adminbc

Mai 152013
 

Liebe Leser,

wir drei sind ja Bestandteil einer ganz tollen Gruppe Menschen, die schon seit Jahren in dieser oder ähnlicher Zusammensetzung den Sonderzug-Tresen organisiert. Auch diesmal schleppen wir für euch Mitfahrer wieder Kisten und bedienen euch gerne am Tresen.

Wir machen das alles freiwillig und ohne irgendeine Ermäßigung oder Belohnung zu erhalten. Unsere Belohnung ist eure Freude und eure gute Laune. Der Erlös geht diesmal zu 100 % an die Braun-weiße Hilfe

Leider gibt es immer mal wieder Leute, die meinen motzen zu müssen. Das muss echt nicht sein, alle Leute hinter dem Tresen sind Fans, also denkt zweimal nach, ob Motzen die richtige Reaktion ist. Aber das sind Einzelfälle, es sei daher einfach nur mal erwähnt.

Nun aber zu den freudigen Dingen:

Wir haben diesmal einen Bar- und einen Partywagen. D.h. wir bedienen euch an zwei Tresen, was das ganze schon einfacher machen sollte. Auch können wir so größere Mengen mitnehmen, so dass wir hoffen diesmal genug Zeug dabei zu haben. Aber garantieren können wir dies leider nie.

Wer uns noch helfen will: Wir laden ab 1:45 am Bahnhof Altona ein. Wirklich gut können wir Leute ab ca. 3:10 gebrauchen, weil dann das ganze Zeug von den Paletten in den Zug muss. Kommt also einfach ans Gleis und helft. Ebenso wäre es toll, wenn ihr beim ausladen helfen könntet. Nehmt einfach alle eine Kiste und tragt sie kurz zum LKW, wir sagen euch wo der steht.

Nun aber das wichtigste: Erneut fahren wir hübsch ;-) dekoriert und zwar – passend zum Sonderzugmotto – im Stil eines Pubs. Und in einem Pub muss es auch Guiness und Cider geben. Ja, wir wissen, es gibt viel tollere Inselgetränke, aber die müssen auch lieferbar sein in Hamburg Altona. Hier also unsere ultimative Preisliste:

Astra 1,50

Beck’s 2,00

Guiness 2,00

Savanna Cider 2,50

Club Mate 1,50

Softgetränke (Afri, Apfelschorle, Spezi) 1,00

Wasser (still und laut) 0,80

Kaffee 0,80

Wir erheben wie immer einen Flaschenpfand von 50 Cent und bitten euch auch schon mal Kleingeld mitzubringen, wir haben nämlich nur begrenzt Wechselgeld. Bringt also eure Sparstrümpfe mit. ;-)

 

Wir freuen uns

 

 

 

 

 

 

flattr this!

Mai 142013
 

oder

Wie kann man sich so ein Blödsinn ausdenken?

Vorwort

Liebe Leser, JEDES Jahr ist der Verkauf der Dauerkarten ein Ärgernis. Und ein Lehrstück, wie man sich mit unüberlegten Handlungen und einer schlechten Kommunikation ein Haufen Arbeit macht, die man locker hätte vermeiden können.

Wenn man keine Magengeschwüre bekommen möchte, dann ignoriert man entweder das Thema völlig oder pöbelt drauflos. Wir pöbeln also erstmal, denn ganz ehrlich: Das Ganze, was da wieder verzapft wurde, ist im besten Fall fahrlässig, im schlechtesten Fall einfach ignorant und amateurhaft. Und das beleidigt die Amateure. Es wird am Bedarf, am Wunsch des Kunden mal wieder und zum wiederholten Mal vorbei geplant.

Wir wollen ja nicht immer nur pöbeln, sondern wir wollen einfach mal aufzeigen, wie man es besser machen kann. Und dies ist so einfach, wie es kompliziert ist. Bei einer Kartenvergabe sollte man aus unserer Sicht folgende Prämissen immer beachten: 1. Alle Menschen gleich behandeln. Sprich Offliner = Onliner, Dauerkarteninhaber = lebenslanger Dauerkarteninhaber. 2. An alle Menschen denken, sowohl an Offliner, Onliner, LDKler, DKler, Saisonkartler. 3. Das gefundene Ergebnis mit den betroffenen Gruppen absprechen – hier insbesondere mit dem Supportblock der Gegengerade. Kontakte sollten bekannt sein. Ist doch eigentlich nicht so schwierig, oder?

Unser Verein schafft es aber, alle drei Vorüberlegungen zu ignorieren. Und er schafft Lösungen für ein Problem, die wiederum mehr Probleme schaffen, als sie lösen. Und so gibt es mal wieder Ärger und Generve und der Verein zeigt mal wieder seine Inkompetenz an entscheidenden Stellen.

Ob dies aus einer “Wir verkaufen sowieso alle Karten”-Arroganz kommt, wie sie gerade bei Dortmund vorgeführt wird, oder ob es einfach an fehlender Sensibilität liegt, ist dabei vollkommen egal.

Dortmund: Wer da tiefer einsteigen möchte, der vergleiche mal bitte, wie Dortmund und wie Bayern die Karten zum Finale vergibt. Bayern bemüht sich um eine Lösung, die irgendwie gerecht ist (z.B. werden Leute mit längeren Mitgliedsdauern bevorzugt), Dortmund macht eine Lotterie, an der sich unzählige Leute beteiligen können.

Nun denn, dröseln wir doch mal die einzelnen Punkte auf. Wir werden am Ende noch mal ausführlich das Thema “Blöcke der Gegengerade” beleuchten, müssen es aber auch schon vorher mal anschneiden. Bitte entschuldigt den damit immer einher gehenden Verweis nach unten, der ist “juristisch” nicht korrekt, aber muss hier mal sein.

Art und Zeitpunkt der Information

Kritik: Es wird nur ein Kanal der Information benutzt. Die Informationen kommen zu spät. Offliner werden benachteiligt.

Der Onlineverkauf beginnt morgen, der Verkauf offline nächste Woche. Die Mitteilung dieser Fakten hat der FCSP auf seine Homepage gestellt. Nun soll ein Schreiben an die Offliner unterwegs sein, ob dieses aber wirklich morgen alle Offliner erreicht hat, sei mal dahingestellt. Da wird auch mit einer viel zu kurzen Frist gearbeitet. Insbesondere wenn man bedenkt, dass z.B. Behördenschreiben nach drei Tagen als Zugegangen gelten, sprich hier am Donnerstag. Da ist im schlechtesten Fall schon alles gelaufen, weil die Onliner schneller waren (das ist jetzt erstmal theoretisch, das sollte jedem klar sein.)

Wie wir später noch erläutern werden, ist dies schlichtweg eine Benachteiligung von Offlinern. Denn auf der Gegengerade ist zumindest theoretisch ein Rattenrennen um die Blöcke denkbar und der – äußerst beliebte – Block D so für einen Offliner ganz eventuell nicht mehr buchbar. Immerhin hat er einen Startnachteil von einer Woche, außer er wandelt sich nach dem Brief von Off- zum Onliner.

Überhaupt fragt man sich, warum der Onlineverkauf eine Woche eher beginnt. Sollte nicht alles gleichberechtigt sein? Wir denken schon! Wird hier vielleicht bewusst Eventim bevorzugt? Oder wünschten diese sich das, um mehr Geld machen zu können?

Man kann ergänzend natürlich sehr gut damit argumentieren, dass es keine Pflicht ist, Dauerkartenkunden mit einem Brief zu versorgen. Man kann sich aber mal überlegen, ob eigentlich ein Unternehmen außerhalb des Fußballgeschäftes seine treusten, teilweise über Jahrzehnte treuen Kunden so im Regen stehen lassen würde. Insbesondere darf man nicht vergessen, dass sich im letzten Heimspielmagazin kein Wort zu den Verkaufsmodalitäten fand.

Man kann so etwas immer schnell mit “der Ligaverbleib stand noch nicht fest” begründen, aber das ist und bleibt eine Schutzbehauptung. Es ist nicht so schwierig, Informationen auch mal mit einem “Wenn…” zu beginnen. Wenn man hier eine Angst der Überforderung hat, dann sollte man Multiplikatoren, wie z.B. den Fanladen, den FCSR etc. noch mal gesondert schulen bzw. informieren. So schwierig ist das nicht.

Mal ganz davon ab, dass niemand glauben muss, dass sich durch einen Abstieg auch nur irgendetwas geändert hätte. Die Preise schon gar nicht. Das Einzige, was sich geändert hätte, wäre der Text auf der Homepage. Man hätte nämlich in blumigen Worten erklärt, dass der Preis gleich geblieben wäre, man nun aber zwei Heimspiele mehr für sein Geld bekäme und dies ja sehr viel billiger sei.

Kritik: Inhaber von lebenslangen Dauerkarten können sich zusammenreimen, ob sie gemeint sind oder nicht.

Die Worte “lebenslange Dauerkarte” tauchen in der Mitteilung nicht auf. Klar, diese Gruppe an Leuten ist klein. Die haben bezahlt und kosten jetzt nur noch. Aber das heißt noch lange nicht, dass man sie ständig vergessen muss. Es reicht ja der einfache Satz “Lebenslange Dauerkarteninhaber werden entsprechend der weiteren Informationen behandelt, sie können ihre Karten in der angegebenen Zeit abholen.” Ist eigentlich nicht schwer.

Nun reagierte das Kartencenter auf E-Mails wohlinformiert und gut, aber den Aufwand hätte man den Mitarbeitern durch diesen Satz einfachst sparen können.

Neue Dauerkarten / Lüge? Oder einfach ungenau?

Kritik: Es gibt einen deutlichen Widerspruch zwischen 2012/2013 und 2013/2014

Der Verein neigt ja dazu, alte Mitteilungen auf der Homepage durch Baustellenschilder zu ersetzen. Das ist insofern natürlich sehr “angenehm”, als dass man so keine Originalwortlaute mehr nachrecherchieren kann. Und das ist ja ab und zumal ganz gut. Aber ab und zumal übersieht er anscheinend eine Meldung und dann findet man solche Perlen:

“Alle Teilnehmer, die bei der Kartenvergabe keine Berücksichtigung finden, werden zukünftig (außer jemand möchte das nicht) in einer Warteliste geführt. Informationen dazu erhalten auch alle Teilnehmer individuell. Alle zukünftig nicht verlängerten Dauerkarten, werden dann jährlich vom Verein an Personen aus der Warteliste vergeben. Es können mit sofortiger Wirkung keine Dauerkarten mehr umgeschrieben oder gar „vererbt“ werden.”

Dies findet sich (noch?) hier im Rahmen der Verkündung der Verteilung der neuen Dauerkarten 2012/2013. Nun gibt es folgenden Satz:

“Bei der Planung der neuen Spielzeit wurde festgelegt, dass es für die Saison 2013/14 keine neuen Dauerkarten geben wird.”

Und was ist mit den zukünftig nicht verlängerten Dauerkarten? Hat man diesen Hinweis einfach vergessen?

Nun haben wir bereits letztes Jahr ausführlich dargelegt, dass man aus den gesammelten und ausgewerteten Informationen nur bedingt eine Warteliste anlegen kann. Wir äußerten auch schon unsere Verwunderung darüber, dass keine Mitteilung erfolgte, wo ungefähr man sich auf der Warteliste befindet. Aber nun scheint man diese Sätze zu vergessen.

Kritik: Intransparenz fördert Misstrauen. Ist hier eine Gewinnoptimierung angestrebt?

Der Verein muss hier einfach auch aufpassen, dass er nicht noch mehr Vertrauen verspielt. Vertrauen schafft man durch Transparenz und es ist ein Leichtes, nach dem 14.06. die Anzahl der verkauften Dauerkarten 2012/2013 und die Anzahl der verkauften Dauerkarten 2013/2014 zu veröffentlichen. Und dann über die Warteliste aufzufüllen.

