Apr 042011
 

oder

Selber Schuld, FCSP

Vorwort

Liebe Leser, ich bin ein langsamer Schreiberling. Ich brauche für einen Bericht eigentlich immer bis Montag oder Dienstag. Das hat u.a. den Grund, dass ich mich nicht sofort wieder mit dem Erlebten beschäftigen mag. Das hat Vorteile und Nachteile. Vorteil ist, dass eine gewisse Emotionalität gewichen ist, denn Freitag Abend hätte ich wahrscheinlich geschrieben, dass man das nächste Mal bitte den Aytekin trifft und dann bitte so, dass der nicht mehr aufsteht. Der Nachteil ist natürlich, dass andere schneller sind und wahrscheinlich viel besser schreiben können als ich. Diesmal sind dies die Metalust und der Frodo, deren Beitrage vieles aussagen, was ich schreiben wollte. Insbesondere Frodos Abschnitt über die Leistung des Herrn Aytekin kann ich so nur wortwörtlich unterschreiben. Aber es ist vielleicht schon alles gesagt, aber eben nicht von mir. Auf einen getrennten Erlebnisbericht werdet ihr verzichten werden.

Dein Problem!

Ich lasse mich nicht haftbar machen für diesen Becherwurf, liebe Presse, lieber FC. Es ist kein Problem der Fanszene und so kann deren Image auch nicht beschädigt werden. Denn es ist eure Haupttribüne und ihr habt bisher doch alle Maßnahmen gegen Becherwürfe konterkariert. Und daher ruft jetzt nicht nach der Fanszene oder sabbelt was von Selbstregulierung. Auch wird hier kein angeblich bestehendes Image der Fanszene kaputt gemacht, nur weil diese unglaublich dämlichen Zeitungsschreiber sich NIE vernünftig mit der Fanszene auseinander gesetzt haben, NIE mitbekommen haben, welche verzweifelten Versuche da gestartet wurden, um gerade dieses Problem in den Griff zu bekommen: nur deswegen können sie nun so einen Scheiß schreiben. Und sollten nun aufgrund dieser Becherwürfe irgendwelche Paulis wegbleiben, die meinen bei uns ist ja immer Party, egal wie das Spiel ausgeht und bei uns kann man gut Bier trinken: Ich freu mich. Ich habe ja nun das Vergnügen jeden Spieltag zu sehen, was für Gestalten bei uns die freien Karten kaufen. Und da ist eine Besatzung von Ballermann 5 nix gegen.

Gewagte Thesen? Vielleicht, aber ich will sie erläutern. Fakt ist: Der geworfene Becher kam von der Haupt. Fakt ist auch: Es gab auch genügend Becherwürfe von Süd und GG. Da fühle ich mich etwas mehr haftbar, aber auch hier mache ich dem Verein und seinen oberen Zehntausend eine große Mitschuld für die Zustände. Wieder eine gewagte These? Ja, vielleicht. Trotzdem müssen wir uns um diese Bereiche kümmern, aber dann muss der Verein endlich seine Fehler abstellen. Denn gegen die ständige Sabotage des Vereines mache ich nix mehr gegen Bierbecherwürfe. Man siehe gleich.

Natürlich kann man sagen, dass jeder für sein eigenes Handeln verantwortlich ist und nur der/die Becherwerfer verantwortlich sind. Nur findet so ein Handeln ja nicht in einem Vakuum statt, sondern in einem Klima. Und bei uns herrscht ein Klima, welches Becherwürfe als normal und auch Gewalt als mehr oder minder cool darstellt und dies hat auch und insbesondere der Verein zu verantworten. Mit Verein ist nebenbei hier und im folgenden insbesondere seine Organe und die Angestellten gemeint. Wobei ich Sven ausdrücklich von der Kritik ausnehme, denn er ist der Einzige, der das Thema seit Jahren ernst nimmt.

