Apr 192012
 

 

Immer wenn man denkt, das Ganze könne nicht absurder werden, muss man  sich revidieren und sich fragen, ob man eigentlich lachen oder weinen  soll.
 Nun also hat die Hamburger Polizei beschlossen, dass es ein Gefahrengebiet geben  soll. In diesem Gebiet herrscht also eine Gefahr! Etwa eine Gefahr für  die Sicherheit und Ordnung? (Ja, muss, sonst darf man es nicht  einrichten) Könnte es vielleicht selbst eine Gefahr für Leib und Leben  sein? Man könnte drauf kommen, wenn man denn den Pressetext liest. Wir  zitieren:
“Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre ist bei  Aufeinandertreffen von Problemfans dieser beiden Fußballvereine mit  gewalttätigen Auseinandersetzungen zu rechnen.  Um den Gefahren  konsequent begegnen zu können, richtet die Polizei Hamburg am Sonntag,  22.04.2012, in der Zeit von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr, ein “Gefahrengebiet  Stadionumfeld/St. Pauli” ein.”
Äh, bitte was? War nicht  die Verbotsverfügung damit begründet worden, dass NUR SO Ausschreitungen  verhindert werden könnten? Und dies das einzige, effektive und  schlagkräftige Mittel sei?  War nicht mit einem polizeilichen Notstand  argumentiert worden und damit, dass man dieses Gebiet nicht  kontrollieren könne mit den vorhandenen Kräften? Und nun soll das alles  TROTZ Verbotsverfügung notwendig sein? Und es soll eine Gefahr  vorliegen, die ein Gefahrengebiet rechtfertigt?
Sehen  nur wir da einen Widerspruch zu der Begründung des Abgabeverbotes?  Beißt sich da die Polizeikatze gerade mit Schwung selbst in den Schwanz?
Und  was ist eigentlich mit dem polizeilichen Notstand? Zu wenig Kräfte?  Unübersichliche Lage wegen des Frühling Doms? Das gilt jetzt alles etwa  nicht mehr?
Wir haben da mal vor Jahren so eine coole  Rentnertruppe in Magdeburg kennen gelernt, liebe Polizeiführung Hamburg.  Vorschlag zur Güte, ihr schickt die und eure BFE Mutanten gehen Angeln  mit unserem neuen zertifizierten Sicherheitsfachmann.  Der kennt nette Seen in Baden Württemberg oder sonstwo. Würde die  Möglichkeit der Gefahr für Leib und Leben schon extrem reduzieren, wenn  nicht wieder Pfeffersprayzufallssprayen  angesagt wäre. Und Sorry Sven,  du weißt ja, Einzelschicksale und keine Rücksicht.
Ach ja: Und  danach könnt ihr vielleicht alle, inklusive der politischen Führung,  euren Hut nehmen und mal Leute ranlassen, die Ahnung von Fußball und  anderen Gefahrenherden haben. Nur so als kleiner Tipp. Herr Neumann: An  Ihren Taten sollte man sie messen, wir sagen ihnen: Diese Tat alleine  rechtfertigt einen Rücktritt.
Herzlichst: Ihre Magischenfc Blogger
PS: Das diese Gefahrengebiete mit u.a. rassistischen Praktiken einher gehen, sei hier mal nur am Rande erwähnt.
PPS:  Komisch, dass niemand auf die Idee kommt, den Dom zu schließen oder  zumindest dort den Alkoholausschank zu untersagen. Dabei sind das  genauso Nichtstörer wie der FCSP. Politisch nicht durchsetzbar? Dann  lieber gegen die sowieso stigmatisierten Fußballfans? Scheinheiligkeit  allez?

 

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  12 Responses to “Absurdistan dein Name sei Hamburg”

  1. [...] Weiterlesen: Augenzeugenbericht auf magischerfc.de (Vorgeschichte), Medienkritik auf magischerfc.de, (ebenfalls Augenzeugen-)Berichte und Kommentare [...]

  2. Hab mal ne Frage Euch:

    Die Bullizei hat nu dieses Gefahrengebiet errichtet.
    Dadurch haben die ja nun auch die Möglichkeit schneller Platzverbote auszusprechen bzw doch auch schneller Personen in Gewahrsam zu nehmen.
    Nun werden vll auch viele zum Spiel fahren/gehen, ohne das Spiel zu sehen (SüdVorplatz).
    Wenn die ein oder andere Nase nu nich gefällt und diese dann auch noch keine Karte für das Spiel vorweisen kann, haben die doch nun auch leichtes Spiel, die Leute davon abzuhalten auf dem SüdVorplatz zu gehen/ zu sein. Ist das richtig?!