Der Frodo würde ja wieder an das Gute im Menschen glauben und sagen “das wird schon so kommen” und wir würden uns wünschen, wir hätten auch dieses Vertrauen. Aber wir haben auch nicht den Ring durch Mordor gebracht und sehen das daher sehr skeptisch. Eher erscheint es hier, dass man immer noch beim Verein den Wunsch hat, Dauerkarten still, heimlich, aber kontinuierlich abzuschmelzen um ertragreichere Saisonpakete und ertragreichere Einzelkarten zu verkaufen.

Auch fordern wir Transparenz ein. Der Verein sollte endlich mal klar machen, wie viele Dauerkarten man wünscht, wieviele man jetzt hat und man sollte dann, wenn diese beiden Zahlen sich annähern, den Bedarf konstant immer wieder mit neuen Dauerkarten auffüllen. Und dies bitte transparent. Andere Vereine (z.B. Schalke) machen das garantiert nicht perfekt, aber zeigen in diesem Bereich deutlich mehr Bemühungen.

Nachtrag am 15.05.13: Der Kollege Erik hat nachgefragt und die Antwort erhalten, dass es eine Warteliste gibt und diese auch abgearbeitet wird. Das ist erstmal sehr begrüßenswert! Das hätte man da auch gleich reinschreiben können, erspart einem auch Arbeit, aber egal. Hauptsache, es gibt neue Dauerkarten!

Die Nichtübertragbarkeit der Dauerkarten

Es ist schön, dass der Verein diesmal es vor dem Verkauf erwähnt, dass die Karten nicht übertragbar sind, letztes Jahr hat er das viel zu spät mitgeteilt. Wer seine Dauerkarte also dieses Jahr noch auf jemand anderem übertragen möchte, der kann dies versuchen, wenn er denn entsprechend klagefreudig ist. So ganz ohne Aussicht ist diese Klage definitiv nicht, wie wir letztes Jahr erläutert haben.

Bleibt das leidige Gegengeraden-Thema

Was ist eigentlich die Grundlage?

Erst einmal: Der Verein unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. Diese mögen wir nicht alle gut finden, aber sie sind erstmal da. Und eine dieser Bestimmungen ist die Versammlungsstättenverordnung des Landes Hamburg. Und diese bestimmt in § 27 ausdrücklich, dass Versammlungsstätten mit mehr als 10.000 Zuschauern in Blöcke von 2.500 Nasen zu trennen sind. Davon gibt es dann wieder Ausnahmen, die wahrscheinlich auch für das Millerntor gelten, denn in jeden der drei Gegengeradenblöcke passen laut Beschreibung 3.300 Leute.

So weit, so gut, das muss natürlich beachtet werden. Und beachten heißt auch: Es darf nicht nur auf dem Papier eingehalten werden, sondern auch real. Sprich wenn man in der 15. Minute eines beliebigen Spieles eine Zählung machen würde, dann dürften in jedem Block nur 3.300 Leute stehen. Das mag uns allen nicht gefallen, aber so ganz ohne Sinn sind solche Vorschriften erst einmal nicht.

Man sollte also grundsätzlich Verständnis dafür aufbringen, dass der Verein hier aktiv werden muss. Natürlich kann man Blöcke auch so regeln, wie z.B. den K-Block in Dresden oder auch die Südkurve bei St. Pauli, wo diese Regeln und auch Regeln über Fluchtwege etc. schlichtweg nicht durchgesetzt werden. Aber dies sei nur mal am Rande erwähnt.

Bei unserer Südkurve kommt natürlich erleichternd hinzu, dass sie mit ihren ca. 3.000 Plätzen einen Block für sich bildet. Wie ein über 9.000 Personen bildender K-Block in Dresden jedoch ohne Ordner auskommt, das weiß so richtig niemand. Fakt ist: Es gelingt. Und das man es hier mit verständigen Fans zu tun hat und bei uns mit unverständigen, das glaubt auch niemand. Soll aber nicht unser Problem sein.

Der Verein muss also nun eine Lösung finden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber: Die Versammlungsstättenverordnung schreibt keinen Lösungsweg vor!

Die beste Lösung ist immer, wenn die Leute sich von selbst verteilen und die Ordner Kaffee trinken. Wird wohl niemand widersprechen. Ist aber leider auch die Unwahrscheinlichste. Und seien wir ehrlich: 99 % der Fans werden ein “Sorry, der Block ist voll!” akzeptieren, die uneinsichtigen 1 % sind häufig genug das Problem.

Kurzer Einschub: Leute, lasst in diesem Bereich aber bitte die Ordner ihren Job machen! Es ist nicht Aufgabe der Fans, hier Hilfsordner zu sein oder alles besser zu wissen als die Ordner.

Kurz gesagt, die “Ordner trinken Kaffee”-Lösung wird nicht funktionieren. Zumindest nicht in unserer pessimistischen Sichtweise. Es muss ein Reglement her.

Was ist denn eigentlich das Problem?

Blockeinteilungen sind statisch. Fankultur, Gesänge, Supportblocks leben aber im Gegensatz dazu von einer Dynamik und Flexibilität. Menschen, die singen wollen, haben eben nicht zwingend eine Dauerkarte und wenn ich einen Pool von 10.000 Karten habe, dann kann ich besser durchmischen und Sangesgruppen finden, als wenn ein Pool von 3.300 Leuten dort steht. Das mag alles ein “kleines Problem” sein, aber wenn man als Verein ganz groß den Supportblock lobt und damit auch immer vermarktet, dann muss man das zu seinem Problem machen. Sonst lügt man sich einfach auch mal wieder in die eigene Tasche.

Wie schlimm dieses Problem werden kann, kann man beim FC Bayern sehen, wo sich zur Zeit niemand mehr um die “scheiß Stimmung” kümmert, weil es einen erheblichen Streit um die Besetzung der Blöcke 112/113 gibt. Man lese das bei der Südkurve München und/oder der Schickeria nach.

Und da hilft auch nicht der Verweis auf einen durchgängigen Umlauf. Im Umlauf findet Support nicht statt. Dort findet das Leben mit den Freunden, mit den Menschen, wenn, dann nur sehr bedingt statt. Dieser Verweis geht so an einer Stadionrealität vorbei, dass man sich echt fragen muss, ob die Schreiber schon mal einen Block betreten haben.

Daher wäre es wünschenswert, ein Konzept zu finden, welches den Ausgleich zwischen gesetzlichen Vorgaben und gewünschter Flexibilität erhält. Und seien wir ehrlich: Weit daneben, lieber Verein. Und dies entweder aus Blindheit dem Problem gegenüber oder aus Bequemlichkeit.

Dieses Konzept müsste eigentlich nur zwei Dinge gewährleisten: 1. Es gibt in jedem Bereich Einzelkarten 2. bereits bestehende Strukturen (jaja) müssten erhalten bleiben. Ist eigentlich nicht so schwer, oder, lieber Verein? In der Luxusvariante würde man noch eine Tauschbörse online und ohne Gebühren einrichten, aber so weit wollen wir ja gar nicht gehen.

Was regt ihr euch eigentlich auf?

Laut Verein ist das ja alles erstmal pro Forma und man will eine Blockeinteilung nur in folgendem Fall durchsetzen: “Lediglich beim Zugang in den jeweiligen Stehplatzbereich C, D oder E müssen wir uns zukünftig bei einer nicht selbstfunktionierenden und gleichmäßigen Blockauslastung eine Kontrolle vorbehalten. Für die Vorgehensweise bitten wir um euer Verständnis.”

Der Frodo würde jetzt wieder an das Gute im Menschen glauben und sagen “wird sich schon regeln”, aber seien wir ehrlich: Uns fehlt dieser Glaube und eine Zuteilung der Dauerkarten auf Blöcke wird hier und heute jetzt verewigt. Ein Eingreifen zu einem späteren Zeitpunkt und damit auch eine bessere Vorgehensweise kann ab morgen nicht mehr gewählt werden. Und das der Verein EWIG nicht zur Blockeinteilung greift, das glauben selbst kühne Optimisten nicht (außer vielleicht der Frodo ;-) ) .

So nicht!

Gehen wir also mal davon aus, dass der Verein irgendwann eine Blockeinteilung vornehmen wird und diese nun festlegt. Und er legt sie falsch fest.

Kritik: Eine Verteilung nach Zufall ist problematisch

Was also macht der Verein nun? Er verteilt die Leute erstmal vorab gleichmäßig auf alle drei Blöcke. Und zwar nach Nachnamen. Damit darf ein Hannemann zwar noch neben einem Achtermann stehen, aber ein Zimmermann, der steht erstmal woanders. Wenn wir von 3.300 Plätzen pro Block ausgehen, dann sind bei insgesamt ca. 6.000 Dauerkarten (die Zahl ist aber mit Vorsicht zu genießen) schon einmal 2.000 pro Block vorbelegt! D.h. “ich kann frei einen anderen Wunsch äußern” besteht eher auf dem Papier, denn ersteinmal sind pro Block nur 1.300 abweichende Wünsche möglich. Erst wenn einer raus geht, wird wieder ein Platz frei! Ob diese Zahl eine ständige Verfügbarkeit aller Wechselwünsche zulässt, kann sich jeder ausrechnen. Wir behaupten jetzt einfach mal, dass dies bei Block D eng wird. Frodo würde das natürlich nicht behaupten.

Immerhin müsste die jetzige Verteilung ungefähr dem Zufall entsprechen, wenn man diesem Link glauben mag.

Und welchen Vorteil hat denn diese Vorverteilung? Das wird uns schlichtweg nicht klar.

Kritik: Block D wird wieder statisch

Es es ist trotzdem keine zu weit hergeholte Behauptung, dass diese 1.300 abweichenden Wünsche für den Block D (Mitte) nicht ausreichen werden. Der Wunsch D wird also relativ schnell nicht mehr verfügbar sein, wagen wir jetzt einfach mal so zu behaupten. Es erscheint selbst wahrscheinlich, dass man diesen als Offliner nicht mehr bekommen kann. Oder es hängt vom Zufall ab, ob gerade vor mir einer doch lieber “E” will und so gerade ein Platz frei ist oder nicht.

Noch unwahrscheinlicher ist es, dass es Saisonpakete und/oder Einzelkarten mit dem Aufdruck “Block D” geben wird und wenn dann nur in kleiner Anzahl. Der Wunsch einer möglichen Durchmischung ist damit nicht gegeben. Auch mal einem Freund zu sagen “Kauf dir eine Karte und komm zu uns in Block D!” wird dadurch auf komplett legalem Wege schwerig.

Kurz: Eben bist du noch Supportblock, nun bist du – “Sorry, keine Dauerkarte” oder “Sorry, leider erst im Juni drum gekümmert” – im Block E. Man kann nur hoffen, dass dein lang gebuchter Urlaub es wert war. Wohlgemerkt: Der Start des Verkaufes drei Tage nach der ersten Information! So schnell bekommst du nicht mal eine Vollmacht ausgestellt.

Mal ganz davon ab, dass der Onliner, der Schnelle und der Informierte wieder einen Startvorteil hat. Wenn man dann eine Information in der dritten Unterseite einer Internetpage versteckt, dann ist dies eine Auswahl nach Stärke. Behutsam und sozial ist dies nicht.

Kritik: Man löst ein Problem und schafft 100 andere

Wie wir oben schon skizzierten, sind ja die Unvernünftigen das Problem. Und nur weil die Block C oder E auf der Karte haben, meint der Verein, dass sie dann wie die Lämmer in diese Blöcke gehen? Nein, sie werden also entweder über Kartentäusche oder über das profane Übersteigen der Zäune in die Blöcke kommen. Sprich: Man braucht mehr Ordner, stärkere Zäune, der Nerv ist vorprogrammiert und gewonnen hat man nichts.

Man muss insbesondere bedenken, dass bei uns bisher die Trennzäune der einzelnen Blöcke nicht an den Aufgängen, sondern im jeweiligen Stehbereich sind. Da kommen Ordner im Fall der Fälle nur schwer hin und wenn man dort Ordner postiert, nehmen sie schlichtweg Plätze weg.

