Apr 212017
 

Düsseldorf. Ich, der heutige Chronist, habe ja schon immer Sympathien für die Fortuna. Alleine weil Manni Breukmann schon vor Jahren es richtig zusammen fasste, als er sagte: „Holt die Antidepressiva raus, die Fortuna spielt.“

So war ich schon vor gut 15 Jahren mit der Fortuna in Freialdenhofen in der damaligen Oberliga Niederrhein. Und so prägt der ständige Ligawechsel die letzten Jahrzehnte der Fortuna.

Lange waren Gruppen des FCSP mit Fortuna Gruppen befreundet und lieferten sich jahrelang Plakatkämpfe, die heutzutage Legende sind.

Kurz: Fortunen, ich mag euch. Umso trauriger bin ich, wenn ich sehe, was aus dem druckvollen Block 42 geworden ist und wie klein der Haufen in der Mitte wirkt. Und das einige von euch Freundschaften zu den Nazis von Atlético pflegen? Boa, ne das ist nicht schön.

Der Weg in die Schuhschachtel war von viel Stau geprägt, so dass wir deutlich später erschienen als gewünscht. Aber immer noch rechtzeitig.

 

Schuhschachtel

Busunternehmer gegen die Polizei

Sowieso: Endlich mal wieder Fanladen Bus. Vor und 6 Leute und vier Gin Tonic Flaschen. Plus Kurze. Plus Rum. Hinter uns Grenzenlos St. Pauli ganz entspannt ob der Ankunftszeit. Aber die schreiben ja selber mal wieder Blog. (unter Druck setz)

Den Einlass überwunden und schnell rein. Ganz oben im Stehblock, weil da stand ich letztes Mal nicht und da haben wir verloren.

Auf dem Platz erstmal eine riesige Verletzung. Lieber Kevin Akpoguma alles denkbar Gute. Werde bitte vollständig und schnell wieder gesund. Da wird Fußball zur Nebensache.

Die Verletzungen bei uns sind auch übel genug, aber in keinem Verhältnis zu so etwas.

Puh

Durchatmen

Zurück zum Spiel…

Die erste Halbzeit war ansonsten zum vergessen. Von beiden.

Support? Unglaublich viel verliert sich in diesem riesigen Stadion. Gelegentlich entwickelt die Heimkurve noch was, aber so richtig Emotion kommt nicht auf. Der Auswärtsblock auch eher so 3- aber viel erwarten kann man da auch nicht.

In der 2. Halbzeit dann ein interessanteres Spiel. Ungleich mit Besser. Beide Mannschaften immer wieder fahrig und mit Fehlern. Einer führt dann zu Überzahl für uns.

Und das können wir nicht. So findet plötzlich Fortuna Linie und bumms Rückstand. Der Motzfaktor ist bei 200 und niemand erwartet mehr irgendwas hier. Bis 5 Minuten später der Ball zu Ziereis kommt. Und Bäm. Ausgleich.

Unentschieden ist gerecht denkt eigentlich jeder, als einer von uns durchbricht. Foul, Notbremse, Fortuna nur noch mit 9 Spielern. Aber war das Elfmeter? Von uns nicht zu erkennen. Schiri sagt nö, außerhalb. Buchti darauf hin so „Schlenz ich ihn halt rein“ Bumms. 2-1. Besser als jeder Elfmeter.

Nun noch ein bisschen Zittern bis der Aziz vom Kiez uns an der Fortuna vorbei hebt. 3-1 Abpfiff und Platz 11. Aber immer noch nur 3 Punkte zur Relegation.

Die hoffentlich auch die Fortuna vermeidet. Ich würde gerne wieder zu euch kommen.

 

Vaddern fasste das am Ende schon gut zusammen:  

 

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Apr 182017
 

FCSP – FC Würzburger Kickers

 
Kennt ihr das, wenn ihr von einem rüpeligen Raser überholt werdet und der Knilch dann mit 30 Sachen über Soll geblitzt wird? Hahaha, Genugtuung, liebe Freunde! Zwar sieht es an diesem österlichen Fußballnachmittag lange Zeit überhaupt nicht danach aus, als ob die Fußballgötter Gerechtigkeit walten ließen, aber am Ende rappelt es dann doch in der richtigen Kiste. Mit einem breiten Grinsen gehen wir dann aber doch nicht aus dem Stadion, denn vor dem Torjubel standen viel zu viele Minuten Wahnsinn. Und dafür ist die Situation nach wie vor zu ernst. 
 