Ältere Leser werden sich vielleicht an die Flyer-Kampagne gegen Becherwürfe erinnern, die damals aus unserer Ecke kam. Ich will sie kurz in Erinnerung rufen: Nachdem uns mal wieder geworfene Becher in den Rücken flogen und eine von uns einen solchen in den Nacken bekam und in die Knie ging, hatten wir einen selbstverfassten Text auf einen selbstfinanzierten Flyer gepackt und diesen verteilt. Einige Fangruppen hatten mitgezeichnet und dankenswerterweise auch gespendet; nichtsdestotrotz blieb der Flyer zu zwei Dritteln von einer (!!!)Person finanziert, der es allerdings ein Anliegen war. Vom Verein kam kein Geld, obwohl der Text mit ihm abgesprochen wurde und der Flyer immerhin auf der offiziellen HP landete. Und was passierte ziemlich zeitgleich? Ein Werbepartner brachte auf der alten Haupttribüne eine Werbung an mit dem Claim (sinngemäß) „Nur Bierbecher fliegen billiger“. Klasse, dass so etwas gleichzeitig mit so einer aufwendigen Flyerkampagne vom Verein genehmigt und durchgeführt wird. Seitdem bin ich (und nicht nur ich) aus dem Thema raus. Wer so Aktivitäten von vernünftigen Leuten als Spaßbremse und lächerlich hinstellt und in Werbung plakativ verbreitet, dass Bierbecherwerfen eigentlich ganz normal ist, der muss sich über die jetzt eintretenden Folgen nicht wundern.

Ja, ich behalte nicht viel, aber diese Verarsche habe ich nicht vergessen. Ebensowenig die ständigen und wiederholten Reaktionen der Ordner, wenn man mal einen Werfer raus haben will, dann ist die stereotypische Antwort doch immer (sinngemäß „Stell dich doch nicht so an“). Mehrfach mussten ich oder meine Freunde mit Sven drohen, damit die Ordner in Gang kommen. Das macht man vielleicht einmal und eventuell zweimal, aber garantiert nicht ständig, man lässt es eben.

Hinzu kommt noch, dass auf der Haupttribüne der Verein die ganzen Möglichkeiten der sozialen Kontrolle zerstört hat. Der Umsetzungsprozess war mehr als peinlich, nur aufgrund einer Selbstorganisation einer Gruppe und ihrer Beharrlichkeit sind überhaupt größere Zahlen von Leuten wieder gemeinsam auf der Tribüne gelandet. Aber das wollte der Verein so haben, er hat doch diese Tribüne ohne Fanbeteiligung gebaut und als seinen ganzen Stolz verkauft, nun ist er auch für diese verantwortlich.

Mich ärgert aber noch mehr. Wenn sich jetzt irgendwelche Oberen hinstellen und irgendwas von Imageverlust sabbeln, dann muss man sich doch mal ehrlich fragen, wie viel Imageverlust es ist, dass die offizielle Page eines Gewaltfilms, der ein angebliches reeles Bild der Fanszene zeichnen will, immer noch mit dem offiziellen Logo ausgestattet ist, dass sich der Präsident nach Ansehen des Filmes noch relativ positiv zitieren lässt (oh, er hat immerhin gesagt, dass die Gewaltszenen zu weit gehen (!!!)) und man überhaupt anscheinend ohne das Drehbuch gelesen zu haben so einen Film unterstützt hat. Ganz ehrlich: Das ganze Gesabbel von Gewalt als unangemessen kann man sich sparen, weil es einfach nur lächerlich wirkt, wenn man so einen Film unterstützt. Man kann sich also mal fragen, wer hier für Imageverlust und so weiter wie verantwortlich ist. Ich habe keine Lust mehr, als Fan ständig haftbar gemacht zu werden, wenn meine Oberen das Image mit Füßen treten.

