Mai 232011
 

oder

Saisonrückblick, Marathon und was sonst so war.

Vorwort

Liebe Leser, auch wenn der Übersteiger mal wieder schneller war, bzw. sich nicht vom Marathon erholen musste, will ich doch einige seiner Themen auch noch mal verwursten. Dazu kommt noch ein etwas längerer Rückblick auf die längere Saison und natürlich ein paar Worte zum Marathon gestern.

Marathon

Ich bin definitiv nicht der leistungsstärkste Läufer. Aufgrund meiner körperlichen Voraussetzungen (man könnte das auch Übergewicht nennen), ist Marathon für mich eine Grenzerfahrung. Und leider musste ich zum 2. Mal in 5 Versuchen feststellen, dass ich bei einer Erkältung und sei sie noch so leicht nicht laufen kann. Während es mir so ganz gut geht, ich arbeiten kann und ich auch sonst eigentlich nur einen etwas kratzigen Hals habe, marschierte sofort mein Puls beim Laufen in Richtung 160 und das ist für mich normalerweise die Grenze, wenn ich versuche auf Volltempo zu laufen. Wenn man so etwas 35 km vor dem Ziel hat, dann ist etwas definitiv nicht in Ordnung und dann muss man sich Gedanken machen. Die Versuche den Puls noch mal runter zu bekommen, scheiterten und so stieg ich nach gelaufenen 17,61 km aus. Obwohl das natürlich vernünftig, sinnvoll und auch richtig war, schmerzt es schon ungemein, wenn von 19 gestarteten Läufern 18 mit einer schönen Medaille um den Hals nach Hause fahren und man selber der Versager ist.

Und da kann man noch so häufig wissen, dass man eigentlich keine Fehler gemacht hat, einfach eine Kombination von doofer Vorbereitung im Winter (muskuläre Probleme haben mich da doch sehr behindert) und zwei Krankheiten im falschen Moment einen um den Triumph gebracht hat.

Das tut weh, aber wenn diese beschissene Erkältung weg ist (was wahrscheinlich spätestens Mittwoch der Fall ist, um mich richtig zu ärgern), dann wird das Training neu aufgenommen und in Köln wird neu angegriffen.

Ob ich noch einmal Hamburg laufe, weiß ich nicht. Mir ist der Lauf einfach zu teuer. Man bekommt nahezu keine Goodies, die Orga ist okay, aber nun auch nicht das Highlight und der einzige große Pluspunkt, das Publikum schwächelte doch sehr. Ich war aufgrund der Erkrankung schon sehr langsam angegangen und lief im Feld der 6 Stunden Läufer und konnte weniger aufmunternde Worte, als abwandernde Menschen genießen. Das motiviert ehrlich gesagt nicht. Klar, die Leute, die einen aufmuntern und das sind immer noch mehr, als woanders, die sind super.

Einen Marathon am 22.05. sollte Hamburg jedoch nie wieder versuchen. Das Wetter ist einfach zu wankelmütig in unseren Breiten und das gestern ging gar nicht. Viellleicht wäre bei besserem Wetter die Schwächung durch die Erkältung nicht so durchgeschlagen, aber bei diesem Wetter ging gar nix.

An dieser Stelle natürlich vielen Dank an alle anderen Läufer, an die Helfer, an die Tickercrew, an das Raval, das JollydayInn, an module-maker.de, an alle Sponsoren und an alle, die unsere kein Sprint Läufer unterstützt haben. Kein Sprint 2012 wird es allemal geben, ob und wie wir 2013 weiter machen, werden wir sehen.

Der Alte Stamm

Darf ich mal eine doofe Frage stellen? Wie bekommt man eigentlich einen Text in „Der Blickpunkt“ veröffentlicht? Darf ich mal einfach so an der Legitimation des Alten Stammes zweifeln, dort Texte zu veröffentlichen? Immerhin handelt es sich nicht um eine offizielle Abteilung und auch in der Satzung des FCs ist diese Gruppe mit keinem Wort erwähnt. Dürfte ich jetzt eine Gruppe von Mitgliedern gründen, die sich „Die braun-weißen Öddels“ nennt und dann auch immer in „Der Blickpunkt“ von unseren Grünkohlfahrten berichten? Würde das abgedruckt werden?

