Dez 012018
 

Wir alle, als Gesellschaft, als Fußball, als Verein, als Fanszene und jeder Einzelne müssen uns nach dem heutigen Tag in Frage stellen.

Heute hat es diverse Notarzteinsätze am Millerntor gegeben und zumindest einer davon sah gar nicht gut aus. Zum Zeitpunkt als wir diese Worte schreiben haben wir keine Informationen was mit der Person ist und hoffen das Beste.

Nun aber stellen sich Fragen. Harte Fragen:

Warum bricht der Schiedsrichter nicht ab?

Wenn dies nicht passiert: Warum geht man als Team(s) nicht vom Platz?

Warum schaffen es Leute nicht den Support einzustellen? Warum gibt es Leute, die Fans anmachen, die nach diesem Geschehen das Stadion verlassen möchten?

Wie menschenverachtend ist der Fußball, dass er so etwas ignoriert und vollständig nach “The Show must go on” agiert?

Und wollen wir als Verein, als Mitglieder, als Fans und als Menschen, diese Show mitspielen oder sollten wir nicht mit einem eigenmächtigen Spielabbruch reagieren? “Dann verlieren wir halt 3-0 am grünen Tisch, aber haben Menschlichkeit gezeigt”. Ist dies zu absurd gedacht, wenn wir doch die Guten sein wollen?

In unserem Schock, in unserer Wut möchten wir keine Antworten auf diese Fragen finden. Aber wir müssen uns sie stellen. Auch wenn wir hoffen, dass so etwas nie wieder passiert.

Bewusst keine Worte zu Bierbechern und Plakaten im Gästeblock. Alles was wir sagen würden, wäre strafbar.

You’ll never walk alone. Viel Kraft allen Betroffenen und Angehörigen.

  9 Responses to “Keine Worte über Fußball”

  1. Schweigende Zustimmung. Danke für diese Worte.

  2. Leider haben es viele nicht verstanden.

  3. Zweimal gelesen: Du hast Recht

  4. Mein Beileid an die Betroffenen, d.h. an die Angehörigen und die unmittelbar
    danebenstehenden. Nach meiner Information ist der Mensch leider verstorben.

    Warum wir den Support nicht eingestellt haben?
    Zumindest in meinem Bereich, Haupt, haben wir von diesem tragischen Vorfall
    erst nach dem Spiel Kenntnis genommen.
    Ich persönlich habe grundsätzlich während des Spiel mein Schlaufon aus, eine
    Durchsage seitens der Stadionsprecher wäre also mehr als wünschenswert
    gewesen.
    Und so haben wir uns gewundert was dieses ‚You’ll never walk alone‘ sollte.

    Es ist gewiss nicht böse gemeint, es war einfach in Unkenntnis der Situation,
    das wir da fröhlich weitergemacht haben.
    Und ich bin mir sicher das es dem halben Stadion genauso erging.

    Eine Durchsage wäre nicht verkehrt gewesen, ebensowenig wie eine
    Schweigeminute vor dem nächsten Heimanstoß..

  5. Moin. Nach allem was wir jetzt wissen, ist der Betroffene Mensch nicht verstorben.

  6. […] Links: – Fotos und Bericht Stefan Groenveld – Vor dem Spiel-Gespräch – Bericht Zaphod Beebleblox – Bericht Magischer FC […]

  7. Danke für diese Worte!
    Bin selten so entsetzt aus dem Stadion gegangen.
    Und vermisse bis jetzt auch einen Kommentar von offizieller Seite

  8. Zum Support vielleicht ein weiteres Feedback: Auf der Nord in der Ecke zur Haupt haben wir keine Sicht auf die restliche Nord und den Gästeblock und bekommen daher vieles nicht mit. Der „Flurfunk“ funktioniert nicht so, wie vielleicht in der Süd. Wir haben also erst beim „never walk alone“ überhaupt gemerkt, dass da was ernsteres passiert sein muss. Da wurde auf Twitter schon viel früher berichtet. Aber während des Spiels im Block twittere ich so gut wie nie und die Leute drum herum scheinbar auch nicht. Wir wussten es also schlicht nicht besser und haben nicht aus böser Absicht weiter supportet. Ähnlich dürfte es der GG in der Ecke Nord gegangen sein.

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