Sieben Feststellungen

 
Feststellung 1: Man kann auch mit gebrochenem Schlüsselbein ganz gut in Block D stehen und überlebt auch den Torjubel, wenn man seine Nebensteher vorher freundlich auf die Blessur aufmerksam gemacht hat. Danke, dass unsereins nicht Opfer überschwänglicher Emotionen wurde!
 
Feststellung 2: Stromausfall im Stadion ist anzeigetafel-, toiletten- und essenstechnisch eine Herausforderung. Gut, dass es ein Tagspiel war, denn auch das Flutlicht leuchtete nur noch mit halber Kraft. 
 
Feststellung 3: Eine unterirdische Leistung der Unparteiischen steht in vollem Saft der Ironie, wenn vor dem Spiel noch der Schiedsrichterlehrgang für Nachwuchspfeifen angepriesen wird.
 
Feststellung 4: Die Würzburger Kickers spielen einen brutalen, unfairen, zerstörerischen Fußball und dürfen daher gern absteigen. Mehrfach gehen die Spieler nur auf die Beine des Gegners, mehrfach mit offener Sohle und Feststellung 3 verhindert irgendwelche gelbe Karten früh. Viele sprachen nach dem Spiel davon, dass da „11 Hollerbachs“ auf dem Platz gestanden haben, aber bei aller Unsympathie hat Hollerbach zwar immer hart, aber nie extrem unfair gespielt. Diesmal war es aber über hart spielen weit hinaus. 
 
MagischerFC St. Pauli FC Wuerzburger Kickers April 2017

Da sieht die Zukunft auf der Anzeigetafel nicht mehr so schwarz aus.

 
Feststellung 5: Die Fans des FCSP sind zum Glück nicht nachtragend. HO-HO-HOCHVERRAT!
 
Feststellung 6: Den bitteren Ernst des Abstiegskampfs merkt man gegenwärtig längst nicht allen Akteuren an. Die Kurven sind zu leise, die Mitmachquote auf der Gegengerade könnte wirklich höher sein. Sowieso Fanverhalten. Leute, die sich lautstark wünschen, dass die Spieler bei ihrer üblichen Runde vor dem Warmmachen mal ausgepfiffen werden, weil das muss ja und würde ja die Leistung mal spiegeln. Gehört auf der Gegengerade. Solche Ideen erscheinen uns dann doch eher in den Volkspark zu gehören. Und diese „Bedient mich“ Haltung, die diverse Menschen an den Tag legen. Man, dit is aber nun wirklich nicht mehr mei Pauli. 
 
Feststellung 7: Ist das Abstiegskampf? Teilweise wirkt das echt Hölzern auf dem Platz und man kann seine Zweifel bekommen. Aber die Jungs laufen im Rückwärtsgang alles zu und so kann Würzburg überhaupt nix beschicken. Das ist schon Kampf und Arbeit. Im Vorwärtsgang sieht das aber teilweise echt schon unabgestimmt, hektisch und hilflos aus. Da gehen zuviele Bälle ins Nichts oder in den Gegner. Das ist dann wohl auch irgendwo Abstiegskampf. In der 2. Halbzeit wird es auf niedrigem Niveau besser, aber wenn man etwas verbessern will, dann dies. 
 
Am Ende des Spieles sind wir vor allem erschöpft. Wir kennen unsere Pappenheimer – das hätte ganz anders ausgehen können. Doch „dumm und glücklich“ trifft es nicht. Letztlich war Buchtis Bombe schon so ein bisschen durch den letzten Willen erzwungen. Und direkte Folge des „liegen bleibens“ der Nr. 27. Das Würzburg hier ein „ins Aus spielen“ fordert, ist ob des Verhaltens vorher schon süß. Und unsere Jungs haben des vollkommen zu Recht nicht getan. 
 
