Okt 232018
 

Vorwort

Da nimmst du Urlaub, willst nach Duisburg, willst dich betrinken, willst feiern, willst eine Woche danach im Bett liegen und dann in Frankfurt Marathon laufen. 

Und dann beim letzten ernsten Lauf legst du dich auf glatter Fahrbahn auf die Fresse und haust dir so den Ellenbogen auf, dass der Schleimbeutel operativ entfernt werden muss. Gips und montäglicher Arztbesuch statt Duisburg und Marathon. So genießt ihr nun einen Gastbericht, der wie üblich nicht zwingend unsere Meinung wiedergibt, den wir aber gerne veröffentlichen, weil die Schreibenden cool sind. Danke dafür. Und Happy Birthday 😉

 

Lest selbst

Aufn Montag im Ruhrgebiet zu spielen, ist ’ne Entscheidung, die man so fällen kann. Macht man sich bloß nicht allzu beliebt mit. Wieso so ein Spiel nicht aufn Freitag gelegt wird, dass unkomplizierteres an- und abreisen möglich ist, wird der geneigte Fußballfan wohl nie verstehen.

Aber kurz auf Anfang.

Duisburg. Umgeben von Bottrop-Boy und der echten Liebe Schalke.

Der Pöbelvolvo

Gutgelaunte Besatzung des Auswärtsgefährts, eine Playlist, die ihresgleichen sucht, vorzügliches Catering – alles wie immer.

Zum Glück sind Fußballfans nicht abergläubisch, sonst wäre das Auslassen der üblichen Route über Allertal ein schlechtes Omen.

Auf der weiteren Fahrt wurde noch diskutiert, welchen Gegenwert eine der Mitfahrerinnen wohl hat – es wird sich auf eine dreibeinige Ziege geeinigt (= süß, aber meckert viel). Außerdem werden die herausragenden Sehenswürdigkeiten bestaunt und wieder mal eine Autobahn-Museen-Denkmäler-Tour geplant. Tuchmuseum, Mittelalterliches wasauchimmer, Betonmuseum, Knödelmuseum und natürlich das schon oft bestaunte Panzermuseum.

Das Stadion Drumherum

Ein architektonischer Traum in Beton und Stickerresten. Wieso Architektinnen von Stadien immer ihre autoritären Sehnsüchte ausleben müssen, wird die Schreiberin dieser Zeilen nicht verstehen. Fanbriefe betonten vorher UN-BE-DINGT den P1 anzufahren – als vorbildliche Auswärtsfahrerinnen taten wir das und wurden mit einem Marsch ums Stadion belohnt, der auch noch etwas davon weg führte, aber so kamen wir in den Genuss eine Wasserski-Anlage im Halbdunkeln zu bepöbeln.

Vorm Eingang noch die üblichen Verdächtigen ge-flausch-tackle-t, nach qualitativ unterschiedlicher Kontrolle durch den traumhaften Betontunnel und Plätze eingenommen.

Auswärtsbericht – Sportlich

Man merkte dem MSV an, dass sie bisher nicht so recht in der Saison angekommen sind. Die Duisburger standen sehr tief und versuchten über die Außen ins Spiel zu kommen. Der FCSP stand hinten an sich sehr sicher. Die Duisburger Offensive schien da keine großen Herausforderungen zu bieten. „Feldüberlegen“ sagt man da wohl…60% Ballbesitz. Offensiv versuchten wir über die flinken Außen (MMD, Miyaichi) nach vorne zu kommen, was auch mehrfach gelang. 
Allein die Qualität der Flanken ließ leider zu wünschen übrig. Keine großen Chancen für uns bis zur Pause. 

Teilweise hätte ein langer Pass über die dann doch aufgerückte Duisburger Abwehr Potential gehabt. Gerade Ryo versuchte häufiger im richtigen Moment steil zu gehen, aber Ziere verpasste den Moment und spielte dann doch lieber hinten herum weiter. 

Nach der Pause verflachte das Spiel etwas. Dazu passt auch, dass Duisburg und der FCSP jeweils 50% Ballbesitz hatten. 

Der MSV kam zu zwei etwas besseren Chancen, eine davon fischte Himmelmann aus Gästeblockperspektive gerade so noch aus dem Winkel. 

In der 60. Minute kam dann Veermann für den glücklosen, aber unermüdlichen, Diamantakos (der große alte Mann dieses Blogs wird zu Recht anmerken, dass seine Zweikampfführung aussieht wie kurz vor ner Kneipenkeilerei), kurz darauf Neudecker für den verletzen Myiaichi. 

Änderte erstmal wenig am schwächerem Offensivspiel. 

Aber dann, 83. Minute, Buchtmann (hatte meiner Meinung nach nen etwas gebrauchten Tag und haderte recht viel mit allem) ging und für ihn kam Allagui.

Ecke, Kopfball, Tor! 1:0 für die Guten!

Danach noch 10 Minuten darauf warten, dass nix passiert. Abpfiff. Alle Glücklich. 

Wenn uns diese Saison was ausmacht, dann die Fähigkeit zum Ende zuzuschlagen. 
Keine Ahnung, wie/warum, aber an sich auch egal. Ich war wirklich die ganze Zeit optimistisch, dass wir noch einen reinmurmeln, sehr komisches Gefühl. Aber toll. 

Die Tabelle lügt nicht und sagt Relegationsplatz 3 und das vorm Lokalrivalen. 

Nächstes Spiel nun also Störche rupfen. (Curi)

 

Im Block

Loide. Ihr fahrt mehr oder weniger weit, um euch das Spiel anzusehen, habt also entweder nix besseres zu tun oder wirklich Bock aufs Spiel. Bekommt dann mal euren Arsch und die Hände hoch und supportet. Das obere Drittel im Stehbereich war gedanklich ganz woanders, so dass zwei der Mitfahrerinnen ihre Stimmen nun auf den Betonstufen des Gästeblocks suchen müssten. Wasn lahmarschiger Haufen ihr manchmal seid.

 

Schöne Tapete von uns.

 

https://twitter.com/Darijouu/status/1054475431137738753

 

Stabile Choreo auf der anderen Seite.

 

https://twitter.com/ultraschoen/status/1054447242134851584

 

Der Rest

Abpfiff, Glückstaumel, Blick auf die Tabelle, breites Grinsen und die Antwort auf die Frage, wieso wir uns den Scheiß immer wieder antun. Genau deshalb.

Dezimierte Anzahl der Mitfahrerinnen, noch ein kurzes Aufstocken der Matevorräte und ab dafür. Die Rückfahrt verläuft ohne Zwischenfällt, die Playlist packt die richtigen Hits aus, Schwertransporter werden weiterhin angepöbelt.

Fazit? Bis zum nächsten Mal.

 

Es schrieben: Curi & Elo.

 

Post Skriptum: Der geneigten Leserin fällt die Wahl der grundsätzlich weiblichen* Form garantiert auf. Aber Männer* sind natürlich mit gemeint. (Anmerkung des Online Stellers: und dann Bottrop-Boy erwähnen?)
 

  One Response to “…vor uns nur ’ne Horde (lahme) Zebras)”

  1. […] – MagischerFC: „…vor uns nur ne Horde (lahme) Zebras“ – Fotos Getty Images – Vereinshomepage (Bericht und […]

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