Nov 152013
 

oder

Kraichgauer Lach- und Sachgeschichten

 

Liebe Freunde des gepflegten Ausdauersports,

wir wissen wohl, wie wir die Welt retten können, schrieb mal ein kluger Mensch auf Twitter. Wir haben diese Lösung nur deswegen bisher nicht gefunden, weil sie in einem EULA versteckt ist. Dem einzigen seitenlangen Machwerk, welches Menschen in 0,1 Sekunden lesen können. Und weil es mit Juristerei zu tun hat, muss ich doch noch ein paar Worte zu der Frage Challenge/Ironman/Kraichgau schreiben.

Wie an diesem unbedeutenden Ort schon ausgeführt, sind Label nur Label und ob nun Ironman oder Challenge ist erstmal vollkommen egal.

Für einige Menschen wird das ganze aber ein Rührstück aus der Reihe „verzockt“.

Die Auswirkungen für den durchschnittlichen Hobbytriathleten scheinen eher gering, da im Gegensatz zu einigen Vermutungen eine Absage wohl nicht im Raume steht, denn die Organisation im Kraichgau geht davon aus, dass das Rennen stattfindet und wohl unter dem Challenge Label. Kleiner Hinweis zum verlinkten Blog: Wenn man so einen Artikel schreibt, dann kann man als Fußnotenquelle sich selbst angeben, aber das wäre zumindest unter meiner eigenen Bloggerehre. Ob und wieweit da Informationen vorhanden sind, kann und ich will ich nicht beurteilen.

So hoffen wir mal für alle angemeldeten Athleten, dass die Auswirkung für sie gering bleibt und man sich auf die hübsche Strecke freuen kann. (Für die es ziemlich egal ist, welches Zeichen am Rand klebt.) Aber die Kraichgau-Organisatoren mussten wohl etwas sehr schmerzhaftes lernen, was meine Wenigkeit als Jurist euch alle auf den Weg geben will:

Lies verdammt noch mal deinen Vertrag! Und lasse von einem Juristen prüfen, bevor du glaubst, dass er ausgelaufen ist und du frei bist zu agieren.

Hüte dich dabei vor juristischen Gefälligkeitsgutachten! Juristen sind sehr geschult darin dir zu erzählen, dass alles toll ist und du ganz einfach aus diesem Vertrag kommst. Leider! Gute Juristen erzählen dir überzeugend, dass an einem 30 Grad Juni Tag noch Schnee fallen kann. Das ist Teil ihres Berufes. Hinterfrage das!

Und ganz im Notfall: Frage deinen Vertragspartner, wie er eine Klausel sieht. Er wird dir die ehrlichste Antwort geben.

Denn: Nichts ist blöder, als wenn du meinst da raus zu kommen, dich an die Öffentlichkeit (oder auch nur deinen neuen Arbeitgeber) wendest und dann kommt raus: Oh Mist, ich komm gar nicht raus. Haben die Kraichgauer gerade ganz doof gelernt und dafür ganz viel einstecken müssen. Mehr, als nur einen unfreundlichen Anruf eines Rother Anwaltes. Am Ende steht man nämlich sehr schnell ohne alten und ohne neuen Vertragspartner dar. Und das ist richtig Scheiße.

Und noch etwas lehrt das Leben: Eine einzigartige Chance, die nur dadurch genutzt werden kann, dass du einen gültigen Vertrag brichst, ist keine Chance.

 

 

 

 

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