Versteht mich bitte nicht falsch, das ist alles so lange okay, so lange da nicht unkommentiert Politik gemacht wird. Passiert dies einmal, kann man ja vielleicht noch einem Versehen sprechen und weder der Gruppe, noch der Redaktion von „Der Blickpunkt“ einen Vorwurf machen, aber wenn dies ständig passiert (immerhin nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate), dann muss man das Gefühl haben, dass dies ganz absichtlich passiert um Meinung zu machen.

Ja, solche Sätze wie: „Gesänge wie “Niemand siegt am Millerntor!” oder “Ein Tor, ein Tor, St.Pauli schießt ein Tor!” müssen doch jedem Gastfan ein ungläubiges Grinsen ins Gesicht zaubern. Eine derartige Fankultur macht nicht nur mich nachdenklich.“ werden in einem Zusammenhang mit Bierbecherwürfen gestellt und werden als Beweis für eine Fankultur angeführt, welche die Rostocker, die Cottbusser bereits in Aggression und Verwerflichkeit überhole. Wer schreibt so einen grenzdebilen Schwachsinn? Und warum wird so etwas unkommentiert abgedruckt? Ist dies Meinung des gesamten Alten Stammes? Wenn ja, dann wäre es ganz schön traurig, ich kann es mir aber irgendwie nicht vorstellen.

Vielleicht sollte man auch hier mal über einen Antrag auf der JHV nachdenken, dass das Schreibrecht in „Der Blickpunkt“ auf Organe und Abteilungen beschränkt wird. Ich zumindest habe keine Lust mehr mir den Blick in meine Vereinszeitung durch so einen Blödsinn verhageln zu lassen.

Sommerfest der Fanszene

Am 28.05. ist wieder das Sommerfest der Fanszene. Aufgrund eines St. Pauli Overkills nicht mit mir und wahrscheinlich auch ohne irgendwelche Fanräumebeteiligung, trotzdem für jeden, der keinen Overkill hat: Kommt zahlreich, denn es wird garantiert eine tolle Party.

Sommerfest

Sommerfest

Der Saisonrückblick

Vieles ist bereits geschrieben worden, wie die auffälligen konditionellen Mängel am Ende und andere Dinge. Trotzdem gibt es noch Überlegungen, die man vielleicht wiederholen oder in die Zukunft retten sollte. Und natürlich will ich jeden Spieler einzeln loben oder zerreissen.

Die Fans

United we stand, divided we fall ist der alte Spruch der Passanten und aktueller den je. Durch die Jolly Rouge Kampagne ist es zwischenzeitlich gelungen, die Gräben ein bisschen wieder zuzuschütten, aber immer noch gibt es ganz viele Sachen, die sofort wieder zu einer Spaltung führen. Und viele davon liegen einfach an einem komplett fehlenden Dialog der aktiven Leute. Da werden Fronten gebildet, die so gar nicht existieren, da wird einem aufgrund des benutzten Mediums eigentlich alles abgesprochen und auch sonst fehlt es an einer wichtigen Grundvoraussetzung für den vernünftigen Umgang miteinander, nämlich den Grundrespekt. Hinzu kommt ein Verteidigen der eigenen Positionen mit Händen und Klauen und sehr viel taktieren, damit man ja auch nicht irgendwo etwas verliert. Öffentlich Position beziehen, wenn es wirklich mal hart wird? Das vermisse ich doch bei einigen Leuten, die ihre Legitimation doch aus dieser Fanszene gewinnen.

Man kann nur hoffen, dass die Jolly Rouge Kampagne vielleicht neue Allianzen und neue Gesprächskanäle öffnet, aber zur Zeit sieht es nicht so aus. Auch weil dieser Revolution ein Gesicht fehlt. Und man muss immer folgende Frage stellen: Ist diese Fanszene, ist diese aktive Gruppe bereit auch dann zusammenzuhalten, wenn die Medienkampagne anläuft, wenn die „Totengräber des Vereines“ Rufe kommen, wenn in der Bildzeitung (MoPo) Leute persönlich diskreditiert werden und die Mächtigen ihre Macht ausspielen? Und die entscheidende Frage: Ist auch nur eine der Jolly Rouge Positionen auf einer JHV, die entsprechend angeheizt wird mehrheitsfähig? Oder kommt dann wieder der aufgeheizte, uninformierte Mob aus den Löchern, der „gegen die Kommunisten“ stimmen will. So wie damals „ich bin hier um den Aufsichtsrat abzuwählen!“ „Hast du dir denn schon mal angehört, wie die argumentieren?“ „Nein, ist mir egal, die müssen weg“. Für mich immer noch der Tiefpunkt beim FC.