Kritik: Was ist eigentlich mit den LDKs?

1/3 dieses Blogs besitzt eine lebenslange Dauerkarte und so fragten wir doch mal beim Kartencenter nach, wie wir denn den Block wählen sollen. Erst einmal muss man sagen: Schnelle und kompetente Antworten. Das ist absolut top! Nicht ganz so top war dann der Inhalt: “Ja, könnt ihr beim Abholen oder über die Hotline klären.” Das mit dem Abholen hat den bereits beschriebenen Offliner-Nachteil. Also morgen bei der Hotline anrufen? Warum können wir uns vorstellen, dass diese Hotline, die dann bei Eventim endet, mit den Stichworten “lebenslange Dauerkarte” und “Ich will nur meinen Block vormerken” nichts anfangen kann? Warum nur?

Gut, das Kartencenter hat das Problem wohl erkannt, da wurde auch flexibel reagiert. Gut so!

Dabei hätte es bessere Lösungen gegeben!

Nun unterstellen wir mal, dass eine Blockeinteilung irgendwann von außen einfach dem Verein aufgedrückt wird. Wenn man sich so mit der Stadionbau-AG unterhält, dann ist deren Erfahrung, dass Behörden in Hamburg nicht gerade kreativ und flexibel sind. Als Beispiel wird von denen z.B. erzählt, dass in Bremen ein 1,20 Zaun ausreicht, in Hamburg man – trotz des Verweise auf Bremen – auf 1,70 mit Überstiegschutz (auch als Kindersichtbehinderung) benötigt.

Daher sind Zähllösungen mit Passierscheinen (die ersten 3.300 bekommen einen Handstempel für den jeweiligen Block), welche sonst viel flexibler und besser wären, wohl leider ausgeschlossen. Diese Lösungen haben immerhin den Vorteil einer jedes Mal anderen Durchmischung und einer Besetzung der Plätze unabhängig davon, ob man nun eine Dauerkarte oder eine Einzelkarte hat.

Mal ganz davon ab, dass eine ständige Kommunikation nach JEDEM Spiel auf der offiziellen Homepage im Sinne von “Liebe Leute, dieses Spiel wollten alle in Block X, bitte guckt doch mal und hört den Ordnern auch zu, viel mehr Platz war nun mehrfach in Block Y, geht doch mit euren Kumpels ggf. dort hin.” echt wünschenswert gewesen wäre. (Die Blocknamen sind bewusst frei gewählt.) So etwas unterlässt der Verein leider ständig. Vorschlag für die nächste Saison, lieber Christian: Eine dienstägliche Rubrik “Svens Manöverkritik”, wo unser OL in seiner gewohnt freien Art alle Sorgen und Probleme des letzten Spieltages aufschreiben darf. Kann auch mal rotzig sein, kennen wir doch nicht anders. Aber besser als das jetzige Schweigen und ins Forum Schreiben ist es allemal.

Aber lassen wir dies mal außen vor und gehen davon aus, dass wir in den sauren Apfel der Aufteilung beißen müssen. Dann hätte man eben folgende Prämissen befolgen müssen: 1. alle Blöcke mit Einzel- UND Dauerkarten erreichbar 2. bestehende Strukturen erhalten. Kennt ihr diese Sätze? Ja, standen eben schon da.

Und wie hätte man das machen können? Beispiellösung: Abfrage bei allen DK-Inhabern, wo sie stehen wollen. Prämisse, dass es pro Block nur 2.000 DKs geben darf. Nach der Abfrage mal gucken, wieviele eigentlich in jeden Block wollen. Dann für die überfüllten Blöcke eine Lösung finden. Gemeinsam insbesondere mit dem Supportblock. Man könnte diesen nebenbei auch analog USP mit einigen Einzelkarten ausstatten. Nur mal so als
Vorschlag.

Wäre dies kompliziert? Nein! Warum man dies nicht gemacht hat? Wir wissen es nicht! Wir sind einfach nur traurig.

flattr this!

Mai 062013
 

oder

Eine Fabel über Geschlossenheit

Vorwort

Liebe Leser, man kann die Tabelle der Zweiten Liga drehen und wenden wie man will, es sind nur noch zwei Entscheidungen offen. Und zwar jeweils der dritte Platz. Von oben, wie von unten gerechnet. Und in einer der beiden Entscheidungen ist eine Vorentscheidung gefallen, denn die Region hat zwei Matchbälle und dass sie sich diesen Matchball zu Hause gegen uns entgehen lässt, dies glauben wahrscheinlich nur die kühnsten Optimisten. Natürlich wäre es ein schöner Treppenwitz, wenn wir mit einem Sieg auf dem Betzenberg unserem Ex-Trainer die Relegation ermöglichen würden, aber dies wird nicht passieren.

Bleibt nur der Kampf gegen den 16. Platz. Und wenn man so Form, Tabelle und Restprogramm kombiniert, dann wird aus dem tabellarischem Sechskampf schnell ein Dreikampf. Und zwar Aue, Dresden und wir. Gehen wir mal davon aus, dass Duisburg nur noch rechnerisch mit im Geschäft ist und das auch Paderborn und Ingolstadt nicht mehr von den ganzen Mannschaften unter ihnen überholt werden und auch Bochum den Vorsprung nicht mehr verspielt. Gerade wenn man die aktuelle Form des VfL sieht. Bleiben Aue, Dresden und wir. Dresden erstmal in der schlechtesten Ausgangsposition, denn sie haben zur Zeit den 16. Platz. Sprich: Sie müssen mehr Punkte holen, als die anderen beiden Kandidaten. Dafür hat Dresden ein lächerliches Restprogramm oder wie wollt ihr Aalen Auswärts und Regensburg zu Hause nennen? Der Witz ist: In der Hinrunde holten gegen die gleichen Gegner Aue vier Punkte, wir drei Punkte und Dresden zwei Punkte.

Darin liegt aber die Gefahr, denn viele Leute rechneten gestern schon die SGD raus. Argument: Die werden ihre Punkte gegen diese Gegner schon holen. Wie das aber ist mit Mannschaften, die plötzlich befreit aufspielen können, konnte der VfB Stuttgart am Wochenende erleben. Aber wiegen wir die SGD in dieser Sicherheit und machen einen Zweikampf draus. Aue und wir.

Fakt ist: Aue muss aus zwei Spielen drei Punkte mehr holen als wir. Sie spielen noch zu Hause gegen Ingolstadt und bei Sandhausen. Auch dies ein eher leichtes Restprogramm, aber da sind wir wieder bei „frei aufspielen“. Mal ganz davon ab, dass Aue mit dem Trainerwechsel sich keinen Gefallen getan hat. Warum man einen Trainer entlässt, der aus vier Spielen 7 Punkte holt, wird wohl das ewige Geheimnis der Verantwortlichen im Erzgebirge sein. Was jedoch für Aue spricht: Sie müssen nur 3 Punkte aufholen, denn wenn wir jetzt mal irgendwelche abseitigen Ergebnisse außen vor lassen, haben sie das uns gegenüber bessere Torverhältnis.

Man kann stark bezweifeln, ob wir gegen Braunschweig und in Kaiserslautern noch viel holen. Fakt ist: Wenn es richtig mies läuft, dann reicht uns nicht mal ein Sieg und eine Niederlage. Fakt ist aber auch: Wir haben es in der eigenen Hand und wir haben gegenüber zwei Mannschaften immer noch ein Vorsprung von drei Punkten. Und eine davon muss selbst noch Tore gegen uns aufholen. Daher: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos.

Und damit kommen wir zur Tour nach Duisburg.

Immer klüger sein.

Früh hatte man sich für die Fanladenbahnfahrt entschieden. Spät musste man den Reisehoschi mimen, aber so etwas macht man ja für den Lieblingsfanladen gerne. Und wenn die Reisegruppe gerade mal aus 16 Leuten besteht, dann ist das eigentlich alles entspannt. Naja, der AFM Containerhoschi war wie immer drauf und die Ex-Fanladenmitarbeiterin wollte immer rauchen, aber das sind ja Kleinigkeiten. Nein, Spaß beiseite, die Gruppe war echt gut.

Man soll uns ja nicht unterstellen, dass wir nicht alles versucht hätten. Und so nutzten wir einen FCB-Kapselheber, um unsere geistigen Getränke zu öffnen. Wir hofften da auf eine Abfärbung durch Öffnung. Sozusagen unsere Abfärbetheorie.

In Duisburg angekommen mussten wir die S-Bahn fahren lassen. Diese war uns als gute Anreisemöglichkeit zum Gästeblock empfohlen worden. Auf dem Schreiben von Duisburg stand etwas von zehn Minuten. Gut, dass sich darauf letztendlich niemand so richtig verlassen hat, denn nach dem Spiel mussten wir feststellen, dass man vom Gästeblock aus gut 25 Minuten durch die Duisburger Naherholungsgebiete latschen muss, um bei der S-Bahn zu sein.

Wir sicherten uns ein Schließfach, sammelten das Vorauskommando ein und machten uns im Pendelbus auf zum Stadion. In den Bussen zwischen beiden Vereinsanhängern eine komplett entspannte Stimmung, so wie es eigentlich sein soll. Es soll wohl in der S-Bahn ein bisschen Stress gegeben haben, aber da wir nix Genaues wissen, erwähnen wir es nur kurz.

Der Stehplatz-Gästeblock ist nicht wirklich einladend. Aber ein Platz in der Gegend der Ufftas und direkt neben der Ostblock, Alte Schule etc. Mischung versprach wenigstens sangfreudige 90 Minuten. Bemerkenswerter Unsinn war dann wieder, dass es auf den Sitzplätzen im Gästebereich normales Bier gab, auf den Stehplätzen aber nur alkoholfreies Bier. Handfläche -> Stirn.

Über den Sinn und Unsinn von Stadionverboten haben wir uns schon mehrfach in diesem Blog ausgelassen und wir haben immer noch Leute mit Stadionverbot. Aber immerhin sind zwei sehr prominente Stadionverbote ausgelaufen. Und so konnte man DEN Vorsänger wieder auf dem Zaun begrüßen und auch einen bekannten Zopf wieder in unseren Reihen begrüßen. Schön, dass ihr wieder da seid!

So war der Gänsehautmoment auch bereits vor dem Anpfiff, als die beiden auf den Zaun stiegen und mit Anpfiff das „Aux Armes“ anstimmten. Und unser Vorsänger stand dann 90 Minuten auf dem Zaun, als hätte er nie ausgesetzt – sofort wieder in seinem Element und mit all dieser positiven Energie, die ihn so besonders macht.

In unserem Bereich gute Stimmung, Leute, die mitmachten, auch wenn sie die Texte nicht wirklich kannten und viele bekannte Gesichter. Wäre alles wirklich vollkommen toll gewesen, hätten sich nicht wieder zwei punkige Typen gefunden, die vollbetrunken jeglichen Anstand vermissen ließen und in einem vollen Block rumtorkelten und Leute wegdrängelten. Dass die natürlich null mitgesungen haben, versteht sich von selbst.

So stand man schnell im T-Shirt hrum, denn das Gehüpfe und Gesinge ist Sport. Wie den Ostblockern unter ihren Pudelmützen das Gehirn kocht, kann man nur erahnen. Aber wer schön sein will, muss leiden.

Kommen wir zu dem Geschehen auf dem Rasen. Vor dem Anpfiff entwickelte sich auf Twitter eine Diskussion um Kalla. Und seien wir ehrlich: Auch wir haben hier schon häufig genug geschrieben, dass er kein Außenverteidiger mehr wird. Nun wäre die absolute Flexibilität von Spielern ein Traum, aber so etwas ist eher die Ausnahme im Fußball und wirklich flexibel einsetzbare Spieler sind daher heiß begehrt. Niemand käme bei uns auf die Idee, Boller oder Thorandt auf außen zu stellen. Kalla kann den Außenverteidiger an guten Tagen solide spielen, an schlechten Tagen ist er überfordert. Stellt man ihn jedoch in die Mitte, wird seine Leistung sofort besser. Gegen Frankfurt reichte es für die Kicker-Elf des Tages, gegen Duisburg sah ihn die MoPo als „Idealbesetzung gegen Exslager“ und gab ihm eine 2.