    Ich ahne bereits böses, was die Taktik der Bullizei morgen am Millerntor angeht. Ich denke, Gewalt wird provoziert werden.

    Ich kenne nun genug, die nicht im Besitz einer Karte fürs Spiel sind, dennoch aber zum Vorplatz wollen und sich dem Protest anschließen. Ich habe das Gefühl, dass dat nich problemlos von statten gehen könnte.

  3. [...] mit weiteren links zum Weiterlesen. Hervorheben möchte ich noch http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6228. Auch AFM hat eine Stellungnahme abgegeben: [...]

  4. [...] was nun? Ich habe keine Ahnung. Mit den Aussagen von Übersteiger und Magischer FC kann ich mich zu 100% identifizieren. Von daher werde ich zum Thema keine weiteren Worte verlieren, [...]

  5. [...] rund ums Stadion erklärt, welches beim MagischenFC Blog zum Artikel “Absurdistan, Dein Name sei Hamburg” geführt hat, ebenfalls lesenswert um die völlige Idiotie der Polizei vom Verbot bis hin zu [...]

  6. Also ich koennte mich vor Lachen wegschmeissen – ein absolutes Stueck aus dem Tollhaus!! Ich bin wirklich dafuer das der Buergermeister, der Innensenator und die gesamte Polizeifuehrung in die Wueste geschickt werden – inkopetentes Schmarozerpack – sich aus Steuergeldern bezahlen lassen und nichts anderes als grossen Unfug anstellen!
    Ich jedenfalls bin gespannt wie das am Sonntag abgeht, meine Prognose: Jede(r) der/die auch nur so aussieht als wenn er/sie zum Spiel moechte bekommt einen Platzverweis der fuer das ganze Viertel gilt = Geisterspiel….. Team Green, wir sehen uns Sonntag und ich freue mich schon auf Euren Chaos Einsatz – die Nummer koennt Ihr garnicht kontrollieren!

    Forza St Pauli

  7. Alles Kriminelle, Gewalttäter, Bambuleschwestern & brüder! Scheiß St.Pauli!

  8. [...] Absurdistan dein Name sei Hamburg __________________ ABAC – ALL BOLLS ARE COOL [...]

  9. [...] Siehe auch-> Magischer FC – Absurdistan dein Name sei Hamburg Mucke [...]

  10. Ich finde es Schlimm das die Polizei mit allen mitteln versucht dieses Spiel zu sabotieren. erst sagen sie Keine Rostocker im Stadion wegen Befürchteten Krawallen. Dann Die Demo zur Kundgebung um dichten wollen umd jetzt ein Gefahren Gebiet einzurichten ist der Blanke hohn für jeden Fussball Fans. Wenn die sich damit nichtmal ins eine Knie Schiessen am Sonntag.

  11. Historisch betrachtet gibt es die Zeit vor Schill und die danach. Unter Schill, der sich nicht zu Unrecht als eine Zielscheibe der Kritik durch St Pauli Fans empfand, wurde der Umgang mit Demonstranten und St Pauli Fans ungleich rauher.
    Daß sein Erfüllungsgehilfe Nagel dies umsetzte die gesamte Polizeistruktur umkrempelte und unter der CDU noch weitermachen durfte, ist ein weiterer Skandal. Seit Nagel hat man das Gefühl als Demonstrant oder Fussballfan gleich Schwerverbrecher zu sein.
    Zuvor war der Umgang zwischen Hamburger Polizei und Fans am Millerntor doch in der Regel mehr als entspannt. Damal hatte man auch den eindruck, die Einsatzleitungen hätten ein bisschen Ahnung von dem was sie machen und wie sie arbeiten.
    Daß aber auch noch schwarz/grün und jetzt die Roten diesen irrationalen Umgang mit den Fussballfans konsequent und blind weiterführen, macht sprachlos und ist durch nichts zu rechtfertigen. Insofern schliesse ich mich den Grußworten in Richtung Neumann gerne an.
    Der Fisch stinkt vom Kopp.

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