Feb 082011
 

Liebe Leser,

bevor das (nochmehr) Leute in den falschen Hals bekommen: Ich befürworte nicht die Anwendung der §§ 129, 129a auf Ultragruppen. Ich bin auch kein Freund dieser Paragraphen oder halte Ultras für Terroristen. Das ist alles nicht Sinn dieses Absatzes.

Ich will nur folgendes verdeutlichen: Man muss sich nicht wundern, wenn Repressionsapparate irgendwann alle ihnen in die Wiege gelegten Mittel nutzen. Und jeder, der sich mal mit linker Politik beschäftigt hat, weiß wie weitgehend diese Paragraphen benutzt werden, um Hausdurchsuchungen etc. zu rechtfertigen. Momorulez machte deswegen vollkommen zu Recht die unglaubliche politische Problematik dieser Normen in seinem Kommentar deutlich.

Ich verlange von niemandem, dass er sich Normkonform verhält, nur sollte jeder wissen, gegen welche Norm er verstößt und welche Folge dies für ihn und insbesondere auch für seine soziale Bezugsgruppe haben kann. Und gerade dieser Schritt fehlt mir bei den meisten Ultragruppen und ihren Mitgliedern, wo zuviel mit „Kultur“ oder „gehört dazu“ gerechtfertigt wird, ohne auf die Folgen zu blicken. Wenn man dieses Risiko bewusst eingehen will: Gerne!

Der Autor

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