Hier muss sich das Trainerteam wirklich fragen, ob Stanislawskis Entscheidung, ihn damals zum Außenverteidiger zu machen, wirklich diejenige ist, die dem Verein und dem Spieler richtig weiterbringt. Man kann das wohl stark bezweifeln. Ob dann für ihn in der Mitte Platz ist, sei es nun als Innenverteidiger, sei es als Sechser, das steht dann auf dem anderen Blatt. Das müssen dann die Verantwortlichen zusammen mit dem Spieler entscheiden. Ihn aber bewusst auf einer Position im Kader zu haben, auf der er seine Leistungsstärke nicht abrufen kann, ist ein Trainerfehler – nicht mehr und nicht weniger. Und man schwächt den Kader insofern, als dass dort kein anderer Außenverteidiger entwickelt, gekauft oder geschult werden kann.

Nun denn, wenn man nach der Winterpause außer in Aalen in jedem Auswärtsspiel mindestens drei Gegentore
bekommt, dann muss „Kompaktheit“ und „zu null spielen“ erste Bürgerpflicht sein. Letzteres gelang, Ersteres noch nicht wirklich. Immer noch sind bei uns im Mittelfeld viel zu große Lücken und haben Gegenspieler viel zu viel Zeit, Bälle zu verarbeiten. Das sah bei Duisburg im Verteidigungsverhalten schon sehr viel besser aus. Daran muss weiter gearbeitet werden. Immerhin zeigte sich die Viererkette sehr solide und ohne einen individuellen Fehler, so dass Duisburg nur zu sehr wenigen guten Chancen kam.

Was bei uns jedoch grauenhaft ist, ist die Vorwärtsbewegung. Konter können wir gar nicht, vernünftige durchdachte Pässe auch nicht. Wenn wir mal etwas produzieren, dann entweder durch Zufall, durch Einzelleistungen oder weil ein Verteidiger (in 99% der Fälle Schachten, der wieder unfassbare Wege ging) seine Position mal verlässt und mit Druck macht. Letzteres schafft aber zwangsweise Lücken, die immer eine Gefahr sind.

Hinzu kommen unfassbar schlechte Standards. Exemplarisch sei hier nur ein Freistoß aus zentraler Position genannt, der mehr oder minder simpel in die Mauer gehämmert wird. Und dabei haben wir mit Bruns und in der Theorie auch mit Daube Leute, die einen Ball stilvoll um eine Mauer herum bekommen. Ecken sind bei uns eher eine Einladung zum Konter, wenn da nicht gerade ein Kopfballungetschauner mit nach vorn gekommen ist.

Das alles wird nur noch schwierig abzustellen sein in dieser Saison. Wir werden uns nun über die verbleibenden beiden Spiele hangeln müssen und dann hoffen, dass es irgendwie reicht. Nein, Rechnungen wie „wir holen keinen Punkt mehr“ verbieten sich einfach. Achtung, Floskel-Alarm: Spiele müssen immer erst gespielt werden und fangen immer bei 0-0 an. Und sollten beide Spiele so enden, dann reichen Aue und Dresden nicht mal ein Sieg und ein Unentschieden. Hier in Rechnungen klüger sein zu wollen als alle anderen, verbietet sich. Es kommt sowieso anders, als man es vorher sieht.

Unsere Jungs müssen einfach ganz klar erkennen, dass sie nur über Einsatz und über Kompaktheit zum Erfolg kommen können. Und über äußerste Konzentration. Und wenn dann Frontzeck noch lernt, dass man einen Mittelstürmer auch nach 75 Minuten mal wechseln kann, dann steht einem dreckigen 1-0 gegen Braunschweig eigentlich nichts mehr im Wege.

Nehmen wir also das Positive aus diesem Kick mit. Vergessen wir, dass teilweise eine räumliche Ordnung wie bei einer F-Jugend vorherrschte, und vergessen wir das spielerische Kreisliganiveau. Unsere Jungs haben sich kompakt ein 0-0 erkämpft und müssen in den beiden verbleibenden Spielen genau dort weitermachen.

So verließen wir die Schauinsland-Reisen-Arena (ja, diesen Sponsorennamen müssen wir einfach mal nennen) und machten uns auf den Rückweg. Das mit der S-Bahn klappte ja noch ganz gut und auch aus Duisburg war man relativ pünktlich weg. Nur kurz nach der Abfahrt war klar: Der Zug nach Hamburg fällt aus. Was hier nervt, sind die Leute, die immer meinen, klüger zu sein als Derjenige, der das Ticket hat. Glaubt ihr eigentlich nicht, dass man nicht sofort alle verfügbaren Quellen auf Alternativen geprüft hat? Meint ihr wirklich, dass ihr etwas auf dem Fahrplan entdeckt, wenn ihr da lautstark brüllend draufguckt, was alle anderen nicht entdeckt haben? Vielleicht solltet ihr noch das Personal bepöbeln, das kann im Notfall auch noch richtig viel dafür.

Nun denn. So mussten wir halt eine Stunde in Dortmund herumsitzen, was man mit der besten Crew, die heute möglich war, tat. Ein Kamps wurde auseinandergenommen und die vorbeiziehenden Manga/Fantasy/wasdasauchimmerist-verkleideten Kinder bewundert. Nun sollte man ja als Angehöriger einer sehr eigenen Subkultur immer sehr vorsichtig sein mit dem Belächeln anderer Szenen, aber freakig sahen die schon aus.

Der Rest der Fahrt ist dann schnell erzählt. Abteil, keine Klimaanlage, aber genügend Getränke am Start. Gepflegtes Chillen ohne generve und mit 65 Minuten Verspätung hatte uns Hamburg wieder. Dort noch kurz der Blick auf die dort stehenden Rauten und die Feststellung, dass man weiß, warum man dort nicht steht.

Es schrieben bisher noch…

… Johnny fuhr Bus

Tödchen fuhr gar nicht…

Der Übersteiger wochenendet

In den Sinn gekommen steigt in Barcelon äh Paderborn um und träumt von Antithesen

flattr this!

Apr 292013
 

oder

(Mal wieder) Nicht unser Tag

Vorwort

Liebe Leser, Sonntag lief der verlinkte Spot im Stadion. Schönes Ding. Ebenso schönes Ding, dass in unserem Stadion ein FreiWild Cover läuft. Bevor ihr jetzt aufschreit: Gemeint ist natürlich diese schöne Version von Egotronic.

Auch wenn man Texte, die Prince zitieren ja nun so gar nicht kritisieren mag, aber es ist wahrscheinlich nicht zu viel gesagt, dass die Musikauswahl vor dem Spiel am wenigsten für die Niederlage konnte.

Immerhin gab es geliehene Sonnenbrillen

Es war auch nicht der Tag unseres Blogs, denn zwei seiner Mitglieder waren aus privaten Gründen verhindert und das letzte Mitglied gesundheitlich doch etwas angeschlagen. Daher leider auch keine Blog-Präsenz bei der Demo.

Bereits auf der Fahrt zum Fanladen war Hertha vermehrt im Viertel zu sehen. Leider auch wieder diese unauffälligen, keine Farben tragenden Kleingruppen, die eher nicht so guckten, als ob sie nur die nächste Kneipe suchten, sondern eher nach Trouble im Sinne von auf die Nase oder Eigentumswegnahme aussahen. So etwas nervt einfach. Es hat weder mit Fußball, noch mit irgendeiner Fankultur zu tun, wenn man auf der offensiven Suche nach Gewalt und Straftat ist. Wer hier auch nicht begreift, dass er den Sicherheitsfanatikern immer neue Argumente liefert, der hat einfach nix begriffen. Mal ganz davon ab, dass der Wettbewerb zwischen Fans auf den Rängen stattfinden sollte und nicht in irgendwelchen dunklen Seitenstraßen.

Leider meinten auch irgendwelche Vollidioten in der Nacht beim Jolly vorbei schauen zu müssen. Ist wohl nix wirklich schlimmes passiert, aber unnötig und dumm ist es. Und für die Folgen gab es Sonnenbrillen.

Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man das Spiel mit einer behelmten Polizeikette vor dem Block erlebt. Repression ist die eine Sache, sich ständig daneben benehmen eine andere.

Lieber FCSP, es nervt. Es nervt, dass du bei den eigenen Fans Fehlverhalten immer groß an die Glocke hängst, dass du über Blockeinteilungen in der Gegengerade nachdenkst und damit über noch mehr Kontrolle und Ärger. Du auf der anderen Seite aber das ständige Problem der Gästefans im Heimbereich nicht in den Griff bekommst.

Niemand hat etwas dagegen, wenn auf der Gegengerade ein Herthaner steht. Insbesondere dann nicht, wenn er Gast eines FCSPler ist. Aber jeder hat etwas dagegen, wenn sich Gruppen von drei, vier Kanten an den Zaun stellen, das gesamte Spiel über sich wie Arsch benehmen und dann nach dem 3-2 meinen die Heimfans provozieren zu müssen. Wenn die dann im Abgang fangen, dann ist das nicht schön, aber leider eine logische Folge. Dieses Problem muss kurzfristig wirklich angegangen werden, denn sollten wir gegen Braunschweig wieder verlieren und zu diesem Zeitpunkt noch im Abstiegskampf sein, dann sind emotionale Ausbrüche, die weit über das hinaus gehen, was gestern passiert ist (und das war schon unschön) abzusehen.

Die Blockeinteilung in der GG wäre eine riesige Katastrophe. Uns ist auch noch nicht verständlich, warum die GG hier anders als Süd und Nord behandelt werden soll. Die Größe alleine kann kein Argument sein, wenn man bedenkt, dass der gleichgroße Dresdener K-Block ganz ohne Ordner auskommt. Man wird das Gefühl nicht los, dass der GG einfach nur die laute Lobbygruppe fehlt, die deutlich macht, dass so ein Eingriff ignoriert werden würde.

Kein Bier, keine Stimmung galt leider immer noch viel zu lange auf der Gegengerade. Sie ist von ihren Schlafanfällen im alten Stadion zwar auch weit entfernt, aber mehr als solider Durchschnitt war das nicht.

Kommen wir zum Geschehen auf dem Platz. Man las schon wieder von „der schlechteste Spieler“ (wahlweise
sind dann Kalla, oder wer auch immer gemeint) oder von „Viererkette schlecht“ und natürlich stimmt so etwas auch immer ein bisschen. Was aber einfach auffällt ist, dass von 1 bis 11 die gesamte Verteidigungshandlung zu langsam, zu lieb und zu unstrukturiert ablief. Wer mal Verteidigung im modernen Fußball in Perfektion sehen will, der gucke sich 90 Minuten Bayern- Barcelona nur im Hinblick auf das Verteidigungsverhalten an, was zugegeben für die Spieler wahnsinnig laufintensiv ist. Nicht zu Unrecht lief Bayern sechs Kilometer mehr als Barcelona. Wenn man aber „modern“ verteidigen will, dann darf es niemanden geben, der einfach vorne stehen bleibt, der nicht mit die Räume eng macht und verhindert, dass die Messis oder Ronnys dieser Welt Platz ohne Ende haben. Das funktioniert aber bei uns gar nicht.

Einschub: Natürlich ist Laufleistung nicht alles. Wichtig ist, dass alle laufen und alle entsprechend Räume zustellen (da ist ja nicht zu Unrecht das Wort “stehen” mit drin). Wenn man dies bedenkt, dann zeigt die oben zitierte Statistik eben nur noch mehr, wie intensiv und wie perfekt das Spiel von Bayern war.

