Nov 132017
 

 

Wart ihr Freitagabend beim Testspiel gegen Odense? Nein? Nicht weiter verwunderlich bei der geringen Zahl anwesender Menschen. Wir waren aber vor Ort und fassen kurz für euch zusammen, was ihr verpasst habt.

Ticketing

Der Verein hat sich für das Testspiel das Ticketing-Prinzip diverser Soli-Partys und alternativer Locations abgeguckt: Zahl, was du willst (oder kannst)! Die sozialen Barieren ins Stadion zu kommen äußerst niedrig zu halten, finden wir schon sehr gut und dass die Einnahmen auch noch komplett gespendet werden, macht es auch nicht gerade schlechter. Schade leider nur, dass Fußball im Kapitalismus ein solches Modell nicht auch zu regulären Spielen zulässt. Die soziale Zusammensetzung verändert sich tatsächlich. Wir sehen zum Beispiel um uns herum sehr viele sehr junge begeisterte Menschen, was auf der Gegengerade ja auch nicht zwingend alltäglich ist. Dass nur knapp 4500 Leute den Weg ins Millerntor finden, ist gerade vor dem Hintergrund der sozialen Verwendung der Eintrittsgelder etwas schade.

Gegner

Odense Boldklub heißt dieser und ist vielleicht dem aufmerksamen Verfolger des europäischen Profifußballs noch als regelmäßiger Europa League-Teilnehmer bekannt, für den man sich aber in den vergangegen Spielzeiten nicht mehr qualifizieren konnte. Da wir nicht zu den intensivsten Beobachtern der dänischen Liga gehören, können wir nur schwer abschätzen, wie der Auftritt der Gäste an diesem Abend zu beurteilen ist, von der Europa League ist das allerdings aber noch etwas entfernt.

Spiel

Was uns zum Sportlichen bringt. Um es ganz knapp runterzubrechen: Das 3:1 ist nicht unverdient, allerdings zeigen sich altbekannte Schwächen auch wieder deutlich, so zum Beispiel das Verhältnis von Torschüssen und Treffern. Da sind wir eines der schlechtesten Teams der zweiten Liga und das muss sich ändern. Es kann nicht sein, dass wir den Ball aus passabler Situation regelmäßig bis auf die Budapester Straße hauen. Auch bei Übersicht und Aufbauspiel glänzen die Boys in Brown nicht gerade. Attraktiver Fußball sieht anders aus, aber Wunder sind bei Tespielen ja auch nicht zu erwarten.

Atmosphäre

Auch wenn sich die Kids vor uns größte Mühen geben, Stimmung kommt nie wirklich auf. Oben auf den Sitzplätzen kann man es sich allerdings sehr gemütlich machen, trotz eisiger Kälte. Lange Schlangen vor dem überforderten Verkäufer heißer Getränke. Auch ein paar dänische Stimmen sind zu vernehmen. Ein netter Abend also.

Schlußwort

Wir hoffen, dass der Trainerstab ein paar Erkenntnisse aus dem Spiel mitnehmen konnte und wir dann mit neuen Ideen und frischem Mut in die kommenden Begegnungen gehen können. Noch ist die Saison ja nicht komplett verloren.

Geht ihr doch in der Zwischenzeit mal in die wirklich gelungene Ausstellung Fußball in Trümmern. Der FC St. Pauli im „Dritten Reich“. Hier findet ihr unsere Rezension zu dieser. Oder bereitet euch auf die anstehende JHV vor, die nicht so unwichtig werden wird, wie ihr vielleicht denkt.

Bis dahin, munter bleiben!

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