Jolly Rouge legte die Saat, aber damit die geerntet werden kann, müsste sich nun eine Gruppe finden, die Positionen konkretisiert und diese mit Gesicht nach außen vertritt, inhaltliche und personelle Alternativen bietet und diesen Shitstorm aushalten kann. Hat bereits jemand „hier ich! gebrüllt? Anscheinend nicht.

Aber das ist nur St. Pauli. Ultra bleibt nicht nur bei uns, sondern bundesweit ein großes Thema. Während bei uns die Mädels und Jungs den eigenen Definitionskampf aus meiner Sicht in die richtige Richtung steuern und Aggressionen einzelner eher ein Randthema sind und blieben, verlieren andere Szenen diesen Kampf und definieren sich über Gewalt. Man gucke sich nur den Niedergang einer Szene wie Frankfurt an, die früher eine der kreativsten und lautesten war und nun eigentlich jedes Spiel mit ihrem Gewaltimage noch kokettiert.

Und nein, auch bei uns verläuft Ultra nicht normkonform und für jeden verträglich. Das – und hier wiederhole ich mich – will ich auch nicht. Nix ist ekeliger, unangenehmer und weniger erstrebenswert als eine Jugend, die angepasst ist und FDP wählt. Jugend muss radikal und unangenehm sein und auf dem Weg durch die Instanzen sich auch mal die Hörner abstoßen.

Bemerkenswert in der letzten Saison sind Abspaltungen von Ultragruppen wie in Dresden, die eben genau versuchen diesen Definitionskampf zu eröffnen. Ob und wie diese Zukunft haben, wird sich zeigen, aber es ist erstmal bemerkenswert, dass Leute in Szenen wie Dresden solche Pflänzchen pflanzen.

Hoffentlich wird diese Pflanze nicht wie in Rostock zertreten.

Pyro bleibt ein riesiges Fanthema und die Meinungen gehen doch sehr weit auseinander. Zwischendurch versuchte der DFB es mal mit strengeren Maßnahmen wie Auswärtsfahrverboten (Köln in Hoffenheim), aber das hat er jetzt eigentlich auch schon wieder gelassen und nun gibt es Geldstrafen in der Höhe von 4.000 bis 8.000 Euro. Das dies keinen einzigen Täter abhalten wird, ist wohl jedem klar. Hier eine sinnvolle Lösung zu finden, ist wohl die Aufgabe der Zukunft.

Das Dortmunder und St. Pauli Modell „Wir erlauben alles, aber wenn ihr zündelt, dann latscht ihr hier in den nächsten fünf (?) Jahren nur mit einem Schal rein“ hat sich nicht bewährt. Genehmigte Choreos wurden reihenweise als Sichtschutz für Pyroshows missbraucht. Und dies nicht nur von den Rauten, sondern u.a. auch von Dortmund und Gladbach. Habt ihr mitgezählt? Insgesamt nutzen nur 5 Vereine die Freiheiten am Millerntor nicht dafür zu zündeln. Hoffenheim, Mainz, Nürnberg, Freiburg und Wolfsburg enthielten sich der Zündelei. Damit ist das Angebot „Verzichtet doch bitte auf ein Stilmittel, nutzt dafür aber alle anderen.“ leider gescheitert.

Und ich bleibe dabei: So cool ich Pyro finde, so unsinnig finde ich das rumfliegen von Pyros, die aufgrund der Verbotssituation irgendwo über den Boden hüpfen. Da leidet die Optik und da geht das Risiko sehr hoch. Und Polizeimutanten in Gästeblöcken, wie z.B. bei Gladbach und Hannover oder bei uns im Derby sorgen auch für eine derbe Gefährdung aller Leute in diesen Blöcken.

Die Polizei: Außer in Hannover (und selbst dort noch ein bisschen) wird der Fußballfan eigentlich nur als Gefährder gesehen, den es entsprechend zu drangsalieren geht. Was für ein Demokratieverständnis das bereits jungen Menschen eingeprügelt wird, ist nicht zu heilen. Polizeivertreter beklagen sich doch immer über immer mehr Gewalt gegen Polizisten. Nur seien wir mal ehrlich: Wenn ein Jugendlicher versucht so einen Kampfmutanten zu schlagen, was kann dem aufgrund modernster Panzerung schon wirklich passieren? Und das die Widerstandshandlung zwar ständig angezeigt, aber nie zur Verurteilung kommt, auch das sollte man mal lautstark sagen. Ist nebenbei auch der Schutz vor Anklagen gegen Polizisten.