Immer wieder ergeben sich bei uns Löcher, weil entweder zu langsam zurück gearbeitet wird bzw. die Aufgaben nicht klar verteilt sind. Sei es, dass bei uns grundsätzlich Platz für den Gegner Außen vorhanden ist, weil der vordere Außenspieler nicht mit verteidigt, sei es, dass in der Mitte viel zu viel Raum vorhanden ist.

Hier wirkt die Mannschaft auch so, als ob ein Trainingsdefizit besteht. Man hat nicht das Gefühl, dass die Jungs wirklich verinnerlicht haben, was „kompakt stehen“ bedeutet. Und so kann eine Mannschaft wie Hertha sehr ungestört Druck auf unsere Vierkette ausüben und damit auch individuelle Fehler erzwingen. Und um uns dann endgültig zu töten, produzieren wir diese regelmäßig und zuverlässig.

Hinzu kommt, dass wir viel zu viele Fehlpässe spielen. Und zwar die falschen Leute. Wenn man mal die Statistik des Spieles sieht, dann haben bei uns Bartels, Bruns, Daube, Tschauner mehr als zehn Fehlpässe. (Man muss wohl davon ausgehen, dass bei Torhütern auch die langen Abschläge zum Gegner gezählt werden). Bei Hertha hatten nur zwei Spieler Ronny und Ramos mehr als zehn Fehlpässe. Bei uns also zwei Spieler aus dem eher hinteren Bereich, bei Hertha nur offensive. Eben diejenigen, die auch mal einen Risikopass spielen sollen und müssen, die daher logischerweise eine höhere Quote haben.

Nun ist dies alles sehr modern gedacht und so spielen unsere Jungs auch. Das Vermeiden von Grätschen ist vielen modernen Spielern ja in die DNA gebrannt. Und das ist ja prinzipiell auch gut so. Aber wenn ich es nicht schaffe die Kreise eines Ronnys modern einzuengen, dann muss ich ihn wissen lassen, dass es auch mal weh tut. Nein, wir wollen der Unfairness kein Wort reden, aber wenn ich in Minute 88 den Ball nicht geklärt bekomme, dann hau ich meinen Gegner um. Oder zieh am Trikot. Das machte Hertha auch ständig, bekam auch nur bedingt gelbe Karten und es gehört in einem Kampfsport wie Fußball einfach dazu. Lieb, brav und körperlos kann man keinen Abstiegskampf spielen. Man bedenke: Bei Hertha bekamen der Torhüter und zwei von vier Abwehrspielern gelb. Bei uns gerade einmal Schachten. Der mit Thy auch der beste Mann war. Oder anders ausgedrückt: Schachten ist von der ersten bis zur letzten Minute immer präsent und überall, selbst wenn er nicht gut drauf ist. Und ein bisschen verlieben wir uns gerade in ihn.

Das man die Misere mit den individuellen Fehlern nicht an einzelnen Spielern festmachen kann, zeigt das Beispiel Schachten, der pennt noch fröhlich in Bochum und ist heute der beste Mann. Insgesamt scheint der Fokus einfach nicht da zu sein in der Mannschaft. Zuviel schwirrt anscheinend im Kopf rum und zu wenig Automatismen existieren. Auch muss trainiert werden.

Negative Zweikampfquoten tun am Millerntor doppelt weh. Und auch das schaffte Hertha. Nun fanden wir keine Laufstatistik, aber gefühlt war Hertha auch in dieser Statistik überlegen. Und dann muss man einfach auch von einem verdienten Sieg des Aufsteigers sprechen. Auch wenn dieser spät und durch zwei klasse Abschlüsse zustande kam.

Ob man diese ganzen Baustellen in der restlichen Saison abstellen kann, bezweifeln wir. Da muss fleißig für die neue Saison trainiert werden. Und da helfen auch keine Neuzugänge oder der Austausch einzelner Spieler. Die Mannschaft braucht ein Konzept, läuferische Überlegenheit, eine bessere Raumaufteilung und ein schnelleres Umschaltverhalten. Alles eher das fußballerische kleine Einmaleins.Um nächste Saison nicht noch einmal bis zum Ende zittern zu müssen, müssen wir in diesen ganzen Kategorien einen riesigen Schritt nach vorne machen.

Und das über 90 Minuten und nicht immer nur über Phasen von 10 bis 20 Minuten in denen aufblitzt, was möglich ist, wenn die gesamte Mannschaft arbeitet.

ABER

Wir haben nun noch drei Spiele. Und was nun nicht gilt ist sich in Einzelkritiken oder in Ermüdung ergehen zu lassen. Es ist eine beschissene Saison und es tut weh. Aber wie heißt dieser schöne Machospruch? “when the going get’s tough, the tough get’s going”, daher: Alle nach Duisburg, 90 Minuten die Jungs nach vorne brüllen und das Auswärtsspiel zum Heimspiel machen. Karten bekommt man im Notfall auch für die Heimblöcke.

Und wenn es am Ende 210 Minuten gegen Osnabrück benötigt: Nur gemeinsam können wir den Klassenerhalt schaffen, nur wenn wir in allen Spielen unseren Jungs den Rücken stärken, sie nicht verunsichern, sondern sie nach vorne brüllen.

United we stand, divided wie fall

Es schrieben bisher auch noch…

Kleiner Tod sah Fußball und wichtiges

Moeliw hörte die alte Dame singen…

Freakwave mit einer Analyse der Saison

Gröni sah schon schwarz-weiß aus Frust

Am Rande des Dorfes wünscht man sich mehr Hass.

Der Übersteiger sah andere positive Dinge

Jens hätte sic einen Shitstorm gewünscht und weißt zu Recht auf den Scheiß mit dem Gegenstände werfen hin.

flattr this!

Apr 222013
 

 

 

 

oder

 

 

Der Hamburg Marathon 2013

 

 

Liebe Leser, gestern nun war der große Tag auf den ich (@headnutHH) 12 Wochen akribisch hingearbeitet habe. Der Hamburg Marathon. Das große Ziel war es, das ganze Rennen unter 5 Stunden zu beenden, was für mich die große Schallmauer ist, seitdem ich Marathon laufe.

 

 

Der Trainingsplan war gewissenhaft abgearbeitet. In der letzten Woche dann das übliche bei einem Marathonläufer. Jedes Räuspern führt zu Erkältungsängsten und jeder Muskel fühlt sich schwach und leer an. Ein Marathonläufer, welcher auf die Frage „Bist du fit?“ mit „Ja“ antwortet, den gibt es wohl nicht.

 

 

Bereits Freitagsmorgen die Unterlagen abgeholt und leider zu früh für die Boston Marathongedenkbänder gekommen. Leider, aber das soll jetzt kein Vorwurf an den Veranstalter sein, der die Bänder in der Kürze der Zeit halt erst um 13 Uhr am Start hatte, aber da musste ich ja schon nach Bochum (das schenken wir uns jetzt mal trocken). Ich finde die Erinnerung, die viele Leute durch Band, Plakat und/oder T-Shirt zeigten für vollkommen richtig. Jegliche weitere Diskussion schenk ich mir.

 

 

Was in Hamburg enttäuschend ist, ist der Inhalt des Startbeutels. Goodies wie z.B. das Kölschglas in Köln oder die legendären gekochten Eier in Frankfurt (oder der Rucksack aus Frankfurt, welcher mich bis heute begleitet) vermisst man hier. Das ist bei einem Preis, welcher am oberen Ende der Marathonpreise liegt, einfach zu wenig. Immerhin bekam mal als Haspakunde ein sehr schönes Shirt. Nur einen Geldautomaten auf der Messe stellte die Haspa nicht auf.

 

 

Auf der Marathonmesse wurde der @bluecherHROs belagert und auch bereichert. Mal sehen, was das neue Spielzeug so kann. ;-)

 

 

Am Samstag war dann extremes Füße hochlegen angesagt. Ich habe einen unglaublich empfindlichen Magen und kann z.B. Nudeln vor einem Marathon nicht ab. Diesmal habe ich es mit Risotto versucht, was mein Magen gut ab konnte, aber was vielleicht nicht genug Energie liefert, siehe dazu später.

 

 

Sonntagmorgen klingelte dann der Wecker um 6:00 mein Magen ging es gut, das Lauffrühstück wurde eingenommen und es ging in den Startbereich. Insgesamt sollen 21.000 Nasen da rumgestanden haben, was man nicht kontrollieren kann, gefinished sind am Ende um die 12.000 auf der vollen Distanz.Das ist relativ wenig für Hamburg. Der harte Winter und die schlecht organisierten Jahre haben Teilnehmer gekostet. Mal abwarten, ob sich die Zahl nun stabilisiert.

 

 

Der Start an sich war gut organisiert und auch das Läuferdorf war weiträumig, ohne viel Gedrängel und die Helfer zahlreich und freundlich. Das ist alles absolut ein Plus. So ging es schnell mit der Taschenabgabe.

 

 

Schnell noch @notaperecorder und @sielaeuftde im Startblock L (wie lovely) abgegeben und mich mal wieder in den letzten Block bewegt. Wie immer. Auf dem Weg zu den Blöcken stand ein Fischbrötchenstand, aber keiner von uns dreien wollte so richtig jetzt ein Fischbrötchen essen. Da fehlt der Patti, der hätte sich das jetzt lächelnd zwischen die Kiemen geschoben.

 

 

Es gab eine Schweigeminute für Boston und dann war auch schon der Startschuss gefallen. Gut 15 Minuten nachdem die Spitze über die Startlinie ging, war dann auch ich gestartet und die große Hatz konnte beginnen.

 

 

Der Plan war den Kilometer irgendwo zwischen 6:45 und 6:55 zu beginnen und dann irgendwann von diesem Tempo zu zehren. Die Unterstützercrew in Person von @whiff_of_hh, @lollabie und @teubi1910 hatte auch Marschtabellen von mir und den anderen beiden bekommen und ein ausgeklügeltes „Ich stehe da und da“ System mit den Läufern entwickelt.

 

 

Die ersten Kilometer geht es dann in Richtung Altona und man muss sagen, dass extrem wenig Hamburger den Weg an die Strecke gefunden hatten. Bei meinen anderen beiden Teilnahmen gab es bereits hier ordentlich Publikum, diesmal war es wirklich sehr wenig. Erst später in Alsterdorf und in Eppendorf sollte sich dies ändern. Altonesen, was ist los mit euch?

 

 

Mein Tempo pendelte die ersten elf Kilometer gut in den vorgenommenen Bereichen und so ging es gemütlich in Richtung Innenstadt. Kurz noch den Thorsten getroffen, aber der hatte eine etwas langsamere Pace als ich, so dass ich alleine weiter lief.

 

 

Die Verpflegung in HH ist besser geworden. So gab es auf der zweiten Hälfte der Strecke Gels und auch Cola (Ja-Cola von Rewe). Was jedoch echt peinlich war, dass bei Ständen bei denen Bananen angekündigt waren, diese in meinem Zeitbereich bereits aus waren. Erst bei späteren Ständen war dies nicht der Fall. Das ist peinlich, denn darauf verlassen sich Leute (auch wenn man lange diskutieren kann, ob Bananen nun sinnvoll sind). Die meisten Helfer wie immer fröhlich freundlich. Was in Hamburg einzigartig und cool ist, sind die privaten Wasserstände im Bereich Alsterdorf. Da organisieren Leute auf eigene Kosten echt noch kleine Wasserstände und kredenzen Kekse und sonstiges. Das ist einfach toll und reisst vieles aus den frühen Kilometern wieder raus. Wenn die Leute doch nur bloss nicht grillen würden. Jedes mal ist man als Läufer knapp davor Würstchen und Bier zu ordern und den Lauf abzubrechen.

