Sep 252013
 

Liebe Leser,

haben wir mittlerweile ein Händchen für kuriose furiose späte Tore? So könnte man die Auftritte gegen 1860, gegen Dynamo und – nicht zu vergessen – unser Kopfballungetschauner im April gegen Paderborn begreifen. Nun schlug der FCSP schon wieder zu später Minute mit einem sehenswerten Wums zu, der drauf und dran ist, zum Tor des Spieltags bei einer hässlichen überregionalen Boulevardzeitung gewählt zu werden. Doch der Reihe nach.

Montag… ach, lassen wir das. Was soll man dazu noch sagen? Resigniert stellen wir fest, wie spät sich die Südkurve füllt, auf der wir heute wieder mit den Lampedusa-Jungs stehen. Schließlich füllt sich die Hütte aber doch bis auf den letzten Platz – offiziell zumindest. Hier und da erblickt man auf der Haupt doch noch einen leeren Sitz, aber das wird sich in absehbarer Zukunft auch nicht mehr ändern.

Nundenn, wir sind durchaus heiß aufs Spiel. Mit einer für einen Montag ungewöhnlich großen Menge Gerstensaft kühlt sich der Verfasser dieser Zeilen herunter, worunter zweifellos die Spielanalyse etwas leidet. Die Sangesfreude hingegen ist groß bei uns allen. Über die Support-Laune braucht man sich unserer Beobachtung nach dieser Tage wenig Sorgen zu machen, die Kehlen sind gut geölt und laut.

Anstoß. Zunächst haben die Boys in Brown den besseren Zug zum Tor, Fortuna wird aber auch immer mal gefährlich. Über weite Strecken bleibt das Spiel, soweit wir sehen, eine mittelmäßige Zweitligapartie ohne große Höhepunkte. Das ändert sich in der zweiten Hälfte, zunächst nicht in unserem Sinne. Fahrlässig lässt die braunweiße Hintermannschaft Bancé ziehen, der versenkt. Es gibt Tage, da hält Tschauni so ein Ding, aber einen Vorwurf werden wir ihm nicht machen. (Ne war auch zu gut platziert. Da muss er schon einen Wundertag haben um den zu halten. Anmerkung des Sofas)

Mühsam plätschert das Spiel weiter, die Hoffnung auf eine Kehrtwende schwindet. Und nun passiert etwas, was wir gar nicht richtig mitbekommen – ein lächerlicher Platzverweis für Thorandt. Eine unbedeutende Kabbelei zwischen ihm und Bancé lässt Schiri Dankert (ein Rostocker, so so…) gleich die hässliche Farbe zücken. Und unsere Wenigkeit auf der Süd sieht das nicht einmal, hören nur ein Raunen und Pfiffe. Im Nachhinein erfahren wir erst, was da los war. (Er hat auch nach ihm getreten, wohl eher als „Reflex“ nach dem – unabsichtlichen aber ordentlichem – Fußtritt. Die Sperre wurde aber mit dem Schubser begründet. Wenn das nun eine rote Karte ist, gibt es bei jedem Eckball mindestens eine rote Karte. Anmerkung des Sofas)

Wie es aber so oft ist, wird das Team in Unterzahl gestärkt – zumindest, was das Zählbare anbelangt. Kringe, gerade erst eingewechselt, kriegt plötzlich 20 Meter vor dem Düsseldorfer Kasten den Ball halbhoch vor die Latschen. Dass er Direktabnahmen drauf hat, zeigte er auch schon gegen Dynamo. Ein Schuss wie am Schnürchen, der dort landet, wo er hinsoll. Geiles Ding – führt noch immer beim Online-Voting zum Tor des Spieltags knapp vor Schmelzers Freistoß (Stand Dienstagabend).

Das Spiel ist insgesamt keine Glanztat, letztlich aber ein Punkt, der in Ordnung geht. Eigentlich hätte mehr gegen Fortuna drin sein müssen, aber den besten Tag haben wir nicht erwischt. Schön, dass wir uns nicht mehr so oft in letzter Minute die Butter vom Brot nehmen lassen. Weniger schön mit Thorre, der „zum Glück“ nur kommende Woche fehlen wird. Entsprechendes Pfeifkonzert gellt beim Abmarsch der Schiedsrichter. Wir machen uns auch bald vom Acker und genießen den kurzen Heimweg.

Noch ein zwei Anmerkungen vom Sofa: Laut Zeugen soll es wieder massiv Becherwürfe gegeben haben. Ist das denn nicht aus dem Hirn zu bekommen? Wenn die treffen, sitzen wir richtig in der Scheiße. Leute, nehmt euch mal zurück!

Auffällig waren die unglaublich vielen Fehlpässe unserer Jungs im Spielaufbau. Konzentration fehlte sehr häufig bei den einfachen ersten Pässen. Das was z.B. gegen Frankfurt noch wirklich sicher funktionierte, ging diesmal schief. Die Jungs können es also grundsätzlich. Hier muss an der Konstanz und Konzentration gearbeitet werden. Aber das sollte doch möglich sein und dann wäre Düsseldorf auch zu schlagen.

Es schrieben sonst bisher noch:

Gröni stellt fest, dass man nicht immer Montags gewinnen kann…

Beim Ostblock wird man mit Küsschen verabschiedet.

Momo sieht Liebe als Ziel. Nebenbei: Keine Ahnung, warum Fr. Leandros im Stadion war, wenn man aber bedenkt, dass Herr Prahl es gerade mal zu einem Pokalhalbfinale ins Stadion geschafft hat, obwohl seine größte Einnahmequelle Verbindungen zu diesem Verein hat, dann ist das schon irgendwie bemerkenswert im positiven Sinne.

StPauliNu singt und tanzt

Scheint es bisher zu sein, wir ergänzen im Notfall. Sonst guckt in die tägliche Blog und Presseschau und zwar hier.

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  6 Responses to “Montags könnt‘ ich schubsen”

  1. Nö 😉 war ja eine allgemeine Empfehlung jeden Tag drauf zu gucken.

  2. Jo, ihr wart aber nicht die einzigen, die das mit der Roten Karte so gar nicht mitbekommen hatten. Als ich nach dem Spiel in der Kleinen Pause – Schlange mal die um mich herumstehenden fragte, weswegen es denn kurz vor dem Ausgleichstor die Rote Karte gab, blickte ich nur in schweigende Gesichter. Und das lag, wie sich auf weitere Nachfrage herausstellte dann nicht daran, dass sie den Grund nicht wussten, sondern daran, dass sie nicht wussten, von welcher Roten Karte ich sprach.
    Ich mein- hallo? Da tritt Thorandt dem Bance erst die Beine durch und renckt ihm anschließend noch die Schulter aus, so dass Bance nur noch hilflos mit dem Armen wedeln kann, als der Schiri dazukommt, und er befürchten muss, eine Karte zu sehen, obwohl er es doch war, der gerade von Thorandt zweigeteilt wurde, und ihr redet hier von einem harmlosen Foulspiel?!

    Das mit den Becherwürfen war wohl so, ja. Ich sah einen links vom Tor von der Süd fliegen (zum Glück waren die Spieler da weit weg), und mehrere, so drei oder so von der Haupt direkt nach der Roten Karte.

  3. […] Magischer FC – Montags könnt’ ich schubsen Ostblock St.Pauli – Montags hat nicht mal der Schiri Bock Metalust – Irgendwas fehlt […]

  4. Habt den Link zur Presseschau vergessen 😉

  5. […] Der magische FC wundert sich, dass man hier mit Küsschen verabschiedet wird […]

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