Noch ein paar statistische Fakten: Nach Spieltag 18 hatten wir auf Würzburg 17 Punkte Rückstand. Nun genau noch ein Tor in der Tordifferenz. Auf Düsseldorf waren es zu diesem Zeitpunkt 14 Punkte nun 3, auf Heidenheim hatten wir mal 18 Punkte nun sind es 7, auf Karlsruhe hatten wir mal 6 Punkte Rückstand nun 10 Punkte Vorsprung (und so weiter). Wir haben seit 332 Minuten kein Gegentor mehr bekommen, sowieso Rückrunde 16 zu 7 Tore, Hinrunde 11 zu 24 Tore. Das ist nebenbei die beste Abwehr in Liga 2 in der Rückrunde. Wir haben bisher 21 Punkte in der Rückrunde. In den beiden letzten Rückrunden hatten wir am Ende jeweils 24 Punkte.  In der jetzigen Rückrunde ergibt das Platz 4 der Rückrundentabelle. 
 
So, viele Worte braucht es nicht mehr. Drei Punkte, sauber. Ein guter Spieltag. Freitag geht es weiter!
 
wir fanden bisher sonst noch:
 
 
 
 
 
 

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Apr 132017
 

Loide, Sonntag, 13:30 Millerntor! Würzburg ist zu Gast und dieses Spiel als „wichtig“ zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung.

Die Jungs werden sich den Arsch aufreissen, ja das wird nicht immer hübsch aussehen, ja das wird auch mal verkrampft aussehen. Nein, Abstiegskampf in Liga 2 ist nicht schön. Man wird auch wieder über Ewalds Aufstellung, die Auswechselungen und den Kader meckern können. Und Spieler A sollte höchstens, nein H Ö C H S T E N S !!!! noch für die 4. auflaufen. Ja und auch sonst, seid ihr müde, genervt, schlecht drauf oder was auch immer. Können wir alles verstehen. Und das „Dauerlala“ erst. Ja, verstehen wir auch.

ABER: Es ist zu wichtig, um darüber die Unterstützung, das positive Anfeuern unserer Jungs zu vergessen. Daher: Egal ob Kutte, Ultra, Alt- oder Junglinker, Banker, Punker oder nichts davon: Brüllt was das Zeug hält, nehmt Gesänge auf, tragt sie weiter, klatscht, bepöbelt den Gegner und jubelt. Und wir meinen hier auch der Mannschaft einen Vorschuss zu geben. „Wir sind St. Pauli“ wird häufig genug gesungen, wir holen uns den Klassenerhalt, wir brüllen die Jungs zum Klassenerhalt, denn wir sind wirklich St. Pauli und wir können den Unterschied machen.

Lasst uns das Millerntor zur Hölle machen. Und alle gemeinsam 😉 den FCSP zum Klassenerhalt brüllen.

Kleiner Tipp: Jeder von euch hat eine Fahne zu Hause, jeder eine Stimme, die noch mal einen Bonbon morgens gebrauchen kann. Jeder kann Konfetti reissen. Mach dies alles, bringt dies mit, schwenkt die Fahnen und dann ROAR!

Gebt Würzburg Pfeffer.

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Apr 082017
 

 
Nürnberg. Immer eine Möglichkeit bei den besten Menschen in Franken zu übernachten und sich verwöhnen zu lassen. Danke an dieser Stelle an die besten Gastgeber von Welt.

Unserer Auswärtsmob (eine Person) machte sich zum Glück sehr früh auf den Weg, denn die Stichworte „LKW Unfall, Vollsperrung, Umleitung“ brachten insgesamt einen Zeitverlust von 3 Stunden. So fiel das gepflegte Mittagsbier in Franken aus und Pausen zwischen Göttingen und Nürnberg auch.

Kurz das Auto bei den Gastgebern abgestellt und dann ab zum Stadion. Dort all die lieben Menschen getroffen, die aus allen Herrenländern zu Spielen des FCSP pilgern. Und mit der Gastgeberin in Erinnerungen geschwelgt. Denn genau vor diesem Gästeblock lernten wir uns vor 16 Jahren persönlich kennen.