 

 

Bis KM 20 brach nur ein einziger Kilometer ein bisschen nach oben aus und meine Beine fühlten sich gut an. Kurz nach dem Halbmarathon kam dann aber viel zu früh der Mann mit dem Hammer. Ein vorher abgesprochener Klostopp in einer Helferwohnung (jaja, mein Magen) schaffte noch kurz Linderung und das freudige Lächeln meines Trainers @ironmaettz, der noch Durchhalteparolen brüllte trieb mich noch kurz weiter, aber bei KM 30 ging es mir schlichtweg elend und kurze Sehstörungen sagten „Pause machen“. Und während man gegen Schmerzen in den Beinen anlaufen kann, gegen den Kreislauf kann man es nicht. Außer man möchte Bekanntschaft mit den netten Menschen vom Malteserhilfswerk oder anderen Krankenwagen machen. Glücklicherweise hatte ich mir an jeder Helferposition Cola hinterlegt und das ist so meine Marathondroge. Das muntert mich wieder auf.

 

 

Ich muss immer noch zu wenig zu mir nehmen. Zwar nehme ich alle 10 KM ein Gel und eben auch später dann Cola, aber trotzdem scheint dies nicht zu reichen. Und die Sonne scheint bei mir auch irgendwann ein Faktor zu sein. So dauerte Kilometer 32 halt 10 Minuten und auch ein zweiter Kilometer dauerte über 10 Minuten. Nach Kilometer 33 bekam ich aber plötzlich die zweite Luft. Der Kopf war wieder klar, der Kreislauf wieder da und plötzlich ratterte ich die Kilometer wieder unter 7 Minuten runter.

 

 

Irgendwo zwischen Kilometer 35/36 dann die freudige Überraschung. Hatten doch meine beiden lieben Mitblogger mir verschwiegen, dass sie an die Strecke kommen würden und standen dann dort mit einem selbstgemaltem Schild. Meinem ersten Anfeuerungsschild jemals. Freude, Strahlen (soweit man das noch kann hier) und Cola waren meine Ausbeute. Die @radaula unterhielt mich ein ganzes Stück und so konnte ich die nächsten ganzen KM irgendwo um die 8 Minuten bestreiten. Insgesamt ging nun auch von den Muskeln nicht mehr viel, aber so lockeres traben mit kleinen Gehpausen war noch drin.

 

 

Dammtor verabschiedete sich dann meine Unterstützung und die letzten 3 Kilometer ging ich alleine an. Der Blick auf die Uhr verriet plötzlich: Bestzeit ist noch drin. Also irgendwo aus den untersten Bereichen noch die dritte Luft hervor gekramt und einen Endspurt angezogen. Noch mal eine 7:17 und eine 6:21 (!!!) auf den letzten Kilometern.

 

 

Die Uhr blieb bei 5:14:26 stehen und nach einem kurzen Blick in die Ergebnisliste von Frankfurt 2011 stellte ich fest: Das war eine neue Bestzeit, ich hatte meine Zeit um 8 Sekunden (!!) verbessert.

 

 

Das wurde dann ausgiebig gefeiert und ich habe meiner Helfercrew zu danken, dass sie auch fünf Stunden auf den Beinen war. Als ich ins Ziel kam, waren die Damen bereits geduscht, beide waren locker unter 5 Stunden geblieben und dementsprechend auch zufrieden. Wenn die dann mal gebloggt haben, werde ich es hier noch verlinken.

 

 

Auch in Hamburg haben Staffeln Einzug in das Programm gefunden. Eigentlich sind solche Staffeln ja eine schöne Idee, können Leute doch etwas gemeinsames erleben und einen Marathon geteilt laufen. Nur als Alleinläufer können die ganz schön nerven. Nämlich dann, wenn sie von hinten angeflogen kommen. Und dies kann insbesondere dann passieren, wenn nicht alle Läufer einer Staffel gleich schnell sind oder die Staffeln hinter den Alleinläufern starten. In HH ist das ganz gut gelöst, indem die Staffeln nach ihrer Einschätzung in die Blöcke eingeordnet sind. So kam es nur selten zu vorbeifliegenden Leuten. Unter den Staffeln waren auch meine persönlichen Helden des Tages. Nämlich die Feuerwehrleute, welche die Staffel in voller Montur inklusive der Sauerstoffflaschen liefen. Es war nicht gerade kalt und die Jungs werden sich ganz ordentlich verausgabt haben müssen. Absolut starke Nummer.

 

 

Die Organisation ist immer noch durchwachsen, aber schon sehr viel besser, als in den Vorjahren. Nur mit der Nutzung der Messelogistik hat dieser Marathon eine Zukunft. Kurze Wege, warme Duschen und schnelle Helfer sind ein Plus, fehlendes Publikum an vielen Stellen, zu wenig Bananen sind ein Minus. Insgesamt würde ich sagen, der Lauf hat eine 2- verdient.

 

 

Die etwas geänderte Laufstrecke ist jedoch viel besser. Die elendige Rothenbaumchaussee ist aus dem Profil raus und das kurze Stück an der Alster gibt noch mal Luft. Leider läuft man nun bei der Nazistudentenverbindung vorbei, die natürlich auch wieder schön Wetter mit Bier ausschenken machte. Leider bin ich da nicht zu einem Sprint fähig, sonst wäre ein Tisch umschmeißen da wirklich mal angebracht.

 

 

Bei mir überwiegt die Zufriedenheit. Das Training ist richtig, die Beine können 5 Stunden. Was noch nicht klappt ist anscheinend die Ernährung in den Tagen vorher und am Renntag selber. Und ich bräuchte wahrscheinlich mal einen Tag, der kalt und bewölkt ist. Hatte ich bisher nie bei einem meiner Marathone. Weiter vorsichtig an den Stellschrauben drehen und dann wird das irgendwann auch was mit den 5 Stunden.

 

 

Nun bin ich erstmal Triathlet. Hamburg City Man, ich komme.

Im Netz fanden sich bisher folgende Berichte:

Ein Schweizer merkt, dass Hamburg nicht flach ist und läuft mit voller Blase Bestzeit

Sielaeuft.de hatte kein perfektes Rennen beim verflixten 7. mal

Die Frau ohne Tonbandgerät rechnet ihre Premiere ab.

 

 

flattr this!

Apr 212013
 

Liebe Leser,

nach dem Spiel gegen Hertha gibt es was zu tun. Und zwar auf die Straße gehen. Um für den Erhalt und die soziale Sanierung der Esso-Häuser zu demonstrieren. Wir fordern hiermit ausdrücklich dazu auf, an der Demo teil zu nehmen!

Trotzdem müssen wir noch einige Worte verlieren. Gentrifizierungskritik und Investorenkritik ist immer ein bisschen problematisch, da sie sehr schnell verkürzt wird und eine Änderungskritik ist, denn: Gentrifizierung ist immer Ausfluss eines Systems, welches darauf beruht, dass man alles kaufen kann.

Und man muss immer vorsichtig sein, was von wem kritisiert wird. Der aus mittelständischem weißen Elternhaus stammende Student, der im niedersächsischen Dorf großgeworden ist und nun in der Schanze in seiner WG lebt, der ist auch Teil des Problems, weil er unbedingt “im Viertel” wohnen wollte und natürlich nicht “uncool” in Harburg oder in Hamm. Klar zwicken die 500 Euro Miete für das 14 qm Zimmer, aber dank Papi geht das immer noch. Bei der Friseuse oder dem Hartz 4 Empfänger geht es eben nicht mehr. Und da verdrängt er eben fröhlich mit. Selbst der Erhalt des Gängeviertels führte zu einer Verdrängung von anderen Gruppen, die vorher in diesen Häusern illegal lebten.

Man muss auch bei der Symbolik, die Protest immer hat, bedenken, dass nicht ein Abriss der Esso Häuser an sich das Problem ist (und seien wir ehrlich, ein Traum sind die nun wirklich nicht), sondern das konsequente Versagen der Politik, welches sich z.B. darin äußert, dass jahrzehntelang städtisches Wohnungseigentum zu Höchstpreisen veräußert wurde und auf eine Wohnungsentwicklungspolitik nie geachtet wurde. Wohnungspolitik wurde per Markt gemacht und da hilft auch das Mietrecht nicht, welches Mieterhöhungen bremsen soll. In einem kapitalistischen System ist das rumdoktoren an den Symphomen.

Nun sind wir ein Fußballblog und so rufen wir zum demonstrieren und zum nachdenken auf. Alles weitere lest ihr im Demoaufruf.

flattr this!

Apr 152013
 

oder

Wie man St. Pauli 2013/2014 wachsen sieht

Vorwort

Liebe Leser, es ist eine alte Weisheit im Fußball, dass nicht die besten elf einzelnen Spieler gewinnen, sondern die elf Spieler, welche die beste Elf bilden. In diesem Zusammenhang ist bei unserem FCSP etwas so bemerkenswert, dass es selbst der Hamburger Morgenpost aufgefallen ist. Wenn Jan-Philipp Kalla als Kapitän auf den Platz führt, dann haben wir einen unfassbar höheren Punkteschnitt als bei anderen Kapitänen. Nun ist Schnecke ja nun wirklich nicht als Lautsprecher bekannt und seine Leistung als Außenverteidiger eher solide als herausragend, aber bemerkenswert ist dies schon.

Genauso bemerkenswert ist, dass unsere Jungs immer wieder gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel – insbesondere zu Hause – richtig groß aussehen. Im Alltag und gegen den unteren Bereich der Tabelle hingegen haben sie stets Probleme. An der grauen Alltagstauglichkeit muss Frontzeck noch erheblich arbeiten. Aber wenn das geschieht, dann ist in diesem jungen Kader Potential – sofern man denn von den Leihspielern einige halten kann. Nun muss man an Günni keine Gedanken verschwenden, der wird unseren finanziellen Rahmen sprengen. Aber bekäme man Funk und Avevor unter die Finger, dann wäre schon viel geschafft.

Und wir gehören da in die unteren Bereiche der 2. Liga einfach nicht hin. Wenn sich in einer solchen Situation 28.000 Menschen im Millerntor einfinden und Paderborn und Cottbus froh wären, wenn sie 10.000 Besucher begrüßen könnten, dann müssen wir einfach auch diesen Zuschauerzuspruch in sportlichen Erfolg ummünzen. Und zwar schnell.

Nun denn, wie war es also gegen die Löwen? Lesen sie selbst!

Wir werden ihn vermissen

Der Tag begann im Fanladen, wo man sich noch einmal mit Stefan unterhalten kann, der erstmal einen langen Familienurlaub einschiebt und sich von uns erholen will. Das kann man verstehen und das Überstundenkonto aller Fanladenmitarbeiter gibt gewiss auch längere Auszeiten her. Er kündigte schon an, dass er die ganze Zeit nicht an uns denken wird und genau das wünschen wir dir, Stefan! Erhol dich einfach mal richtig von uns ganzen Chaoten. Aber komm dann bitte frisch gestärkt wieder.

Danach konnten wir mal in die neuen Fanräume luschern. Leute, das wird schön da. Richtig schön. So langsam kommt auch die Inneneinrichtung in die Gänge und nächste Saison schon werden wir uns da sehr wohlfühlen.

Wir sind ein Proficlub, und ein Proficlub lebt im Kapitalismus auch davon, dass er soviel wie möglich zu Geld macht, Umsatz generiert an allen Enden und so auch Gewinne einfährt. Wir haben ein Clubheim, das direkt am Stadion steht, das geräumig ist und welches selbst eine volle Küche zu bieten hat. Im Viertel rennen durstige, hungrige Menschen im dutzend billiger rum. Der Südkurvenvorplatz ist bereits kurz nach 10 knüppelvoll mit Menschen. Und nun ratet mal, wann unser Clubheim aufmacht? Um 11 Uhr. 30 Minuten vor Stadionöffnung.

Hier lässt der Verein richtig hohe Summen liegen. Wenn man bedenkt, dass insbesondere auf Kaffee richtig hohe Aufschläge zum Einkaufspreis in der Gastro möglich sind, dann kann man hier nur mit dem Kopf schütteln. Und dann kommt wieder M. Meeske und jammert rum, dass irgendwas Geld kostet oder der Verein mögliche Einnahmen liegenlässt. Diesen Widerspruch kann man wohl nur mit Delitantismus erklären.

