingend ist, damit ich gleich nicht in der Presse die übliche „wird sowieso ausverkauft sein“ Meldung bekomme. Nebenbei: Solche Informationen gehen auch nicht als Pressemitteilung raus bei unserem Verein. Hammer oder?

3. Service! Informiere deine Tresenkräfte richtig. Es kann nicht sein, dass Mittwoch Nachmittag noch die Info herausgegeben wird, dass man nicht wisse, ob es einen Mitgliederverkauf gebe. Und das ist wirklich so Leuten gesagt worden.

4. Nutze Livezahlen! Es kann nicht sein, dass im Online Tool von Ticketmaster irgendwie 3.500 Karten verfügbar sind, dies aber nicht annähernd den wirklich verfügbaren Zahlen entspricht. Man muss live (am besten täglich) über die verfügbaren Karten aufklären und dies sollte auch möglich sein. Wenn nicht: Schaffe dir eine vernünftige Software an.

5. Service2! Optimiere die Abläufe am Tresen. Wenn man schon Barcodes auf den Dauerkarten hat, dann schafft man sich auch einen Scanner an, der diese lesen kann und verknüpft den so, dass man schnell die Karten ausgedruckt hat. So vermeidet man Schlangen und vermeidet Frust. Die 3 Stunden Meldung (die nebenbei nie wieder aufgehoben wurde) wird auch viele Dauerkartenbesitzer abgeschreckt haben.

Fuck Sexismus!

Nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft der Frauen musste ich so etwas wie „wenn das jetzt richtiger Fußball wäre, dann…“ lesen. Es ist richtiger Fußball und wer etwas anderes behauptet, sollte dringend sein Sexismusradar neu justieren. Oder einfach zugeben, dass er ein Sexist ist und mit den Konsequenzen leben.

Genauso albern finde ich die Schiedsrichterdiskussion. Denn es wird da behauptet, Entscheidungen seien offensichtlich falsch, die eben nicht offensichtlich falsch sind. Als Beispiel nehme man nur den Ausgleichselfmeter von Brasilien. Das Foul kann man pfeifen, die rote Karte ist dann (leider) nach der Notbremsenregel zwingend. Man kann die Notbremsenregel kritisieren (tue ich ständig), aber die ist laut Fifa so. Die Wiederholung ist vielleicht eine Fehlentscheidung, weil das wirklich Milimeter sind, welche die eine Amerikanerin reinläuft, aber seien wir ehrlich: eine KLARE Fehlentscheidung ist etwas anderes. Und wie Juristen immer so schön sagen: Es gibt keine Gleichheit im Unrecht, dass dieses Vergehen (zu früh reinlaufen) sehr häufig nicht gepfiffen wird, ist kein Argument es hier nicht zu pfeifen. Und der Schütze darf bei einer Elfmeterwiederholung getauscht werden, ist so. Und nebenbei auch schon bei uns vorgekommen. Auch hier sehe ich als Motiv für das ständige rumgenörgel an den Schiedsrichtern eher einen Sexismus, der den Fußball der Frauen als lächerlich bzw. minderwertig hinstellen will.

Muss sich also ein Fußballfan für Fußball der Frauen interessieren? Nein, natürlich nicht. Ich interessiere mich z.B. grundsätzlich einen Scheißdreck für die Champions League der Männer und gucke im Jahr vielleicht 5 Spiele der Champions League wirklich an. Ich finde diesen Wettbewerb sterbenslangweilig, in seiner Gruppenphase noch langweiliger und wenn da Barcelona gegen Madrid spielt, dann geht mir das gepflegt am Arsch vorbei. Da guck ich jedes Frauenspiel lieber. Nur weiß ich nicht, warum man das am Geschlecht der Spieler/der Spielerinnen fest machen sollte. Ich mach das eher am Wettbewerb an sich fest. Und da ist mir Liga lieber als Europa und Nationalmannschaft ist aufgrund des ganzen dämlichen nationalistischem Scheiß sowieso ganz weit unten. Aber wenn man die Frage so wie oben stellt, dann kann man nur folgende Gegenfrage stellen: Ist Fußball mit Frauenteams etwa minderwertig? Sexismus ich höre dich trapsen.

Heimspiele werden bis auf weiteres nicht gebloggt.

Wie hier und von anderen Bloggern bereits berichtet hat der FCSP folgende Regelung in seine AGB geschrieben:

„7.1 Der Aufenthalt im Stadion zum Zwecke der medialen Berichterstattung über die Veranstaltung (Fernsehen, Hörfunk, Internet, Print, Foto) ist nur mit Zustimmung des FC St. Pauli und in den für Medienvertreter besonders ausgewiesenen Bereichen zulässig.“

Damit ist das Bloggen über Spiele des FC St. Pauli für einen normalen Besucher ausdrücklich verboten, da gibt es keine zwei Meinungen. Eine Einschränkung auf kommerzielle Sachen etc. findet sich hier nicht. Der Verein behält sich bei einem Verstoß gegen die AGB Schadensersatz etc. vor.

Dazu folgende Anmerkungen:

1. Es handelt sich um eine unerträgliche, peinliche und schmerzhafte Einschränkung des Rechts der freien Meinungsäußerung. Der Verein (und wahrscheinlich die DFL) will sich so eine Hofberichterstattung durch die normalen Medien sichern, die in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihr leben (Auflage etc.). Auch wenn man nun sagen kann „ach das meint unser Verein doch nicht ernst, der wird Blogger doch nicht bestrafen“ wäre ich sehr vorsichtig, denn die DFL wird im Notfall den Verein gehörig unter Druck setzen von seinem Recht gebrauch zu machen. Und das unser Verein Rückgrat gegenüber der DFL hat, habe ich noch nicht gesehen.

