Mrz 282013
 

Erster Blick: Datum? 01.04.? Nein! Okay, es ist kein Aprilscherz.

Der FCSP verbietet für das Spiel am Montag (ah, das ist der 01.04.) ausdrücklich Wunderkerzen. Mit dem schönen Satz „dass es sich auch bei Wunderkerzen um Pyrotechnik handelt.“ wird auf die angebliche Gefahr durch Wunderkerzen hingewiesen und das auch schon der DFB guckt und das Spiel unter besonderer Beobachtung steht.

Mal wieder zeigt der Verein, dass es mit „non established“ nicht weit her ist. Wenn eine Obrigkeit was sagt, dann wird sich auf die Knie geworfen und im vorauseilenden Gehorsam jeder noch so absurde Wunsch erfüllt. Das es hier mitnichten um vielleicht vorhandene Gefahren für die Zuschauer geht, zeigt doch alleine das Aue Spiel, wo weder die Stufen des Stadions noch die Wege zum Stadion verkehrssicher waren. Mehrere Geschichten von Knochenbrüchen erreichten uns. Natürlich kann man sich an einer Wunderkerze die Finger verbrennen. Man kann auch im Straßenverkehr tödlich verunglücken (leider gerade konkret bei einem Spiel passiert) oder sich an einem Feuerzeug die Finger verbrennen, an einer Zigarette selbst noch viel besser.

Nur man kann Mensch nicht vor allen Gefahren schützen. Und mit einem Gefahrschützwahn stirbt auch Kreativität, Rebellentum und Wildnis. Alles das, was den Verein auszeichnet.

Lieber Verein: Die richtige Antwort an den DFB wäre folgende gewesen: „Sehr geehrte Damen und Herren, wenn unsere Fans Wunderkerzen abbrennen wollen, dann tun sie dieses. Und wenn es ihnen nicht passt, dann bestrafen sie uns. Wir sehen uns dann vor dem Landgericht Hamburg, wo wir mit jeglichen uns zur Verfügung stehenden Mitteln klagen werden. Mit freundlichen Grüßen ihr FCSP.“ Kopie an die Feuerwehr und gut ist. (Wir verweisen hier auch auf die unzähligen Beiträge zum Thema „Strafen durch den DFB, der DFB hat schlichtweg kein Recht hier irgendwelche Strafen zu erlassen.)

Alternativ würden wir dazu raten die neue Werbekampagne weg von „Rabauken“ „non established“ „Piraten“ „Kiezimage“ hin in Richtung „Vorort“ „Bausparen“ „Gartenzwerge“ (die Karo-Family war mal wieder ihrer Zeit voraus) und „Spießertum“ zu lenken.

Aber eigentlich muss man ja froh sein, dass man Feuerzeuge, Zigaretten, Fahnen (Schlag- und Wurfwerkzeug und auch noch eventuell scharfkantig), Schuhe (WURFGESCHOSS, fragt mal Georg Bush) und anderes mitbringen darf. Glasbrillen? Verbieten! Die Scherben! Argh! Gefahren!!!!

Es grüßen desillisioniert die vom

Magischen FC

PS: Der DFB verbietet wohl selbst Schokohasen

PPS: Das Jolly Roger auf Facebook: „Cool wenn es dafür eine Strafe gibt, können wir gleich Bengalos nehmen“ Recht haben sie.

 

 

 

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  10 Responses to “Geht kacken, FCSP”

  1. […] sorgte für einige Reaktionen (stellvertretend seien hier das Lichterkarussell und der Magische FC (Teil 1, Teil 2) erwähnt, sowie mein Beitrag vom Freitag), immerhin nahmen auch die meisten Medien die […]

  2. Oh Mann,
    und als nächstes verbieten sie noch das Kiffen.

  3. […] Der magische FC Blog titelt sogar geht Kacken FCSTP: http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6983 […]

  4. […] dazu – ohne Anspruch auf Vollständigkeit: KleinerTod, Lichterkarussell, MagischerFC, […]

  5. Das der Verein hier so einfach einknickt ist wahrlich traurig.

    Das Wunderkerzen Verbot finde ich grundsätzlich gar nicht schlimm. Da könne sich wenigstens alle mal aufs Spiel konzentrieren und müssen nicht 10 Minuten lang schlechte Fotos mit ihren Handys machen!

    Ausserdem kann mit eigentlich nicht vorstellen, dass in userer hartgesottenen und unangepassten Fanszene vielel Leute eine Träne verdrücken, weil sie keine Wunderkerze schwenken dürfen…

    Aber das Verbot durch den DFB ist natürlich fürn Arsch!

  6. Nachtrag: Der SC Freiburg dementiert die Hasenstory

  7. […] wurde heute auf die Homepage des FC Sankt Pauli gestellt und unsere geschätzten Kolleg*innen vom Magischen FC kritisieren zurecht, dass die Verantwortlichen hier mal wieder in allerschlimmster […]

  8. Schokohasen? Wunderkerzen?Da isser ja, der Generalverdacht. Als wenn ich keine Brezel werfen könnte – wenn ich wollte…

  9. […] und ob ich das nochmal erlebe, dass der FC St. Pauli in dieser Art […]

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