Ein Celt meinte, dass man mit englischem Frühstück im Viertel “a fortune” machen könne. Gerade an diesem Wochenende. Ein cleverer Verein hätte dieses Geld abgegriffen. Der FC St. Pauli lässt das Clubheim lieber geschlossen.

Celtic war in der Stadt und wenn man denn so sieht, was die so an Euros in Hamburg lassen, dann haben sich viele Kneipen und insbesondere das Jolly und das Knust sich goldene Nasen verdient. Man kann nur hoffen, dass alle Beteiligten ihren Spaß hatten. Davon gehen wir aber erfahrungsgemäß aus.

Rein das geliebte Millerntor, wo es viele Protestplakate gegen die Fangesetze in Schottland gab. Hintergrund ist hier nachlesbar. Dazu in der Nord eine richtig hübsche Choreo. Für mehr Blockfahnen am Millerntor!

Die Stimmung heute irgendwie antizyklisch, immer wenn es bei unseren Jungs lief, wurde es ruhiger, wenn 1860 aufkam, wieder lauter. Den Gästeblock kann man von unseren Plätzen nicht hören, sie sollen sich aber mit häufigem “Scheiß St. Pauli” hervorgetan haben. Wenn es wichtiger ist, derartiges kund zu tun als die eigene Mannschaft anzufeuern, dann ist schon viel über eine Fanszene gesagt.

Auf dem Platz? Unser Trainer sprach nach dem Spiel von der besten Saisonleistung. Das kann man so sehen, denn einem eigentlich sehr auswärtsstarkem Gegner wurde sehr wenig ermöglicht und gerade in der ersten Halbzeit rollte Angriff auf Angriff auf das Jogginghosentor. Irgendwie wirkten die Löwen allerdings recht zahnlos. Thy spielte wie befreit und war richtig klasse. Ebenso Daube. Wenn die Jungs diese Leistungdichte doch immer abrufen könnten! Auch Funk kann man immer nur wieder loben, gerade wenn es um die unscheinbaren aber wichtigen Meter im Mittelfeld geht.

Die zweite Halbzeit war dann die des Fin B., in letzter Zeit nicht gerade in Bestform, heute aber ein Torgarant. Und dann das Zweite auch noch in bester Horst Hrubesch-Manier. Das war sowieso zum bekannten psychologisch wichtigem Zeitpunkt. Gerade das Gegentor bekommen, stellte sein Tor den alten Abstand wieder her und beendete alle Zitteranfälle.

Nach dem Spiel vor dem Stadion eine so entrückte Stimmung, als wäre man gerade Deutscher Meister geworden. Das ist St. Pauli. Nun ja, sehr wichtig war dieser Sieg, denn nun sollten sich doch drei Mannschaften finden, die nicht mehr auf so viele Punkte kommen. Um ganz sicher zu sein, wäre nun ein Punkt in Bochum gut.

Kurz noch einem sehr lieben Menschen eine Freude gemacht und dann mit dem Marsch zum Fanladen. Und dann lag eurer Lieblingsblog auch schon auf dem Sofa und wärmte sich für neue Taten.

Es schrieben bisher noch…

Der Ostblock erpinkelte Tore.

Kleiner Tod machte all day Party

stpauli.nu sah in zwei Beiträgen die Zukunft. Beitrag 1 Beitrag zwei

Gröni sah wie immer durch die Kamera

Der Hobbitfuß sah ein erfolgreiches Wochenende. Btw: Brüllt den Ringträger nächste Woche beim Marathon ins Ziel. Ihr erkennt ihn an der Hobbitkleidung (oder am Celtic Trikot)

Wieder beinah übersehen: In den Sinn gekommen. Immer sehr lesenswert. Noch ein Geheimtip.

Jens von der Breitseite ging fremd.

Am Rande des Dorfes mit dem Kurztext zum Spiel.

Metalust feiert mit, musiziert und wird kein Rockfan mehr.

flattr this!

Apr 112013
 

oder

Was Fragen alles so auslösen

Liebe Leser, wir Twittern. Alle drei privat und auch gemeinsam als Blog (die privaten Accounts findet ihr hier). Letztens gewannen wir als 792sten Follower einen Account eines Fans von Dynamo Dresden hinzu und behaupteten, dass nach einer groben Schätzung uns nach dem FCSP am meisten aus Dresden gefolgt wird auf Twitter.

@1953international warf daraufhin die beliebte „Wann?Wo?Wieviele?“ Frage in den Raum und nun war auch meine (@headnutHH) Neugier geweckt. Daher nun die vollkommen überflüssige, wie sinnlose Statistik der Follower. Stand 11.04.2013.

Wir haben insgesamt 796 Follower und folgen davon 673 zurück. Normalerweise folgen wir jedem zurück, wenn er denn a. ein Mensch und keine Maschine ist und b. wenigstens ab und zumal mehr als seine Foursquare Logins twittert. Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Bei der nun folgenden Auszählung zu welchem Verein der Follower gehört, haben wir uns auf Userbild und -Name, Selbstbeschreibung und eigenes Wissen verlassen. Wir haben nun nicht gefragt und auch nicht Tweets nachgelesen.

Das Ganze ist handgezählt und daher nicht zwingend richtig. Wer keine Angaben gemacht hat oder nur „ich liebe Fußball“ in der Bio hat und auch anders seinen Verein nicht verrät, der blieb außen vor.

Here the results of the FCSP Jury:

Uns folgt 320 mal FC St. Pauli. Das ist mit einem riesigen Abstand der Höchstwert. Erstaunlicherweise ;-)

Uns folgen 34 Läufer. Da sage noch jemand, niemanden würde unser Laufcontent interessieren. ;-)

Sieben mal folgt uns Dynamo Dresden. Spitzenreiter und eigentlich doch schon beinah Grund für eine Fanfreundschaft ;-) .

Es folgen uns auch sieben Journalisten, wobei eine davon in Elternzeit ist (Grüße ;-) ). Bemerkenswert dabei ist, dass uns zwei österreichische Journalisten folgen, aber nur zwei die in Hamburger Zeitungen tätig sind.

Mit jeweils sechs Followern kommen dann Werder Bremen. Angesichts der breiten Sympathien zwischer Werder und uns nicht weiter verwunderlich.

Fünfmal verfolgt uns Union Berlin.

Viermal verfolgen uns die beiden Champions League Halbfinalisten Bayern und Dortmund. Und vier (Ex-) Spieler verfolgen uns. Alle ehemalige FCSPler (Joy, Dinzey, Palikuca, Ralle).

Knapp darauf dann der Rest des Reviers (Schalke und Bochum) und die Chemieproduzenten aus Leverkusen mit jeweils drei Folgenden.

Zweimal folgen uns die Rauten, Celtic, 1860 München, Hertha und Kaiserslautern

Und schlussendlich auf einen Follower bringen es: Eisbären Berlin, First Vienna, Mainz 05, FC Basel, KSC, Arsenal, Hansa, Hannover 96, Bielefeld, Fortuna Düsseldorf, SC Victoria, Sandhausen, Rapid Lienz, Eintracht Frankfurt, Nürnberg, EHC München, 1. FC Köln, Chemie Leipzig, Rasenballsport Leipzig und Unterhaching.

flattr this!

Apr 102013
 

Liebe Leser,

der letzte Trainingsbericht für das Abenteuer Hamburg Marathon 2013, bevor ich am 21.04. auf die 42,195 Kilometer gehen, welche die Läuferwelt bedeuten.

Der letzte Bericht war genau zur Halbzeit der Vorbereitung geschrieben, nun sind vier Wochen vergangen und damit ist das eigentliche Trainingsprogramm auch absolviert, denn die beiden letzten Wochen vor einem Marathon dienen dem sogenannten Tapering.

Die letzten Läufe waren von einer stark ansteigenden Form geprägt und fanden ihren Höhepunkt in einem langen Lauf von 30 Kilometern, der gut unter der angestrebten Zeit blieb. Mit 3:27:50 lief ich die schnellsten 30 Kilometer meines Lebens und konnte auch zum ersten Mal überhaupt eine Pace von unter 7:00 bis zum Ende halten.  Wenn man noch bedenkt, dass ich am Ende so ein paar Orientierungsschwierigkeiten hatten und dadurch mindestens noch zwei Minuten verlor und ich auch zwischendurch ordentlich Ampeln überqueren musste, dann ist das eine klasse Zeit. Und eine Zeit, die auf 5 Stunden hoffen lässt. 90 Minuten für 12 Kilometer müssten doch zu schaffen sein.

Jedoch: Jeder Ausdauerläufer in HH wird es gemerkt haben: Die Trainingsbedingungen diesen Winter waren nicht einfach. Kälte stört nicht, dagegen gibt es Klamotten. Aber Schnee, der immer wieder antaut und dann gefriert, der stört. Und so lief ich gestern zum ersten Mal in der gesamten Vorbereitung meine – nebenbei wunderschöne – Stammstrecke durch das Alstertal.

Dafür kann ich nun an jeder Straße in HH längs laufen. So spannende Strecken, wie z.B. vom AK Eilbek an der Wandse, um die Alster, um das Heiligengeistfeld, dann um die Binnenalster, dann noch mal Außenalster  und zurück zum AK Eilbek prägten den Laufalltag der Vorbereitung.

Letztens fragte mich eine hochgeschätzte Osnabrückerin, wie man sich denn morgens nach einer Dresdenfahrt motivieren kann? Und “innerer Schweinehund” ist immer ein Thema, wenn man im Winter für einen Marathon trainieren kann. Komischerweise aber genau an diesem Morgen nicht. Ich kam gut aus dem Bett, die Knochen fühlten sich wohl, der Magen rebellierte nur im üblichen Umfang und nach einem langsamen Anfang fand ich gut in den Rhythmus. Und dann läuft man sich irgendwann den Frust von der Seele.

Nun ja, ich trainiere ja nach einem Trainingsplan, den mir der Mättz netterweise gemacht hat. Natürlich habe ich nicht jeden Kilometer wirklich gelaufen, aber die Tempoeinheiten und die langen Läufe sind zu 90 % absolviert worden. Nur eine Tempoeinheit fand gar nicht statt und ein langer Lauf endete viel zu kurz.

Nach einem Trainingsplan fest zu trainieren war für mich Neuland und brachte schon interessante Erkenntnisse. So lief ich nur sehr selten einfach so 10 Kilometer ohne irgendeine Sonderaufgabe. Auch Tempodauerläufe mochte mein Trainingsplanersteller so gar nicht. Dafür umso mehr Intervall und HIIT Einheiten. Letztere in Form des Lauftrainings der Triathlonabteilung. Ich kann euch sagen: Wenn ihr den Stadtpark mal so richtig kennen lernen wollt, dann kommt da hin. Unter fachkundiger Anleitung wird bei bester Laune, mit angenehmen Leuten und flotten Sprüchen trainiert. Vor diesen Läufen hatte ich eigentlich nie Schweinehund.

Nun denn, dreimal locker über 50 Kilometer sind es in den letzten drei Wochen geworden. Nun also die Erholungsphase. Wie man diese gestaltet, da kann man wohl Bücher drüber schreiben und eines der Erfolgsgeheimnisse ist definitiv diese Phase richtig zu gestalten.

Ich habe nun beschlossen mich auch hier blind auf den Trainingsplan zu verlassen. Der sieht für das Wochenende vor dem Marathon noch mal 20 Kilometer vor, was mir relativ viel erscheint und was ich auch so nicht gelaufen wäre von mir aus. Aber wenn der Trainingsplan das sagt, dann wird es gemacht. Immer wohl gesagt, die leichte Erkältung, die ich jetzt gerade habe, geht bis Sonntag weg. Denn dann laufe ich um die sehr hübsche Eisenbahnermedaille. Die Motivation ist allemal da, denn der Insellauf ist nun wirklich einer der schönsten Hamburger Läufe.