Im Gästeblock fehlten die Ultras. Und fehlten auch bis zur Halbzeit. Einige feierten das als fehlen des nervigen Dauerlala, wer aber auch nur annähernd eine Objektivität für sich behalten hat, wird folgende Feststellungen treffen:

1. Support geht auch ohne Ultras. Die Leute taten, was sie konnten und das war für die Situation echt gut.
2. Er ist jedoch besser, wenn Ultras und ihre Werkzeuge da sind. Seien es 150 motivierte Stimmen, sei es eine Trommel, sei es jemand der koordiniert. Vor der Trommel war das mit dem im Takt klatschen schon sehr deutsch. Also gar nicht im Takt.
3. Insgesamt ein richtig guter Gästeblockauftritt

Warum die Ultras fehlen? Sollen sie selber erzählen, wenn sie wollen. Wir sind hier ja nicht deren Sprachrohr oder so. Falls es euch also interessiert: Kauft einfach mal die Bash.

Nürnberg hingegen verzichtete auf organisierten Support. Auch dies feierten wieder irgendwelche Leute im Internet, aber auch hier muss man einfach sagen, dass normalerweise die Heimkurve des Frankenstadions gut im Gästeblock ankommt. Diesmal null.

Ach ja: Frankenstadion. So heißt und hieß dieses Stadion ja nie offiziell. Dafür läuft in Nürnberg eine Werbekampagne für ein Crowdfunding einer Umbenennung in Max-Morlock Stadion. Richtig mit Werbung an Bushaltestellen etc. pp. Falls es euch interessiert: https://www.startnext.com/maxgemeinsam

Man kann sich nebenbei fragen, ob man Plätze nach Leuten benennen sollten, von denen selbst der Wikipedia Eintrag nix weiter überliefert, als dass er gut Fussball spielen konnte. Ist dies eine Leistung, die man mit so etwas ehren sollte? Ist jetzt eine gesamtgesellschaftliche Frage und hat nix mit Morlock zu tun.

Zurück zur Heimkurve des Frankenstadion. Ufftas Nürnberg boykottierte also. Warum genau ist uns ehrlich gesagt auch nach Lesen der Erklärung im Internet nicht so wirklich klar. 

So ein bisschen absurd ist es aber, dann ein „no surrender“ Plakat vor die Kurve zu hängen. Was ist denn Schweigen? Doch absolut eine Selbstaufgabe. Jetzt mal ein bisschen überspitzt gesagt: Wenn ihr wirklich „no surrender“ hättet machen wollen, dann hättet ihr eine fette Pyroshow gemacht, dann super aggressiven Support gemacht und dann alle Ordner und Polizisten umgeboxt. Mindestens. Und gegen Aue dann in Frankfurt Style die gesperrten Blöcke überrannt. Und danach die DFB Zentrale dem Erdboden gleich gemacht. Das wäre „no surrender“. So war es irgendwie eine Karikatur einer Ultra Gruppierung. Immer „Freiheit für die Kurven/Ultras/wenauchimmer“ fordern, aber beim ersten Gegenlüftchen in die Schmollecke zurück ziehen, ist albern. Mal ganz davon ab: Wo genau lag noch mal der Grund für einen Stimmungsboykott? Und meinen solche Leute wirklich, dass es einen Verein juckt, wenn man zwei Spiele den Support einstellt? Und dann wieder Vollgas?

So nun haben wir schon den Blog übervoll geschrieben und immer noch nix zum Spiel gesagt.

Haben wir gewonnen. Sicher, locker mit zwei geilen Toren.

Reicht zum Spiel, oder?

Mehr gibt es dann auch nicht zu sagen. Nun den dritten fränkischen Verein in dieser Liga zerlegen. Nach dem Hinspiel haben wir da noch was gut zu machen.

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Apr 052017
 
Es nervt, wenn Spiele um 17:30 angepfiffen werden. Die Logik dahinter hat noch niemand verstanden und es führt zu einem leeren Stadion mit gehetzten Menschen drin. Sky will die 1. Liga freistellen? Warum? Um diese dann genau so lustlos runterzududeln, wie die 2. Liga vorher? Wieviel Mehrkunden gibt das? Welche Quote hat die 2. Liga so um 17:30? Ach egal, das haben Menschen entschieden, die keinen Job haben, den sie hektisch verlassen müssen und es frustriert. 
 
Es nervt, dass Leute immer noch der Meinung sind, man müsse Sandhausen so im Vorbeigehen 6-0 abschießen. Das nervt umso mehr, weil erstaunlicherweise genau die gleichen Leute sagen würden: „Aufsteigen? Oh Gott, das können wir nicht!“ Ja was denn nun? Merkt endlich mal, dass zu einem Fußballspiel zwei Mannschaften gehören und Sandhausen ein echt bemerkenswertes Paket auf den Platz bringt. Respekt dafür. 
 