2. Der Missstand ist schon länger dem Verein ausdrücklich dargelegt worden, eine Änderung der AGB wurde versprochen und ist nicht erfolgt. Wahrscheinlich, weil man hoffte, dass Grass über die Sache wächst. Das ist ein peinliches Aussitzen, die Verantwortlichen sollten sich schämen.

3. Ich werde daher bis zu einer ausdrücklichen Änderung dieser AGB keine Beiträge mehr über Heimspiele veröffentlichen. Bei Auswärtsspielen mache ich das von einer Akkreditierung abhängig. Ich gehe davon aus, dass die AGB anderer Vereine ähnlich aussehen, daher werde ich nur dann berichten, wenn ich akkreditiert bin und daher AGBs dieser Art nicht unterliege.

4. Ein Protestschreiben und ein eventueller Antrag auf der JHV werden folgen.

5. All dies gilt ebenso für das in den AGB folgende Kameraverbot, welches ebenso peinlich und schlimm ist. Non established? Super established würde es eher treffen.

Jul 102011
 

oder

Poppenbütteler Kupferteich und Wittmoor, 10 km

Vorwort

Liebe Leser, heute mal ein echter Geheimtip, denn diese 10 km Strecke durch das Wittmoor ist nicht wirklich viel viel gelaufen. Die Strecke ist etwas schwer zu beschreiben, da sie nur über Wanderwege geht und nicht parallel zu Straßen. So wie sie von uns (ich und meiner Schwester) heute gelaufen wurde, ist sie 10 km lang.

Die Daten

Nach meiner Garmin ist die Strecke 10,04 km lang. Ich habe heute 1:07:44 in einer 6:44 Pace gebraucht. Die Strecke ist unbeleuchtet und geht beinah vollständig über Wanderwege. Sie ist teilweise sehr wellig und bei Regen wahrscheinlich auch teilweise matschig.Wir beginnen mal wieder in der Straße Kupferhammer und dem dort gelegenen Parkplatz.

Diesmal kreuzen wir aber nicht die Straße, sondern düsen in Richtung Kupferteich den hellen Weg an der Mellingbek längs. Am Ende dieses Weges wartet eine kurze giftige Steigung, die einen erstmal ein bisschen warm macht. Wir biegen halblinks ab, bleiben aber an den Teichen (wichtig, nicht ganz links in Richtung Golfplätze). Die Teiche sind nebenbei die Überbleibsel von einer Mühle, die es aber nicht mehr gibt.

Wir laufen weiter auf dem Wanderweg, bis nach ca. 1,2 km auf der rechten Seite eine kleine Holzbrücke erscheint. Man kann die Brücke an einem „Reiten verboten“ Schild erkennen. Über die laufen wir und nehmen dann die erste Strecke links. Wir verlassen nun die Kupferteiche und laufen in Richtung Wittmoor. Würde man geradeaus laufen, dann würde man die Kupferteiche umlaufen, eine Strecke von ca. 4 km.

Wir aber verabschieden uns jetzt von den Kupferteichen und laufen einen teilweise asphaltierten Weg in Richtung Eichelhäherkamp. Wenn wir auf diese Straße treffen, laufen wir nach rechts, ein kleines Stück auf einem gemischten Rad/Fußweg an einer Straße. Aber schon bei der ersten Möglichkeit geht es links weg von der Straße. Im Kartenverzeichnis ist das als „Am Moor“ als Straße gekennzeichnet, aber die ist durch eine Kette gesperrt, viel Verkehr ist also nicht zu erwarten. Rein in das Wittmoor, nun wird es sehr wellig, teilweise der Weg steinig, dann aber auch wieder matschig und tief. Läuferisch sehr anspruchsvoll, landschaftlich dafür wunderschön. Wir sind das ganze einfach immer geradeaus gelaufen und dann irgendwann umgedreht, man kann aber auch nach rechts abbiegen und zwar in die Straßen Bilenbarg, Fiersbarg oder Muusbarg und dann über die Wohnsiedlung und dann die Lehmsahler Landstraße zurück laufen. Wir jedoch liefen bis Höhe Bohlenweg und drehten dann einfach um. In diese Richtung muss man eigentlich immer nur den gelben Pfeilen folgen.

Auf dem Rücklauf gibt es einen kritischen Moment, denn ein paar Meter nachdem man am Gedenkstein für das KZ Wittmoor vorbei gelaufen ist, teilt sich der Weg. Man muss leicht links auf dem breiteren Weg bleiben und läuft dann wieder zur Straße zurück. Rechts, links und dann laufen wir auch schon in Richtung Kupferteiche. Wir sind dann aber nicht links zurück gelaufen, sondern nach Rechts in Richtung der Straße Kupferteichweg. Bevor wir da aber wirklich hinkamen, ging es ab nach links den Berg hoch. Schöner Blick über dem Golfplatz, aber ein fieser Berg, wo meine Schwester mich erstmal abhängte. Irgendwann ging es aber wieder flach und ich konnte wieder aufholen. Parallel zum Ohlendieksredder ging es an den Golfplätzen weiter bis wir am Poppenbütteler Berg waren. Links ab auf dem Wanderweg und den runter zur Mellingbek. Unter der Brücke durch und schon sind wir wieder da.

Feeling und Fazit

Die Strecke ist erneut eher wellig. Sie geht sehr wenig durch dichtes Waldgebiet, sondern ist eher etwas für Freunde von Feld, Wiesen und Mooren. Das Wittmoor ist sehr einsam, man trifft beinah keine Jogger und nur relativ wenige Wanderer. Dafür relativ viele Fahrräder.

Und hier wie immer: Die Strecke bei gpsies.com