Der nächste Punkt: Ich habe mal nachgefragt ob es denn Ansagen vorher gegeben habe. Im Stadion verstanden hat die Niemand, was an einer mehr als schlechten Tonanlage liegt. Laut Aussage der Stadionsprecherin hatte sie das ohne die entsprechende Bitte des Schiedsrichters veranlasst. Ob dieser eine entsprechende Bitte vielleicht lanciert hatte, diese aber nicht angekommen ist oder ob er die Durchsagen gehört hat und dann auf entsprechende Bitten verzichtet hat, ist nicht zu ermitteln. Fakt ist: Es hatte auch schon in Halbzeit 1 Würfe von Gegenständen auf den Platz gegeben. In diesem Zusammenhang sei auch anzumerken, dass aus dem Gästeblock zweimal irgendwelches Feuerwerk auf den Platz flog, einmal direkt an unserem Auswechselspielern vorbei. Das sei mal deutlichst erwähnt, denn man kann absolut nicht sagen, dass wir hier ein St. Pauli-spezifisches Problem haben. Und dass Feuerwerk eine andere Gefahrenklasse ist als ein Plastikbecher, sei auch mal erwähnt.

Zur Lautsprecheranlage: Noch so ein Thema, wo ich das kalte Kotzen bekomme. Fakt ist, dass die GG seit Monaten gar nicht mehr beschallt wurde. Dies liegt wohl daran, dass aus baulichen Gründen keine Lautsprecher mehr an das Tribünendach gehängt werden können. Diese Erläuterung bekommt dann natürlich einen faden Beigeschmack, wenn dies angeblich nicht mehr geht, ein großes aufblasbares Astralogo natürlich aber doch geht. Dann fragt man sich, ob dies denn nix wiegt, keine Belastung des Daches ist und ob hier nicht – mal wieder – Kommerz möglich gemacht wird, aber die Sicherheit der Zuschauer einen Scheißdreck zählt. Und als einzige Lösung dann Lautsprecher in den Sichtbereich der Zuschauer zu stellen, das kann es doch auch nicht sein. Ja, im Notfall muss man hier halt Geld in die Hand nehmen und entsprechende Sanierungen an der Gegengeradentribüne vornehmen. Ja, das kostet Geld. Aber Geld für die Sicherheit aller Zuschauer.

Also lieber Verein, nicht auf die Fans zeigen, selber handeln und das nächste mal nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Viele Seiten inklusive eures eigenen Organisationsleiters haben euch mehrfach auf diese Gefahren hingewiesen, passiert ist mal wieder nix. Der einzige offizielle Text, den ich erinnern kann, war von Brux unterschrieben. Aber wenn es um „Scheiß HSV“ geht, dann kann der Sportchef sich zu Wort melden. Falsche Prioritäten, wenn mich jemand fragt.

Ich habe noch nix zu dem Bierbecherwerfen an sich geschrieben. Ich denke es ist klar, dass ich das komplett Scheiße finde. Ich habe auch ein Problem mit der „kann emotional passieren“ Rechtfertigung. Ja, kann wirklich passieren, sehe ich definitiv auch so. Aber, ich gebe zu bedenken, dass der Wurf über unzählige Meter eher keine menschliche emotionale Reaktion ist. Und schon gar nicht Sekunden nachdem irgendwas passiert ist. Das ist das, was ich schon seit Jahren zu dieser Becherwerferei schreibe: Wenn einem das Ding beim Gepöbel aus der Hand fällt und direkt vor einen, so dass der Vordermann das abbekommt, dann ist das Emotion, dann ist das immer noch dämlich, aber eine ganz andere Qualität als Pöbeln, drüber nachdenken, ausholen und über mehrere Meter werfen. Denn auch gegen Schalke war die Aktion mal wieder lange vorbei bevor der Becher seinen Weg antrat.

Trotzdem, und das muss man eben auch bedenken, ist ein Bierbecher kein Objekt, welches „gezielt“ geworfen wird. Dazu wird keiner wirklich in der Lage sein und schon gar nicht bei der wahrscheinlichen Alkoholisierung des Täters. Ich würde mir daher wünschen, dass solche Attribute aus der Diskussion kommen, wenn mal ein Bierbecher irgendwas trifft. Das ist einfach eine Übertreibung, die der Diskussion nicht gut tut und die das ganze auch verarscht. Das ist bitte keine Relativierung, sondern einfach nur eine Versachlichung. Ebenso wenig stürzt so ein Becherwurf den Verein ins Chaos, liebe MoPo. Die Schlagzeile brauchtet ihr aber sehr dringend, oder? Ich habe nun bisher kein Chaos erlebt, das wird ruhig abgearbeitet und zu der Vorgehensweise, die ich mir wünsche, kommt später noch was.