Man bekommt einen besseren Schutz von Polizisten nur hin, wenn die Gegenseite Respekt vor den Polizisten hat. Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass Fußballfans grundsätzlich die Polizei nicht mögen. ACAB ist schnell gerufen, aber beim nächsten Verkehrsunfall holen doch wieder alle die Polizei. Und das geht in Deutschland ja auch, anders als in anderen europäischen Staaten. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich viele Probleme im Bereich von Fußballspielen lösen ließen, wenn man das Hannover Modell fortentwickeln und verbessern würde. Nur eine Stammtisch „Haudrauf“ Politik kommt natürlich besser an.

Die Spieler

Kommen wir nun zu den einzelnen Spielern und was aus ihnen wird, wenn meinen Meinung die Wahrheit wäre. Ich versuche jeden Spieler zu erwähnen, der irgendwie Einsatzzeit in der 1. Mannschaft hatte.

Matze Hain

Hat seine Karriere beendet, litt langsam unter den ganzen Jahren der Belastung, war trotzdem häufig genug noch ein sicherer Rückhalt. Tut richtig daran, nun in das Trainergeschäft zu wechseln und ich erhoffe mir von seiner Erfahrung und seiner positiven Motivation viel Entwicklung unserer Torhüter. In der Rückrunde schon als de facto Coach eingesetzt und dort immer wieder der positive Motivator der Torhüter.

Thomas Kessler

Auf der Linie Klasse, in der Strafraumbeherrschung gut, aber ausbaufähig. Große Schwäche: Die Füsse. Bekommt schon bei einfachsten Rückpässen Probleme und muss daran dringend arbeiten. So für die 1. Liga nix, auch wenn er sich dort sieht. Aber im modernen Fußball muss ein Torhüter mehr mit den Füssen können um höchsten Ansprüchen zu genügen. Hat sich in seiner blöden Vertragssituation auch ein bisschen verzockt. Hätte fest bei St. Pauli für ein weiteres Jahr zusagen sollen. Das Torwartgeeiere wäre unterblieben und er hätte hier eine feste Nr. 1 werden können. So vor einer unsicheren Zukunft.

Bene Pliquett

Hatte im Derby seinen großen Auftritt, zeigte dann aber auch wo seine Schwäche ist. In der Konstanz. Genie und Wahnsinn wechseln sich zu stark ab und so wird es nix mit einer Stammtorhüterschaft. Das 2-1 in Leverkusen, wenn er das hält, dann wäre vielleicht mal was möglich gewesen, denn dann hätte er mal ganz klar einen Punkt gerettet und sich verdient gemacht. Aber diesen haltbaren Ball musste er passieren lassen. Irgendwie eine Karriere der verpassten Chancen. Mal sehen, vielleicht nutzt er ja die letzte Chance nächste Saison. Natürlich unsterblich wegen seiner Derbyperformance. Das kann ihm und uns niemand mehr nehmen.

Marcel Eger

Erste Liga dafür reicht es nicht. Muss man so hart sagen. Aber ich habe selten einen so tadellosen Sportmann und Menschen gesehen. Eigentlich ist alles über ihn gesagt, viel Erfolg, wo immer dich deine Wege hinspülen.

Ralph Gunesch

Jede Saison setzen wir Ralle einen Innenverteidiger vor die Fresse und am Ende spielt doch wieder er. Alleine dies spricht für seine Qualitäten als Mensch und als Spieler. Hat im Kicker noch einen ganz ordentlichen Notendurchschnitt (als Innenverteidiger hat nur Zambrano einen besseren!) und wenn man mal vom Spiel in Kaiserslautern absieht, war er immer da, wenn gebraucht. Mir ist das Vertragsgeeiere vollkommen unverständlich, er ist in einer neu zu organisierenden Mannschaft spielerisch wie menschlich als Stütze eigentlich unverzichtbar.

Jan-Philipp Kalla

Ein Trainerwechsel als Chance? Als Außenverteidiger aus meiner Sicht verschenkt. Gehört ins Mittelfeld. Hinzu kam, dass Stani ihn als alten Musterschüler in der Jugend überkritisch sah und immer als Ersten aus der 1. Elf oder dem Kader strich. Ist ruhig geworden und in Liga 2. ist vieles viel einfacher. Kann auch durch den neuen Trainer sehr viel gewinnen. Hoffen wir es, denn seine ruhige Art ist sehr angenehm. Nebenbei einer von zwei Spielern im Kader, die immer grüßen. Der andere ist Ralle. (Bitte nicht zwingend als Vorwurf zu verstehen, da Spieler an Spieltagen teilweise auch derbst fokussiert sind.)

