Mrz 172013
 

oder

Die MoPo klaut

Vorwort

Liebe Leser, eigentlich könnte man die Fahrt sehr schnell und brutal zusammenfassen: Die Reise sehr nett, der Aufenthalt in Berlin eher nervig. Punkt

Aber ihr kennt das, irgendwie will man mehr schreiben, als ein Stenogramm in weniger als 140 Zeichen. Sonst würden wir ja nur twittern.

Ebbe 100 bitte

Gut, die Fahrt wie schon erwähnt sehr angenehm und sehr kurzweilig, aber nicht wirklich berichtenswert, wenn wir mal von einem eventuellen polizeilichem Foto absehen. Der Weg durch Berlin zur Alten Försterei (Liebster Curi0us, das ist eine Verkürzung, also bleibt es eine Alte Försterei, denn ganz heißt das Stadion „Stadion an der Alten Försterei“. You asked, we answered) ist mit „kompliziert“ nur unzureichend beschrieben. Irgendwie kurvt man durch die Stadt und das Zitat „Ich hatte nicht das Gefühl in Berlin zu sein“ von einem Mitfahrer fasste es schon gut zusammen.

So sieht es aus, wenn man erst arbeiten muss und dann zum Fußball fährt...

So sieht es aus, wenn man erst arbeiten muss und dann zum Fußball fährt…

Schnell einen Parkplatz gefunden und den Fußweg zum Stadion begonnen. (Wenn jemand Erfahrungswerte hat, wann man wohl kommen muss, um direkt an der Wuhlheide noch einen Parkplatz zu ergattern, möge er das doch mal preisgeben. 2 Stunden vor Spielbeginn war da jedenfalls nichts zu machen.) Offensichtliche Faschos oder ähnliches sind uns nicht über den Weg gelaufen, es gibt aber scheinbar trotzdem genügend, um später im Verlaufe des Tages noch Stress zu machen. Und irgendwie kam es immer wieder zu kleineren Stressmomenten. Sei es nun mit übereifriger Polizei, sei es mit irgendwelchen komischen Faschos.

Der Einlass bei Union ist und bleibt eine Katastrophe. Diesmal mit einer Vorkontrolle und dann mit einer Abtastorgie, die ihresgleichen sucht. Inklusive auspacken aller Sachen die man in Taschen oder Beuteln hat. Man war sich nicht zu schade, selbst in den Labello und die Packung mit den Pfefferminzbonbons einen Blick zu werfen. Und während ein Ordner freundlich dabei war, gab es auch Ordner, die „heute noch Action wollen“, sprich unfreundlich hoch zehn. Und die Mutantenordner hatten auch nix Besseres zu tun, als Leute, die Aufkleber auf der Treppe zum Block auspackten, diese auch noch abzunehmen.

Was diesen Verein ausmacht, sind ja die ganzen Irren, die es gibt. Und ein Vorsänger, der von hinten „bring mal drei Kirschen mit“ am Bierstand brüllt und sich dann überrascht freut, dass man es wirklich macht, ist schon mal Gold wert. Zitat: „Ich brauch jetzt zwei Gute, die auch nach dem Bier noch gerade gucken können.“

Was bei Union absolut gut ist, ist das Musikprogramm im Stadion. Wer SoaD mit irgendwelchen Ostklassikern mixt, der hat eigentlich schon gewonnen. Und dass dieser langhaarige Stadionsprecher sowieso irgendwie eine Type ist, muss nicht gesagt werden.