Dies alles gesagt, muss ich auch nicht diskutieren, wie man nun als Fan mit einem Becherwerfer umgehen soll, ob man den nun denunzieren soll oder was auch immer. Das ist ehrlich gesagt nicht mehr mein Problem. Ich gehe nicht mehr zu einem Ordner, wenn ich mir wieder anhören muss, dass ich mich doch nicht so anstellen solle. Und ich stelle den garantiert auch nicht zur Rede, weil ich dann bei einer eventuellen körperlichen Auseinandersetzung wahrscheinlich noch das Stadionverbot bekomme, weil ich ja angefangen habe. Das ist dein Problem, lieber FC, aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und ich (und hoffentlich die gesamte Fanszene) hole es nicht wieder raus.

Bewusst heraus gelassen ist ein Fanklima in dem viele Fans Bierbecherwürfe als „Alder, dat Is Pauli, ey!“ (danke @deruebersteiger) darstellen. Das dies mich schon seit Jahren ankotzt, wissen alle regelmäßigen Leser. Mir geht es um die Verantwortung des Vereines.

Herr Aytekin

Ich kann mich da nur dem Übersteiger anschließen, wenn ein Schiedsrichter von 50 „kann“ Entscheidungen 49 mal eine Mannschaft bevorteilt, dann liefert er keine gute Leistung ab und dann macht er auch nicht alles richtig. Nur bei dem Elfer gleich zu Beginn ging mal eine „kann“ Entscheidung in unsere Richtung. Ich schreibe jetzt teilweise das gleiche wie der Übersteiger, aber ich brauch das als Therapie.

Die Ecke vor dem Tor: Ich weiß nicht, ob Bene da dran war oder nicht, aber ich weiß, dass weder Hr. Atekin, noch sein Linienrichter das gesehen haben. Die guckten sich nämlich beide ratlos an. Und dann auf Verdacht Ecke zu geben, weil drei Schalker protestieren und nur zwei braun-weiße, das ist einfach albern. Es ist immer so: Dann lieber Abstoß geben, da passiert wenigstens nichts direkt.

Die Karten: Gelb-rot ist extrem hart, kann man aber eben machen. Nur dann würde ich als Schiedsrichter nicht noch die harte rote Karte geben, denn damit entscheide ich definitiv das Spiel. Und insbesondere würde ich dann Herrn Farfan nach wiederbetreten des Feldes in eine rote Karte laufen lassen, denn und hier zitiere ich wortwörtlich den Übersteiger: „Insbesondere kann man dann auch schnell das Handy zücken und wahlweise die Beerdigung oder Oscar-Verleihung für Farfan bestellen. Denn so wie er da abhob, konnte man kaum von einer fairen Überlebenschance kaum ausgehen, ich hielt im Stadion eine beidseitige Amputation für die glimpflichste Diagnose auf die er hoffen konnte. Muss man aber nicht, zugegeben“ Besser kann man das nicht ausdrücken.

Das Abseits: Also das Boll Neuer behindert, das muss man wohl so sehen und ich bin da auch kein Freund der angeblichen Passivität. Man gucke sich nur mal Neuers Bewegungen an, bevor der Ball im Tor einschlägt, er reagiert deutlich auf Boll. Das ist nicht passiv. Das denke ich, ist eindeutig. Abseits an sich? Wie immer eine Entscheidung, die ich als Linienrichter nicht treffen will, wo die Regel auch blödsinnig geschrieben ist mit dem „im Zweifel für den Angreifer“ und wo ich die Erfindung von Standbildern, die aufgrund ihrer Unschärfe nie genau die Berührung des Balles zeigen , die dann aber als absolute Wahrheit präsentiert werden, einfach lächerlich finde. So bleibt es eben auch hier ungeklärt, ob Boll nun Milimeter im Abseits stand oder eben vielleicht doch noch gleiche Höhe war. Häufig genug ist genau so ein Tor gegeben worden. Bestes Beispiel ist das Tor von Alex Meier am Sonntag gegen Wolfsburg. Insofern läuft auch hier eine „kann“ Entscheidung gegen uns.