Florian Lechner

siehe Eger.

Fabio Morena

Meineserachtens war einer der entscheidenden Fehler dieser Saison ihn auf die Bank zu setzen. Damit flog die ganze Hackordnung auseinander und damit begannen die Probleme. Der Folgefehler war dann, nicht Boll (oder Lehmann) als wahren Kapitän auszurufen, sondern Ebbers. Dieser zu weit weg, zu doll mit sich selbst beschäftigt, konnte die Mannschaft nicht zusammenhalten. Das ganze wäre beinah noch korrigiert worden, als Fabio sich dann endlich einen Platz erkämpft hatte, aber da stoppten ihn immer wieder Verletzungen. Hoffentlich kuriert er diese über die Sommerpause aus und ist nächste Saison wieder eine Bank.

Bastian Oczipka

Eine Bank, linksfüßig, schnell, offensive noch ausbaubar, defensive schon sehr stark. Wird seinen Weg machen in die Nationalmannschaft, wenn er seine Verletzung hinter sich lassen kann. Leider nicht bei uns.

Carsten Rothenbach

Mit seinem Fehlen begann die Miesere. Offensive wird nie seine Stärke, aber defensiv die Bank im Kader. Seine Verletzung klingt nicht nach einem zurückkommen, wenn mich jemand fragt. Mich würde es freuen ihn wieder als Wand zu sehen.

Markus Thorandt

Schnell, Zweikampfstark, im Stellungsspiel verbesserungswürdig. Aber diese Saison mit vielen Flüchtigkeitsfehlern. Das kannte ich von ihm nicht. Wenn er das abstellt ein sehr guter Verteidiger.

Moritz Volz

Ich weiß nicht, was ich von ihm halten soll. Zu langsam, zu träge für Liga 1. Der Einsatz immer vorbildlich, aber definitiv auch kein Außenverteidiger. Hat einen feinen Fuß und auch einen Abschluss. Doch eher was für’s Mittelfeld. Mal sehen, wie er aus der Verletzung wieder kommt.

Carlos Zambrano

Man muss nur das Heimspiel gegen Leverkusen sich angucken, es ist exemplarisch für seine Saison. Dort spielt er 90 Minuten Weltklasse, legt alle Stürmer von Leverkusen an die extrem kurze Kette und dann träumt er einmal und es steht 1-0. Seine Nachlässigkeiten verhindern bisher die ganz große Karriere. Unsicher Vertragszukunft kommt noch hinzu. Kann alles, muss es nur konstanter zeigen.

Fin Bartels

Ich habe irgendwie ein ambivalentes Verhältnis zu ihm. Schnell, ballgewandt und eigentlich ein feiner Fußballer. Aber hinten kackt die Ente und er produziert mir einfach zuwenig Torgefahr. Sei es nun durch eigene Abschlüsse, sei es durch Killerpässe.

Fabian Boll

Zu Recht von jeder Instanz zum Spieler der Saison gewählt. Passt sich jeder Liga perfekt an und ist die einzige Konstante im Spiel des FC gewesen. Schlechte Spiele? Kannst du bei ihm an einer Hand abzählen. Aber in allen Jahren zusammen. Wird langsam eine Legende beim FC und ist wahrscheinlich der Polizist mit den höchsten Sympathiewerten.

Florian Bruns

Sollte in seiner Karriere NIE wieder 2 Jahresverträge machen. Wenn er dies macht, dann ist das erste Jahr immer verschenkt. So auch diesmal. Würde ihn gerne mal als Zehner sehen, wo seine Wahnsinnspässe (negativ, wie positiv) nach hinten abgedeckt sind, nach vorne aber Torchancen bringen könnten.

Dennis Daube

Ihm gehört die Zukunft. Noch aber zu inkonstant und in dieser auseinanderfallenden Mannschaft überfordert. Hat aber alles, was man im Mittelfeld braucht.

Max Kruse

Sein Anspruch ist es 1. Liga zu spielen? Dann muss man an ihn auch die entsprechenden Ansprüche stellen. Und die sehe ich bei ihm nicht. 2 Tore sind für einen Offensiven viel zu wenig und auch ein glänzender Vorbereiter ist er nicht. Schwankt auch viel zu stark in seinen Leistungen. Ist natürlich noch jung und kann sich noch entwickeln, der Sprung müsste aber jetzt kommen.