Es nervt, wenn Leute sich auf Spieler einschießen, Spieler lächerlich machen oder so tun, als ob es alles nur eine Frage der Einstellung wäre. Warum sich dann noch auf Kalla und Ziereis (!!!) eingeschossen wird, bleibt eine Frage, die unbeantwortet bleiben muss. Oder nach ca. 10 Minuten sich einem Support lautstark verweigern mit der Aussage „die müssen erstmal was bringen, bevor ich hier supporte“. Alter! 
 
Sowieso LOIDE! Merkt mal, dass Angst Seelen auffrisst, dass man im Abstiegskampf sich schwer tut, eigentliche Selbstverständlichkeiten zu machen und dass nörgeln da den Jungs sowieso nicht hilft. Druck ist im Sport ein extremer Hemmschuh. „Embrace your Target“ (so viel wie „Umarme dein Ziel“) war eine Floskel, die Joe Maddon ob des Drucks des „Gewinnen müssens“ vor der letzten Saison prägte (Damit haben wir in der Opening Week auch eine Baseballreferenz). Das ist so einfach gesagt, aber ist der Kern des Abstiegskampfes. Die Balance zwischen Anspannung und Lockerheit zu finden. Die haben wir zur Zeit einfach nicht. Was können wir von außen daran tun? Nörgeln minimieren (ja, man fasst sich hier gerade auch an die eigene Nase), anfeuern, aufdrehen. Das Millerntor macht es phasenweise schon sehr gut, aber da geht noch mehr. „Alle Zusammen“ ist die Floskel des Vereines, aber nur so geht es. 
 
Es nervt, dass wir zwar endlich sicher in der Abwehr stehen (letzten vier Spiele, drei Gegentore, drei Tore der Marke „Kacktor“), aber die Balance nicht finden, auch mal einen reinzudrücken (letzten vier Spiele null Tore). Uns fehlen Spieler wie Daeli, Flum oder Neudecker extrem. Ein zentraler Spieler, der mit Tempo unsere Außen bedienen und einsetzen kann. Warum Neudecker so gar nicht mehr für die 1. Mannschaft in Frage kommt, können wir mangels Trainingseindrücken nicht bestimmen, aber wenn man seine Leistung vor der Winterpause als Maßstab nimmt, wäre er eine Alternative. Zumindest für die Bank. 
 
Es nervt, dass so ein Junge wie Thy alles verloren hat. Mensch Junge, niemand erwartet von dir den großen Wurf. Was wir erwarten ist der Lenny, den hier alle lieb gewonnen haben, der Lenny der viele unsinnige Wege geht, der läuft bis er nur noch krabbeln kann und der sich immer wieder rein wirft. Ein spekulierender Stürmer wirst du nicht mehr. Mach wieder den Lenny, Digga. 
 
 
Soviel zum Spiel. Dann hauen wir halt Nürnberg weg. 
 
Zum Abschluss noch drei ernste Themen, die soviel wichtiger sind, als Fußball: 
 
1. Leider musste die Süd wieder einen jungen Menschen betrauern, der viel zu früh auf eigenen Wunsch aus dem Leben ging. Unser Mitgefühl ist mit allen Freunden und Verwandten. Und Leute, wenn euch was quält, wenn ihr meint, es gäbe keinen Ausweg mehr, wenn ihr Hilfe braucht: Es gibt ganz viele tolle Anlaufstellen, die euch niedrigschwellig helfen. Eine davon selbst direkt beim FC 
 