Insgesamt hatte man bei Atekin nie das Gefühl einer unparteiischen Spielführung. Ich habe diese Saison schon viele unsichere Schiedsrichter gesehen, aber dieser war nicht unsicher, er war parteiisch.

Und nun?

Ich denke, dass wir eine Platzsperre für das Werder Spiel bekommen werden. Eine Verlegung in den Volkspark, wie sie die Morgenpost herbei fantasiert, ist nicht wirklich eine Strafe und aus meiner Sicht auch abwegig. Da würde von der Strafe der Rautenverein durch Stadionmiete profitieren und der ist weder ein Musterkind, was Becherwürfe angeht, noch ist er irgendwie Opfer.

Als Verein würde ich aber nicht die reine Demut Schiene fahren. Klingt nach dem oben geschriebenen erstaunlich, aber versuchen würde ich es trotzdem. Alleine schon, weil die Bestrafungen durch den DFB immer wieder lächerlich und willkürlich sind. Bestes Beispiel ist 7.000 Euro für eine Pyroshow und 8.000 Euro für „Scheiß FC Köln“. Wenn man sich die Strafen für Würfe von Gegenständen anguckt, dann ist ein Geisterspiel bei Treffern relativ normal, aber nicht einmal dies ist wirklich konsequent verteilt worden. Und daher würde ich folgende Variante vorschlagen: Angriff ist die beste Verteidigung. Deutlichst auf die Würfe aus dem Schalke Block hinweisen, deutlichst machen, dass es nicht ein Unterschied machen kann, dass der Becher trifft, die Feuerwerkskörper glücklicherweise nicht und ein Wiederholungsspiel unter Ausschluß der Öffentlichkeit plus einer deutlichen Geldstrafe für uns und einer geringeren für Schalke fordern. Finde ich jetzt nicht so abwägig. Klar ist mit einer Vereinsbrille, aber man ist ja hier Partei und ich finde dieses dauernde akzeptieren von Strafen eines Verbandsgerichtes, dass alles hat nur keine Linie irgendwie albern.

Ob und wie Hartplastikbecher weiterhin Sinn machen, sei mal dahin gestellt. Das ist eine Diskussion, die ich nicht führen kann, insbesondere da die meisten Raucher ein viel brutaleres Wurfgeschoss immer mit ins Stadion bekommen würden.

Der Umgang mit dem Täter

Na erstmal muss der wirklich identifiziert werden und dazu reicht ein Bild in der MoPo nicht aus. In einer bewegten Masse sind auch Videoaufnahmen und Zeugenaussagen ein eher schlechte Mittel, wie wir schon häufig mitbekommen haben. Die Rufe nach einem – am besten lebenslangen – Stadionverbot sind schnell erhoben und passen so schön in die Landschaft, wo sofort für alles härteste und am besten nie endete Strafen gefordert werden. Das ich so etwas bei aller Emotionalität absolut übertrieben finde, sei nur am Rande erwähnt. Und zu einem linken Gedankengut, was so etwas wie Resozialisierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft kennt, passen solche Forderungen gar nicht. Und wenn schon, dann bitte sofortiges Handabhacken. Ich denke ein zeitlich befristetest Stadionverbot und eine entsprechende Übertragung der Geldstrafe ist mehr als genügend Strafe, insbesondere wenn man die oben geschilderte moralische Mitschuld des Vereines mal in Betracht zieht. Hinzu kommt noch zumindest theoretisch mögliche zivilrechtliche Forderung des Linienrichters, die auch eine stattliche Summe bringen kann.