Warum dieses blinde Vertrauen? Nun einmal habe ich das Gefühl bisher mit dem Trainingsplan gut gefahren zu sein. Und zum anderen war dies ja auch der Versuchsaufbau für den HH Marathon dieses Jahr: Ich arbeite einen Trainingsplan ab.

Ob es gelungen ist, werdet ihr dann in zwei Wochen lesen.

Es grüßt euer laufender @headnutHH

 

 

 

 

flattr this!

Apr 092013
 

oder

Wenn ein Tag so rundum scheiße ist.

Vorwort

Liebe Leser, wenn man einen Bericht anfängt und das erste Vorwort wieder vollständig löscht, dann weiß man, dass dies kein einfacher Bericht wird. Was soll man auch über eine solche Tour sagen? Der erste Reflex ist, dass man gar nix schreibt, aber da ein Aspekt des Bloggens auch immer das Verarbeiten ist, ist dies natürlich keine wirkliche Option. 2/3 dieses Blogs hatten alles richtig gemacht, als sie die Teilnahme an dieser Fahrt schon frühzeitig sein ließen und den Tag auch noch so vollpackten, dass sie das Grauen nicht einmal am Fernsehen ertragen mussten.

Es wird in diesem Bericht um viele Sachen gehen, die einfach nur zum Kotzen sind. Wichtig dabei ist immer, nicht alles auf eine Stufe zu stellen. Die ständige Aufrechnung von Fehlverhalten ist teilweise äußerst gefährlich. Und es ist eben nicht das Gleiche, ob man einen Hitlergruß zeigt oder als Reaktion darauf „Bomben auf Dynamo“ ruft. Ob man Letzteres nun gelungen findet oder nicht. Extremismustheorie, ich hör dich trapsen.

Was für ein Tag

Liebe Leser, wie üblich trafen wir sehr früh am Bus zusammen und es mag an meiner (@headnutHH) Unruhe vor so einer Fahrt liegen. Da ich aber mit meinem hochgeschätzen Begleiter der letzten Jahrzehnte durchgemacht hatte, verloren wir nicht mal Schlaf. So warteten wir mit der restlichen heutigen Bezugsgruppe auf den Bus, der wie üblich nicht kam. Diesmal auch deswegen nicht, weil der Busfahrer zwar am Stadion vorbeifuhr, es aber nicht fand. Dann zu einem Telefon zu greifen oder die Angaben des Busunternehmens („Ich hatte eine falsche Adresse bekommen“) zu hinterfragen, schien für diesen Busfahrer einfach zu viel verlangt.

Kundenfreundlichkeit und Orientierungssinn muss man in dieser Branche nicht verlangen. Die wenigen positiven Ausnahmen fallen einem immer wieder auf. Als unser heutiger Busfahrer dann noch mit ca. 30 Kilometern durch die Stadt trödelte und erstmal in die falsche Richtung fuhr, da hatten wir schon die argsten Befürchtungen. Aber letztendlich stellte er sich noch als „okay“ heraus.

30 Minuten Verspätung hatten wir bei der Abfahrt aber schon und so malten wir uns in besten Farben aus, wie wir so gegen 17:30 in Dresden ankommen würden. Man überschätzt aber immer die Länge der Tour nach Dresden, sodass wir locker pünktlich ankamen.

Ansonsten kann man nicht viel über die Hinfahrt berichten. Die anderen Busse waren anders gefahren oder weit vor uns und wir alleine in den langweiligen Ebenen des Ostens. Das einzig Bemerkenswerte: Das Bemalen von Autobahnbrücken ist in diesen Gegenden Lebensprojekt mehrerer Fangruppen. Die Häufigkeit von Bemalungen durch Magdeburg und Dresden nötigen ja beinah Fleißpunkte ab. Man fragt sich aber auch manchmal, ob es nicht wichtigere Dinge gibt, als auch die 100ste Autobahnbrücke in 100 KM Entfernung zu bemalen.

Dresden rückte näher und so ein bisschen Anspannung machte sich doch breit. So ganz geheuer wird einem Elbflorenz wahrscheinlich nie. Zwar gibt es viele zarte Pflanzen der positiven Fanarbeit wie z.B. die Leute von 1953 International, die in einem schwierigen Umfeld auch erste leichte Erfolge feiern, aber das schwierige Umfeld besteht eben immer noch. Und Dresden zieht immer noch genügend Leute an, deren Ziel auch die körperliche Auseinandersetzung ist und die politisch weit rechtsaußen stehen.

Unsere Bahnfahrer wussten von unzähligen Kleingruppen von Thor Steinar-Trägern und ähnlichen Unsympathen zu berichten, die nur auf unvorsichtige Auswärtsfans warteten – und dabei auch vor Familien, Normalos oder ähnlichem nicht halt machen.

Aber nicht nur auf den Anfahrtswegen gibt es rechte Hooligans. Im Stadion sammelte sich direkt neben dem Gästeblock auf den Aufgängen eine Gruppe von ca. 50 Hackfressen. Bemerkenswert dabei ist, dass diese fröhlichst mit den dort postierten Ordnern schnackten. Auch so eine Beobachtung, die man leider nicht zum ersten Mal macht. Bei uns am Millerntor darf man keine 30 Sekunden im Aufgang stehen, in Dresden kannst du auf dem Aufgang noch locker abhitlern und wirst von den Ordnern noch freundlich beschnackt.

Das Erstaunliche dabei ist aber, dass im gleichen Block auch reichlich Polizei steht, die aber Scheuklappenmäßig nur auf den Gästeblock guckte. Eigentlich ein echter Skandal, andererseits wohl eher traurige „sächsischer Normalität“. In diesem Bundesland ist es schon lange das schlimmere Verbrechen, gegen Nazis zu demonstrieren, als Nazi zu sein.

Sowieso komisch, dass man von diesen Typen dann noch per Handzeichen ein 10 gegen 10 angeboten bekommt und wohl auch eine Telefonnummer dazu übermittelt wird. Unsere Gewaltfantasien erzeugten dann kurzzeitig die Vorstellung, dort mit Schwertern aufzulaufen und beim nächsten Spiel dann zehn abgehackte rechte Arme zu präsentieren. Was für Schwachmaten.

Nebenbei: In diesen Gruppen gibt es ja immer mindestens einen, der mit der Fresse derbe vorne weg ist, aber so seine 1,70 und 55 Kilo hat. Ob das nicht der Erste ist, der wegrennt, wenn es mal wirklich hart auf hart kommt?

Wenn wir schon bei Schwachsinn sind. Der K-Block will also hinter den USP-Damen stehen? *Gähn* Sexismus ist kein Fangesang, möchte man da in Richtung Ultrablock brüllen. Und Mackertum keine sinnvolle Verhaltensweise. Aber ich denke unsere Mädels können sehr zielgenau nach hinten austreten und werden voll in das abgebildete Ding treffen.

Nun gut. Warum halten wir uns auch mit soviel geballter Dummheit auf!? Stimmung im Gästeblock war insgesamt jedenfalls ganz ordentlich. Um dazu auch einen Satz zu schreiben.

Was man vom Spiel auf dem Platz nicht behaupten kann. Wir sind einfach zu langsam. Zu langsam in allen Belangen. Bei Ballgewinnen (und die gab es durch Dynamos schlampiges Aufbauspiel in Massen) brauchen wir einfach viel zu lange, bis sich mal ein Spieler nach vorne bewegt. Und im Abwehrspiel kann niemand mal hochschalten um vor einen Gegner zu kommen. Beispielhaft sei hier Gyaus Verhalten bei dem einen Gegentor genannt. Da läuft er nur hinterher, anstatt mal Gas zu geben und so das ganze enger zu machen und den Zweikampf des anderen Abwehrspielers zu ermöglichen. „Kompakt stehen“ ist bei uns ein Fremdwort. Alles wird in einem Trabtempo erledigt und ein System wie man spielen will, ist nicht ansatzweise erkennbar. Die zwei Ausnahmen in 90 Minuten führten dann gleich zu einer 2-0 Führung.

Der hochgeschätzte Auswärtsmitfahrer kommentierte die „Absteiger“-Rufe des Gästeblocks nach dem 2-0 schon sehr treffend mit einem „wenn wir das mal nicht fressen“. Und Dynamo hatte uns insbesondere eines voraus: Leidenschaft. Klar kann man sich über Trojan und das ständige Getexte aufregen, aber nur brav reicht halt in Liga 2 nicht für den Klassenerhalt. Man wünscht unserer Mannschaft ständig mehr Gift in allen Aktionen.

Und natürlich kann man der „bigger fool“-Theorie anhängen, wie es der Frodo macht. Aber man sollte sich auf so etwas nicht zu viel verlassen. Auch sollte man sich nie darauf verlassen, dass 36 Punkte zur Vermeidung der Relegation reichen. Und viel mehr Punkte holen wir mit den gezeigten Leistungen auch nicht.

Viel ist über die Jugend der Mannschaft gesprochen worden in diesem Zusammenhang. Aber das kann man nicht als Ausrede nehmen. Denn insbesondere auch erfahrenere Spieler zeigen nicht ihr komplettes Leistungsvermögen in dieser Rückrunde. Hinzu kommt, dass auf keiner Position jemand Druck macht und sich von der Bank empfiehlt. Man vergleiche das mal mit der Aufstiegssaison 2010, da kam von der Bank immer jemand und brachte frischen Wind. Dies ist zur Zeit eher die Ausnahme als die Regel. Und das macht im modernen Fußball schon ein Unterschied.

Vielleicht ist das aber auch alles Teil eines perfiden Plans um Tabellen-15. zu werden und damit ein Heimspiel in der 1. Runde des DFB Pokal zu bekommen. Aber wie formulierte es so schön eine Mitfahrerin: „In Sachen perfide Pläne sind wir allerdings nicht so die Frontsäue.“

Angesichts unseres nicht gerade schönen Restprogrammes wäre es schon sinnvollnun einen Heimsieg gegen 1860 und mindestens einen Auswärtspunkt in Bochum zu holen. Dann wären wenigstens die größten Bauchweh weg. Aber wahrscheinlich holen wir 1860 zurück in das Rennen um Platz 3, versüßen Neururer in Bochum seinen Einstand, lassen dann Berlin und Braunschweig bei uns aufsteigen, Duisburg gegen uns die Klasse halten und haben dann ein Endspiel auf dem Betzenberg. Keine gute Vorstellung, oder?

Die Rückfahrt war wie ein langer Todeskampf. Schlechte Musik, schlechte Filme, schlechte Laune. Nun eigentlich auf jeder Raststätte mit allen Bussen gleichzeitig, was wieder eine sehr beschissene Seite mancher FCSP-Fans zu Tage brachte, nämlich das systematische Beklauen von Raststätten.

Leute, das ist kein Spaß, nicht einmal, wenn man das Konzept „Eigentum“ außen vor lässt. So etwas wird auf kurz oder lang die Polizei auf den Plan rufen und entweder wir können nur noch irgendwo auf Parkplätzen halten oder gar nicht mehr mit dem Bus fahren. Meckert dann nicht über Repressionen und so, wenn es sich hier nicht um ein Fehlverhalten weniger handelt. Mal ganz davon ab, dass so etwas immer auf den ganzen Bus zurück fällt. Wird dieser nämlich angehalten und kontrolliert, dann haben erstmal alle Leute im Bus ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahl am Hals. Und das macht sich bei Arbeitgebern (und so etwas kommt raus) niemals wirklich gut. Wir Spießer! Bitte Leute: Überlegt doch mal, ob es wirklich notwendig ist, insbesondere weil ihr nicht nur euch, sondern alle in Gefahr bringt.

Und dann hatte uns Hamburg wieder. War auch gut so.

Es schrieben ansonsten bisher…

Kleiner Tod, der eine Demo besuchte und anscheinend ein anderes Spiel sah.

Jens, der ungefähr das gleiche erlebte… Man hat beim lesen beinah ein Déjà-vu

flattr this!