2. Einige Leute von den Rauten meinten in der Nacht von Freitag auf Samstag noch rückkehrenden FCSPlern auflauern zu müssen. Details gibt es beim Fanladen  Das hier diverse Grenzen überschritten werden und so etwas einfach nur kacke ist, müssen wir wohl nicht erwähnen. Dass 25 Rauten so in der Nacht nicht gerade zufällig in einem Parkhaus rumlungern, sondern dass so ein Angriff gezielt und geplant ist, kann sich auch jeder denken. Leute, schaltet mal euer Resthirn ein! Das ist viel zu gefährlich, viel zu unsinnig, als es noch mit Rivalität oder „Ultra“ oder „Fußball“ begründen zu können. Und wenn ihr Leute in eurem Umfeld habt, die so etwas geil finden (und solche gibt es auch bei uns oder jedem anderen Fußballverein), dann redet denen ins Gewissen, macht denen klar, dass sie nicht für eine schweigende Mehrheit handeln und es nicht im Interesse einer Fanszene sein kann, so etwas als Teil von sich zu haben. Hört endlich auf, euren Machoscheiß im Fußball auszuleben. Den Angreifern kann man nur Knast, ganz eklige Durchfälle und/oder andere böse Dinge wünschen. 
 
Ach ja: solche Leute sind Fans, sie sind Teil von Fanszenen, ihr Motiv ist Fußball und sie hängen wahrscheinlich auch emotional einem Verein an. Es mag uns nicht gefallen, was sie tun, aber als Fußballfans ist es eben insbesondere auch unser Problem, weil sie aus unseren Reihen kommen.  
 
3. Am morgigen Donnerstag steht Deniz Naki vor Gericht. WIr können nur ganz fest die Daumen drücken und hoffen, dass es noch ein Stück Gerechtigkeit in der türkischen Justiz gibt und du, lieber Deniz, für deinen Einsatz und deine Solidarität gegenüber den Opfern des Krieges, nicht ins Gefängnis gehen musst. Genauer haben wir hier darüber geschrieben.

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Apr 032017
 
Was willst du zu diesem Spiel schreiben? Daher machen wir das jetzt wie folgt: Wir verschönern den Ticker der Basis  den wir einfach mal klauen (verklagt uns, liebe Basis), kommentieren ihn mit der Playlist des Todes (die uns auf der Fahrt unterhielt und die weder zwingend gute Musik, noch tolle Bands beinhaltet) und fertig ist der Bericht.
 
0 Minute
 
Nach Aue fahren? 
Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?
Jein… (Fettes Brot)
 
Pure Vernunft darf niemals siegen 
(Tocotronic)
 
First I drink, then I smoke
Start the car and I try to make the midnight show
(Kiss)
 
 
0 min.
 
Ein herzliches Willkommen aus dem Erzgebirgsstadion in Aue! Heute spielen wir wieder ein Kellerderby, viele sprechen von einem 6-Punkte-Spiel. Mir würden schon drei reichen! 😉
 
Losing my sight
 Losing my mind
 Wish somebody would tell me I’m fine
 Nothing is alright
 Nothing is fine
(Papa Roach)
 
 
8 min.
 
Generell scheint es den Kombatanden zu warm zu sein. Der Spielaufbau wirkt behäbig. 
 
Hold tight, we’re in for nasty weather
 There has, got to be a way
 Burning down the house 
(Hier in der Tom Jones Version)
 
 
9 min.
 
Sobiech im Laufduell im Adler, der versucht, den Ball vor der Linie weiterzugrätschen und purzelt ausserhalb des Spielfeldes auf dem harten Untergrund. Er hält sich erst mal den Ellbogen.
 
When I’m enraged Or hittin‘ the stage
 Adrenaline rushing Through my veins
 And I’d say we’re still kickin‘ ass
(Mötley Crew)
 
 
14 min.
 
Kvesic schießt direkt, das Netz zappelt. Zum Glück kommt der Ball aber von aussen dran, nicht von innen. 
 
If you tolerate this, your children will be next
 
(Manic Street Preachers) 
 
 
23 min.
Wieder Aue, Nazarov tanzt durch unsere Reihen, aber Hornschuh und Ziereis können gemeinsam klären 
22 min.
Hornschuh hält einfach mal aus 22m drauf. Der war gar nicht so weit weg
 
Sag mal, ist das so, ich meine muss das so?
Ist das so, ich meine muss das so?
 (Wir sind Helden)
 
28 min.
 
Tor für Aue. 
 
Und wie… Flanke auf die rechte Seite, von dort mit dem langen Fuß in die Mitte geflankt, wo Adler zuviel Abstand von Sobiech hat und per Fallrückzieher an Heerwagen vorbei ins lange Eck schießt 
 
 
Lebt denn der alte Holzmichel noch? Ja er lebt noch! 
 