Matthias Lehmann

Nein, er hat keine schlechte Saison gespielt. Er hat eine ordentliche Saison gespielt, wenn man mal vom Ende der Rückrunde absieht, wo er einfach lustlos agierte. Aber von der Dominanz des vorherigen Jahres war er auch meilenweit entfernt. Nur einmal blitze die auf. Auswärts in Hannover. Da war er wieder, der Lehmann, dem das eigenen und gegnerische Mittelfeld gehorchte, der alle Räume zustellt und das Spiel bestimmte. In den entscheidenden Phasen und Spielen, genau da fehlte dieser Lehmann.

Deniz Naki

Straßenfußballer und Disziplin in die richtige Waage zu bringen, das ist bei ihm die Kunst. Dies ist diese Saison nicht gelungen. Braucht seine Freiheiten, muss sich aber auch in ein taktisches Konzept bringen lassen. Das ist extrem schwierig und ein Meisterstück für jeden Trainer. Etwas mehr Trainingseifer, etwas mehr Demut und er wird immer noch ein Großer.

Timo Schultz

Ich glaube, wenn man 2007 zu Schulle gegangen wäre und gesagt hätte, dass er in seiner Karriere noch 4 Bundesligaspiele bestreiten wird, dann hätte er einen ausgelacht. In der Rückrunde muss man sich fragen: Warum wurden es nur 4? Immer wieder wurde seine Kampfkraft, sein Einsatz, sein Feuer in der 2. Halbzeit vermisst. Zukunft immer noch ungewiss, mir wäre es am liebsten, er würde noch ein Jahr in Mannschaft Eins und Liga 2 dran hängen.

Charles Takyi

Mensch Charles, einen Trainer brauchst du nicht, du kannst alles. Der beste Fußballer des Kaders, ein Traumspieler. Wenn er es nur immer umsetzen könnte. Zeigte gegen Köln, was er könnte, zeigte aber auch zu häufig, dass er es nicht abruft. Meines Erachtens komplett falsch beraten und mit zu vielen Leuten im Umfeld, die ihm Blödsinn einpflanzen. Hätte von sich aus die Option ziehen sollen, hier könnte er wachsen und gedeihen und sollte seinen Fürth Fehler nicht wiederholen, wird es aber leider tun.

Gerald Asamoah

Wenn er fit war, war er da. Nur leider war er nicht genug fit. Kann viel mehr, als er zeigte. Auf ewig Derbyheld, das bleibt.

Marius Ebbers

Einstellung, positive Körpersprache, laufen, laufen, laufen. Marius Ebbers in Liga 2. Schultern hängen lassen, stehen bleiben, keine Defensivarbeit. Marius Ebbers weite Strecken in Liga 1. Warum bloß? Mensch Marius, niemand misst dich nur an Toren! Letzte Saison fand beinah jede gegnerische Ecke deinen Kopf, diese Saison war dort unsere Schwäche. Genau weil du nicht da warst. Erstligaallergie leider nicht abgelegt. Könnte es aber mit einer positiveren Einstellung zu dieser Liga.

Rouwen Hennings

Der Verlierer der Saison. So weh es tut, aber das war gar nix. Wo ist der schnelle, abschlußstarke Hennings geblieben? Muss ganz neu angreifen, kann dies garantiert auch.

Richard Sukuta Pasu

Erinnert ihr euch an Freiburg? Das war sein Spiel. Da kam er und krempelte das ganze Spiel um. Und man sah, warum RSP als riesiges Talent galt. Gegen Hoffenheim spielt er nicht und gegen Köln hat er zwei riesige Chancen, steht einmal im Abseits (super knapp) und scheitert einmal super knapp. Es hätte seine Saison werden können und sollen. Und dann kam die Verletzung. Und seit der Verletzung ist alles weg. ALLES! Warum? Ich weiß es nicht.

Davidson Drobo Ampen und Petar Filipovic

Beide mit einem Kurzeinsatz, beides Spieler mit Zukunft, mal sehen, ob sie sich durchsetzen.

Und nun?

Werden wir es sehen. Mal sehen, was uns blüht und wie es weiter geht. Dieser Blog geht jetzt in die Sommerpause und ich hoffe, ich habe keine Gründe mich in den nächsten Wochen zu melden. Ich hoffe auch, dass ich keine Verabschiedung von Ralle schreiben muss, ich will es einfach nicht.