Offiziell war das Stadion ausverkauft, aber wenn man sich so umguckte, dann waren doch erhebliche Lücken auf der neuen Haupttribüne. So einen Scheiß wie Business Seats hat Union nun auch und natürlich kommen auch bei Union die Inhaber dieser Karten erst so 5 Minuten nach Wiederanpfiff zu Halbzeit 2. Was man nicht beurteilen kann, ist die Stimmung, wenn man im Ultrablock steht. 90 Minuten singen und hüpfen waren angesagt und im Ultrabereich war die Stimmung sehr gut. Ja liebe @liebtdi_ch, auch ein Ultrablock wogt auf und ab, aber meines wird das nicht mehr für jedes Spiel. Sehr geil aber die Jungs (waren nur solche), die auf dem Zwischengang 90 Minuten am Pogen waren. Ja, spielbezogen sieht anders aus, aber so ein komplett unsinniges Abdrehen macht auch richtig Spaß.

Auf dem Platz dann eine Aufstellung mit drei nominellen Sechsern, welche mit der Überschrift von einem Nebensteher beschrieben wurde. Und dann aus unserem Tweet von der MoPo für ihren Bericht geklaut wurde. Natürlich erstmal ohne Quellenangabe.

Und man muss es so sagen: Diese Aufstellung ging komplett schief. Frontzeck wollte keinen der beiden funktionierenden Sechser auf die Bank bringen und auch Boll bringen. Da lag diese Lösung vielleicht nah, aber sie funktionierte nicht. Von Beginn an bekamen die drei Sechser kein Zugriff im Mittelfeld und so konnte insbesondere Mattuschka tun und lassen, was er wollte. Und auch der Rest der Abwehr versuchte das Ganze dann auch noch körperlos zu spielen. So war das 1-0 und auch das 2-1 folgerichtig. In unzähligen Szenen kam unsere Abwehr immer wieder viel zu spät.

Nach der Pause dann plötzlich ein anderes Spiel und unsere Jungs nun endlich körperlich präsent. Und sofort schwamm Union und konnte nur noch vereinzelte Konter setzen. So war Schachtens 2-2 absolut verdient. Nur was jetzt passierte, war einfach komplett unverständlich. Von einer Minute zur anderen verloren unsere Jungs wieder jegliche Körperlichkeit und ließen sich durch ihr eigenes Tor vollkommen aus dem Konzept bringen. Das ist schon ein sehr besonderes Phänomen des FCSP, sich von eigenen Toren aus dem Konzept zu bringen. So konnte Union das Spiel wieder an sich ziehen, ohne wirklich hochschalten zu müssen. Und das 3-2, sowie das 4-2 fielen wieder, weil bei uns niemand in keiner Situation einfach mal einen umballert. Ja, das gibt dann vielleicht mal gelb oder rot, aber in Minute 83. haut man den Gegenspieler in Liga 2 eben einfach mal die Beine weg. Verdammt noch mal.

Nun ja, doofe, unnötige Niederlage. Das Spiel hätte man auch gewinnen können. Die Mannschaft kam zum Zaun, holte sich einen verdienten Applaus aus, leider bekam sich Ebbers mit irgendwem am Zaun in die Haare, so dass die verdiente Huldigung für seine 100 Tore etwas unterging. Schade, aber was da los war, ließ sich nicht erkennen.

Gut, Sachen zusammen packen und ab nach Hause. Und noch einen Auftrag erfüllen. Kiste Schultheiss kaufen. „Der trinkt auch Sterni“. Na gut, aber immerhin führte das zum Höhepunkt des Tages. Typ hinter uns in der Schlange: BFC Hoodie an und eine Jacke auf die hinten rot „Walhalla“ gestickt war. Da geht dann alles.

Es schrieben noch…

SIAMO TUTTI FC ST. PAULI hatte es etwas entspannter

Gröni gratuliert schon mal Ebbers

GGG berichtet live aus der Werkstatt

Gröni badet warm und kalt

Immerhin die Wurst hat der Breitseite geschmeckt.

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  2 Responses to “Wir sind die Mauer, das Volk muss weg”

  1. […] – Bericht Magischer FC – “Wir sind die Mauer, das Volk muss weg” – Bericht Siamo Tutti FCSP – “Auswärts: Union Berlin” – Bericht […]

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