(De Randfichten)
 
When we were young, the future was so bright, whoa
 The old neighborhood was so alive, whoa
 And every kid on the whole damn street, whoa
 Was gonna make it big and not be beat
 
(The Offspring)
 
 
 
 
 
38 min.
 
Im Moment nur Mittelfeldgeplänkel 
 
Warst du nicht fett und rosig? Was hat dich bloss so ruiniert? 
 
(Die Sterne)
 
 
(eigentlich) 43 min.
 
Auffällig: Aue ist rechtslastig. 
 
(Passt aber auch zur Halbzeit und dem Auftritt des Identitären Nazi im Wald)
 
Wer wird denn rumstehen?
 Wir woll’n euch tanzen sehen
 Heute heisst die Devise Raven gegen Deutschland
 
(Egotronic)
 
I want to smash it up for all the people and for our right to be treated equal
 
(The international noise conspiracy)
 
 
 
46 min.
 
Alle 22 Spieler wirken motivierter als zu Beginn der ersten Hälfte 
 
 
Wild boys never lose it
Wild boys never chose this way
Wild boys never close your eyes
Wild boys always shine
 
(Duran Duran)
 
 
52 min.
 
Ich glaube, eine „Heat Map“ würde unsere Hälfte immer etwas roter anzeigen als die Auer. 
 
 
We fade to grey
 
(Visage) 
 
 
 
 
67 min.
 
1.Wechsel bei uns. Schneider rein, Kalla raus 
 
Für alle Kalla Hasser:
 
Beschwerden an meinen Assistenten
 Damit er sie für mich verbrennt denn
 Ich kann grad nicht ich bin in meinem Wochenendhäuschen in der Fickt Euch Allee
(Großstadtgeflüster) 
 
Ich hörte selten so etwas beknacktes
 Wer wagt es und kommt mit mir bis in die Arktis,
 wo wir dich burnen, dass du im Krematorium Rabatt kriegst
 Weil mein Part der lodert, deiner klingt arg vermodert
 
(Fettes Brot)
 
 
 
 
69 min.
 
Sobota mit hoher Flanke in den Strafraum, Schnieder nimmt den Ball Volley und haut das Leder an die Latte. AAAAaaaaaah! 
 
 
Because maybe
You’re gonna be the one that saves me
And after all
You’re my wonderwall
 
(Oasis)
 
 
75 min.
 
Dudziak gibt an der Auer Strafraumgrenze rechts raus an die rechte Strafraumkante, Ecke Toraus-Linie. Der gibt den aber nicht in der Mitte, sondern versucht zu daddeln. Aber zu langsam, Ball weg 
 
Wooah
We’re half way there
Woah-oh
Livin‘ on a prayer
Take my hand and we’ll make it
I swear, livin‘ on a prayer
(Bon Jovi, mit einem Herzchen an eine Mitfahrerin)
 
 
78 min.
 
Hornschuh flankt von der rechten Seite in den Strafraum auf Schneider, aber da steht einer davor. Ecke. Bringt nix, erster Mann klärt, im Nachgang die nächste Ecke. 
 
 
ICH WILL KEINE ECKEN. DIE BRINGEN SOWIESO NIX EIN! (J., der nicht mit war, hier aber zitiert werden muss)
 
 
86 min.
 
Letzter Wechsel bei uns: Möller Daehli raus, Gonther macht fertig 
 
Time, it needs time
To win back your love again
 
(Scorpions)
 
 
 
 
90 min.
 
5 Minuten Nachspielzeit 
 
Time is waiting
We only got 5 minutes to save the world
No hesitating
Grab a boy and grab a girl
(Madonna & Justin Timberlake; leicht verändert)
 
 
 
90 min.
 
Abpfiff. Verdammte Axt. Da war mehr drin. 
 
I can’t see the rationality
The world’s not my responsibility
And happiness isn’t there for me
But maybe I’ll inch closer to the source
When I find true north
 
(Bad Religion)
 
 
Rückfahrt
 
nur bitte was für ein verständnis von erkennen und erkenntnis,
 wenn ich sage: geld allein macht auch nicht glücklich.
 aber irgendwie schon besser im taxi zu weinen als im hvv-bus,
 oder nicht?
 
(Kettcar)
 
 
 
 

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