Aug 242018
 

Beim FCSP tut sich doch noch im Kader etwas.

Tschüss Philipp

Erstmal verlässt uns Philipp Heerwagen in Richtung Ingolstadt. Philipp ist garantiert einer der Spieler, der sich mit dem Projekt St. Pauli identifizieren kann und dem man eine Identifizierung auch abnimmt. Menschlich eine echt coole Socke, die u. a. beim Millernton bewiesen hat, dass er nicht nur vom Fußball bis zum Tor denken kann.

Menschlich deswegen ein Verlust, auch wenn wir die sportliche Entscheidung, den Jugendnationaltorhüter langsam mal an höhere Aufgaben heranzuführen, absolut verstehen können. Da Philipp für einen Fußballspieler schon in einem biblischen Alter ist, ist die Entscheidung für die Jugend leider auch nachvollziehbar, wenn beide ungefähr ein ähnliches Leistungsniveau haben.

Das, was einen vielleicht stören kann, ist, dass Philipp in der Halbserie in der er mal regelmäßig spielte, zeigte, dass man sportlich auch sehr gut hätte vertreten können, ihn zur Nr. 1 zu machen. Insbesondere wenn es um das Thema „rauslaufen und mal eine Flanke wegpflücken“ geht.

So aber nun leider die Folge, die dieses Ekelgeschäft Fußball vorschreibt. Und wenn Ingolstadt ihm etwas bieten kann, was wir nicht können, dann ist die Trennung im Einvernehmen der einzige Weg.

Aber nun gut. Die nun gefundene Lösung ist für alle Beteiligten in Ordnung, man trennt sich ohne großen Groll und aus Erfahrungen wissen wir, dass Ingolstadt mit Ex-St. Paulianern halbwegs vernünftig umgeht.

Alles Gute, Philipp, und grüße uns den Ralle.

Hi Korbinian

Dafür neu im Team haben wir Korbinian Müller. Der ist alleine schon für den Vornamen gekauft. Der Verdacht liegt nahe, dass wir ihn nur selten wirklich auf dem Rasen sehen werden, wenn denn nicht ganz viel schief geht in dieser Saison. Immerhin hat er aber die Erfahrung diverser Spiele in der dritten Liga. Wir hoffen trotzdem das Beste und willkommen an Bord, Korbinian.

Henk am Haken

Im Pokalspiel konnte man sich bereits einen neuen Eindruck unseres Sturmbaums Henk Veermann machen. Da machte er eher den Eindruck eines Stürmers, der unbeteiligt wirkt, um dann in seiner Situation zu explodieren. Okay, das Tor war ihm nicht vergönnt, aber seine Gefährlichkeit deutete er schon an. Er wird aber das Problem bekommen, was alle großen und wuchtigen Stürmer in Deutschland bekommen, nämlich dass ungefähr 50 % der Zweikämpfe gegen ihn gepfiffen werden. Das ist traurig und auch unberechtigt, aber die Regel.

Herzlich willkommen Henk und wir hoffen, du wirst trotz des Nachnamens vorab bezahlt. (Für die jüngeren Menschen unter euch: Das ist eine Chris de Burg Referenz.)

Alles Gute, Aziz

Uns verlassen wird Aziz Bouhaddouz. Man Junge, der FCSP ist ja nicht gerade als Stürmerschmiede bekannt, aber in der Rückserie 16/17, da hat man sehen können, dass du ein echter Vollblutstürmer sein kannst. Einer der einfach den Ball über die Linie bekommt. Was halt ein Talent ist, was man nicht an Merkmalen wie Technik, Schnelligkeit oder ähnlichem fest machen kann.

Heimisch ist er trotzdem irgendwie nicht geworden und so ging dieses Talent so schnell, wie es kam. Zu Beginn der Saison 17/18 kam noch Pech hinzu, aber dann ging es mit Leistung und Einsatz rapide bergab. Man hatte nie das Gefühl, dass Aziz mit dem Kopf bei der Sache ist.

Das Talent ist da und man kann für ihn nur hoffen, dass er sich irgendwo mal so wohl fühlt, dass er konstant über Jahre knipst. Ach ja, dass Saudi Arabien neben den allgemeinen Menschenrechtsproblematiken auch noch ganz spezielle Probleme für Fußballprofis bereit halten kann, wirft einem Google aus, wenn man da „Kafala“ oder den Fall des Spielers Zahir Belounis eingibt. Letzterer spielte zwar in Katar, aber das Institut „Kafala“ ist in SA vergleichbar.

Bei uns hat es leider nicht sollen sein. Alles Gute, Aziz!

Geparkt

Und aus der Rubrik „Bleibt uns länger erhalten“ ist noch Yi-Young Park zu vermelden. Der letzte Saison angedeutet hat, wie wertvoll er sein kann. Und der durch seine Flexibilität wahrscheinlich auch diese Saison noch sehr wertvoll werden wird.

Die wahrscheinlich auch dazu führen wird, dass er nie irgendwo wirklich Stammspieler wird. Solche Spieler neigen dazu, der 12. oder 13. Mann in einem Kader zu sein. Das ist nichts für eine Starkarriere, aber für einen Fußballverein unfassbar wichtig.

Er löst in dieser Rolle auch so langsam Schnecke ab, was ein schöner Generationswechsel ist. Sein bisher einziges Tor war auch schon einmal ein ganz richtiges. Schön, dass du da bleibst.

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